Das Phänomen des Spiegelns ist mir bekannt, allerdings läßt sich dieser extreme Akzent wohl kaum damit erklären. Der war stärker als bei einem Native-Speaker und er fand das offensichtlich sehr cool. ;-) Ich habe viel mit Menschen aus dem Ausland oder auch mehrjähriger Auslandserfahrung zu tun, aber dieser Akzent übertrifft das alles um Weiten.

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    doch, das ist tatsächlich so,


    dass man die umgebung so abfärben läßt.


    in der psychologie heißt das spiegeln und das schließt die sprache mit ein.

    :-D


    Natürlich lernt man den Dialekt bzw. die sprachlichen Eigenheiten (inclusive Aussprache und Betonung), wenn man ein linguistisches Bad in einer anderen Region (oder auch Familie) nimmt – es sei denn, man ist ganz ohne Sprachbegabung.


    Daraus aber ableiten zu wollen, dass man als authentischer Sprecher durchgeht, ist ein Trugschluß. In den meisten Fällen hört es sich gestelzt und künstlich – also total beknackt – an.


    Nei'geschmeckte halt :p>

    Zitat

    Ich finds grausam und kann mir schlecht vorstellen, dass man nach wenigen Jahren im Ausland kein akzentfreies Hochdeutsch mehr hinbekommt (womit man 20 Jahre lang aufgewachsen ist)...

    Ich lebe nunmehr alles in allem seit 16 Jahren im Ausland, aber einen Akzent habe ich dennoch nicht, wenn ich Deutsch spreche. Mir entfallen höchstens mal Worte, aber das war's auch schon.

    @ TE

    Zieh doch ins Ausland und sprich die dortige Landessprache. Meist kommt dann der (deutsche) Akzent von allein. ;-)

    Ich denke auch, wenn man richtigen Dialekt sprechen will, dann muss man das von Kindheitstagen an tun.


    Bei mir kommt es ganz darauf an mit wem ich mich unterhalte. Unterhalte ich mich in meiner Familie, dann rede ich schwäbisch, rede ich mit der meines Freundes rede ich eher Hochdeutsch, da es dort eben so üblich ist. Lustig wird es immer dann wenn mein Freund versucht schwäbisch zu reden. Man merkt ihm einfach an das er das nicht von natur aus macht. Ne Zeit lang wollte er mir verbieten gegenüber unsrer Tochter Dialekt zu sprechen, aber den Wind hab ich ihm schnell aus den Segeln genommen. Ich komm von hier also rede ich so. Mein Deutsch in der Schule war deswegen nicht schlechter als das von Kindern die nur hochdeutsch gesprochen haben. Das ist also kein Argument für mich. In zwischen hat er es akzeptiert und gut ist.


    Nur einen Dialekt als komplett außenstehender zu erlernen denke ich geht schief. Es passt einfach nicht.


    In dem Sinne.


    I winsch eich alle no en schena Dag, i gang etz Hoim. ;-D *:)

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    Aber genau das Gegenteil ist der Fall, wenn sich jemand einen Dialekt antrainieren will...das empfinde ich als oberpeinlich

    Nicht nur antrainierte Akzente oder gar Dialekte. Ich hatte mal eine Kollegin, gebürtige Dänin,die astreines Hochdeutsch mit uns sprach. Aber auch mit dem Rücken zu ihr hörte man genau, wenn sie einen leidlich attraktiven männlichen Kunden zwischen 20 und 60 hatte, da sprach sie plötzlich mit heftigem Akzent. Kurbelte natürlich oft das Gespräch an á la "wo stammen Sie denn her?"


    Ich bin meinen Dialekt nie mehr ganz los geworden, obwohl ich lange am anderen Ende Deutschlands gelebt habe.

    Ich habe mir im Laufe der Zeit einen süddeutschen Dialekt angewöhnt, inzwischen fließt das sogar in meine Konversationen mit Freunden aus dem Rest der Republik mitein. Was wiederum von den Frauen als ziemlich süß angesehen wird 8-) |-o