Alleinerziehend mit 2 Kindern und trotzdem großer Kinderwunsch!

    Hi!


    Ich bin 37 Jahre alt und habe 2 Mädchen (4 und 2). Der Kindsvater ist ein reiner "Zahl-Vater" und hat leider kein Interesse an seinen Töchtern. Und nein, ich bin keine der Frauen die versucht den Vater von seinen Kindern fernzuhalten - im Gegenteil.


    Ich bin also alleinerziehend mit 2 Kindern und trotz meiner Situation spüre ich diese Sehnsucht nach einem weiteren Kind. Dieses Gefühl ist eigentlich mein ständiger Begleiter, aber wenn in meinem Umkreis irgendwer schwanger wird, dann wird dieses Gefühl natürlich umso stärker und ich bin - zugegeben - voller Neid, wenn jemand die Schwangerschaft verkündet. Ich möchte auch nochmal und bin manchmal so traurig, dass vielleicht kein 3. Kind mehr folgen wird :°_


    Wie geht ihr denn mit unerfülltem Kinderwunsch um? Habt ihr alles daran gesetzt um euch den Wunsch zu erfüllen oder habt ihr ihn einfach ad acta gelegt? Gibt es hier vielleicht auch Single-Mums die berichten können?

  • 23 Antworten

    Ich halte es für unfair, ohne Zustimmung des Vaters schwanger zu werden. ich würde es also davon abhängig machen, was der potentielle Kindesvater vom kinderwunsch hält.


    Liebe Grüße!

    Möchtest du denn auch unter den Umständen (alleinerziehend) noch ein 3. Kind?


    Gibt es einen Partner an deiner Seite? Hättest du gerne einen? Evtl. ergibt sich ja noch was in der Zukunft, sofern du nicht schon Ende 30 bist, ist das ja gar nicht so unwahrscheinlich.


    Ich bekomme bald mein zweites Kind und kann mir aktuell auch noch nicht vorstellen, dass es das letzte Kind wird. Den Kinderwunsch an sich kann ich also gut nachvollziehen. Ich würde aber nicht bewusst ein Kind in die Welt setzen, wenn ich es allein groß ziehen müsste.


    Klar, weiß man nie zu 100%, ob eine Beziehung hält, aber wenn ich schon während der Kinderwunschzeit Zweifel hätte, wäre ich wohl gar nicht schwanger geworden und würde den Kinderwunsch lieber aufschieben und darauf hoffen, noch den richtigen Partner zu finden.

    Bei mir ist durchaus ein Kinderwunsch nach einem zweiten Kind vorhanden, aber wir (in dem Fall mein Partner und ich) sind uns beide einig, dass wir kein zweites Kind bekommen aufgrund unserer Vorgeschichte und vorliegender Risikofaktoren.


    Aber: Es ist kein as acta legen oder “Ausknipsen”, der Wunsch ist vorhanden. Jedoch überwiegt einfach das Gefühl, dass es für uns keine gute Entscheidung wäre mit einem zweiten Kind. Ich befürchte, dass der Umgang damit sehr individuell ist. Ich komme recht gut klar damit, aber auch deswegen, weil ihr die Situation anderer von meiner trenne. Sprich, bei uns würde es mit großer Wahrscheinlichkeit wieder erneut zu starken Komplikationen kommen und das ist dann eine ganz andere Baustelle als die relativ normal verlaufenden Geschichten im Umfeld.

    Platypus schrieb:

    Möchtest du denn auch unter den Umständen (alleinerziehend) noch ein 3. Kind?


    Gibt es einen Partner an deiner Seite? Hättest du gerne einen? Evtl. ergibt sich ja noch was in der Zukunft, sofern du nicht schon Ende 30 bist, ist das ja gar nicht so unwahrscheinlich.


    Ich bekomme bald mein zweites Kind und kann mir aktuell auch noch nicht vorstellen, dass es das letzte Kind wird. Den Kinderwunsch an sich kann ich also gut nachvollziehen. Ich würde aber nicht bewusst ein Kind in die Welt setzen, wenn ich es allein groß ziehen müsste.


    Klar, weiß man nie zu 100%, ob eine Beziehung hält, aber wenn ich schon während der Kinderwunschzeit Zweifel hätte, wäre ich wohl gar nicht schwanger geworden und würde den Kinderwunsch lieber aufschieben und darauf hoffen, noch den richtigen Partner zu finden.

    Ich bin schon 37, also so ewig lange habe ich nicht mehr Zeit und mit Ü40 noch Mutter zu werden empfinde ich als zu alt und zu riskant.


    Früher habe ich mir auch gedacht "Kinder nur mit Partner", aber nachdem ich persönlich im Leben schon so enttäuscht wurde und meine Kinder wider Erwarten alleine großziehen muss, würde ich eine Entscheidung für oder gegen ein Kind nun nicht mehr von einem Mann abhängig machen. Ich bin jetzt nicht verbittert oder so - ich bin froh über meine beiden Mädels und möchte sie nicht hergeben 😀 Nur weiß ich auch, dass man nicht ausschließlich auf momentanes Glück bauen sollte. Wenn ich ein Kind bekomme, dann muss ich sicher sein es auch alleine zu schaffen - wenn dann dich ein Partner da ist, wäre es toll, aber wenn nicht dann halt nicht.

    Ein Kind ohne Vater zu bekommen, muss man sich aber auch leisten können.


    Soweit ich weiß, ist eine Samenspende ohne Partner in Deutschland nicht möglich und ich glaube, du wirst keinen Mann finden, der dir sein Sperma einfach so überlässt. Du müsstest also nach Spanien, Belgien oder Dänemark. Die Samenspende an sich ist nicht so teuer, aber die Hinreise kostet, deine Kinder müsstest du in dieser Zeit irgendwo unterbringen und du verzichtest im Namen des Kindes auf den Kindesunterhalt und das für Jahrzehnte. Dazu müsstest du die Schwangerschaft auch irgendwie deinem Umfeld „verkaufen“. Und stell dir vor, alle deine Kinder wollen irgendwann studieren. 2 davon hätten einen Unterhaltsanspruch von ihrem Vater, das 3. Kind nicht. Also müsstest du auch dem 3. Kind seine Geschichte erzählen, warum, weshalb, etc.


    Alles nicht unmöglich, aber „schön“ ist, zumindest meiner Meinung nach, anders.

    Ich würde mein(e) Kind(er) auch nicht mehr hergeben. Egal was passiert und würde sie im Falle eines Schickschalsschlags auch alleine großziehen, aber ich wünsche ihnen vom ganzen Herzen, dass sie mit Mama und Papa aufwachsen können und wir uns beide mit viel Liebe um sie kümmern werden.

    Caro2225 schrieb:

    voller Neid, wenn jemand die Schwangerschaft verkündet. Ich möchte auch nochmal und bin manchmal so traurig, dass vielleicht kein 3. Kind mehr folgen wird :°_

    Verstehe ich dich richtig? Du willst ein drittes Kind, weil du nochmal schwanger sein möchtest? Und dann wie weiter, wenn das dritte Kind da ist?


    Oder möchtest du aus irgend einem Grund drei Kinder grossziehen, und nicht nur zwei? Aber dann könnte ich deinen Schwangerschaftsneid nicht verstehen.

    Platypus schrieb:

    Ein Kind ohne Vater zu bekommen, muss man sich aber auch leisten können.


    Soweit ich weiß, ist eine Samenspende ohne Partner in Deutschland nicht möglich und ich glaube, du wirst keinen Mann finden, der dir sein Sperma einfach so überlässt. Du müsstest also nach Spanien, Belgien oder Dänemark. Die Samenspende an sich ist nicht so teuer, aber die Hinreise kostet, deine Kinder müsstest du in dieser Zeit irgendwo unterbringen und du verzichtest im Namen des Kindes auf den Kindesunterhalt und das für Jahrzehnte. Dazu müsstest du die Schwangerschaft auch irgendwie deinem Umfeld „verkaufen“. Und stell dir vor, alle deine Kinder wollen irgendwann studieren. 2 davon hätten einen Unterhaltsanspruch von ihrem Vater, das 3. Kind nicht. Also müsstest du auch dem 3. Kind seine Geschichte erzählen, warum, weshalb, etc.


    Alles nicht unmöglich, aber „schön“ ist, zumindest meiner Meinung nach, anders.

    Ich würde mein(e) Kind(er) auch nicht mehr hergeben. Egal was passiert und würde sie im Falle eines Schickschalsschlags auch alleine großziehen, aber ich wünsche ihnen vom ganzen Herzen, dass sie mit Mama und Papa aufwachsen können und wir uns beide mit viel Liebe um sie kümmern werden.

    Dänemark liefert auch nach Hause ;) Da müsste man nichtmal hinfahren.

    wie naiv seid ihr... Samenspende. Als Frau ist nichts einfacher, als einen Mann zu finden mit dem man Sex hat. Die allerwenigsten Herren prüfen eine Verhütung nach oder wollen von sich aus ein Kondom nutzen. Wer schwanger werden will, schafft das ganz einfach.

    Sapient schrieb:

    wie naiv seid ihr... Samenspende. Als Frau ist nichts einfacher, als einen Mann zu finden mit dem man Sex hat. Die allerwenigsten Herren prüfen eine Verhütung nach oder wollen von sich aus ein Kondom nutzen. Wer schwanger werden will, schafft das ganz einfach.

    Geschlechtskrankheiten?

    Ist halt die Frage, ob du vom lässigen Typen an der Bar, der vorher noch kurz sein Getränk ausschlürfte, spontan ein Kind haben willst oder doch das eine oder andere Kriterium außer “y Chromosom” anlegst.

    Sapient schrieb:

    wie naiv seid ihr... Samenspende. Als Frau ist nichts einfacher, als einen Mann zu finden mit dem man Sex hat. Die allerwenigsten Herren prüfen eine Verhütung nach oder wollen von sich aus ein Kondom nutzen. Wer schwanger werden will, schafft das ganz einfach.

    Die Geschichte würd ich meinem Kind aber nicht erzählen wollen :_D



    Fiorentina2017 schrieb:
    Sapient schrieb:

    wie naiv seid ihr... Samenspende. Als Frau ist nichts einfacher, als einen Mann zu finden mit dem man Sex hat. Die allerwenigsten Herren prüfen eine Verhütung nach oder wollen von sich aus ein Kondom nutzen. Wer schwanger werden will, schafft das ganz einfach.

    Geschlechtskrankheiten?

    Das kommt auch noch hinzu.

    Platypus schrieb:

    Ich würde mein(e) Kind(er) auch nicht mehr hergeben. Egal was passiert und würde sie im Falle eines Schickschalsschlags auch alleine großziehen, aber ich wünsche ihnen vom ganzen Herzen, dass sie mit Mama und Papa aufwachsen können und wir uns beide mit viel Liebe um sie kümmern werden.

    Natürlich ist das schön, aber ich denke gleich ohne Vater aufzuwachsen ist vermutlich einfacher wegzustecken als eine unschöne Trennung später mal.

    Ich denke die Kinder kommen schon damit klar. Fänds fast schwieriger wenn Kind 1 und 2 einen super liebende fürsorglichen Papa hätten und Kind 3 dann nicht.


    Der finantielle Aspekt ist natürlich zu beachten, wobei ich da eher nach den Grundbedürfnissen geh. Ein komplett finanziertes Studium ist da schon Luxus - weiss nichtmal ob ich das meiner einzigen Tochter geben kann und überhaupt möchte. Nebenher arbeiten hat noch keinen umgebracht.

    Zitat

    Und stell dir vor, alle deine Kinder wollen irgendwann studieren.

    Ja und? Schon mal was von Bafög gehört? Also das ist in Deutschland das kleinste Problem.

    Meine Meinung: 3 Kinder sind wahnsinnig anstrengend, besonders in den ersten Jahren wenn sie einen kleinen Altersabstand haben. Wenn man eine Lösung für genügend Unterstützung findet (Betreuung und Haushalt) mag das gehen, aber wenn man kein soziales Netz oder wenig Geld hat, dann riskiert man gesundheitliche Probleme.