Liebe Frau pelztier86, hätte ich eine Glaskugel, dann würde ich allerdings bei Questico sitzen und mit viel hanebüchenem Unsinn noch viel mehr Geld verdienen. Aber ich kann Ihre Bedenken verstehen, absolut nachvollziehbar.


    Nun ist es allerdings so, dass sich die Threadstarterin vermutlich nicht von mir ein Betäubungsmittelrezept für Methylphenidat ausstellen lässt, denn dann hätten Sie ohne Frage recht: es wäre nicht nur fahrlässig, sondern schlichtweg verboten. Glücklicherweise dürfen wir von der Fragestellerin aber annehmen, dass sie die medizinische Beratung und ihre daraus resultierenden Entscheidungen über die Therapie nicht in unsere Hände legt. Dann wäre der Beruf des Arztes rasch wertlos.


    Betrachten Sie deises Forum als das, was es ist: eine Frage- und Antwortrunde von Leien für Laien. Nicht mehr, nicht weniger.


    Noch ein Wort zum Thema ADS: mir ist es völlig rätselhaft, warum viele Erwachsene Kindern und Jugendlichen aufgrund eigener Ängste und Ideologien die Behandlung vorbehalten, die sie für sich akzeptiern würden - also auch medeikamente, die im zentralen Nervenysytem wirken. Das ganze Theater um die adäquate Behandlung des ADS hat andere Ursprünge, nämlich in Angst, Falschinformationen und unzureichender Beratung. Gleichzeitig kann man ja an dem beschriebenen Kind erkennen, dass die bisherigen Theorien (Konflikte, Trauma etc. pp.) in keinster Weise zielführend waren. Im Gegenteil, die Folgeprobleme sind inzwischen so gigantisch, dass ich als Sorgebrechtigter froh wäre, wenn endlich, auf welchem Weg auch imemr, eine weichenstellende Lösung gefunden würde. Und wenn dabei Stimulanzien halfen bleibt nur noch eins: herzlichen Glückwunsch zu der Entscheidung!