Wiederkehrende Mittelohrentzündungen seit dem ersten Geburtstag

    Hallo zusammen.

    Wie oben schon geschrieben, hat meine Tochter (jetzt 3, 4 Jahre alt) ständig wiederkehrende Mittelohrentzündungen.

    Es fing kurz nach ihrem 1. Geburtstag (Febr. 2016) an. 1. Mittelohrentzüng, Antibiotika, danach Schleim hinterm Trommelfell. 4 Wochen Behandlung mit schwarzen Nasentropfen, nach absetzen wieder Mittelohrentzündung. Nach 4 Entzündungen und 4x Antibiotika bekam sie im Mai 2016 das erste mal Paukenröhrchen. Danach hatten wir bis August 2016 Ruhe. Dann ging es wieder los...Entzündung, Antibiotika, 2 Tage ohne Antibiotika und wieder ging es von vorne los. Wir wechselten dem HNO. Die neue Ärztin riet die Röhrchen auszutauschen, zumal eins schon am Abstoßen war.

    Im November 2016 bekam sie dann die Pap I Röhrchen. Wir nahmen unsere Tochter erstmal aus der Krippe über den Winter damit sie dann mal zur Ruhe kommen konnte und das Immunsystem sich regenerieren konnte. Trotz alle dem hatte sie mind. 1x im Monat eine Mittelohrentzündung.

    Wir waren dann letztes Jahr in Mutter Kind Kur. Dort hatte sie am letzten Wochenende wieder eine schwere Entzündung. Danach hatten wir bis Oktober 2017, also knapp 6 Monate, Ruhe.

    Dann ging es wieder los. Nun hat sie im Februar Dauerröhrchen gesetzt bekommen. Im März hatte sie dann wieder eine Mittelohrentzündung. Das Ohr lief aber nicht. Bin zum Kinderarzt weil sie hoch fieberte und über Ohrenschmerzen/ Bauchschmerzen klagte. Da war das röhrchen verstopft und das Trommelfell kurz vorm platzen.

    Also reichten Ohrentropfen nicht aus und sie musste wieder Antibiotika nehmen.

    Wir haben danach den immunstatus und sämtliche Blutwerte überprüfen lassen. Bis auf die nierenwerte war alles ok. Die nierenwerte waren leicht erhöht... Denke durch die ständige Medikamentengabe... nurofen und Antibiotika. Laut unserem Kinderarzt aber nicht im bedenklichen Bereich.


    Jetzt hat sie seit 1, 5 Wochen Schnupfen, seit heute Nachmittag grünlich. War gut zufrieden. Baute aber heute Abend plötzlich ab, hatte aufmal 40 Grad Fieber und klagte über Ohrenschmerzen.

    Bin dann heute Abend direkt zum Kreiskrankenhaus zur kindernotsprechstunde. Die Assistenzärztin war zwar nett, jedoch schien sie nicht wirklich Ahnung zu haben... angeblich hat unsere Tochter einen geröteten Rachen und dadurch ohrenschmerzen. Die Vorgeschichte interessierte sie nicht wirklich... nur klagt unsere Tochter nicht über Halsschmerzen und isst bzw. Trinkt auch ohne Probleme.

    Wir wurden ohne weitere Behandlung weggeschickt. Gebe also Nurofen und Paracetamol wieder im Wechsel.

    Ich kenne meine Tochter und weiß, das sie bislang immer was mit den Ohren hatte, wenn sie über Schmerzen klagte.

    Mir bleibt nichts anderes übrig, als morgen früh mit ihr zur Notsprechstunde zu unserem Kinderarzt zu fahren.

    Nur so langsam gehe ich am Stock. Ich leide jedesmal mit. Mir tut die arme kleine Maus so leid.

    Ich selber weiß wie schlimm Ohrenschmerzen sind.

    Zudem bin ich gerade noch total deprimiert dazu... ich versuche seit 2,5 Jahren mein Wellness Gutschein einzulösen. Morgen sollte es soweit sein (4.Anlauf), da er bald abläuft.

    Mein Mann ist zwar da, und wird sich kümmern. Aber mein Mutterherz blutet, wenn ich sie morgen allein lassen muss. Ich werde in Gedanken nur bei meiner Tochter sein und mich wie eine Rabenmutter fühlen. Ohne Entspannung also...


    Gibt es jemanden der eine ähnliche Erfahrung mit ständigen Mittelohrentzündungen gemacht hat?

    Gibt es noch andere Wege um Entzündungen zu umgehen? Es kann doch nicht sein, das sie ständig leiden muss. Was machen wir nur falsch?

    Sie hat permanent eine Mütze auf wenn wir draussen sind. Plantschbecken, Baden usw. Nur mit ohrenstöpsel...

  • 6 Antworten

    Hallo, ich habe im inet einen beitrag eines hno professors gesehen, er hat einem kind die polypen entfernt wg. wiederkehrender mittelohrentzündungen, erkundige dich dochmal inwiefern das auf euch zutrifft.


    Ich musste zwei jahre als erwachsener selbst mit mittelohrentzündungen kämpfen. auf lange sicht hat mir orthomol Immun geholfen, ich weiß jetzt nicht inwieweit das für kinder geeignet ist, bei meinem Vater genau das gleiche Problem, er hat eine eigenbluttherapie gemacht, seitdem geht es ihm deutlich besser.


    von ohropax gibt es klimawolle, das ist eine tolle Erfindung ;-) habe früher mit Watte die Ohren zu gemacht, aber das soll man ja gar nicht, die luft muss zirkulieren, seitdem ich auf klimawolle umgestiegen bin, komme ich mit Zugluft bestens zurecht und die mittelohrentzündungen haben abgenommen.


    du bist keine rabenmutter, bleib einfach dran, evtl. fahrt ihr an ein universitäres Zentrum und lasst das ganze mal dort abklären.


    Alles Gute für euch beide *:)

    Danke für deine Antwort.

    Polypen wurden im Mai 2016 entfernt, während auch die ersten röhrchen gesetzt wurden. Besserung hat uns das leider nicht gebracht.

    Sitze gerade beim Kinderarzt im Wartezimmer.

    Was ist klimawolle? Wird diese direkt in die Ohren gemacht? Wir haben angefertigte ohrenstöpsel vom hörakustiker.

    Universitätszentrum wüsste ich nicht wo ich da hin soll. Bin ja mit ihr regelmässig beim HNO zur Kontrolle oder bei Entzündungen da. Zum Kinderarzt gehe ich nur wenn der HNO nicht da ist.

    Ich fühle mit dir. Ich hab das gleiche erlebt mit meinem Sohn. In den schlimmsten Phasen hab ich jede Nacht zwei Stunden geschlafen.

    Das ist jetzt allerdings fast 20 Jahre her. Die Wende brachte ein HNO der meinem Sohn kein Antibiotikum, sondern Sinupret gab. Er meinte das Kind hätte eine chronische Nebenhöhlenentzündung, wenn die ausheilt würde es besser werden. Und so war es auch.

    Die Antibiotika machen alle guten Bakterien im Darm deines Kindes platt.

    Ich würde meinen HNO fragen ob es sinnvoll erscheint ein Kortisonspray zu geben, damit die Eustachische Röhre nicht immer zuschwillt. Wird das Ohr gut belüftet, entzündet es sich nicht so schnell.

    Dann würde ich eine Sinupret-Kur machen, und die Darmflora deiner Tochter aufbauen. Antibiotika wirklich nur im Notfall.

    Mütze und Ohrstöpsel bringen da nichts. Das Problem sitzt in der kurzen Verbindung von der Nase zum Ohr.

    Das ist ja schrecklich! Meine hatten auch alle oft Mittelohrentzündung, aber nicht in dem Ausmass.
    Habt Ihr schon mal eine Nasendusche ausprobiert? Keine Ahnung, ob sie in dem Alter da schon mitmachen. Man spült einfach die Nase mit eine Kochsalzlösung aus, es ist also frei von Nebenwirkungen. Es ist allerdings eher unangenehm, also muss das Kind schon motiviert sein, um mitzumachen.

    Wünsche gute Besserung!