Es tut mir leid, dass ich nicht mehr reagiert habe. Nachdem über 1 Woche gar keine Antwort kam, hatte ich nicht mehr in den Thread reingeschaut und jetzt erst die Antworten gesehen :-o


    Ich antworte am Sonntag ausführlicher und gehe auf die Beiträge ein. Schon mal ein Danke für die zahlreichen Antworten :-)

    Für mich klingt die Beschreibung des Jungen relativ normal.


    Statt gleich Ritalin einzusetzen sollte man m.M.n. versuchen die soziale Situation des Kindes zu verbessern und ihn nach seinen Stärken und Schwächen auch außerhalb der Schule fördern.


    Legasthenie sollte man abklären lassen.


    Noch etwas: ich weiß nicht, wann er getestet worden ist, aber ein IQ-Test unter 8-10 Jahren sagt maximal etwas über den aktuellen Entwicklungsstand aus und repräsentiert nicht den später zu erwartenden Grad der Intelligenz. Er scheint nicht dumm zu sein, aber überbewerten würde ich solch ein Testergebnis im Sinne eines Beweises einer Hochbegabung auch nicht. Rein von der Beschreibung des Jungen her klingt mir das nicht nach einem IQ von 150 bzw. Höchstintelligenz, aber die Frage, wie intelligent er wirklich ist, sollte auch nicht die Entscheidende sein.


    Im täglichen Leben mit dem Kind zeigt sich doch viel eher, ob ein Kind wirklich hochbegabte oder "nur" clever ist, und wie es individuell und bestmöglich gefördert werden kann.


    Von Labeln wie ADHS oder HB halte ich persönlich wenig (zumal sie auch mittlerweile inflationär gebraucht werden), und denke, dass man damit den Kindern nicht unbedingt einen Gefallen tut.

    An criecharlies lustigen Antworten kann man die Effekte auf die Persönlichkeit ja ideal studieren.


    Dabei geht sie mit 19-Jährigem noch zum Kinderarzt,was eigentlich gar nicht geht,da Kindheit halt maximal bis 18 geht. Möglicherweise weinen Kinder halt aufgrund anderer Psychopathologien. Z.B. könnte es daran liegen,dass ohne Medikament ,die Begabung halt auf 115 (Durchschnittsabiturient) zurückfällt, und man den intrafamiliären Anforderungen nicht genügt. Dabei spielt die Erwartungshaltung ja überall eine Rolle.


    (Z.B wenn Eltern 50- 80 000 Eur der PKV -Solidargemeinschaft für kosmetische Wachstumshormone aufbürden wollen,wie criecharlie schon anderorts berichtete)


    Auch wäre möglich,dass ein anderer Psychiater andere Diagnosen stellt. ZB eine antisoziale Persönlichkeitsstörung bevor seit 1994 die veränderte Diagnostik einen Schüler pro Klasse zum verkannten Genie deklarierte (Allen Francis,der 94, dabei war).

    du hast es dir damit selbst beantwortet.


    Heute kommen manche Eltern mit der Unterdurchschnittlichkeit ihrer Kinder nicht klar.


    Das hat auch die Versicherungen verändert,da die Pkven seit ein paar Jahren Vertrauensärzte und eigene Dienste haben,um die nicht notwendige Therapien auszuschließen ( Voraus. der Kostenübernahme).Gabs früher nicht,da man sich auf die Diagnosen verlassen konnte.


    Aus eigener Erfahrung weiß ich,dass auch Beihilfestellen, die den Spaß zu 80% subventionieren sollen, genauer hinschauen,da das System ja sofort zusammenbrechen muss,wenn seit ein paar Jahren überengargierte Mütter für Minibeiträge 10000Eur pro Jahr für Wachstumshormone haben wollen.

    @ mischmaschine

    okay, ich beiss' an,. Wieso gehe ich mit einem 19jährigen zum Kinderarzt? Erstens habe ich keinen 19jährigen und zweitens geht man nur bis 18 zum KiA bzw. der dann 19jährige wohl besser alleine :)

    Das hab ich ja so geschrieben :).


    Aber ernsthaft,wenn ich drüber nachdenke: Je nachdem,was man bzw. das Kind hat,ist dagegen ja wirklich nichts einzuwenden.Ich bin eigentlich ein großer Anhänger davon,dass Angehörige gerne mit zum Arzt können. Auch bei 40-Jährigen können zB ja Eltern mitkommen.

    Allgemeiner Hinweis:


    Bitte keine Grundsatzdiskussion mehr über das Thema. Es geht hier um einen bestimmten Fall und der Themenersteller braucht genau zu diesem Unterstützung.


    Ich bitte euch also versuchen hier zu helfen, oder es sein zu lassen.


    Grüße


    Chris

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    Hallo,


    heute etwas ausführlicher :-)


    Die Grundsatzdebatte, ob AD(H)S existiert oder nicht, werde ich gepflegt ignorieren, denn darum geht es hier nicht.


    Der Begriff vollpumpen ist mir in einer gewissen Wut rausgerutscht. Der Junge bekommt schon genügend Medikamente, irgendwie scheint Medikamente die Antwort der Mutter auf alles zu sein, anstatt sich mit dem Kind vernünftig auseinander zu setzen oder seinen, salopp gesagt, Arsch zu bewegen. Leider ist es beim Vater nicht wirklich anders, außer, dass er ihm nicht so viele Medikamente geben würde :°(


    Ich bin grundsätzlich der Meinung immer mit den betroffenen Personen zu reden, in dem Fall mit dem Kind. Was geht genau in der Schule vor, was geht in ihm vor, wenn die Ausraster kommen, wo fühlt er sich vielleicht unverstanden.


    Er wird nach wie vor gemobbt, auch wenn der ursprüngliche Mobber sitzen geblieben ist. Er wird verarscht, indem im Kinder sagen, dass er bestimmte Dinge machen muss, dann spielen sie mit ihm. Hat er am Anfang gemacht, natürlich wurde nicht mit ihm gespielt, sondern das Gegenteil passierte, und er reagierte mit einem Ausraster. Wenn er auf dem Hof auf seinen Mobber und seine "Gang" trifft, dann versteckt er sich, rennt weg. Klappt das nicht, bekommt er seinen "Ausraster", ich sehe das allerdings als wehren. Er weiß, dass um sich schlagen etc falsch ist, aber er sieht in dem Augenblick keine andere Lösung (Lehrer sind leider keine Hilfe) :°(


    Ich denke auch, dass die Schule verbrannte Erde ist. Schule an sich macht ihm Spaß, aber das Umfeld dort macht ihn fertig. Ich habe mehrere Schulen rausgesucht, auch welche, die mehr Erfahrung mit Hochbegabung (ob sich das im Laufe der Jahre bestätigt, sei jetzt erstmal dahin gestellt) und AD(H)S haben. Die extra mehr und ausgebildetes Personal haben. Das sind normale Grundschulen, die zusätzliche Programme und Förderungen haben. 3 Schulen in der näheren Umgebung der Mutter, aber da müsste sie ihn 10 Minuten mit dem Auto fahren. Das geht natürlich. Auch so ist ein Schulwechsel ja mit Stress verbunden, also wird das nicht passieren.


    Was die Konzentration angeht, war ich immer verwundert, warum das bei uns immer so gut klappt, auch mit akustischen Ablenkungen, aber in der Schule angeblich so schlecht klappen soll. Seit diesem Schuljahr bekommen sie auch richtige Noten, und siehe da, in fast jedem Fach schreibt er 1en und 2en. Außer in Deutsch, da schreibt er leider 4en. Nun gut, nicht jedem liegt alles, LRS wäre auch eine Möglichkeit gewesen. Deutsch ist im Normalfall aber gut zu üben, also habe ich einen Deal mit ihm gemacht. Er muss jeden Tag ein Arbeitsblatt für Deutsch bearbeiten, nach einer gewissen Anzahl gibt es eine Belohnung. Habe mich dazu gesetzt, ihn gefragt, wo es genau hakt, und siehe da, null an der Konzentration oder dem Verständnis, sondern er kommt nicht mit der Schreibschrift klar, dass ein Wort komplett ohne Absetzen durchgeschrieben werden muss, und dadurch ist er langsamer. Wenn er z.B. mit Druckbuchstaben schreibt, wird aus einem 20 Minuten Arbeitsblatt ein 7 Minuten Arbeitsblatt. Leider wird er weiter gezwungen in Schreibschrift zu schreiben. Gott sei Dank interessiert das in höheren Klassen keinen mehr, wie er schreibt, nur ob es richtig und lesbar ist. Bis dahin wird er wohl mit den schlechteren Noten in deutsch leben müssen.


    Therapien wird es weiterhin die Ergotherapie geben, zusätzlich noch eine Verhaltenstherapie (wobei ich nicht wirklich glaube, dass das eingehalten wird) und halt die Tabletten (ich weiß leider nicht genau welche, nur Methylphenidat). Der Vater hat sich leider dann doch für den einfachsten Weg entschieden und die Freigabe unterschrieben. Es gab lediglich ein kurzes Gespräch mit der Psychologin, wo allerdings mehr die Mutter geredet hat. Und selbst die Psychologin hat Alternativen vorgeschlagen, aber Tabletten sind der einfachste Weg.


    Leider kann ich nichts machen, um dem Kind richtig zu helfen. Ich kann nur weiterhin mich um ihn kümmern, wenn er da ist und ihm eine offene Tür bieten, zum reden und verstanden werden.

    Lehrer sind oft habituell einfach gestrickt. Bei unserem hat v.a. in der Grundschule geholfen, den blöden IQ-Test zu zeigen und zu sagen:


    hey- er kann nicht anders. Das kommt viel besser als ADS. Die HB hat bei uns leider den Asperger übertüncht, weil sich alle darauf gestürzt haben,


    aber die Grundschule musste iwie überlebt werden.


    WEnn ihr die Möglichkeit für eine andere habt, wo es ihm besser geht:


    mach!!!


    WEnn es die richtige ist, ist der Wechsel nch ein paar Wochen vergessen. Mein Kleiner hatte in der 6. schon die 5. Klassengemeinschaft. 1. Tag Klasse ohne seine Freunde, 2. Tag richtige Klasse, nach der 1. in die 3., nach der 4. in die 5., dann Schulwechsel, noch einmal 5. - nun 10. und alles gut!! Manchmal läuft es nicht rund, dranbleiben!!!!