PS:


    bei einem kleinen (Betonung liegt auf Klein!!) Infekt finde ich sogar Fiebersenkung kontraproduktiv. Denn dadurch, dass das Kind munterer ist, unterbricht man den durchaus sinnvollen Prozess der körperlichen Erholung/Gesund-Schlafen. Hält das Fieber auch den 2ten oder gar 3ten Tag an, sollte man schon Maßnahmen ergreifen, aber die sofortige Fiebersenkung, nur damit man sich schnell besser fühlt, halte ich für nicht klug.

    Ich habe als Kind Medikamente häufig auch als Zäpfchen bekommen – weil ich eben, wenn ich krank war, sehr schnell immer gar nichts mehr schlucken wollte, bis heute Tabletten kaum runterbekomme etc.


    Mir wurde nie was vorgemacht im Sinne von "das ist gar nicht unangenehm". Meine Ma war da ehrlich. Sagte, dass es sich ganz kurz komisch anfühlen wird, aber ich das schon hinkriege. Und dass es mir dann besser gehen wird.


    Ab dem Alter von ca. 10 Jahren habe ich das mit dem Zäpfchen (unter Aufsicht) dann selber gemacht.


    Und:


    Manchmal müssen Eltern halt durchgreifen. Gut, hier kann man lang und breit diskutieren, ob überhaupt Medikamente nötig sind. Aber grundsätzlich wäre es die Aufgabe der Eltern, die Medikamentengabe durchzusetzen. Kranke Kinder finden so einiges blöd und weinen wegen so einigem. Wenn das Eltern immer von der notwendigen Behandlung abhalten würde...


    Und einer 10jährigen kann man durchaus liebevoll klar machen, dass es (ggf.) sein muss – und sie es übersteht, auch wenn es unangenehm ist.

    Zitat

    wie gut dass die meinungen und kinder verschieden sind!

    stimmt @:) und wenn deine Tochter damit keine Probleme hat, ist es doch auch gut. Aber bei dem KInd der TE ist es ja anders, sonst hätte sie den Thread ja nicht eröffnet. Und ein "Zwingen" am ersten Tag des Fiebers muss echt nicht sein.

    Und ein krankes, quengeliges, unter Übelkeit leidendes 10jähriges Kind ist NICHT in der Lage, selber zu entscheiden, ob es ein Medikament will. Es begreift evtl. Nutzen und Risiken nicht – und erst recht nicht in der Situation.

    Zitat

    Und ein krankes, quengeliges, unter Übelkeit leidendes 10jähriges Kind ist NICHT in der Lage, selber zu entscheiden, ob es ein Medikament will. Es begreift evtl. Nutzen und Risiken nicht – und erst recht nicht in der Situation.

    Da gebe ich dir völlig Recht, wenn es um Medikamente geht, die die Ursache einer behandlungsbedürftigen Erkrankung bekämpfen sollen (Antibiose etc).

    Mal eine Andere Frage, weil's mir gerade auffällt:


    Ich habe seit Jahrzehnten keine Zäpfchen mehr verschrieben bekommen. Sind diese Dinger allgemein am Aussterben oder ist es so, dass man in den allermeisten Fällen nur Kinder damit "quält"?


    Bei mir führten Zäpfchen immer nach kurzer Zeit zum Durchfall.

    Die meisten gängigen sind doch nicht verschreibungspflichtig (Paracetamol, Vomex etc) Kann man doch immer noch ganz normal in Apotheken kaufen. Vomex kaufe ich zb nur als Zäpfchen, weil mir die Tabletten davon auf den Magen schlagen.


    Durchfall hatte ich davon zum Glück noch nie.

    Also die antworten das es auch leckeren Saft gibt find ich echt albern... wenn das Kind dauernd erbricht ist auch egal wie lecker das Zeug ist, da sollte man sich schon nen anderen Weg als die Orale Aufnahme suchen (denn auch tabletten sollten ne gewisse Zeit im Magen bleiben bis sie wirken können).


    Zäpfchen für Kinder ist absolut gängig.... bei 6-7 jährigen würde ich sogar da noch Fieber messen, denn Ohrthermometer und der ganze Kram weichen ja bis zu 1grad Celsius ab...Kern und Hüllentemperatur...


    Nee bei Krankheit muss man da auch als Kind mal durch und ja mit 10 ist man in meinen augen noch Kind.


    Natürlich kann man das einfühlsam erklären, ich schieb auch keinem da unbedarft was rein, aber das hier einige meinen das wäre das schlimmste aller Übel... ähmmm.. ich denk mal nö...

    Als Alternative kannst Du ruhig die hier schon angesprochenen Wadenwickel machen. Aber bitte nicht mit Eiswasser. Sondern nur das kalte Wasser aus der Leitung. Kannst zusätzlich zu den Wadenwickeln auch etwas kaltes in die Leisten legen.


    Was auch hilft, und was wir in der Klinik oft angewendet haben, sind Waschungen mit kaltem, starken, Pfefferminztee. Das ätherische Öl der Minze wirkt gut kühlend.


    Zum Trinken versuch schluckweise leicht gesüßten Pfefferminz-/Fencheltee.


    Diese beiden Tees wirken beruhigend auf den Magen.

    Wadenwickel bitte nur 1-2 grad kälter als die Körpertemperatur.. selbst kalt aus der Leitung ist viel zu kalt, versetzt den Körper in ne Art Schock zustand und sorgt dafür, dass er noch mehr aufheizt... zudem geht das echt heftig auf den Kreislauf gerade bei Kindern!!

    Zitat

    Als Alternative kannst Du ruhig die hier schon angesprochenen Wadenwickel machen. Aber bitte nicht mit Eiswasser. Sondern nur das kalte Wasser aus der Leitung. Kannst zusätzlich zu den Wadenwickeln auch etwas kaltes in die Leisten legen.

    selbst eine kalte leitungwasser ist zuviel. man soll lauwarmes wasser nehmen uns so fiber senken. wen ich anfrüher denke, wie manche eltern ihre kinder tatsächlich in der wanne voller kaltes wasser gesetzt haben, schüttelt mich immer noch

    Ohne denn Tipp jetzt ausprobiert zu haben. Das wirkt bestimmt bei Erwachsenen die schnell wieder fit sein müssen, keinen Krankenschein wollen und sonstiges... Milch mit Honig soll ja eh schlafend machen, der Pfeffer da drin erklärt sich mir persönlich weniger... scharf = schwitzen?


    Aber bei nem 10 jährigen echt kranken Kind mit wohl auch irgendner Magen Darm sache ist das ganz sicher nicht zum empfehlen. Da kam ja sogar das bisschen Fiebersaft schon wieder rückwärts :=o


    Schokilauri, wie gehts der Kleinen heute?