Du kennst Dein Kind am besten, wenn Du unsicher bist, dann mach' es mit Narkose. Ich weiß nur, dass eine Freundin das Problem mit ihrer Tochter auch hatte (3 Jahre und 3 Monate alt) – und da hat sie es geschafft, durch Vorbereitung, Ablenkung etc. ohne jegliche "Krafteinwirkung" die Kleine ganz ruhig zu halten. Und das ist ein eher arzt-ängstlicher Wildfang.


    War aber ein Kinderzahnarzt, es gab eine Vorbesprechung wie sie die Kleine vorbereiten kann. Und die Kleine durfte aktiv mitarbeiten: Mit Zunge am Zahn wackeln und so.

    Zitat

    Du kennst Dein Kind am besten, wenn Du unsicher bist, dann mach' es mit Narkose

    Zumindest möchte ich da mal drüber reden. Es kann ja auch Risiken geben, etc. ich weiss das ja auch alles nicht.


    Und mir ist das mit der Angst wirklich ein ernstes Thema. Mit mir kann der Zahnarzt machen, was er will, ich nehme in den seltensten Fällen Betäubung, bin da nahezu schmerzfrei und meine Zähne sind nicht die Besten, glaube mir ;-)


    Ich hatte meinen Sohn auch schon mit zu einer meiner Behandlungen. Das war alles toll. Solange nicht irgend etwas Lautes im Mund von Mama Krach macht. Da gab es dann schon Theater.


    Ich werde das morgen mal in Angriff nehmen. Und jetzt – ins Betti.


    Gute Nacht! *:)

    Zitat

    Und die Kleine durfte aktiv mitarbeiten: Mit Zunge am Zahn wackeln und so.

    Das Allerbeste, was man machen kann. Und er muss Pausen ansagen können, und es geht dann auf sein Signal weiter, ohne Drängen. Kontrollverlust macht Angst, nicht die Sache an sich, die ist nicht so wild.

    Jede Narkose ist ein Risiko! Ich würde mich nicht wegen einem Zahn dazu entscheiden!


    Es tut ihm ja mit Betäubung nicht weh! Ich denke, wenn du ihn darauf vorbereitest, wie das abläuft etc und ihm vielleicht fürs tapfersein einen Wunsch erfüllst (Schwimmbad, Playmobil ...) an den er ganz fest denken kann beim Zähneziehen ist das ruck zuck überstanden.


    Alles Gute für den Kleinen:)

    Zitat

    Aber wir haben ALLE unsere Milchzähne verloren und sind nicht traumatisiert.

    Stimmt, die Wurzeln der Milchzähne waren so klein, dass man nicht viel gespürt hat. Wobei es schon ein Unterschied ist, ob Kinder Milchzähne verlieren, nachdem sie schon lange locker waren oder ob sie noch ganz fest sitzen und so gezogen werden müssen.


    Ich finde aber, dass eine Kurznarkose bei so einer kleinen Sache übertrieben – und eine unnötige Belastung für einen Kinderkörper ist. Narkosen haben auch Nebenwirkungen und ich verstehe nicht, dass sie heutzutage so selbstverständlich wegen jeder Kleinigkeit eingesetzt werden! ":/


    Kann mich nicht daran erinnern, dass wir als Kinder beim Zahnarzt Kurznarkosen bekommen haben. ":/ Es gab eine lokale Betäubungsspritze (ein Piekser ins Zahnfleisch und einen in den Gaumen), dann hat man nichts mehr, außer einem kurzen Ruckeln gespürt und schwupps – war der Zahn draußen! Oder es konnte anschließend gebohrt werden, wenn ein kariöser Zahn behandelt werden musste.


    Ich musste auch im Alter zwischen 8 – 12 Jahren einmal pro Monat wegen meiner Zahnspangenbehandlung zum Kieferorthopäden, (zur Kontrolle) aber ich hatte dort nie Angst und es hat auch keine Tränen gegeben. Das gehörte für mich, wie der tägliche Schulbesuch zum Alltag dazu.


    Ich denke auch, dass man da als Eltern ganz ruhig und wie selbstverständlich hingehen sollte, um erst gar keine Ängste beim Kind aufkommen zu lassen. Dann wird alles nur halb so schlimm!

    Im Laufe ihres Lebens werden noch ganz andere Untersuchungen und Behandlungen auf die Kinder zukommen, bei denen sie wirklich eine Kurznarkose brauchen werden. Da würde ich sie nicht jetzt schon wegen solcher Lappalien "in Watte packen."

    Mir hat man im Kleinkind- und Kindesalter sämtliche Milchzähne gezogen. Narkosen gab es keine – dafür hab ich heute noch schlimmste Panik vorm Zahnarzt und kann Behandlungen ausschließlich unter Narkose machen lassen. Wenn du irgendwie die Möglichkeit siehst, dem Lütten eine Sedierung zu ermöglichen, dann kann ich dir das nur ans Herz legen. Ich weiss, wie man sich fühlt, wenn man als Kind wehrlos da liegt und ein Zahn nach dem anderen raus muss (nicht in einer Behandlung). Schrecklich. Finde kein besseres Wort dafür... %:|

    Ich kenne diese schlimmste Panik auch in der Familie meines Mannes. Leider alle mit schlechtem Zahnmaterial. Meinem Mann haben sie im Kindesalter 7 Zähne gezogen ohne Narkose. Wenn er heute einen Zahnarzttermin hat, quält er sich Tage vorher mit Magenkrämpfen herum und die Nacht vor dem Termin ist an Schlaf kaum zu denken. Sein Bruder schiebt derart Panik, dass er den Zahnarzt seit Jahrzehnten meidet. So sieht er leider auch aus..... aufgrund unserer Vorgeschichte werden wir noch viele unschöne Zahnarztbesuche absolvieren müssen. Ich möchte ihm diesen Weg nicht erschweren, indem das erste grössere Ding in ihm Ängste hervorruft. Das kann man nennen, wie man will, in Watte packen oder ähnlich. Was Lappalien sind, entscheide ich zum Glück zusammen mit meinem Kind.

    Lucinde, natürlich liegt es in deiner Entscheidung, aber hast du den Punkt mit einbezogen, dass damalige Zahnarztbehandlungen mit den heutigen gar nicht unbedingt vergleichbar sind und, es sich um -einen- Milchzahn handelt zu sieben Milchzähnen? Das würde kein Zahnarzt heute mehr machen, glaube bei zwei ist die Grenze pro Sitzung.

    Lucine, Du darfst aber diese Negativerfahrungen nicht einfach so auf heute übertragen!


    Wobei insgesamt deutlich wird, dass Du selber eine doch so skeptische Einstellung hast, dass sich das auf den Kleinen übetragen wird. Du siehst nur die Probleme statt der Möglichkeiten.


    Was ja letztlich auch eine klare Haltung ist, nach der man handeln kann und sollte.

    In einem Durchgang wurden die nicht gezogen. Ich glaube aber, dass es nur zwei Sitzungen waren. Er hatte sie einfach zuviel. Bei meinem Sohn ist es andersrum, ihm fehlt im Unterkiefer die Anlage für einen Schneidezahn. Was uns definitiv eine Zahnspange einbringen wird. Hachje.


    Es ist ja noch nichts entschieden. Erstmal die Möglichkeiten checken. :-)

    Warum darf man die Erfahrungen nicht auf heute übertragen? Geht es den Kindern heute beim Zahnarzt einfach besser, wenn ihnen ein Zahn gezogen wird? Für mich bleibt das Erlebnis gleich. Sobald das Kind Angst hat, und nicht mitmachen will, ist es eine negative Erfahrung – und das trotz des fleissigen putzens hier, btw.

    Also ich persönlich habe eine riesengroße Angst eher gesagt eine richtige phobie vorm Zahnarzt.


    Es fing damit an dass ich beim Zahnarzt war und ein kleines Loch gebohrt werden musste. Der Zahnarzt fragte mich ob ich eine Spritze möchte oder nicht. Ich fragte ob es denn weh tun würde ohne und er meinte eigentlich nicht aber wenn doch können wir ja immer noch Spritzen.


    Damit war ich einverstanden. Ich hatte dann beim Bohren große Schmerzen und habe mich bemerkbar gemacht.


    Die Reaktion des Zahnarztes war: STELL DICH NICHT SO AN IST GLEICH VORBEI... Ich denke meine Angst kommt von diesem Moment weil ich gemerkt habe dass ein Wort nichts Wert war. Ich persönlich würde mein kind (wenn ich mal welche habe) niemals einer solchen Tortur im frühen alter aussetzen, wenn es doch kurznarkosen gibt die nicht so schädlich sind, würde ich diese auch Nutzen. Ich will nämlich niemals meine Phobie auf mein Kind übertragen und arbeite schon dran meine Angst selbst in den Griff zu bekommen. Ich denke Kinder sind schnell traumatisiert bei solchen Sachen: Alles Gute für euch :-)

    Zitat

    25.02.14 08:34


    Warum darf man die Erfahrungen nicht auf heute übertragen? Geht es den Kindern heute beim Zahnarzt einfach besser, wenn ihnen ein Zahn gezogen wird? Für mich bleibt das Erlebnis gleich. Sobald das Kind Angst hat, und nicht mitmachen will, ist es eine negative Erfahrung – und das trotz des fleissigen putzens hier, btw.


    chi

    Also spezielle Kinderzahnärzte sind da eigentlich ziemlich geduldig und betüddelnd zum Kind.


    Und die Flimmerkisten Ablenkung zum Beispiel ist auch unterstützend.


    Aber ich rede wahrscheinlich jetzt an die Wand der Angst.


    Mein älteres Kind musste zum Beispiel schon einiges mitmachen, die Maus hat leider Gottes die Zähne von der väterlichen Seite geerbt %-|, aber Angst hat sie heute noch nicht. Da spielt sicherlich der Punkt mit, dass ich selber nie eine Angst hatte. ":/ Denke ich.


    Schätze, dass es anders wäre, wenn ich mit einem Zahnarzt was Negatives verbinden würde.


    Wobei es jetzt den Eindruck macht, als wäre ich gegen eine Narkose. Nein, bin ich eigentlich nicht, aber der Gedanke bei so etwas (Zahn ziehen) "schlafen gelegt" zu werden, kam mir nicht.


    ":/ ":/ ":/


    Wenn man jedoch Ängste oder Sorgen hat, dann ist das bestimmt die bessere Wahl.


    Bleib aber dabei: Der Besuch für Kinder heute bei einem Zahnarzt ist angenehmer als noch vor einigen Jahren bzw. Jahrzehnten, allein schon deshalb, weil jeder zweite Elternteil einem Zahnarzt an die Gurgel springen würde, wenn sich das Kind unwohl fühlt oder Schmerzen hat.


    Kann sich kein ZA mehr leisten, vermute ich.

    Wir waren damals auch bei einem Kinderzahnarzt und der war auch lieb und nett – aber angenehmer wurde es dadurch auch nicht. Es gab Handpuppen und meine Mutter war natürlich auch immer dabei... keine Chance. Die Umgebung, der Geruch und die Instrumente sind überall gleich. Ich hab dann später auch noch 3 Zahn-, bzw Kiefer-OP's mitmachen müssen (1 ambulant, Horror!, nie wieder!) und 7 Jahre Kieferorthopädische Behandlung mit so ziemlich jeder Zahnspange, die man sich ausdenken konnte.


    Die Möglichkeit, heute mit Valium, Dormicum oder Propofol eine Kurznarkose zu wählen, gab es damals anscheinend nicht, oder sie war nicht so weit verbreitet. Ich hatte in meinem leben nun etliche Kurz- und Vollnarkosen und ich würde die immer wieder wählen. Es gibt ja auch Menschen, die eine Magenspiegelung ohne Narkose machen – ich hatte 3 und würde immer wieder die Sedierung wählen. Warum schlechte Erinnerungen behalten, wenn man auch einfach kurz schlafen kann.

    Okay, lach, Geruch... wir mögen den und ich persönlich liebe den typischen ZA Geruch, krieg aber z.B. ein dumpfes Gefühl, wenn ich den Krankenhausgeruch riechen muss. Ganz schlimm, ein Schritt rein und mir wird elend, weil ich den Geruch im Krankenhaus nicht mag und der so eine depressive Stimmung hervor holt.

    Zitat

    Warum schlechte Erinnerungen behalten, wenn man auch einfach kurz schlafen kann.

    Ja klar, aber sie sind nicht zwangsläufig schlecht. Schön vielleicht nicht, schlimm oder traumatisch, aber auch nicht (zwangsweise).


    Schätze mal, dass der "größte" Eingriff jener war, als mir die vier Weisheitszähne auf einmal gezogen wurden bzw. "aufgesägt". Mag ja auch für viele schlimm sein ??auch für Erwachsene??, aber letztendlich hat sich mir die Frage gestellt, was daran so schlimm war, außer dass der Kraftaufwand immens war und ich teilweise gebetet habe, die mögen jetzt bitte nicht abrutschen. Wusste ja bis dato gar nicht, dass man da so einen extremen Kraftaufwand braucht.


    Sei es drum...


    letztendlich ist es ja auch egal, nur ist es wirklich so, dass sich eigene Ängste oftmals aufs Kind übertragen und man dementsprechend handeln sollte, muss, wie auch immer.

    Ich schrieb ja bereits, dass ich selbst keinerlei Ängste vorm Zahnarzt habe und auch keine Not damit habe, was die mit mir da machen (der letzte Zahn wurde mir im Dezember gezogen, pffft, sitz ich auf einer Backe ab. ;-) ) und Schmerzen kann ich auch supergut aushalten. Ich habe weder ein ungutes Gefühl, noch irgendwas Ähnliches, wenn ich beim Zahnarzt im Wartezimmer sitze.


    Klar ist die Situation anders, wenn es das eigene Kind betrifft. Und dass es kein gutes Gefühl ist, steht wohl ausser Frage. Mein Sohn besucht seit seinem 16. Lebensmonat regelmässig (alle 3-4 Monate) den lieben Zahnarzt und das auch ohne Probleme. Ich kann von mir beim besten Willen nicht sagen, dass ich überängstlich bin. Ich gebe schon die Zügel aus der Hand, sei es beim Kinderarzt, bei der Physiotherapie oder sonstwo.


    Mein akutes Problem ist eben, dass ich aufgrund des Wesens und der Ängste meines Sohnes davon überzeugt bin, dass ihm die bevorstehende Behandlung sehr grossen psychischen Schaden zufügen wird. Und das möchte ich nicht, weil -ich wiederhole mich, sorry – wir mit ihm schon die Erfahrung gemacht haben, dass er unschöne Dinge niemals vergisst und sehr lange braucht, um für ihn gravierende Dinge zu verarbeiten. Punkt.


    Zum Thema: Mein Mann war heute Morgen in der Praxis und hat nachgefragt. Eine Sedierung ist grundsätzlich möglich, wird aber ungerne vorgenommen. Halt nur, wenn es 'nicht mehr anders geht'.


    Eventuell besteht die Möglichkeit, zu versuchen, den Zahn heraus zu wackeln und unter Umständen doch zu sedieren, falls Panik entsteht. Inwieweit das dann dem Ganzen auf lange Sicht förderlich ist, bleibt, im Fall der Fälle, abzuwarten .... ":/ ???


    Sie haben auch gesagt, dass sie das schon so machen, dass die Kinder keine Angst bekommen..... Das glaube ich natürlich auch und bisher haben wir der Zahnärztin grosses Vertrauen entgegengebracht. Auch mein Sohn.

    Mir wurde damals auch ein zahn gezogen und zwar deshalb, weil einer meiner Zähne leicht gewackelt hat. Wackelzähne müssen vor eine OP gezogen werden. Das ganze ging so: Zahnhelferin hat mit Kraft mein Kopf gehalten, die Ärztin zog am Zahn.


    Es war allerdings ein Milchzahn und ich war damals acht Jahre alt.


    Mein vierter Sohn hatte auch Entzündung an seinen zwei Schneidezähnen. Damals war er fünf Jahre alt. Wir gingen zur einen Zahnarzt, der Zähne ohne Narkose gezogen hat. Mein Sohn hatte damals keine Angst und liess sich alles gut aufklären. Zwei Stunden nach der OP wollte er Äpfel essen ;-)


    Mein jüngster Sohn wenn er nur Zahnarzt hört, rastet er komplett aus. Deshalb liessen wir seinen Zähne in eine Klinik mit Kurznarkose ziehen.


    Ich glaube niemand kann sein eigenes Kind besser einschätzen, als eigene Eltern. Deshalb liegt die Entscheidung auch an ihnen. Natürlich ist es besser das ganze dem Kind zu ersparen, aber wenn es anders nicht geht….

    Guten Abend.


    Mein Mann und ich haben uns nochmal hingesetzt und über das Thema geredet.


    Wir werden mit dem Kleinen normal zum Zahnarzt gehen, mein Mann macht morgen den Termin. Dann möchte mein Mann mit der Zahnärztin über unsere Sorgen reden und ihr erklären, warum wir besorgt sind.


    Da er selbst übelste Erfahrungen mit Zahnärzten gemacht hat, als er klein war, weiss er gut, wovon er redet.


    Für ihn steht ausser Frage, dass das Kind, sollte es schon vorher panisch reagieren, weder festgehalten, noch auf andere Art gezwungen wird. Mein Mann ist eher der ruhige Part unserer Familie, immer positiv, immer abgeklärt. Von daher sind wir am Überlegen, ob er alleine mit ihm hingeht, da sind wir uns aber noch nicht ganz einig. Hängt auch vom Zeitpunkt des Termins ab.


    Wir vertrauen also nun auf die Erfahrung der Kinderzahnärztin und klären vorher sämtliche offene Fragen.


    So geht es uns erstmal besser mit dem Thema und vielleicht bekommt Sohnemann das auch super gut hin, wer weiss? :-)


    Heute habe ich mit ihm noch über die Zahnfee geredet und dass er sich von dem, was sie ihm unter das Kopfkissen legt, ganz alleine etwas aussuchen darf. Da wollte er dann sofort zum Zahnarzt.