Verdacht auf Autismusspektrumstörung - Was steht uns bevor?

    Hallo,


    hat schon jemand die Diagnostik durchlaufen bei seinem Kind um den Verdacht auf Autismusspektrumstörung prüfen zu lassen?


    Welche Tests werden da gemacht? Damit ich meinen Sohn besser vorbereiten kann.


    Wir haben neben Erst- und Abschlussgespräch nämlich 4 Diagnostiktermine bekommen. Und da frag ich mich was da wohl gemacht wird.


    Danke für eure Antworten.

  • 9 Antworten

    Hallo,


    tut mir leid das ich erst jetzt wieder reinsehe. Diagnostiktermine waren jetzt. Am nächsten Montag ist Abschlussgespräch. Irgendwie verspreche ich mir nicht so viel davon. Weil ob richtige Tests gemacht wurden, glaub ich nicht. Er war immer bei der Frau im Zimmer und die haben gespielt. Was genau dabei rauskommt werde ich sehen. Aber jedenfalls wurde dann bestimmt kein IQ Test oder so gemacht. Und die ganze Zeit hiess es sie gibt uns noch einen Fragebogen, und beim letzten Diagnostiktermin hiess es dann, das hätte sich erübrigt. Wäre nicht nötig.


    Da kann man jetzt viel reininterpretieren. 1 Woche muss ich mich noch gedulden.


    Avanti mir geht es gut damit das jetzt genauer hingeschaut wird. Es ist einfach nur immer Kämpfe von morgens bis abends mit ihm. Und wenn das Kind dann mal nen Namen hat was er hat, dann wird es ihm dann hoffentlich auch bald besser gehen wenn wir dann wissen wie wir ihm helfen können.


    Wie geht es euch denn?

    Ich bin bei dir. Wir sind auch in der Diagnostik. Zwar nicht für Autismus. Aber Verdacht auf ADHS (glaube ich nicht. Denke nur konzentration Probleme) zu allem Übeln will mein ex meinen Sohn zu sich. Ich drücke dir alle Daumen das es nichts "schlimmes" ist.

    Meine hatte mit 7 Jahren auch 4 ambulante Termine beim Kinderpsychiater. Ergebnis: sie hat kein Asperger.


    Ein halbes Jahr später meinte die Schule, dass ich doch noch mal diagnostizieren lassen solle. Sie würden das Ergebnis anzweifeln.


    Wir waren dann stationär in einem auf Autismus spezialisierten Kinderzentrum. Die fanden es sogar recht deutlich erkennbar.


    Sie hatten ganz andere Tests.

    Danke für eure Antworten. Es kam raus, dass es wohl kein Autismus ist, aber sie hat lange gebraucht um es auszuschließen, weil doch Züge anfangs da waren. Sie hatte erst beim 4. Termin dann wirklich gemerkt, dass wenn er sich traut und Situationen und Personen bekannter werden für ihn, dann lassen diese Züge nach. Und auch noch 1-2 tests die sie gemacht hat, haben gegen Autismus gesprochen.


    Die Diagnose im Moment lautet reaktive Verhaltensstörung. Er ist speziell. Das hat sie zugestanden. Er wäre sehr unsicher in allem und dadurch oft überfordert. Aber so ganz ablegen konnte sie nicht ob nicht doch ADS oder ADHS eine Rolle spielt. Aber sie gibt diese Diagnose nicht gern und auch nicht zu schnell was ich sehr gut finde. Sie meinte wir behalten es mal im Hinterkopf und wenn er nächstes Jahr in die Schule kommt und man anfängt zu merken, dass er über Tische springt und nicht still sitzen kann usw. das wir dann gern nochmal kommen können um die Situation dann ggf. neu zu betrachten.


    Für den Moment rät sie uns zu einer Sozialpädagogischen Therapie für ihn mit Beratung gleichzeitig für uns. Das sollte wohl auch recht bald erfolgen, weil er Gefahr läuft auch ein emotionales Problem zu bekommen :-(

    Mmh, bei meiner lassen in vertrauter Umgebung die autistischen Züge ebenso nach. Wenn sie jemanden nicht kennt, schaut sie gerne weg und antwortet kaum/gar nicht. Auch mit 17.


    Mit 5 fiel das noch nicht wirklich auf, da sind viele Kinder so.


    Eine Therapie finde ich gut. Denn Probleme hat er ja offensichtlich. In der Spieltherapie fiel mein Kind sehr auf. Sie hat z. B. mit Engelsgeduld 10 Mal hintereinder den gleichen Fehler gemacht, ohne ihr Konzept zu überdenken und ohne die Therapeutin um Rat zu bitten. Da kam die Therapeutin selbst an ihre Grenzen, weil sie das selbst kaum aushalten konnte. Das war ein weiterer Baustein zur Diagnose.


    Ich wünsche euch alles Gute und dass die Therapie hilft.