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    Nicht zu wenig Fortpflanzung, sondern zu viel. Hm?

    naja, in manchen Ländern ist es in der Tat zu viel, in Deutschland aber offenbar deutlich zuwenig- wie sagte irgendein Franzose: Mit Deutschland lohnt sich kein Krieg mehr- die Deutschen sterben von ganz alleine aus ]:D .

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    Hat jeder Mensch das verbriefte Recht auf Nachwuchs? Wenn ja, warum?

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    Ist es immer sinnvoll jedem seiner Triebe sofort nachzukommen?


    Wir sind weit mehr als Bonobo-Äffchen, hoffe ich.


    Zweifele aber manchmal auch.

    wow, du bist ganz schön kalt und empathielos......... ich selbst habe keinen KInderwunsch, aber ich weiß, dass daran Frauen zerbrechen können.


    Wirst du das genauso locker sehen, wenn dir selbst der geplante Nachwuchs versagt bleibt, obwohl die Rahmenbedingungen so perfekt sind??

    studien über ungewollt allein erziehende mütter heran zu ziehen, um das "fehlerrisiko" gewoolt allein erziehender mütter zu beschreiben, halte ich für recht gewagt ;-). natürlich ist das risiko für depressionen und sucht relativ groß, wenn man vom mann sitzen gelassen wurde und sich sein leben ganz anders vorgestellt hatte.


    und ich bleibe dabei: der besitz/die bindung/whatever (neennt es, wie ihr wollt) ergibt sich estimmt nicht aus den genen.

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    Wir sind weit mehr als Bonobo-Äffchen, hoffe ich.


    Zweifele aber manchmal auch.

    :-D


    Der Verweis auf die Natur, die Evolution etc. schlägt meistens fehl- selbst unter den Menschenaffenarten gibt es deutliche Unterschiede im Sozialverhalten und auch in sexueller Hinsicht. Und der Mensch ist eben kein Affe und er hat sich durch seine Ratio teilweise längst von starren Trieben und der vollkommenen Abhängigkeit abgekoppelt- Mensch kann unwahrscheinlich unterschiedlich handeln und sozial leben, er kann sich sogar vollkommen vom Fortpflanzungstrieb abtrennen- Mensch hat einen relativ freien Willen, bei dem biologistische Erklärungen für sein Verhalten nur noch am Rande eine Rolle spielen- das Sozialverhalten des Menschen ist eben kulturell und rational stark mitgeprägt.

    @ sensibelman

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    Eine psychosomatisch-epidemiologische Langzeitstudie an der Mannheimer Normalbevölkerung, in der auch der Langzeitverlauf psychischer und psychosomatischer Erkrankungen untersucht wurde, erbrachte als wesentliches Ergebnis, dass die "Kinder des Krieges" (die Geburtsjahrgänge 1935 und 1945), denen in den ersten sechs Lebensjahren der Kontakt zum Vater fehlte, noch über 50 Jahre später ein deutlich höheres Risiko für psychische Störungen aufwiesen als die Kriegskinder derselben Jahrgänge, die einen konstanten Kontakt zum Vater hatten. Aus psychoanalytischer Sicht verdeutlicht Hartmut Radebold in seinem Buch Abwesende Väter. Folgen der Kriegskindheit in Psychoanalysen diese Zusammenhänge anhand eindrucksvoller Fallgeschichten

    wobei eben schwer zu differenzieren ist, WAS hier das "Trauma" war, das ein Leben lang belastet. Ist es die Abwesneheit des Vaters, die Trauer der Mutter, die unfassbare Armut, die Witwen nach dem Krieg erleiden mussten? Meine beiden Omas haben ihre Männer im Krieg verloren. Und das Familienleben nach dem Krieg war eben nicht "normal aber ohne Vater", sondern von Armut und Heimatlosigkeit geprägt, stärker als die Familien, deren Familienoberhaupt aus dem Krieg heimkehrte.

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    studien über ungewollt allein erziehende mütter heran zu ziehen, um das "fehlerrisiko" gewoolt allein erziehender mütter zu beschreiben, halte ich für recht gewagt

    Zahlreiche der aufgeführten Probleme tauchen aber auch bei gewollt alleinerziehenden Müttern auf. Mutter kann Vater nicht ersetzen und Onkel etc. macht das in der regel nur unvollkommen.

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    Woran machst du das fest, manche Männer müssen auch erst in ihrer Vaterrolle entwickeln. Was du dir vorstellst und was sich am Ende wirklich entwickelt, kann vollkommen konträr sein.

    Na also ganz ehrlich, ich habe keine Lust auf dem Gebiet zu experimentieren ob sich der Mann "zur Vaterolle entwickelt". Entweder ist ein Mann bereit um Vater zu sein,oder nicht.Das muss aber vor der Zeugung fest stehen. Und dass der Mann sagt, er möchte ein Kind heißt nicht gleich,dass er guter Vater wird.Mein erster Freund ist vor 3 Jahren Vater geworden.Er hat seine alte Gewohnheiten nicht aufgegeben und so kümmert sich seine Freundin praktisch alleine um das Kind weil er nie da ist.


    An diesem Beispiel kannst Du vielleicht nachvollziehen,warum ich damals der Meinung war, dass es nicht der richtige Partner ist um Familie zu gründen.

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    WAS hier das "Trauma" war, das ein Leben lang belastet.

    Es war ja nicht die einzige Studie- ansonsten wäre es in der Tat nicht sinnvoll. Es gibt auch Studien, ohne Kriegstraumata oder traumata über den verlorenen Mann. Es gibt Studien auch hinsichtlich Kindergärten und Grundschulen mit überwiegender Frauenerziehung- auch dort werden Defizite deutlich, die nicht mit Traumata über den verlorenen Mann erklärbar sind.

    @ sensibelman

    dann zeig mir mal bitte eine studie über gewollt allein erziehende mütter. ich denke nicht, dass die so häufig sind, dass es da schon statistisch relevante langzeitstudien zu gibt, die sich einzig und allein mit dieser bevölkerungsgruppe befassen. richtig geplant allein erziehende mütter (also wo schon die zeugung geplant war) - da hab ich noch von keiner gehört.

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    dann zeig mir mal bitte eine studie über gewollt allein erziehende mütter. ich denke nicht, dass die so häufig sind, dass es da schon statistisch relevante langzeitstudien zu gibt,

    Es reicht zu wissen, dass bereits der starke Frauenüberschuss in Kindergärten und Grundschulen gewisse Defizite (insbesondere bei Jungen) mitverursacht. Ich sehe keinen Grund, warum diese Defizite nicht auch bei alleinerzeihenden Müttern auftreten sollten. Mutter kann den Vater nicht ersetzen, auch wenn sie versucht, einen Ersatz zu bieten.

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    . Entweder ist ein Mann bereit um Vater zu sein,oder nicht. Das muss aber vor der Zeugung fest stehen.

    Das kann nicht feststehen. Vielmehr kann sich sogar das Gegenteil erweisen- der Mann, der vorher scheinbar der bessere Vater sein könnte, erweist sich in der Realität, beim realen Umgang mit Kindern als ungeeigneter, als jemand, der du vorher als ungeeigneten Vater eingeschätzt hast.


    Im Übrigen ist ein "seltener" Vater immer noch besser als gar kein Vater. Und gluckenhaftes Verhalten diverser Mütter ist der Entwicklung mancher Kinder mitunter abträglicher, als Kinder, die weniger unmittelbare Betreuung erfahren und mehr Freiräume genießen. Wichtig ist letztendlich nicht der zeitliche Umfang oder die Quantität, sondern der qualitative Einfluss der Eltern bei der Ausprägung von Gewohnheiten, des Sozialverhaltens und des Aneignens von Wissen. Und Mann und Frau sind diesbezüglich eben nicht identisch- allein von den Interessensgebieten und dessen Ausprägung nicht.

    eine frau mit kinderwunsch, aber ohne beziehungswunsch darf also nur enweder ersteres unterdrücken oder muß den mann zum kind in kauf nehmen.


    mir mißfällt dabei, dass da eine menge potentiell guter mütter wegfallen.

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    eine frau mit kinderwunsch, aber ohne beziehungswunsch darf also nur enweder ersteres unterdrücken oder muß den mann zum kind in kauf nehmen.

    Ein Kind sollte nicht vordergründig Beziehungsbedürfnisse der Mutter ersetzen müssen. Ein Kind ist nicht vordergründig für die Mutter da, sondern es ist ein eigenständiges Wesen- das sollte Mutter sich zunächst hinter die Ohren schreiben. Ich habe bei derartigen Konstellationen die Befürchtung der Vereinnahmung des Kindes für die emotionale Befriedigung der Mutter.


    Ja, ich glaube, eine Mutter ohne Beziehungswunsch hat soziale Defizite und ich glaube nicht, dass diese an dem Kind immer so vorbeigehen (auch wenn es unter besonderen Umständen gut gehen kann).

    Jaja,sensibelman


    Am besten sollten die potenzielle Mütter noch von Männern geprüft und bewertet werden


    So ein Schwachsinn habe ich lange nicht gelesen.


    Aber was denn mit den Vätern? Die können wohl total unverantwortlich durch die Gegend laufen und keine Ahnung von Kindererziehung haben?


    Na das ist wohl ganz gut,oder?

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    Im Übrigen ist ein "seltener" Vater immer noch besser als gar kein Vater.

    Das ist doch nicht Dein ernst, was kommt als nächstes?


    der schlechte Vater ist auch besser als kein Vater?


    Und ob ein verantwortungsloser Mann sich in de Zukunft als guter Vater erweist will ich nicht prüfen.Genauso will ich nicht prüfen ob der Drogenabhängige vom Hauptbahnhof doch ein guter Vater wäre.


    Neee,muss nicht sein... %-|