Meine Tochter hat Anfälle in der Nacht

    Hallo zusammen,


    meine Tochter (5 Jahre) ist seit je her eine schlechte Schläferin. Sie kommt regelmäßig (fast jede Nacht) nachts zum schlafen in unser Ehebett. Im Grunde geniest man dieses als Eltern, da das Kind nachts noch kuscheln kommt (Irgendwann hört das auf und dann fragt man sich wo ist die Zeit geblieben...) Hintergrund ist aber auch unsere angst da sie Schlafwandelt.


    Problem 1


    Am Anfang schlafwandelte sie. So ist es passiert das sie urplötzlich im Bett "aufstand" und Handbewegungen in der Luft machte, so als ob sie was sortieren würde mit weit aufgerissenen Augen. Auf ruhiges ansprechen hin, sagte sie verschlafen, das sie ihre Kuscheltiere sortieren müsste da ihre Freundin (Name) zu besuch käme. Dann baten wir sie wieder, sich hinzulegen und sie tat dieses auch.


    Kein Problem, wenn sie dieses im Ehebett passierte. Nur kam das auch in ihrem Hochbett vor, wo wir dieses erst einmal nicht mitbekamen. Sie lag dann Nachts oder am Morgen am komplett anderen ende des Bettes. Wir hatte die Befürchtung das sie beim aufstehen im Schlaff aus dem Hochbett fallen könnte. und wollten dieses weiter beobachten.


    Problem 2


    Seit kurzem ( 2 Tage), bekommt unsere Tochter, nachts sowas wie Anfälle. Dieses fing vor 2 Tagen an. Zuerst haben wir dieses mit dem Schlafwandeln verbunden. Ich erkläre hier erstmal wie es sich äußert.


    Dieses Passiert grundsätzlich im Schlaf.


    Plötzlich fängt sie an, sich wie wild freizustrampeln von der Bettdecke (auch wenn keine da ist). Ohne Rücksicht auf Verluste. Ich habe so manchen blauen Fleck inzwichen davon. Wenn sie im Ehebett liegt werde ich davon wach.


    Dann macht sie ein Hohlkreuz. Dreht sich meist um 90 Grad und setzt sich auf macht mit offenen Augen, dicke Backen also sie luft Blasen wolle oder erbrochnes im Mund hätte(das ich, als ich dieses das erstemal sorichtig mitbekam vermutete). Aber das ist nur Luft das die backen aufbläst. Gestern Abend, als sie neben uns auf der Coutsch eingeschlafen war passirte es auch und ich konnte bei Licht beobachten das ihr Gesicht dabei rot anlief (Sauerstoffmangel). Sie vedrehte die Augen und schlief anschließend aber auch direkt weiter. Ich habe vesucht währenddessen oder direkt danach mit ihr Kontakt mit ihr aufzunehmen, ohne erfolg.


    Jetzt haben wir es 4:25 diese Nacht hatte sie 4 von diesen Anfällen. Und jetzt mache ich mir auch sorgen.


    Was sollen wir tuen. Meine Frau tut diese einfach ab.


    Wir haben Wochenende und Silvester steht vor der Türe. Reagiere ich über, wenn ich mit ihr in die Notfallaufnahme fahre? Kann man mir dort überhaupt helfen?


    Ist das nicht eher was für einen Neurologen, der sowieso erst ab den 2.1.18 wieder auf hat?


    Bitte gebt mir mal tipps was ich machen soll.

  • 17 Antworten

    Mein erster, laienhafter, Gedanke war auch Epilepsie. Ich würde das in jedem Fall ärztlich abklären lassen.


    Aber mindestens einen Exorzisten zu Rate ziehen. Kleines Späßle... ;-D


    Ja, ich wäre wohl genauso besorgt wie du. Allene das ständige Schlafwandeln würde ich schon abklären lassen. Das neuerdings auch noch solche Krampfanfälle hinzu kommen deutet auch eine Verschlimmerung der Situation hin.

    Ist sie krank zur Zeit? Dass sie im Schlaf irgendwelche Dinge tut, finde ich nicht unnormal, bzw. kenne ich das von meiner Tochter. Vor allem wenn sie krank ist, hat sie das öfter, aber auch wenn sie sie gesund ist. Sie spricht dann mit offenen Augen mit mir und fragt wann Mama endlich kommt. Dabei ist sie auch oft ängslich. Nach einiger Zeit wacht sie dann aber auf. Dazwischen kann man nicht vernünftig mit ihr sprechen, entweder erzählt sie Kauderwelsch oder antwortet nur etwas ganz anderes als ich gefragt habe. Erinnern kann sie sich hinterher meistens nicht mehr. Da waren auch sehr beängstigende Dinge dabei, aber zum Glück nicht so oft. Strampeln im Schlaf finde ich auch soweit normal, wenn es ab und an ist, im Traum eben.


    Aber die neuerlichen "Anfälle" mit den Backen aupusten und Hohlkreuz machen, klingen irgendwie anders. Kann sie sich daran erinnern? Ist sie ansprechbar dabei? Ich würde es abklären lassen, wenn möglich am besten ein Video davon machen, so können sich die Ärzte doch ein besseres Bild machen.

    Mmmh.. vielleicht "Pavor Nocturnus" ? Bin da selber nicht sicher, aber google das mal, das ist so eine ganz spezielle Form von schrecklichen Alpträumen, die Kinder manchmal haben. Sie können sich am nächsten Tag dann nicht an die Anfälle erinnern. Erinnert sich deine Tochter an das was passiert ist, wenn du sie aus dem schlafwandel weckst?

    Schlafwandler erinnern sich an gar nichts.


    Es kommt darauf an wie sie strampelt. Bei Epilepsie ist es relativ dezent. Es fängt mit eine kurze Steife an, dann entspannt sich der Körper durch Zuckungen die immer weiter abnehmen. Ein wilde Gestrampel ist es nicht. Der ganzen Körper bleibt an der Stelle liegen. Das Gesicht wird eher bei Sauerstoffmangel weiss/ leicht bläulich als rot. Rot ist eher Anstrengung. Erst Gestrampelt dann steife passt nicht ganz.

    Zitat

    Ich habe vesucht währenddessen oder direkt danach mit ihr Kontakt mit ihr aufzunehmen, ohne erfolg.

    Kannst Du diese 'Anfälle' mit nichts unterbrechen? Das würde ich zum Anlass nehmen, eure Tochter gleich nach den Feiertagen beim Kinderarzt vorzustellen, damit der als erstes ein EEG veranlasst.


    Gibt es bei euch in der Nähe eine Klinik, die eine Abteilung für Kinderneurologie hat?

    @ Ochotonia:

    Nein ,krank ist sie z.Z. nicht.

    @ BunterVogel:

    Nein ,sie erinnert sich nicht an die Alpträume oder irgendetwas.


    Mit Nachtschreck erinnerst du mich an vor zwei Jahren, das hatte unsere Kinderärztin in Verbindung mit plötzlichen aufwachen und kreischen wie am Spieß, gesagt. Aber jetzt neuerlich quasi fast stündlich?


    Also habe mich heute morgen nochmal länger mit meiner Frau darüber unterhalten. Meine Tochter kann sich wie schon oben erwähnt an Nichts erinnern. Sie hatte insgesamt 6 Anfälle letzte Nacht, alle gleich. Sie verarbeitet im Moment aber auch ne Menge.


    Dieses Backen aufblähen und keine Luft holen erinnert meine Frau an den Schwimmunterricht. Sie hat gerade vor 2 Wochen ihren Frosch gemacht und möchte(will) unbedingt, wie ihre Freundin das Seepferdchen schaffen. Meine Tochter ist ein Dickkopf und wenn sie sich in etwas in den Kopf gesetzt hat, bleibt sie dran und redet von nix anderem mehr.


    Dazu kam jetzt Weihnachten das sehr emotionsgeladen war (die ganzen Geschenke und die Vorfreude). Meine Schwägerin hat am 8.12. Zwillinge bekommen, von den meine Kleine auch andauernd redet. Morgen der runde Geburtstag der selben Schwägerin.


    Gestern und Heute sind meine Cousin mit ihrer Tochter kurzfristig zu besuch gekommen, sie kommen von weiter weg. Mit der Tochter spielt meine Maus sehr gerne und hatte nachdem sie erfahren hatte das sie kommt, davon andauernd gesprochen.


    Zu guter letzt fängt der Umbauen unsere Wohnung an 2.1. an. Damit beide Kinder je ein eigenes Zimmer bekommen. Gestern Abend haben wir sie gefragt wie das Zimmer aussehen soll und sie hat es gemalt und die ganze Zeit davon gesprochen, so das ich sie Ausbremsen musste. (sie hatte aber klare und realistische Vorstellungen)


    Alle diese Sachen prasseln auf sie im Moment ein.


    Ich weiß aber nicht wie wir sie davor im Moment schützen können.


    Wir sind der Meinung das vor Neujahr sowieso nix mehr gemacht wird . Wir beobachten sie weiter.


    Wir hoffen nur, das es nur das ist. Weil der wusel wird irgendwann vorbei sein.


    Ich glaube ich habe hiermit das ganze gerade selbst beantwortet und den Grund für Anfälle (Nachtschreck) gefunden wenn ich


    so die letzten Tage reflektiere.


    Danke für den Gedankenanstoß