Alkoholkonsum vor NMT?

    Hallo,


    schadet Alkoholkonsum bis ES+12? Bei mir steht leider diesen Monat ein Ereignis an, wo ich nur sehr schwer völlig auf Alkohol verzichten können werde (ich möchte, dass unter gar keinen Umständen jemand Verdacht schöpft...).


    Wahrscheinlich ist es blöd, sich schon vorher so einen Stress zu machen, da der ES sich ja auch nach hinten verschieben kann etc, aber ich habe "leider" einen ziemlich regelmäßigen Zyklus. Diesen Monat auslassen ist auch keine Option, wir möchten es unbedingt zumindest versuchen.


    Ich weiß, dass sich die befruchtete Eizelle erst im Laufe der ersten 2 Wochen mit dem mütterlichen Blutkreislauf verbindet und es theoretisch deshalb nicht ganz so tragisch sein sollte, in Maßen zu trinken, aber man macht sich ja doch Gedanken, zumal ich eigentlich schon lieber verzichten würde:-/.


    Außerdem ist die Frage, ob sich eine befruchtete Eizelle sich vielleicht gerade wegen dem Alkoholkonsum dann nicht einnistet, obwohl sie es vielleicht sonst getan hätte...:-(!? Was genau hat es mit dem "Alles oder nichts-Prinzip" auf sich? Hat man nun selbst Einfluss darauf, was mit der Eizelle geschieht oder definitiv nicht?


    So eine "Zwangsveranstaltung" ist die eine Sache, aber würdet Ihr in der zweiten Zyklushälfte auch grundsätzlich bewusst auf Dinge verzichten, auf die Ihr Euch sehr gefreut habt, zB Mädelsabend mit Sekt? Ich bin da hin und her gerissen. Einerseits denke ich mir, wenn der Wunsch so groß ist, dass es klappt, kann man ja wohl mal verzichten, andererseits wer weiß schon, wie lange es bis dahin dauert...und sich dann alles verbieten, was man sehr gerne gemacht hat, kann es ja auch irgendwie nicht sein...

  • 18 Antworten

    Ich habe das mal eine zeitlang auch gemacht. (bei fast zwei Jahren Kinderwunsch aber auf Dauer echt nervig).

    Allerdings, als ich dann enlich wirklich schwanger war, hatte ich mir am Tag vorher zu meinem Geburtstag (als ich es noch nicht wusste) eine Flasche Sekt aufgemacht. Als ich allerdings nach dem ersten Glas abends um acht auf dem Sofa eingschlafen bin, kam mir das komisch vor und ich habe am nächsten Tag getestet und das positiv.

    Ich denke, dass viele Frauen, die entspannt an die Sache herangehen, nicht drüber nachdenken, und viele Alkohol trinken und es nicht schädlich ist.

    Ich habe erst in den 6. Woche gemerkt, dass ich (ungeplant) schwanger war. Bis dahin habe ich ziemlich viel getrunken.

    Okay, danke...naja, wenn man ungeplant schwanger ist, es nicht weiß und dann Alkohol trinkt, ist es aber noch etwas Anderes, als vorher zu wissen, man legt es darauf an, und man könnte theoretisch schwanger sein und dann in diesem Wissen bewusst etwas zu trinken :-|



    rr2017 schrieb:

    jetzt auch wieder (wo Du vermutlich nicht schwanger bist)?

    Wieso fragst Du sie das, finde ich nicht so nett? So weit ich weiß, ist Luci keine deutsche Muttersprachlerin...

    rr2017 schrieb:

    Achso, wirkt Alkohol bei deutschen Muttersprachlern schwerwiegender,

    ;-D Wenn man sich so auf der Wies'n umschaut, mag man das zwar meinen, aber ich hatte mich nur gewundert, warum Du Luci fragst, ob sie Alkohol getrunken hat und mangels Erklärung vermutet, es könnte an ihrem Schreibstil liegen...aber ist auch egal...

    Nein, mit dem Schreibstil hat das nichts zu tun.


    Aber wir sind ja alle Erwachen und können eigenverantwortlich mit dem Zeug umgehen.


    Was Deine Frage betrifft würde ich aber schon sagen, dass es etwas seltsam klingt auf Alk so gar nicht verzichten zu können. Irgendeine Notlüge für Abstinenz findet sich doch immer, und seien es banale Kopfschmerzen.

    Dass man in unserem Land eine Ausrede braucht, wenn man nichts trinkt, ist schlimm genug, aber Deutschland pflegt nunmal eine ungesunde Trinkkultur.

    Ich finde es auch einerseits heftig, bei einem bestimmten Anlass nicht oder nur sehr schwer auf Alkohol verzichten zu "können", andererseits würde ich das jetzt nicht nur isoliert unter dem Gesichtspunkt Kinderwunsch beurteilen. Man kann immer verzichten und braucht sich dafür nicht zu rechtfertigen. Umgekehrt sollte man sich eher dafür rechtfertigen, warum man unbedingt trinken "muss".

    Was den Kinderwunsch angeht: bei mir war es so, dass ich schwanger werden wollte und es mehr als drauf angelegt habe, aber bis zum positiven Test auf gar nichts verzichtet und nichts anders als sonst gemacht habe. Wenn man an ES+12 schon total vorsichtig mit allem sein müsste, wäre die Menschheit längst ausgestorben, denn ohne Kinderwunsch und Protokollführen und NFP und gezielte und durchgetaktete Familienplanung gäbe es ja quasi "ES+12" gar nicht als Tag, weil kein Mensch wüsste, was oder wann ES ist.

    Den Alkohol, den ich 2 Tage vor dem positiven Test getrunken habe, hab ich nicht gut vertragen; mein Körper hat mir da nach dem 3. Bier die Entscheidung abgenommen.

    Ich hatte zu Beginn meiner Schwangerschaft ein ähnliches Problem, da ich sehr früh positiv getestet habe (ES + 10) und direkt danach 2 große Veranstaltungen stattfanden. Ich habe mir den Kopf zerbrochen, wie ich damit umgehe. Eigentlich völlig umsonst, denn auf den Events selber war mir letztendlich gar nicht nach großartig Alkohol trinken, mir wurde auch von niemandem etwas "aufgezwungen" und es fragte auch keiner nach, warum ich nicht wie sonst einen Longdrink/Cocktail/Sekt trinke.


    Ich hab letztendlich bewusst wenig bis gar nichts getrunken. Bei der ersten Veranstaltung kurz nach dem positiven Test, habe ich mich mit zwei normalen Radlern Zufrieden gegeben und bei der Folgeveranstaltung (ungefähr eine Woche später) habe ich mir "heimlich" alkoholfreie Radler bestellt, sodass es für die anderen aussah, als würde ich normales Radler trinken.


    Grundsätzlich bin ich aber der Meinung, dass ein moderater Alkoholgenuss bis zur 5. SSW keinen Schaden anrichtet, da der kleine Wurm sich dann erst mit deinem Blutkreislauf verbindet. Ab der 5. SSW würde ich den Alkohol weglassen und mich mit der Einnahme von Medikamenten rausreden, wenn mein Umfeld ein Nicht-Trinken nicht akzeptieren sollte (dann würde ich mir aber auch Gedanken machen, ob ich mein Umfeld nicht überdenken sollte).

    also ich hab am 05.01 meine Periode erwartet, die glücklicherweise nicht kam. An Weihnachten hab iich auch hier und da ein Glas Sekt gehabt. Gedenken mach ich mir deshalb aber keine

    Alias 951423 schrieb:

    naja, wenn man ungeplant schwanger ist, es nicht weiß und dann Alkohol trinkt, ist es aber noch etwas Anderes, als vorher zu wissen, man legt es darauf an, und man könnte theoretisch schwanger sein und dann in diesem Wissen bewusst etwas zu trinken

    Wieso ist das was anderes? Entweder schadet es oder nicht, ob man von der Schwangerschaft Kenntnis hat macht dabei keinen Unterschied. Und die verbreitete Meinung der Ärzte ist, dass es in den ersten Wochen nicht schadet. Ich würde jetzt nicht exzessiv trinken, aber wegen 2-3 Gläser Wein oder Sekt würde ich mir keinen Kopf machen.

    Das ist ja eine ulkige Diskussion. Ich bin ja noch niemals auf die Idee gekommen, darüber nachzudenken, ob ich an einem Abend in x Tagen Alk trinke oder nicht und was dann die anderen dazu sagen. Ich trinke etwas, wenn ich dazu Bock habe und wenn ich gefragt werde, warum ich nichts trinke, dann sag ich auch einfach, dass ich keine Lust habe. Aber es gibt ja auch reichlich Ausreden und andere Gründe:

    - Kopfschmerzen

    - Medikamente, die sich nicht mit Alk vertragen

    - Magenprobleme

    etc.etc.etc.


    Ob der Alk-Konsum bei ET+12 irgendeine Auswirkung hat, kann absolut keine sagen, weil letztendlich niemand so genau weiß, warum so viele Schwangerschaften enden bevor sie überhaupt richtig angefangen haben.

    Alias 951423 schrieb:

    aber würdet Ihr in der zweiten Zyklushälfte auch grundsätzlich bewusst auf Dinge verzichten, auf die Ihr Euch sehr gefreut habt, zB Mädelsabend mit Sekt? Ich bin da hin und her gerissen.

    Bei Alkohol gibt es zwar keine Unbedenklichkeitsgrenze und deshalb wird in der Schwangerschaft zu einem Verzicht geraten. Das heißt im Umkehrschluss aber NICHT, dass jede noch so kleine Menge Alkohol gleich notwendigerweise einen Schaden anrichten muss. Ich bin zwar nicht schwanger, in meinem Umfeld ist es aber nicht komplett unübliich, dass Schwangere oder Stillende auch selten mal ein ganz klein wenig an Wein oder Bier nippen oder Soße mit Wein essen. Und ich glaube, das würde ich persönlich genauso handhaben.

    Abgesehen davon ist eine befruchtete Eizelle an ES+12 ganz sicher nicht mit dem mütterlichen Blutkreislauf verbunden.

    Ich an deiner Stelle würde wahrscheinlich bisschen was trinken, mich aber nicht komplett abschießen. Da du aber jetzt schon ein schlechtes Gefühl hast, würde ich dir raten auf Alkohol zu verzichten. Alleine dass du kein gutes Gefühl dabei hättest, sollte Grund genug sein. Ich finde es auch bedenklich, dass man eher eine Ausrede brauch, wenn man nichts trinkt, als wenn man trinkt.

    tiramisu01 schrieb:

    Ob der Alk-Konsum bei ET+12 irgendeine Auswirkung hat, kann absolut keine sagen,

    Wenn aber viele Frauen, die in der Frühschwangerschaft Alkohol trinken eine unkomplizierte Schwangerschaft und ein gesundes Baby haben, während Frauen Fehlgeburten haben, die keinen trinken, dann ist das schon ein Hinweis, dass Alkohol eher keine Auswirkung hat.