KMoody

    Zitat

    Es gehört unmittelbar dazu, wenn einige Teilnehmerinnen hier pauschal allen Männern die Vaterqualitäten absprechen.

    Hier spricht keine Frau einem Mann die Vaterqualitäten ab, nur ich würde mal wirklich überlegen, die Single Mütter als schlechte egoistische Frauen zu pauschalisieren,denn das tut Unrecht nicht nur Alleinerziehenden, sondern auch Millionen von Frauen weltweit,die alleine ihre Adoptivkinder großziehen. Die Leistung die sie bringen, hat mit Egoismus nichts zu tun und ich finde es eine Frechheit,dass solche Behauptungen hier überhaupt ohne mal nachzudenken zu verbreiten nur aus gekränkten Ego und Frauenfeindlichkeit,denn um das Wohl des Kindes geht es hier überhaupt nicht.


    Und – ich würde ich mal an Deine Stelle schauen wieviele Klageschreiben wegen Verletzung der Vaterpflicht in Familiengerichten liegen. Denn die Anzahl von Kinder die von ihren Väter vernachlässigt, ignoriert und zurückgewiesen wurden ist erschreckend und zeigt wo wirklich das Problem liegt.


    Um die Mütter würde ich mir keine Gedanken machen.

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    Um die Mütter würde ich mir keine Gedanken machen.

    Warum nicht? Weil eine Mutter ihrem Kind nichts antun kann? Ich halte es für fatal, Müttern einen pauschalen Heiligenschein aufzudrücken, Oh, die Schwangerschaft, ach, die Geburt und nein, schaut doch, wie sie sich kümmern. Ja, all das kann aus Egoismus geschehen und ich habe nicht den Eindruck, dass das selten vorkommt. Im Gegenteil. Kinder als Lebensaufgabe, Kinder als Lückenfüller, Kinder als Beziehungskitt, Kinder als Beziehunhspartner – all das sind egositische Motive aus denen heraus Frauen Kinder bekommen. Wenn ein Kind da unbeschadet herauskommt, ist das nicht der Verdienst der Mutter, sondern oft genug einfach Glück und Zufall.

    irgendwie versteh ich den egoismusvorwurf nicht ":/


    was wären denn "edle" gründe, kinder zu bekommen?


    also: ich hab kinder, weil ich kinder mag, gerne mutter bin, mich das glücklich und stolz macht und ja, auch weil ich den sozialen trubel mag, den die so mit sich bringen. das sind alles egoistische motive %:|. mir fallen sonst auch keine andere ein, außer vielleicht "die rentenlücke füllen" ;-D oder "die deutschen nicht aussterben zu lassen" %-| - ähm, irgendwie fragwürdig.


    wenn ich mich hinstellen würde und sagen würde: ich krieg kinder, weil ich gerne kindern ein schönes leben verschaffen will, klingt das zwar ganz toll unegoistisch, wenn ich dasaber wirklich so meinen würde, würde ich ein waisenhaus im afrika aufmachen.


    also: was bitte soll dieser egoismus-vorwurf? kinder kriegen per se ist erstmal ganz schlimm egoistisch.

    Moni282

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    Und – ich würde ich mal an Deine Stelle schauen wieviele Klageschreiben wegen Verletzung der Vaterpflicht in Familiengerichten liegen. Denn die Anzahl von Kinder die von ihren Väter vernachlässigt, ignoriert und zurückgewiesen wurden ist erschreckend und zeigt wo wirklich das Problem liegt.

    Und dann würde ich an deiner Stelle mal schauen, wie viele Väter vergeblich versuchen Sorgerecht und Besuchsrecht einzuklagen, dass Väter immer noch benachteiligt sind, wenn ein Sorgerechtsfall vor Gericht kommt.


    Du machst es dir sehr einfach, wenn du solche Pauschalitäten verbreitest und gleichzeitig behauptest, du würdest keinem Mann die Vaterqualitäten absprechen.


    Natürlich gibt es Väter, die sich nicht kümmern und es auch nicht wollen und genauso gibt es Frauen, die keine tollen Mütter sind, weil keine Frau automatisch eine gute Mutter ist. Und natürlich gibt es tolle alleinerziehende Mütter – das hat doch keiner bestritten, nur ist halt die Frage, ob das immer auch toll ist für das Kind und ob es am Ende nicht eine enge Beziehung zu beiden Geschlechtern braucht um seinen Platz in der Welt zu finden.

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    Um die Mütter würde ich mir keine Gedanken machen.

    Ich schon. Zumal nicht nur Väter ihre Kinder im Stich lassen, sondern auch Mütter ihre Rolle nicht automatisch toll erfüllen, nur weil sie Frauen sind, ihre Kinder vernachlässigen, ignorieren, überfordert sind und sich das alles ganz anders vorgestellt haben.


    Und gerade darum geht es doch in dieser Diskussion.


    Die Motivation für eine eine alleinige Mutterschaft durch Samenspende finde ich in vielen Fällen fragwürdig: alle Männer doof, ich find eh nie den richtigen, meine Partnerschaften waren Mist, aber ich will doch unbedingt ein Kind.

    marika stern

    Ich verstehe dieses Egoismus – Geschwafel auch nicht. Heutzutage kommen Kinder auf die Welt, weil sie von den Eltern erwünscht sind und Eltern kümmern sich, weil sie es wollen. Egoismus. Und auch das Waisenhaus in Afrika wäre aus Egoismus geboren. Ich halte aber auch gar nichts von dem Altruismuskäse.

    @ a.fish

    ich glaub aber, ich verstehe, was du meinst und teile da deine meinung.


    fatal ist, wenn man kinder zur eigenen bedürfnisbefriedigung bekommt und dafür bereit ist über lange zeit hinweg die bedürfnisse des kindes hinter die eigenen zu stellen, bzw. auf die bedürfnisse des kindes scheiße.


    kinder haben bedeutet immer, bereit dafür zu sein, seine eigenen bedürfnisse auf kurze und mittlere sicht zurück zu stellen und da ein ausgewogenes verhältnis zu schaffen. um ein kind zu bekommen, muß man sich sogar darüber klar sein, dass das eigene bedürfnis nach egal was groß genug ist, um sich den ganzen stress anzutun. es darf aber nicht so groß sein, dass es nur noch darum geht und das kind auf eine funktion beschränkt wird.


    ich finde es nur einfach falsch, einer geplant allein erziehenden die fähigkeit dazu abzusprechen.

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    also: was bitte soll dieser egoismus-vorwurf? kinder kriegen per se ist erstmal ganz schlimm egoistisch.

    Natürlich, das bezweifele ich auch nicht.


    Aber wenn ich lese: "mein Kind gehört mir", dann drängt sich mir der Gedanke auf, dass es eher darum geht, etwas ganz anderes im Leben zu kompensieren.


    Ich will dich weder persönlich angreifen, noch dir das unterstellen, aber ich finde es grundsätzlich schwierig, wenn das Kind als Beziehungsersatz, Lebensmittelpunkt, Selbstverwirklichung etc. herhalten muss.

    Zitat

    die optimale Konstellation ist immer noch das Erleben einer liebevollen und respektvollen Partnerschaft zwischen Mann und Frau

    Natürlich ist das richtig. Was aber nicht bedeutet, dass auch Alleinerziehende tolle Arbeit leisten. Trotzdem hätten es sich die meisten Alleinerziehenden, die ich kenne, gewünscht, nicht auf sich alleine gestellt zu sein.


    Und zum Egoismuseinwand: Wikipedia schreibt dazu:

    Zitat

    Egoismen (Plural) sind demnach Handlungsweisen, bei denen einzig der Handelnde selbst die Handlungsmaxime bestimmt. Dabei haben diese Handlungen zumeist uneingeschränkt den eigenen Vorteil des Handelnden zum Zweck.

    Gemeint ist trotzdem das Richtige: wohl jeder, der sich Kinder "anschafft" (wundervoll), macht das, weil das seinem/ihrem Lebensplan entspricht und nicht, um die Rente zu sichern. Egoismus im Sinne von "Selbstsucht" ist das allerdings für mich nicht.

    Zitat

    Und dann würde ich an deiner Stelle mal schauen, wie viele Väter vergeblich versuchen Sorgerecht und Besuchsrecht einzuklagen, dass Väter immer noch benachteiligt sind, wenn ein Sorgerechtsfall vor Gericht kommt.

    ImVergleich zu den Väter die sich nicht kümmern sind das eher wenigen Fälle.


    Und hast Du Dich mal gefragt,warum wird vor Gericht immer das Wohl der Mutter-Kind Beziehung so beachtet? Oder meist Du, dass jetzt mal die Gerichte auch Männerhass entwickeln und Deutschland allgemein Männer als Väter verachtet?


    Keiner sagt,dass die Väter sich nicht beteiligen sollen, nur leider tun das viele eben nicht.

    Zitat

    ob das immer auch toll ist für das Kind und ob es am Ende nicht eine enge Beziehung zu beiden Geschlechtern braucht um seinen Platz in der Welt zu finden.

    Wer hat gesagt,dass das Kind keine Beziehung zu beiden Geschlechtern hat? Die Mutter kann sehr wohl eine Beziehung eingehen.


    Nur, hier bliebt unklar ob Du jetzt Beziehung zu Geschlechtern als Elternteile meinst denn wenn ja, dann kommt noch gleich das Thema von Kinder von Homosexuellen Paaren in Deine "No go" Tüte.

    Alles Handeln ist egoistisch, blabla, können wir darüber hinwegkommen oder folgt als nächstes die "Es gibt kein Rot"-Diskussion. ;-)


    Ich denke, es ist klar, was ich meine.



    Zitat

    fatal ist, wenn man kinder zur eigenen bedürfnisbefriedigung bekommt und dafür bereit ist über lange zeit hinweg die bedürfnisse des kindes hinter die eigenen zu stellen, bzw. auf die bedürfnisse des kindes scheiße.

    Das Problem ist ja, dass solche familiären Konstellationen – ich drücke es mal neutral aus, obwohl es mir bisher ausschließlich bei Müttern und vorwiegend bei alleinerziehenden Müttern begegnet ist – auf den ersten Blick nicht negativ auffallen. Im Gegenteil: da hat man aufopfernde Elter(n), die alles, tut damit es ihrem Kind "gut" geht. Erst, wenn am die Bindung näher betrachtet mag einem auffallen, dass da keinesfalls die Bedürfnisse des Kindes im Vordergrund stehen, sondern die des Erwachsenen. Drückende Nähe, Klammern, Überbehütung, Idealisierung – das alles sind schädliche Einflüsse, die nur im Samthandschuh daherkommen.

    Zitat

    Wenn Du es immer noch nicht verstanden hast , ein Kinderwunsch des Mannes ist direkt an Kinderwunsch der Frau gebunden, denn soweit ich weiß sind Männer nicht in der Lage selbst ein Kind zur Welt zu bringen.

    Zitat

    Soweit mir bekannt, ist es derzeitig auch nicht möglich, dass Frauen ein Kind ohne den Samen des Mannes bekommen. Also ganz ohne Mann es dann wohl doch auch nicht, egal wie schön du dir das redest.

    jaja, im Biologieunterricht haben wir alle aufgepasst.....aber, um es nochmal in Erinnerung zu rufen, in diesem Faden geht es um Schwangerschaft durch Samenspende, d.h. in diesem Fall ist der Kinderwunsch des Mannes sowie der Mann an sich doch eher sekundär. Und der Spender wird vermutlich nicht aufgrund ungestilltem Kinderwunsch spenden.

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    er wurden keine Single-Frauen verhöhnt, aber das nur am Rande.

    echt nicht?


    dann war das wohl eher liebevoll gemeint

    Zitat

    Es mag vielleicht Ausnahmen geben, aber ich kann mir eine Frau, die es über derartig lange Zeiträume nicht fertig bringt, einen passenden Partner zu finden, (...). Ich behaupte, so eine Frau hat gewisse soziale/emotionale Defizite,

    @ kmoody

    meine kinder sind einfach nur meine kinder. das ist die funktion, die sie erfüllen. Natürlich sind sie als solche mein lebensmittelpunkt und das, was ich persönlich als "sinn meines lebens" ansehe. es wäre ziemlich traurig, wenn es denn anders wäre. ich finde es ehrlich gesagt bedeutend stärker an den bedürfnissen vorbei, wenn mütter es nicht so sehen und zum beispiel eine neue beziehung, den job, das feiern gehen über das wohl ihrer kinder setzen.


    an erster stelle stehen die mädels. punkt. aber nicht mehr, als sie selber fordern. erst was darüber hinaus geht, wird anderweitig genutzt.


    besonders viel kompensieren muß ich da nicht. ich habe als sozial eingebundene, nicht schlecht aussehende akademikerin genug freie entscheidungen im leben. das ist mir spätestens beim zweiten kind bewußt geworden. einfach weil ich da wußte, worauf ich mich einlasse.


    aber kein mann, keine freundin, keine party, kein hobby, kein land und auch sonst kein erlebnis hat mich jemals so glücklich gemacht wie meine mädels.


    wir sind eine völlig in sich geschlossene, komplette familie. es fühlt sich einfach verdammt richtig an. natürlich könnte ich mir noch einen mann zulegen, damit ich nicht mehr wie jemand wirke, der etwas kompensieren muß - aber ich fühle mich halt einfach gar nicht so.


    der gedanke daran, in einer "richtigen" familie meinen alltag zu verbringen, der kommt mir einfach für mich absurd und falsch vor.

    Zitat

    Drückende Nähe, Klammern, Überbehütung, Idealisierung

    ich hab bei vielen allein erziehenden müttern, die ich so kenne, eher das gefühl, dass die da sehr selbstkritisch sind und gerade auf grund der familienkonstellation die kinder oft sehr selbstständig sind.

    Zitat

    ImVergleich zu den Väter die sich nicht kümmern sind das eher wenigen Fälle.


    Keiner sagt,dass die Väter sich nicht beteiligen sollen, nur leider tun das viele eben nicht.

    Aufgrund wachsenden Anzahl der neugegründeten Väterinitiativen sind das kaum weniger Fälle, sondern werden eher mehr. Die Frage ist auch, ob Frauen immer zulassen, dass sich die Väter kümmern. Kinder werden leider im Scheidungskrieg auch als Druckmittel eingesetzt und nicht jedes Elternteil ist unbedingt vom Wohl des Kindes getrieben, sondern häufig spielen ganz andere Motive eine Rolle.

    Zitat

    Und hast Du Dich mal gefragt,warum wird vor Gericht immer das Wohl der Mutter-Kind Beziehung so beachtet? Oder meist Du, dass jetzt mal die Gerichte auch Männerhass entwickeln und Deutschland allgemein Männer als Väter verachtet?

    Ich bin jetzt gerade etwas ratlos, weil ich nicht weiß, ob du das ernst meinst, mich veralberst oder wirklich ahnungslos bist. ":/


    Solltest du ehrlich keinen Plan haben, gebe ich gerne Nachhilfe in Geschichte, Sozialgeschichte und Gesellschaftskunde.

    Zitat

    Wer hat gesagt,dass das Kind keine Beziehung zu beiden Geschlechtern hat? Die Mutter kann sehr wohl eine Beziehung eingehen.

    Natürlich kann sie das. Die Frage ist, ob sich der Partner auch als Vater den Kindern gegenüber verpflichtet fühlt, einen Alltag mit ihnen lebt usw.

    Zitat

    Nur, hier bliebt unklar ob Du jetzt Beziehung zu Geschlechtern als Elternteile meinst denn wenn ja, dann kommt noch gleich das Thema von Kinder von Homosexuellen Paaren in Deine "No go" Tüte.

    Ich hab keine Lust mich zu wiederholen und verweise auf meinen Beitrag:


    http://www.med1.de/Forum/Kinderwunsch/616424/18276691/