Also ich find's komisch irgendwie – möchte hier niemanden verurteilen. Ich geh zur Samenbank und lass mich befruchten – ohne irgendwas von dem Spender zu wissen. Und nach 18 Jahren erfhrt das Kind Konaktdaten? Muss der *Vater* dann auch zahlen? Also ich finde es merkwürdig, kenne es eigentlich nicht, dass da irgendwelche Daten herausgegeben werden. Bitte klärt mich auf.


    Zu ihren Eltern: Denen kann se ja immernoch erzählen, dat es nen *unfall* war, wenn sie damit nicht zurecht kommen, dass sie nen Samenspender bevorzugt hat.


    Ich find so die gesamtsituation komisch – ich kann sie auf der einen Seite voll verstehen. Auf der anderen Seite denke ich aber: Diese Lösung ist toll für Paare, die wirklich keine Kinder bekommen können... Aber für Frauen, die einfach keine Lust auf einen Mann haben? Wir sind eben keine Wesen, die sich selbstständig vermehren können, sondern sind auf Anteile von Mann und Frau angewiesen.


    Wobei ich nicht sagen will, dass Alleinerziehend sein ein Weltuntergang ist – war ich selbst lange. Davor schützt man sich nicht, wenn ein Kind in der Partnerschaft oder gar in der Ehe gezeugt wird.


    Eine richtige Meinung habe ich irgendwie jetzt trotzdem nicht...

    Oh mann, was fürn Quark!


    Was bringt es einen Mann zu haben, wenn es eh nie garantiert ist, dass der für immer bleibt...?


    Scheidungskinder sind meiner Meinung nach schlimmer dran, als wenn eine Frau von Anfang an ehrlich mit dem Kind ist und ihm erklärt, wieso es keinen präsenten Papa hat.


    Und Gott sei Dank ist es jedem selber überlassen, was er tut und wie oder wo er sich für Kinder entscheidet.

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    Oh mann, was fürn Quark!


    Was bringt es einen Mann zu haben, wenn es eh nie garantiert ist, dass der für immer bleibt...?

    Oh Mann, was fürn Quark!


    Zumindest die Chance auf einen Vater, selbst bei einer Scheidung/Trennung gibt es ja die Möglichkeit, dass der Vater vater bleibt und sich kümmert.

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    Scheidungskinder sind meiner Meinung nach schlimmer dran, als wenn eine Frau von Anfang an ehrlich mit dem Kind ist und ihm erklärt, wieso es keinen präsenten Papa hat.

    Kinder, die aus Samenspende entstanden sind, sind meiner Meinung nach viel schlimmer dran, weil sie nie die Chance haben, ihren Vater kennenzulernen.

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    Und Gott sei Dank ist es jedem selber überlassen, was er tut und wie oder wo er sich für Kinder entscheidet.

    Genau. ;-)

    So einen Blödsinn hab ich noch nie gehört. Wenn das Kind alt genug ist hat es auch ein Anrecht auf den Namen des Vaters.


    Und das würde jede halbwegs reife Frau auch sagen...


    Denn auch für ne Samenspende gibt es genug Vorschriften.


    Und noch was die meisten Ehen enden im Rosenkrieg, wo Kinder nur leiden auch wenn sie wissen wer der Vater ist... ich kenne sehr wenige gescheiterte Ehen, wo man so human den Kindern gegenüber ist und sich zusammenreisst...


    Aber naja...

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    So einen Blödsinn hab ich noch nie gehört. Wenn das Kind alt genug ist hat es auch ein Anrecht auf den Namen des Vaters.

    Wenn das Kind alt genug ist, ist es vielleicht auch schon zu spät, um eine wirkliche Beziehung zum "Vater" aufzubauen.

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    Und das würde jede halbwegs reife Frau auch sagen...

    Kausaler Zusammenhang?

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    Und noch was die meisten Ehen enden im Rosenkrieg, wo Kinder nur leiden auch wenn sie wissen wer der Vater ist... ich kenne sehr wenige gescheiterte Ehen, wo man so human den Kindern gegenüber ist und sich zusammenreisst...

    Ich weiß ja nicht, wie dein Umfeld aussieht. In meinem endet nicht jede Ehe in einem Rosenkrieg, auch wenn sie geschieden wird und ich kenne sehr viele Menschen, die ein liebevolles Verhältnis zu beiden Elternteilen pflegen (egal ob Ehe der Eltern intakt oder geschieden ist).

    Ich habe über diese Option auch selber schon nachgedacht. Ganz vage.


    Ja, es gibt Nachteile, v.a. wenn man das klassisch-heile Familienbild vor Augen hat. Aber mit einem vernünftigen sozialen Umfeld muss der fehlende Vater nicht zum Problem werden.


    Ich sehe das Problem eher in diesem konventionellen Familienbild – was keinen Raum für viele andere Lebensentwürfe lässt. Für mich ist es ein wichtiger Aspekt, dass ein Kind wirklich willkommen/gewünscht ist und best. Rahmenbedingungen stimmen.


    Und:


    Es liegt ja wohl auch an den Männern. Ich erlebe viele Exemplare, die bloß keine Verantwortung wollen und auch mit Mitte 30 selber noch Kinder sind. Verantwortugn im Job und für sich selber, aber keinen Schritt weiter. Sich binden, für etwas entscheiden? Warum denn, es könnte ja noch schöner/besser sein.

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    Ja, das Kind hat keinen Vater, aber so geht es Millionen Kindern

    Auch wenn ich als Kind als ich älter als 10 Jahre war, ohne Vater aufgewachsen bin, fand ich es nicht gut.


    Ich hätte mir gerne neben einer Mutter auch einen Vater gewünscht, der z.B. mit mir zusammen die Modelleisenbahn aufgebaut hätte, beim Flugzeugmodell geholfen hätte, mit mir die Briefmarken sortiert hätte, mit mir schwimmen oder laufen gegangen wäre, mit mir Skat und Schach gespielt hätte, mit mir zusammen Gitarre gespielt hätte,.... (meine Mutter hatte dafür leider kein Interesse- mein Vater hatte das Interesse)- mein Vater hatte zuviel Streit mit meiner Mutter und wechselte in eine andere Familie.


    Zudem stimmt es nicht, dass Millionen Kinder keinen Vater hätten (er wohnt in der Regel lediglich nicht im selben Haushalt)- auch geschiedene Eltern bleiben Eltern. Und heute als Erwachsener habe ich selbstverständlich noch gelegentlichen Kontakt zu meinem Vater (ich war ja nicht für die Zwistigkeiten meiner Eltern verantwortlich).


    Ich habe zudem oft den Eindruck, dass statistisch gesehen Kindern, die grundsätzlich nur mit einem Elternteil aufwachsen (ich hatte wenigstens meine halbe Kindheit einen Vater) irgendetwas fehlt und damit auch die Persönlichkeitsentwicklung zu einseitig werden kann. Insbesondere weil Vater und Mutter öfter einen anderen Blick auf diverse Dinge haben, halte ich es für wichtig, dass Kinder auch wirklich beide Blickwinkel kennenlernen.

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    Sich binden, für etwas entscheiden? Warum denn, es könnte ja noch schöner/besser sein.

    Statistisch gesehen dürfte es mindestens ebensoviele Frauen geben... Fehlender Kinderwunsch ist mitnichten ein männliches Spezifikum.

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    Ja, es gibt Nachteile, v.a. wenn man das klassisch-heile Familienbild vor Augen hat. Aber mit einem vernünftigen sozialen Umfeld muss der fehlende Vater nicht zum Problem werden.

    Nein, er muss nicht, aber er kann.


    Und es gibt Frauen, bei denen ich ein gutes Gefühl habe, wenn sie sich für so einen Samenspende entscheiden, auch aufgrund ihres vielfältigen Umfelds und andere, deren Kinderwunsch, zur Not auch per Samenspende, verzweifelt versucht etwas ganz anderes zu kompensieren. Das macht mich immer stutzig.


    Letztendlich ist das auch kein Thema, dass man pauschal beurteilen kann, sondern wohl eher nur von Frau zu Frau.


    Allerdings kann ich den Grundwunsch nicht wirklich nachvollziehen. Vielleicht auch, weil bei mir ganz persönlich der Kinderwunsch an den Partner gebunden ist. Jetzt, mit meinem Mann spüre ich durchaus einen zarten Kinderwunsch, aber ohne "den richtigen" Partner wäre mir Aufzucht und Pflege eher zu einseitig und ich würde mich fragen, ob ich dem Kind mit meinem ganz eigenen egoistisch Wunsch etwas Gutes tue.

    Eine männliche (oder bei alleinerziehenden Männern: weibliche) enge Bezugsperson ist sicher wichtig, allerdings finde ich es nicht sehr einleuchtend, dass derjenige, der diese Rolle übernimmt, unbedingt der leibliche Vater sein oder mit der Mutter eine erotische Beziehung führen müsse. Großvater, Onkel, enger platonischer Freund, ... müssten das doch genauso können. Und gerade wenn die Frau geplant alleinerziehend wird, kann sie das ja auch vorher mit den Menschen in ihrem Umfeld abklären.


    Von daher sehe ich nichts was dagegen spricht, wenn die entsprechenden Rahmenbedingungen erfüllt sind. Immerhin ist es deutlich verantwortungsbewusster und ehrlicher sich um eine Samenspende zu bemühen, als mit irgendeinem Mann, hauptsache er macht mit, ein Kind zu produzieren.

    Eine "Todsünde" ist das sicherlich nicht.


    Trotzdem verstehe ich das nicht.


    Ich weiß natürlich nicht, wie eine Frau denkt.


    Doch weiß sie, wer Spender ist?


    Ja, ja. Lt. Klinik nur "upper class". Nobelpreisträger. Spitzensportler etc.


    Doch Spaß beiseite: was für Gene hat das Kind? Vielleicht von einem Vergewaltigertyp? Oder einem Alkoholiker? Oder einem Gewalttäter?


    Ich würde jedenfalls keine Samenprobe zur Verfügung stellen.


    So angenehm das Spenden vielleicht sein mag. ;-D

    Bin auch alleinerziehend. Der Vater hat sich aus dem Staub gemacht, als er von der Schwangerschaft erfuhr. Inzwischen ist mein Sohn 12 und wir kommen gut zu zweit klar.

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    Zumindest die Chance auf einen Vater, selbst bei einer Scheidung/Trennung gibt es ja die Möglichkeit, dass der Vater vater bleibt und sich kümmert.

    Was nützt dem Kind diese Chance, wenn der Vater kein Interesse hat. Ich finde die Zurückweisung viel schlimmer, wenn das Kind Kontakt aufnehmen will und ihm das dann bewusst wird :-( .

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    In meinem endet nicht jede Ehe in einem Rosenkrieg, auch wenn sie geschieden wird und ich kenne sehr viele Menschen, die ein liebevolles Verhältnis zu beiden Elternteilen pflegen

    Das stimmt schon aber ich habe in meinem Bekanntenkreis häufig die Erfahrung gemacht, dass die Kinder als Druckmittel benutzt oder zum Spielball werden. Sicher war das anfangs bei den meisten auch nicht so geplant aber leider entwickelt es sich machmal so. Und da tun mir die Kinder sehr leid.

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    Ich hätte mir gerne neben einer Mutter auch einen Vater gewünscht, der z.B. mit mir zusammen die Modelleisenbahn aufgebaut hätte

    Das kann ich nachvollziehen aber man kann nichts erzwingen. Wenn der Kindsvater nicht will, kann man da schlecht was ausrichten. Und ab einem gewissen Alter ist es auch schwierig einen "Vater" für sein Kind zu finden. Ich sage dann immer "das Beste ist weg" oder vom "Leben gezeichnet" :-X . Dann ärgert man sich evtl. mit der Exfamilie rum. Und wenn dann diese Beziehung auch, aus welchem Grund auch immer, kaputt geht, ist es um so schwerer dem Kind das klar zu machen.

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    Großvater, Onkel, enger platonischer Freund, ... müssten das doch genauso können.

    :)^ :)z

    Ich hätte mir von meinem (körperlich anwesenden) Vater auch so einiges gewünscht an Interesse,... Fehlanzeige.


    Erlebe im Gegenzug aber unfreiwillig alleinerziehende Freundinnen, wo der gesamte Bekanntenkreis einspringt.


    Vermutlich kann man es nicht pauschal be- und verurteilen.


    Und vermutlich muss man in einer best. Situation sein, um diesen Wunsch überhaupt nachvollziehen zu können. Ich wär's mit einem geeigneten Partner bestimmt nicht.