Alkohol in der Hibbelzeit

    Hallo zusammen@:)


    Ich wollte mal fragen, wie Ihr zu dem Thema steht. Wir hibbeln jetzt schon über ein Jahr...

    Jetztz stehen wieder Weihnachten/Silvester und sämtliche Feste auf dem Programm.

    Gönnt ihr euch da mal ein Gläschen Sekt oder seid ihr da komplett strikt?


    Nicht falsch verstehen, wenn ich Überfällig wäre, würde ich das nie machen.

    Aber Weihanchten fällt zum Beispiel bei mit auf ES+5, was würdet ihr da machen?

    Und es geht auch definitiv nicht darum mich zu betrinken, wie gesagt nur ein Gläschen Sekt/Wein.



    Ich habe langsam einfach die Fragen und die Blicke satt wenn ich ein Gläschen ablehne.

    Es tut mir jedes Mal weh wenn die Verwandschaft denkt, da wäre schon ein "Braten in der Röhre" obwohl mich dieses Thema innerlich zerreißt.


    Mich würde mal interessieren wie Ihr dazu steht.


    Viele Grüße:_D

  • 14 Antworten
    Plüschbiest schrieb:

    Ich würde da nicht verzichten, das wäre ja quasi vorbeugend.

    Ja so empfinde ich das eigentlich auch...


    Auch Frauen die eine Schwangerschaft nicht aktiv planen, trinken ja eventuell auch mal ein Glas.


    Mich hat hier nur die Meinung von anderen hibbelnden Damen interessiert.

    Inwiefern würde es dir denn etwas nützen zu erfahren, wie andere das handhaben? Offensichtlich verzichtest du schon eine Weile, weil es sich für dich richtige anfühlt, oder?


    Von dem was du schreibst, klingt es fast so, als würdest du nur deshalb was trinken wollen, um dir Fragen zu sparen. Und nicht, weil du keine Bedenken hast und um des Genuss willens trinken magst.

    Falls es dich beruhigt: An ES+5 hat noch nicht mal die Implantation begonnen. Erst ab ES+9-11 beginnt der erste Kontakt mit dem mütterlichen Blut. Und selbst zu diesem Zeitpunkt vor dem Ausbleiben der Menstruation herrscht noch die Meinung vor, dass das Alles-oder-Nichts-Prinzip gilt.


    Alkohol ist ein dosisabhängiges Zellgift. Und Alkohol kommt nicht nur in Bier, Sekt und Wein vor, sondern in sehr geringen Mengen auch in überreifem Obst, Fruchtsäften etc.


    In meinem Umfeld haben sogar die meisten tatsächlich Schwangeren ab und an mal an alkoholischen Getränken genippt. Und die Empfehlungen bezüglich Alkohol während der Schwangerschaft sind wohl nicht in allen Ländern so streng, wie im deutschsprachigen Raum. Was man damit anfängt, muss jeder für sich entscheiden.


    erdbeerle schrieb:

    was würdet ihr da machen?

    Das, was sich für mich selbst richtig anfühlt und nicht das, wovon ich glaube, dass es andere von mir erwarten würden.

    Die meisten jungen Frauen trinken hin und wieder Alkohol.

    Gibt ja immer mal einen Anlass zum anstoßen.

    So lange man nicht täglich und in rauen Mengen trinkt reicht es völlig aus, erst bei einem positiven Test jeglichen Alkohol weg zu lassen.

    Plüschbiest schrieb:

    So lange man nicht täglich und in rauen Mengen trinkt reicht es völlig aus, erst bei einem positiven Test jeglichen Alkohol weg zu lassen.

    Die Studienlage ist sich da übrigens nicht so sicher wie du, sondern durchaus ambivalent. Nicht nur was moderaten Alkoholkonsum vor bestätigter Schwangerschaft angeht, sondern sogar auch was die Zeit vor der Empfängnis angeht.

    Ich selbst sehe das auch nicht so eng. Aber das, was du schreibst von wegen "reicht völlig aus" klingt nach einer gesicherten Tatsache und Empfehlung. Die kann man so aber nicht aussprechen, weil die Studienlage nicht zu 100% konsistent ist. Was man damit anfängt, muss, wie gesagt, jeder für sich entscheiden. Anderen Tipps zu geben, wie sie es (womöglich entgegen des Bauchgefühls) handhaben sollten, finde ich fehl am Platze.

    Graógramán schrieb:

    Inwiefern würde es dir denn etwas nützen zu erfahren, wie andere das handhaben? Offensichtlich verzichtest du schon eine Weile, weil es sich für dich richtige anfühlt, oder?

    Ja ich verzichte eigentlich immer in der Zeit zwischen Eisprung und Periode.

    Wenn Feste dann auf die Zeit Periode bis Eisprung fallen, trinke ich durchaus ein Gläschen, aber absolut nicht übertrieben ( die Zeiten sind schon lange vorbei wo ein Kater noch toll war)

    Generell hatte ich eigentlich immer das Gefühl, dass es eigentlich so früh ( ES+5) noch nichts ausmachen sollte, aber da wir nun schon so lange hibbeln wollte ich trotzdem nichts riskieren.


    Gerade bei den jetzt kommenden Festen ist es natürlich schon schön, wenn man mit der Familie anstoßen kann und ich trinke dann auch gerne etwas. Bisher hatte ich nur einfach Angst und daher wollte ich wissen wie die Community dazu steht.

    Okej, wenn dich Meinungen interessieren: Ich werde Weihnachten an ES+10 sein. Zur Absicherung werde ich einen Test machen, auch wenn ich vom Frühtesten nur wenig halte. Und wenn der Test (noch oder überhaupt) negativ ist, werde ich ein bisschen was trinken, aber mich nicht komplett betrinken.

    Eine Empfehlung dafür kann ich nicht aussprechen, aber für mich fühlt sich das stimmig an. Wenn man alle Risiken vermeiden will, müsste man sich vermutlich in einen Reinraum sperren.

    Den Tipp dass es völlig ausreicht habe ich nur deshalb gegeben,

    weil ich hier die Vermutung hege dass die TE sowieso nur sehr wenig Alkohol trinkt.

    Bei einer jungen Frau die jedes Wochenende mindestens einmal lattenstramm ist hätte ich was anderes geschrieben,

    Wie gesagt: Man kann nicht sagen, was mögliche Wirkungen von sehr wenig Alkohol sind. Und wie gesagt, es gibt verschiedene Studien, die zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen. Auch bei geringem Alkoholkonsum. Auch bei Alkoholkonsum noch vor der Zeugung.


    Zitat

    Nach den Ergebnissen von Nykjaer sollte sie auch in den Wochen vor der Konzeption, also bei jedem geplanten Kinderwunsch auf Alkohol verzichten. Auch hier war der erhöhte Konsum mit späteren intrauterinen Wachstumsstörungen assoziiert. In der Fetalzeit, also im zweiten und dritten Trimenon scheint die Gefahr für das Kind etwas geringer zu sein als in der Embryonalphase.

    https://www.aerzteblatt.de/nac…hrend-der-Schwangerschaft

    Es gibt natürlich auch andere Studien, die keine erhöhten Risiken bei moderatem Konsum feststellen konnten.

    Sind alle Kinder, die nicht in einer aktiven Hibbelzeit gezeugt worden sind, vielleicht noch im Karneval, in einer glückseligen Liebesnacht nach einer Flasche Wein, gedacht stramm wie sonst was, sind diese Kinder nun alle behindert oder strunzdoof oder welche überängstlichen Überlegungen wandern hier durch die Gehirnwindungen?


    Ich meine, das muß man sich ja erst einmal überlegen.... Das ist ja schon phobisch statt lebenslustig. Vielleicht sogar verkniffen, weil man sich nun gar nichts gönnt...


    Das Leben mal einfach nur genießen bei einem Gläschen was auch immer, alles nicht so verkniffen zu sehen, das scheint völlig fremd zu sein.


    Was muß ein dann gezeugtes Kind später hier an Mutterängsten aushalten? Prost Mahlzeit.


    Unbeschwert, also mit Leichtigkeit, das Leben zu genießen, 5 gerade sein zu lassen, das würde ich dir wünschen statt solcher verfriemelter Vorstellungen.

    Zitat

    Wir hibbeln jetzt schon über ein Jahr...

    Wer ist wir?

    Und warum soll nun gerade das "hibbeln" oder die "Hibbelzeit" irgendeinen Einfluss haben?


    Sonst meine Einstellung: Kein Alkoholkonsum - egal in welchem Kontext - braucht keine Begründung. Es ist schlicht ohne Begründung zu akzeptieren und immer auch ohne jede Begründung mindestens ein Alternativgetränk in ausreichender Menge vorzuhalten.


    Schon der Standard sollte bei allen größeren Anlässen mit vielen Teilnehmern (Weihnachten, Silvester, sämtliche Familienfeiern) sein: natürlich kein Alkohol, sondern samt und sonders selbstverständlich alkoholfreie Getränke für alle. Und Alkohol nur für die, die es explizit wollen. Oder beides hinstellen und jeder nimmt sich selbst. Eigenbestimmung und Eigenverantwortung.


    Und irgendwelche "Braten in der Röhre" (Warum so abwertend? man könnte es doch auch einfach deinen Schwangerschaftszustand nennen) gehen andere außer den potenziellen Eltern genau gar nix an. Und was die Verwandtschaft denkt und aus irgendwelchen Sachen schließt, naja, das ist ihre Sache.


    In deinem Fall würde ich ganz offen und ehrlich antworten: "Ich möchte gern ein Glas Mineralwasser statt Sekt. Und ich möchte das Thema Kinderwunsch während der Feiertage nicht mit dir/euch besprechen. Es belastet mich." Wer nun vorher mit Hibbel-Kommunikation im großen Kreis immer schon als Frau oder Paar sein Herz auf der Zunge trug, naja, der wird sich da nun schlecht plötzlich wieder davon abgrenzen können. Dann wäre es gut gewesen, schon in der Vergangenheit besser zu trennen zwischen Paar-Informationen (die beiden geht der Kinderwunsch oder Schwangerschaftszustand etwas an) und eben Informationen an dritte (die geht das an sich nix an).

    also, ich bzw wir hab ungefähr eineinhalb Jahre nicht verhütet, bis ich (endlich) schwanger war. Laut ET war die Zeugung wohl um Nikolaus rum (5.-8.12). Ich hab dann (noch unwissend natürlich) zu ner Weihnachtsfeier ungefähr 5 oder 6 Schnäpse getrunken und über die Feiertage noch 1-2 Gläser Sekt und Wein. Und habe dann am 27./28.12. rum aufgrund spannender Brüste nen Test gemacht, der hurra positiv war.


    Ab da hab ich dann natürlich keinen Schluck mehr getrunken (ich trinke generell übers Jahr relativ wenig Alkohol). Meinem Kind (inzwischen 4) geht's prächtig.


    Aber ob dir das jetzt so direkt weiterhilft, wenn es gegen dein inneres Gefühl geht, mag ich bezweifeln...

    Ich hab mich am Tag der Einnistung total betrunken;-D Die ersten Wochen ist das Kind noch nicht am Blutkreislauf der Mutter angeschlossen. Bei ES+5 ist wenn überhaupt grad mal die Einnistung im Gange. Ich persönlich würde vor dem positiven Test nicht verzichten, wozu8-( Aber ab da habe ich keinen Tropfen mehr angerührt. Alkoholfreies Bier etc. allerdings schon, was ja auch manche kritisch sehen...