Als Single ein Kind bekommen- Samenspende?

    Ich frage mich seit einiger Zeit (bin sehr ambivalent), ob ich wenn der Kinderwunsch doch mal wieder da ist, irgendwann wenn ich immer noch Single bin auf das Thema Samenspende umsteige.

    Ich denke, es ist ein sehr heißes Thema, aber ich denke mir manchmal, besser als gar keine Kinder und ich glaube, dass ich dem Kind auch eine liebevolle Mutter wäre.

    Samenspende ist in Deutschland ja so nicht erlaubt.

    Habt ihr Erfahrungen mit dem Ausland gemacht?

  • 81 Antworten

    Ich hätte es jetzt nicht ganz so ausgedrückt - aber: jemanden finden, der einem ein Kind macht... das ist ja nun die leichteste Übung. Natürlich sollte man denjenigen, wenn es nur darum geht, hinterher nun nicht damit konfrontieren sondern ihn seines Weges gehen lassen.

    Was für Vorschläge.


    Einfach einem Mann ein Kind unterjubeln.


    Oder ihm garnichts sagen, dass er Vater wird.


    Da weiss man nicht, was unanständiger ist. Dem Kind seinen Vater vorenthalten und umgekehrt, oder einen Mann reinlegen und zahlen lassen.

    Willst du jetzt jeden Tag hier 3 Fäden zu allen möglichen Themen eröffnen? Also entweder ist dir sehr langweilig im Moment oder du bist der Mensch mit den meisten Problemen auf dieser Welt.


    Sind die anderen Themen denn alle schon hinreichend diskutiert, dass du immer wieder neue Baustellen aufmachst?

    Ein Kind macht nämlich meistens erstmal mehr Probleme statt weniger und es klingt nicht so, als könntest du im Moment ein zusätzliches gebrauchen.

    Dass Du sehr viele Fäden eröffnest, ist mir offen gestanden auch ein bisschen aufgefallen. Ich selbst bin ungewollt kinderlos, worunter ich extrem leide, sehe jedoch Samen- wie Eizellspende sehr kritisch. Mein Mann und ich haben öfter über letztere gesprochen (aufgrund meines Alters), uns letztlich aber immer wieder dagegen entschieden. Eine Bekannte bekommt jetzt ein Kind von einem Samenspender, weil ihr Mann unfruchtbar ist. Seitdem ich das Ganze mitbekommen habe, sehe ich auch das sehr kritisch – es war einfach so, dass sei mit Muss und Gewalt ein Kind wollte und ein riesen Theater veranstaltet hat, der Mann konnte am Ende gar nicht mehr anders. Wie das Ganze ausgeht, wird man sehen (oder ich vielleicht auch nicht mehr). Als Single würde ich so etwas schon gar nicht machen, da es für mich grundsätzlich nie in Frage gekommen wäre, ein Kind von vorneherein allein aufzuziehen. Ich halte das für eine sehr verantwortungsvolle Aufgabe, die ich persönlich allein nicht bewältigen könnte (und wollte - klar, wenn die Partnerschaft aus irgendeinem Grund zerbricht, kann man man nichts machen, aber von vorneherein sicher nicht). Ist aber nur meine Meinung, da kann man ja sehr unterschiedlich rangehen.

    Achso, was ich eigentlich schreiben wollte: Du bist doch noch nichtmal 30. Da schon an eine Samenspende im Ausland zu denken finde ich sehr verfrüht. Idealerweise hat ein Kind eine Mutter und einen Vater, die ansprechbar und greifbar sind.

    Das das nicht in allen Fällen so klappt und manchmal halt nicht anders geht, sollte einen nicht über das Ideal hinwegsehen lassen.


    Möchtest du nicht lieber die Chance ein Kind von einem Mann zu bekommen den du liebst? Das ist mit 30 doch durchaus noch im Bereich des Möglichen. Ich würde diesen "Traum" nicht so schnell aufgeben- es wird nicht leichter, eine gute Partnerschaft zu führen, wenn du später doch noch einen tollen Mann kennenlernst. Nicht-leibliche Kinder sind für potentielle Partner anfangs selten ein Quell von Glück und Freude. Die meisten Männer, die sich Kinder in ihrem Leben wünschen, haben auch den Wunsch, dass es ein leibliches Kind ist.

    Durch eine Mutterschaft durch Samenspende würdest du dir die Auswahl an möglichen Partnern drastisch einschränken. Warum die Eile?

    Zitat

    Ich hätte es jetzt nicht ganz so ausgedrückt - aber: jemanden finden, der einem ein Kind macht... das ist ja nun die leichteste Übung

    Findest du?



    Zitat

    Willst du jetzt jeden Tag hier 3 Fäden zu allen möglichen Themen eröffnen?

    Warum? Muss ich mir von dir erst die Erlaubnis holen, wenn ich hier um Rat frage?

    Zitat



    Möchtest du nicht lieber die Chance ein Kind von einem Mann zu bekommen den du liebst? Das ist mit 30 doch durchaus noch im Bereich des Möglichen.

    Ich kenne mich und weiß, dass ich mit 40 immer noch allein hier sitze und dann ist es zu spät.


    Im übrigen traue ich es mir zu ein Kind allein groß zu ziehen.

    Davor hab ich keine Angst und ich bin mit fast 30 auch nicht mehr in dem Alter, in dem das kindische Fantasien sind.

    Ob meine Beziehung nun mit Mann auseinander geht oder ohne. Das einzige wo der Unterschied liegt ist der Kindesunterhalt.


    Ich fände es viel schlimmer mit 40 immer noch allein rum zu sitzen. Auch auf die Gefahr hin, dass mir das als egoistisch ausgelegt wird.

    Zitat

    Das das nicht in allen Fällen so klappt und manchmal halt nicht anders geht, sollte einen nicht über das Ideal hinwegsehen lassen.

    Das sehe ich anders. Weißt du wie viele Kinder in einer heutigen Schulklasse in Patchworkfamilien leben oder bei alleinerziehenden Eltern? Da bist du mit Eltern in einer intakten Ehe echt allein

  • Dieser Beitrag wurde von Elisada aus folgendem Grund gelöscht: OT ().
    Zitat

    Warum? Muss ich mir von dir erst die Erlaubnis holen, wenn ich hier um Rat frage?

    Zum Glück nicht, sonst hättest du von mir die Vorgabe, nicht mehr als 1 Fass pro Woche in Sachen Lebensführung aufzumachen, damit du dich auf ein Problem konzentrieren kannst und das auch wirklich angehst.

    Zitat

    Ich kenne mich und weiß, dass ich mit 40 immer noch allein hier sitze und dann ist es zu spät.

    Da du auch so provokant fragst, schmeiße ich mal die provokante Frage in den Raum: Was lässt dich glauben, dass du eine gute Beziehung zu deinem Kind führen kannst, wenn du dir sicher bist, dass du keine gute/dauerhafte Beziehung zu einem Lebenspartner führen kannst oder möchtest?


    Zitat

    Im übrigen traue ich es mir zu ein Kind allein groß zu ziehen.

    Aber ob es für das Kind das beste ist, von dir alleine groß gezogen zu werden, ganz geplant und ohne Not, das ist genauso wichtig.

    Zitat

    Ob meine Beziehung nun mit Mann auseinander geht oder ohne. Das einzige wo der Unterschied liegt ist der Kindesunterhalt.

    Da machst du es dir aber sehr einfach. Der einzige Unterschied zwischen einer intakten, liebevollen Familie aus Vater, Mutter und Kind und dem, dass du als tablettenabhängige Schmerzpatientin mit traumatischer Kindheit und zig anderen Baustellen in deinem Leben ein Samenspenden-Kind alleine großziehen möchtest, ist sicherlich nicht der Kindesunterhalt. Da liegen Welten dazwischen.

    Zitat

    Ich fände es viel schlimmer mit 40 immer noch allein rum zu sitzen. Auch auf die Gefahr hin, dass mir das als egoistisch ausgelegt wird.

    Ist es ja auch, wenn deine Hauptmotivation für ein Kind die ist, mit 40 nicht alleine herum zu sitzen, weil du mit den bereits vorhandenen Menschen in deinem Leben (Mutter, Freunde, Lebenspartner) nicht zurecht kommst und deine Probleme hast. Es ist dem Kind gegenüber nicht sehr nett es in die Welt zu setzen um jemanden - irgendjemanden zu haben, bloß um nicht alleine zu sein.


    Zitat

    Das sehe ich anders. Weißt du wie viele Kinder in einer heutigen Schulklasse in Patchworkfamilien leben oder bei alleinerziehenden Eltern? Da bist du mit Eltern in einer intakten Ehe echt allein.

    Wo? Wo siehst du sowas? In den sozialen Brennvierteln einer Großstadt? 80% der Kinder in Deutschland leben mit Vater UND Mutter zusammen:


    https://www.destatis.de/DE/Pre…dw/2016/PD16_08_p002.html


    69% der Kinder wachsen bei verheirateten Eltern auf:


    https://www.focus.de/familie/v…utschland_id_5204415.html


    Patchwork ist bei weitem nicht so verbreitet wie du das empfindest - hier findest du die Zahlen


    https://www.bmfsfj.de/blob/762…chung-ausgabe-31-data.pdf

    Zitat

    1.2 Vielfalt von Stief- und Patchworkfamilien

    Je nach Datenquelle sind etwa 7–13 Prozent der Familien in Deutschland Stief- bzw. Patchworkfamilien.

    Zitat

    Die Kernfamilie ist in Deutschland nach wie vor die mit Abstand häufigste Familienform. Stieffamilien sind – nach Befragungsdaten – in Deutschland jedoch ähnlich stark verbreitet wie Alleinerziehende.

    Du redest dir da was schön.


    Dein Kind wäre in der Klasse garantiert alleine mit der Tatsache, keinen Vater zuhaben. Die meisten Kinder in Patchworkfamilien haben sehr wohl einen Vater, den sie regelmäßig sehen.

    HannahWe schrieb:

    Zum Glück nicht, sonst hättest du von mir die Vorgabe, nicht mehr als 1 Fass pro Woche in Sachen Lebensführung aufzumachen, damit du dich auf ein Problem konzentrieren kannst und das auch wirklich angehst.

    Na dir setzt ja hier auch keiner ein Limit über wieviele Fässer fremder Leute du dich pro Woche erregen darfst, damit in deiner Lebensführung nichts auf der Strecke bleibt.

    Immer mal kalt duschen zwischendurch gell? ;-)

    Das Aggro-Level steigt hier offenbar mit der Außentemperatur...