Wer weiß, wie die Begründung aussehen würde, wenn sie selbst sie geschrieben hätte...


    Man schaut doch immer nur vor den Kopf eines Menschen, nicht hinein.


    Dazu kommt, dass es auch sonst keine "Gesinnungsprüfung" fürs schwanger werden gibt.


    Täglich werden Frauen und Mädchen schwanger, die vielleicht viel zu jung sind, eigentlich gar kein Kind wollten, den zukünftigen Vater nicht oder kaum kennen....


    Ok, dem Kind eine Erklärung zu geben wird sicher nicht leicht.


    Das ist aber bei Adoption ähnlich oder wenn der Vater das Kind auf gar keinen Fall wollte.


    Daher sehe ich solche Fälle sehr entspannt. :-)

    Zitat

    "Ledige Mütter, die durch Samenspende schwanger werden"

    Dazu allein hab ich keine Meinung, bzw. kann ich mir eine Meinung erst mit mehr Infos bilden. Generell wirkt es auf mich erstmal befremdlich, weil ich den Samenspende-Gang bisher immer einem ungewollte kinderlosen Paar zugeordnet hab. Allerdings gibt es sicher genug Frauen die auf direkt auf Erzeuger-Jagd gehen, nur ohne Samenbank und ohne zu plannen, den auch als Papa einzusetzen :=o

    Zitat

    Ich finde es auch krass, dass sie sich mit erst 27 für sowas entscheidet!

    < Wieso krass? Manche hegen mit 20 Muttergefühle, andere Mitte 30 und wieder andere nie. 27 ist da doch im grünen Bereich...

    Zitat

    Außer mit mir hat sie bisher niemandem von ihren Plänen erzählt und sich selbst den Eltern nicht anvertraut, da diese total konservativ und engstirnig sind. Für die würde eine Welt zusammenbrechen, wenn ihr Kind so eine "Todsünde" begeht!

    Bei sowas zweifle ich erstmal an der Reife der potentiellen Mutter :-/ Was soll denn die Geheimniskrämerei, weil Mami und Papi das so sündig fänden? Man muss es ja nicht an die große Glocke hängen, aber will sie etwa die Schwangerschaft vor ihren Eltern geheimhalten? Einen Alibifreund zum Vorstellen beim Kaffeeklatsch ranschaffen? Das Kind auf einen ONS schieben? Ist das alles besser?

    bellagia


    Ich weiß was du meinst, aber eine Meinung zu Frauen die Kinder bekommen die sie eigntlich nicht wollen oder so ist ja auch eher kritisch. Nicht das ich nicht denke das es gut gehen kann, es bedarf nur eben beosnderer Vorbereitungen...


    Versa


    Ja, finde das auch eher kritisch. Obwohl in den Beschluss mit meinen Eltern auch nicht besprechen würde wenn ich da nicht mit einer differenzierten Auseinandersetzung rechnen kann.

    Zitat

    Bei sowas zweifle ich erstmal an der Reife der potentiellen Mutter Was soll denn die Geheimniskrämerei, weil Mami und Papi das so sündig fänden? Man muss es ja nicht an die große Glocke hängen, aber will sie etwa die Schwangerschaft vor ihren Eltern geheimhalten? Einen Alibifreund zum Vorstellen beim Kaffeeklatsch ranschaffen? Das Kind auf einen ONS schieben? Ist das alles besser?

    Ja, diesen Gedanken verstehe ich.


    Sie sollte sich schon überlegen, wie sie in Zukunft damit umgehen möchte.


    Aber vielleicht will sie die Eltern auch nur vor vollendete Tatsachen stellen, um möglichen "Bekehrungsversuchen" zu umgehen... wer weiß.

    Weißt du danae, ich finde der theoretische Anspruch der heute an Elternschaft gestellt wird ist schon sehr groß.


    (Merkt man beim Thema Adoption)


    Klar, ich will für mein Kind den idealen Start, das möchten sicher die meisten.


    Da soll der Zeitpunkt richtig sein, nicht zu jung, schon einen Beruf und etwas Erfahrung, aber auch nicht zu spät.


    Der prima Papa sollte da sein, der sich selbstverständlich neben dem Job auch hinreichend um das Kind sorgt


    Die Finanzen sollten stimmen.


    Es sollte genug Zeit für den Nachwuchs sein.


    Alles ganz toll und sicher erstrebenswert!


    Und dann schaue ich mich um in der Welt... und sehe ganz viele nicht ideale Situationen, die von den Beteiligten aber prima gemeistert werden.


    Und auch viele, wo es nicht gut läuft, ganz unabhängig von den Vorzeichen, die vielleicht mal da waren.


    Ich glaube, die tolle Famile, die z.B. ich im Moment lebe ist ein absoluter Glücksfall... aber halt, ich bin ja zu alt :-X


    Unterschiedliche Lebensumstände bringen unterschiedliche und wunderbar verschiedene Menschen hervor.


    Und ich glaube, dass diese Lebensumstände heute besser sind, als z.B. vor 60 oder 80 oder wieviel Jahren auch immer.


    Natürlich weiß ich nicht, ob genau diese Frau das gut hinbekommen wird. Aber ich will es auch nicht ausschließen, weil ich einige ganz wenige Parameter ihres Lebens kenne... und die meisten nicht.

    Ich habe zu dem Thema auch schon so meine Erfahrungen gemacht und wenn ein Kind ohne Vater aufwächst und die Mutter mit der Belastung alleine klar kommen muss... wie soll ich sagen... dann haben beide im Endeffekt nen guten Hau weg! Das geht an keinem spurlos vorbei, das kann man schönreden wie man will. Jedem der das mitgemacht hat merkt man es an aber leider nicht nur positiv. Die werden Beide massive Probleme haben aber kann natürlich auch gut gehen, dieses Russisch Roulett. Ich möchte so eine Situation nicht zu verantworten haben. Komisch wenn ein Kind mit 12 Jahren frag ob es bungeejumpen darf dann wird das von den Eltern natürlich verneint und jedem ist klar warum. Aber wenn jemand Elternteil werden möchte auf einem Weg der höchstwahrscheinlich böse ausgeht dann können viele dafür Verständnis aufbringen. Versteh mich keiner falsch, ich denke nicht das aus dem Kind nicht ein toller Mensch werden kann oder das die Mutter die Herausforderung nicht meistern könnte. Aber man bürdet sich und seinem Kind solch einen Pool von Schwierigkeiten auf, dass es eigentlich schon verantwortungslos ist. Und das Kind hatte keine Wahl. Um so etwas zu tun gehört schon eine ordentliche Portion Egoismus und natürlich Hormone dazu.

    Selten so viele Vorurteile zum Thema

    Zitat

    wenn ein Kind ohne Vater aufwächst

    gelesen.


    Ich weigere mich zu glauben, dass mein Mann, meine Nichten und Neffen und viele meiner Freunde und deren Kinder

    Zitat

    guten Hau weg!

    haben.


    :|N

    Zitat

    dann haben beide im Endeffekt nen guten Hau weg!

    Das ist aber sehr nett von Dir ;-D Dann haben ich nen doppelten Hau weg, meine Mama auch und mein Sohn, ja der arme Kerl sowieso ]:D


    Was für ein Schwachsinn, sicherlich ist es nicht einfach. Aber warum sollte man deswegen Nachteile haben'?


    Ich stehe mit beiden beinen im Leben, komme damit seeehr gut klar. hab seit fast 3,5 Jahren nen sehr tollen Freund,mein Sohn ist glücklich mit ihm. Wo sollen wir da bitte nen Hau weg haben?


    Die Väter die sich verpissen, die haben nen Hau weg ganz klar ]:D

    Bellagia


    Oh ja, die Erwartungen sind total überzogen. Ich führe ja auch alles andere als ein ideales Leben mit meinem Kind. Dennoch sagen mir alle die sie kennenlernen das sie ein ausgeglichenes frhliches kind ist.


    Übrigens bist du nicht nur zu alt, du hast es sogar noch gewagt dein Kind in eine Krippe zu geben. ;-D ;-D


    Also ich denke nicht das man so pauschalisieren kann, ein fehlender Elternteil ist sicherlich keine Garantie für einen Hau. Natürlich wäre es wünschenswert das man zwei reife, erwachsene, liebevolle Eltern hat, aber das Leben ist kein Ponyhof und selten ist das Leben perfekt.

    Zitat

    Ich weigere mich zu glauben

    Hör auf dich zu weigern, denn es ist so. Sollte nicht heißen das die total spinnert, banane oder bekloppt sind aber das geht nun mal an keinem spurlos vorbei. Das bringt Positives wie auch Negatives mit sich und es bleibt vor allem viel auf der Strecke. Das muss dann zb beim Kind nachgearbeitet werden. Das ist zu jeder Zeit im Leben einen Kindes eine sehr große Belastung und es hatte nie eine Wahl. Frag doch mal deinen Mann ob es nicht toll gewesen wäre wenn er 2 Elternteile gehabt hätte, also "Richtige" die für ihn da gewesen wären. Und wenn das so ist dann frag ihn wie und warum das toll gewesen wäre.


    Einer alleine kann das gar nicht stemmen, was da 2 vollbringen könnten. Sollte jedem klar sein....


    Ein Mensch hat 24 Stunden am Tag, 2 Menschen haben 48 Stunden zu Verfügung, ist klar oder?


    Klar gibt auch Eltern die zusammen nicht das auf die Reihe bringen was manch ein guter Elternteil alleine zustande bringt aber trotzdem wird der Eine alleine, nie das schaffen was 2 tun können. Es ist schon für zwei schwierig und für einen nahezu unmöglich. Es gibt so viele Gründe dafür das ich gar nicht erst damit anfangen möchte welche aufzuzählen. Und glaub mir ich weiß von was ich rede.


    Ich möchte auch nicht die erzieherische Leistung von Menschen herabwürdigen die du kennst. Ich möchte einfach nur sagen das immer etwas auf der Strecke bleiben wird und wenn es etwas gravierendes ist, dann wird das Kind keinen guten Start in sein Leben haben sondern die ersten 25-40 Jahre damit kämpfen mit seinem Leben klar zu kommen. Da wird wohl nicht jeder ein Sozialversager werden aber mit sich und seinem Umfeld im Reinen zu sein ist wohl kaum zu erwarten. Egal was derjenige ausstrahlt.

    Zitat

    Ich möchte auch nicht die erzieherische Leistung von Menschen herabwürdigen die du kennst. Ich möchte einfach nur sagen das immer etwas auf der Strecke bleiben wird und wenn es etwas gravierendes ist, dann wird das Kind keinen guten Start in sein Leben haben sondern die ersten 25-40 Jahre damit kämpfen mit seinem Leben klar zu kommen.

    Es bleibt im Leben immer etwas auf der Strecke und das hat nichts mit der Anzahl der Elternteile zu tun. Ich hab eine Bekannte die einen Sohn hat, etwas so alt wie meine Tochter und der Vater will nichts mit seinem Kind zu tun haben. Sie wusste das es so sein würde und hat sich beizeiten darum gekümmert das andere Menschen neben ihr eine feste Größe in seinem Leben sein würden.


    Andererseits hatten diverse Bekannte Vater und Mutter und dennoch habe ich sie in der Klinik kennengelernt weil ihnen etwas fehlte.

    Ich finde den Altersapekt hier tatsächlich nicht ganz unwichtig... mit 27 gibt es noch Spielraum, einen passenden Partner für eine "klassische" Familie kennenzulernen. Gut, der Kinderwunsch kann da auch schon stark sein, aber...


    Ich bin halt Ende 30, da rennt einem die Zeit weg. Und würden die Rahmenbedingungen (Finanzen/Job, Umfeld/Betreuung) bei mir passen, würde ich lieber so ein Kind bekommen, als mit dem erstbesten Partner. Denn ich weiß, dass ich dafür zu kritisch und unspontan bin – und erstmal länger austesten würde, ob er "der Richtige" wäre.


    Ganz wichtige Vorausetzung für mich aber auch:


    Der OFFENE Umgang (zumindest im engeren Umfeld) mit der Herkunft des Kindes. Denn wenn da die Geheimniskrämerei anfängt, wird es ein belastendes Thema, statt etwas doch selbstverständlicheres.


    Interessant finde ich:


    In anderen Ländern ist es halt überhaupt kein Problem, als Single-Frau auf diesem Weg Nachwuchs zu bekommen. Wäre interessant, wie man dort in so einem Faden wie diesem hier diskutieren würde.

    Man muss einiges auseinander halten.


    1.


    Es gibt tolle Alleinerziehende. Hut ab, was diese oftmals leisten!


    2.


    Die meisten Alleinerziehenden sind alleinerziehend wider Willen. Die Schwangerschaft war ein "Unfall", der Partner ist gestorben, man hat sich getrennt oder ist geschieden.


    Das kann jedem passieren.


    3.


    Hier geht es aber um eine Frau, die die Alleinerziehung zum Ziel hat. Angeblich, weil sie mit 27 Jahren meint, keinen Partner finden zu können.


    Das ist etwas völlig anderes.


    4.


    Schließlich geht es noch darum, wie die Schwangerschaft herbeigeführt werden soll. Ich fände es ekelig, den Samen eines Wildfremden zu erhalten, der vielleicht völlig abstoßend ist. Frauen mögen allerdings anders denken.