Small for gestational age - syndromale Ursachen?

    Hallo zusammen,

    ich bin mittlerweile in der 35. SSW und seit dem Organscreening (war das 21. Woche?) schallt der FA bei jedem Termin, weil er mit dem Gewicht meiner kleinen nicht zufrieden ist. Anfangs waren wir noch in der unteren Hälfte der Norm, mittlerweile liegt sie auf der 14. Perzentile - ab der 10. Perzentile spricht man wohl von SGA. Vom Längenwachstum her ist sie fast über der Norm (aber das ist ihre große Schwester auch immer gewesen - kommt vom Papa), nur eben das Gewicht passt nicht und ich frage mich was die Ursachen sein könnten.

    In der ersten Schwangerschaft war immer alles genau zeitgerecht und ich habe nichts anders gemacht? Ich rauche nicht, ich trinke nicht - die letzte Schwangerschaft ist auch nur 2 Jahre her und ich bin keine Risikoschwangere was das Alter betrifft.



    Hat jemand Wissen oder Erfahrungen, ob syndromale Erkrankungen dahinter stecken könnten? Davor hab ich ja echt ein wenig Angst... laut Google finden sich syndromale Erkrankungen vor allem bei SGA mit symmetrischer Retardierung - unsere hat ja aber eine asymmetrische Retardierung.


    Eine weitere Angst - ich vermute, dass ich Anfang März eine Corona-Infektion hatte. Nicht weiter schlimm, aber mit dem typischen Symptom (wurde erst später bekannt), dass ich einen kompletten Geschmacks- und Geruchsverlust über mehrere Tage hatte (ohne Schleimbildung oder verstopfte Nebenhöhlen). Ob Corona ein Auslöser für das SGA sein könnte? Auf was sollte ich mich gegebenenfalls noch einstellen?


    Die Warterei zum nächsten Termin macht mich jedes Mal verrückt - immer die Angst, dass die Kleine noch weniger zunimmt, als sie müsste, um groß und stark zu werden...

  • 13 Antworten

    Meine Tochter lag auch immer um die 12. Perzentile aber so eine Diagnose wurde nie gestellt. Ich bin selbst nicht groß 8-( Ihr Bauchumfang war immer am geringsten (10. Perzentile) aber sie kam mit 51cm und guten 3 Kilo zur Welt - also völlig normal.


    Hat der Arzt was dazu gesagt? Wurde mal ein Doppler gemacht?
    Bei mir schien die Nabelschnurdurchblutung immer gering - da sie aber immer gleich blieb und das Gehirn gut versorgt wurde, meinte die Ärztin nach vielen engmaschigen Kontrollen, dass das für mich wohl der Normalwert wäre.

    Danke für deine Antwort!

    Die große kam mit 56 cm und 3700 Gramm und die kleine scheint auch sehr groß aber eben viel zu leicht (Aussage vom Arzt: die 3700 Gramm schafft sie auf keinen Fall )


    51 cm und 3 Kilo klingt für mich schön proportioniert!? Wie kam deine Kleine denn zur Welt? Ich habe einiges gelesen, dass die Diagnose Indikation für einen Kaiserschnitt sein könnte wegen evtl Geburtsproblematiken.


    Doppler und US werden zu jedem Termin gemacht. Doppler war immer unauffällig, Gewicht zu gering und tlw Fruchtwasser sehr niedrig, aber noch in der Norm.


    Ich wollte eig in einem kleinen KH entbinden, aber dort gibt es keine Kinderstation... sollte ich evtl doch besser das Vollversorger KH wählen? Da bin ich halt nur eine Nummer:-/

    Mit dem Gewicht auf der 14. Perzentile liegt dein Baby noch so dicke in der Norm dass ich mir da keine Sorgen machen würde, schon gar nicht bei überdurchschnittlicher Größe! Damit ist zB eine sich anbahnende Plazentainsuffizienz sehr unwahrscheinlich, denn die zeigt sich oft durch ein zurückbleibendes Wachstum der Arme und Beine. Wenn der Körper sparen muss, tut er es zuerst klugerweise an der Länge der Beine und nicht am Gehirn. Liegt bei deinem Baby aber sicher nicht vor!! Über irgendein Syndrom kann man bei nur diesem Anzeichen nicht sinnvoll spekulieren; völlig ausgeschlossen ist es nicht (ist es nie!), aber total unwahrscheinlich - denn wie gesagt, 14. Perzentile ist absolut in der Norm! Zumal diese Ultraschall Messungen immer mit Vorsicht zu genießen sind, das ist total ungenau.


    Ich hoffe du machst dir nicht allzu viele Sorgen, dafür gibt es keinen Grund! Und in einem großen Krankenhaus ist man grundsätzlich zur Entbindung von medizinischen standpunkt her besser aufgehoben, denn mehr Geburten bedeuten mehr Erfahrung mit (seltenen) Problemen wenn wider Erwarten doch was schief geht oder das Baby nicht gesund ist. Dass so viele kleine Entbindungsstationen schließen liegt ja daran dass die großen Häuser deutlich geringere Sterblichkeiten haben - eben weil ernste Komplikationen glücklicherweise selten sind und Stationen mit wenigen Geburten mit vielen ernsten Problemen zu wenig Erfahrung haben.

    In meine zweiten Schwangerschaft hatte ich genau das gleiche. Ab ca. der 20. Woche war der FA mit dem Gewicht meiner Kleinen nicht zufrieden und ich musste häufiger zum Ultraschall. Da war immer alles super. Fruchtwasser gut, Doppler gut. Längenwachstum voll im Soll bzw. sogar drüber, aber Bauchumfang und Gewicht nicht der SSW entsprechend. Die Perzentilen weiß ich nicht mehr, aber sie ist nie in die echte Diagnose SGA reingerutscht.


    Irgendwelche Grunderkrankungen habe ich keine. Kein Bluthochdruck, kein Gestationsdiabetes. Habe nie geraucht, kein Alkohol in der Schwangerschaft. Nur eine leichte Schilddrüsenunterfunktion, aber gut eingestellt. Was ich aber hatte: Übelkeit am Beginn der Schwangerschaft, Appetitlosigkeit und das Gefühl mit einem Kanten Brot schon den Magen zu voll zu haben. Dann noch eine 4 Wochen dauernde Erkältung mit Geschmacksverlust (war aber vor Corona, das war es nicht).


    Gegen Ende der Schwangerschaft ging es aber wieder besser mit dem Essen und die Erkältung war überstanden. Dann hat sie plötzlich in 4 Wochen ein ganzes Kilo zugelegt und ab dann wurde es immer besser. Geboren wurde sie dann bei 40+6 mit 3,5kg und völlig gesund. Heute ist sie 1,5 und liegt genau in der Mitte der Wachstumskurve.

    Mein Sohn kam zum ET mit 49 cm und 3.080 Gramm auf die Welt. Mal hinkte er mit einigen Werten eine Woche zurück und mal war er eine Woche voraus. Mein Gyn hat meinen Sohn kurz vor der Geburt auf 3.500 Gramm geschätzt ;-) Die gemessenen Werte sind also doch ziemlich ungenau.


    Aktuell bin ich wieder schwanger und da hieß es schon recht früh, dass Baby Nr. 2 größer und schwerer sein wird als unser Sohn. Beim zweiten großen US sah das aber nicht wirklich danach aus, die Werte sind vergleichbar mit denen meines Sohnes 8-(


    Dein Arzt hat ja offensichtlich ein Auge drauf. Ich würde mir da nicht zuviele Gedanken deshalb machen.

    Zur Verlässlichkeit der Messungen kann ich beitragen, dass zwei meiner Kinder ziemlich genau 1 kg leichter geschätzt wurden, als sie dann tatsächlich waren (2,6 kg geschätzt, 3570 g bei Geburt sowie 2,9 kg geschätzt, 3850 g bei Geburt).@:)

    Die Gewichtsschätzungen sind notorisch unzuverlässig, stimmt. Mein Arzt hat das Gewicht der Kleinen am Tag vor der Geburt allerdings auf 40g genau gemessen. :-)

    Vielen Dank für eure vielen Antworten!

    Ich war nun zur Kontrolle im Krankenhaus und der Oberarzt persönlich hat geschallt. Die Kleine ist wohl weiter gewachsen, aber noch weiter zurück. Jetzt 11. Perzentile.

    Ich weiß, dass die Messungen ungenau sind und Schwankungen zwischen den Ärzten ganz normal, aber wenn zwei Ärzte mit speziellen Schwangerschafts-ultraschallqualifikationen messen und beide im Grenzbereich zur SGA raus kommen, wird da wohl was dran sein :-(

    festgestellt wurde, dass die Plazenta vorzeitig verkalkt ist. Das ist wohl auch die Ursache.

    Ich werde jetzt nächste Woche per CTG erneut untersucht. Messung dann wieder in zwei Wochen.



    Gibt es jemanden, der gerade in einer ähnlichen Situation ist?

    • Neu

    Welches Gewicht kam denn heraus bei der Untersuchung? Hat sie zugenommen? Mein Arzt sagte mir damals, wichtig sei, dass sie überhaupt noch zunehmen.


    Ab der 36. SSW geht es nochmal steil nach oben mit dem Gewicht. Vielleicht macht sie doch noch einen Endspurt. @:)

    • Neu

    Bei meinem Sohn hatte ich eine verkalte Plazenta, der zum Teil abgelöst war. Er war normal groß (51cm), aber extrem dünn. Jetzt mit 20 wiegt er 60kg bei einer Körpergröße von 185 cm. Er war/ist stark untergewichtig.


    Sohn 2 war 56cm groß, auch dünn und ist jetzt über 190cm groß. Normal Gewicht.


    Meiner Tochter war 46 cm und so breit wie lang. Sie ist 165 cm und schwerer als ich. Sie fiel weit unter der Kurve (Länge) aber normal Gewicht (später)


    Wie du sehen kannst, gibt es eine riesigen Spanne, wie groß Kinder sein können. Der Vater meiner Kinder ist 176 cm und übergewichtig. Ich bin 172 und inzwischen normal gewichtige (ich war untergewichtig)

    • Neu

    Meine Schwangerschaft ist jetzt zwei Jahre her aber wir hatten auch ein paar Wochen wo wir immer an der 10. Perzentile geschrammt haben. Das war so zwischen der 30. Und 34. Woche und der Verdacht auf SGA bestand auch. Danach hat sich alles normalisiert und sie hat das Gewicht gut aufgeholt und es war nie wieder die Rede davon