beim te finde ich verständlich, dass er nach erfahrungen sucht. die zu erwartende endgröße ist einfach grenzwertig und es kann am ende keiner sagen ob es +5 cm oder eben -5 cm werden.


    eumeltier: ich würde auch eine zweite meinung einholen und mir alles, inklusive nebenwirkungen sehr genau erklären lassen, die ärtze löchern - und dann das tun, mit dem ihr eltern euch vom bauch her besser fühlt. am ende ist es eure entscheidung und ich beneide euch nicht drum. @:)


    bei 1,68 sehe- auch bei einem jungen - wirklich keinen plausiblen grund. auch wenn ich die 1,70 geknackt habe, habe ich durchaus schon partnerschaften gehabt mit männern um die 1,70. das waren erstaunlicherweise sogar von der attraktivität her irgendwie die "hübschesten" und wenn die etwas nie hatten, waren es probleme, sich durchzusetzen oder frauen zu bekommen. sie hatten allerdings gemein, dass sie von zuhause eine ordentliche portion selbstbewusstsein mitbekommen haben.


    das fällt dann schon unter luxusproblem und steht für mich in keiner relation zu den risiken, reiht sich dafür aber nahtlos ein in nase zu groß, lippen zu schmal, busen zu klein, ungünstige nabelform, brillenträger.


    alles punkte, wo einer mehr glück als der andere hatte, die bei der partnerwahl maßgeblich sein können, wo aber (hoffentlich) niemand das kind unters messer legen würde, damit es den anderen gegenüber nicht benachteiligt ist.


    was grezen bei der berufswahl angeht: soll man alle mädchen auf 1,75 spritzen, weil sie sonst keine chance als modell haben?


    sollte man dann auch nach oben begrenzen? schließlich ist der beruf des piloten über 1,96 nicht drin. bei den panzergrenadieren wird es über 1,80 auch unbequem im gefährt. und auch männliche models über 1,90 haben wenig chancen - astronaut über 1,90 fällt auch flach.

    Zitat

    Und was wenn man den Normbereich entsprechend anpassen würde

    Dann würde sich das Problem nur "nach oben" verlagern - relativ gesehen muss es immer Menschen im unteren Normbereich geben. Das liegt in der Natur der Sache.

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    Wenn es nur genügend Menschen schlecht geht gilt es also als "normal" und muss demnach nicht behandelt werden? ???

    Es ist nicht eine Frage der Quantität, es ist eine Frage der objektiv gegebenen Möglichkeiten.


    Psychische und soziale Probleme sind einer Körpergröße im unteren Normbereich nicht inhärent, da es viele weitere Faktoren gibt, die das Leben beeinflussen, und diese "vermeintlich genetische Benachteiligung" ausgleichen können.


    Würde man deine Logik überall anwenden, würde das z.b. bedeuten, dass man auch Kinder mit Intelligenz im unteren Normbereich "optimieren" müsste, weil sie ja sonst nicht studieren können. Es gibt aber naturgemäß kein Anrecht auf völlige genetische Chancengleichheit in jedem einzelnen Bereich. Meist ist es jedoch so, dass sich die genetischen Defizite und die genetischen Vorteile insgesamt für das Leben gesehen ausgleichen. Wäre geringe Körpergröße etwas, das in jedem Fall ein genetisches Defizit wäre, hätte die Evolution mit Sicherheit dafür gesorgt, dass gesunde "kleinere" Menschen nicht mehr existieren. Eine Erkrankung dagegen ist in jedem Fall ein Defizit, was unter Umständen zur Ausrottung einer Spezies führen kann.


    Salopp ausgedrückt: Mit einer Körpergröße im unteren Normbereich kann man leben - und zwar gut, wenn man will. Mit einer Krankheit nicht unbedingt.

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    Dann würde sich das Problem nur "nach oben" verlagern - relativ gesehen muss es immer Menschen im unteren Normbereich geben. Das liegt in der Natur der Sache.

    Nur, dass es um das Ausmaß der Abweichung geht: Läge der untere Normbereich bei 1,80 wären die Unterschiede nicht so groß (vorausgesetzt der obere Normbereich würde sich nicht auch erhöhen, was er nicht zwangsläufig würde) und die Nachteile somit geringer. Zudem sprechen wir hier von evolutionär-bedingten fest verankerten Ansichten, die zu der Benachteiligung kleiner Männer führen. Diese bleiben konstant.

    Zitat

    Psychische und soziale Probleme sind einer Körpergröße im unteren Normbereich nicht inhärent, da es viele weitere Faktoren gibt, die das Leben beeinflussen, und diese "vermeintlich genetische Benachteiligung" ausgleichen können.

    Können. Ein Nachteil ist es weiterhin. Wenn man die Karrierechancen und die Chance auf eine eigene Familie erhöhen und gleichzeitig noch das Mobbing- und Suizidrisiko einer Person senken kann sollte man das tun.


    Ein Epileptiker kann übrigens auch nach den ersten Anfällen doch unerwartet langfristig anfallsfrei bleiben. Und dennoch wird in jedem Fall eine Therapie begonnen um die Chancen zu verbessern.

    Zitat

    Würde man deine Logik überall anwenden, würde das z.b. bedeuten, dass man auch Kinder mit Intelligenz im unteren Normbereich "optimieren" müsste, weil sie ja sonst nicht studieren können.

    Ja das müsste man.

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    Meist ist es jedoch so, dass sich die genetischen Defizite und die genetischen Vorteile insgesamt für das Leben gesehen ausgleichen.

    Für das Leben einer Person? Definitiv nicht.

    Zitat

    Wäre geringe Körpergröße etwas, das in jedem Fall ein genetisches Defizit wäre, hätte die Evolution mit Sicherheit dafür gesorgt, dass gesunde "kleinere" Menschen nicht mehr existieren.

    Selbst für Depressionen steht diverse Theorien im Raum, dass sie einen evolutionären Vorteil für die menschliche Rasse bieten. Dennoch werden sie behandelt. Das Wohl des Individuums ist für evolutionäre Vorteile unerheblich.

    Zitat

    Salopp ausgedrückt: Mit einer Körpergröße im unteren Normbereich kann man leben - und zwar gut, wenn man will. Mit einer Krankheit nicht unbedingt.

    "Kann" und "nicht unbedingt". Daher kann man diesen Satz auch genau umkehren und er würde nichts von seinem Wahrheitsgehalt einbüßen:


    Mit einer Krankheit kann man leben - und zwar gut, wenn man will. Mit einer Körpergröße im unteren Normbereich nicht unbedingt.


    Übrigens um noch ein wenig persönliche Erfahrung mit in die Diskussion zu bringen:


    Meine Epilepsie hat einen weitaus geringeren Einfluss auf mein Leben als meine Körpergröße. Und das obwohl ich nie jemand war, der Probleme mit der eigenen Größe hatte. Ich fühle mich wohl mit meiner Größe und ich bin in keinster Weise frustriert darüber, dass ich keine 1,80 bin. Größer wäre aber dennoch einfach besser. Warum also nicht?!

    Paul_Revere


    Der Nebenwirkungen wegen. Es handelt sich um einen massiven Eingriff der schwere Krankheiten als Nebenwirkungen nach sich ziehen kann. Am Ende dann vielleicht doch lieber keine 1,80 und dafür auch keinen Schlaganfall...

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    Können. Ein Nachteil ist es weiterhin. Wenn man die Karrierechancen und die Chance auf eine eigene Familie erhöhen und gleichzeitig noch das Mobbing- und Suizidrisiko einer Person senken kann sollte man das tun.

    auf grund des risikos von unfruchtbarkeit durch die behandlung verringert man die chance auf eine eigene familie aber, was widerum das suizid-risiko erhöhen kann.

    Zitat

    Und dann reißt einem die Tochter den Kopf ab weil sie nicht Ballerina werden kann, zu groß...

    jetzt befinden wir uns in der zwickmühle. man kann es also eigentlich nie richtig machen und irgendwas wird jedem irgendwie immer verwehrt? wie ungerecht. ich will aber piratin werden. ]:D

    Und bei mir ist es umgekehrt. Meine Epilepsie beeinträchtigt mich mehr als äußerliche Dinge.


    Und das obwohl ich seit Jahren anfallsfrei bin.


    Ich kenne da aber noch ganz andere. Ständig umzukippen, sich vollzukotzen und einzuklinken vor anderen Menschen beeinträchtigt sie,her mehr als eine Körpergröße von 1,68m.


    Übrigens waren auch die kleinen Männer in meinem Umfeld immer heißbegehrt bei der Damenwelt und arbeitslos ist auch keiner.

    Hinreißend. ;-D ;-D


    Ich finde es echt überraschend und ein wenig schckierend das selbst Erwachsene hier noch so an einer Lektion knabbern die ich gerade meiner Tochter beibringe: Geht die eine Tür zu, geht eine andere Tür auf. Man kann nicht alles haben, aber der Möglichkeiten sind im Leben soviele, es wird sich schon was passendes finden.