Falls es nicht klappt...

    Ich überlege gerade was ich mache, falls es nie klappen sollte mit dem Kiwu.

    Momentan habe ich leider keinen geeigneten Partner. Ich hoffe immer, der lässt sich finden.

    Habe allerdings auch eine gute Freundin, die jetzt 42 ist, mit 36 erst geheiratet und Mann fürs Leben gefunden und es klappte nie und wird sicher auch nicht mehr klappen. Nochmal härter daran ist, dass beide mit Kindern arbeiten. Er als Pädagoge, sie als Lehrerin an der Grundschule. Und da sitzt man dann jeden Tag und ist mit Kindern zusammen und weiß, man wird nie eigene haben.


    Deshalb überlege ich jetzt schon was ich mache wenn es gar nicht klappt.

    Wie mein Leben dann weiter verläuft. Als ich in der Grundschule mal gefragt wurde wie viele Kinder ich haben will hab ich geantwortet 6. Mittlerweile haben die, die eigentlich nie welche wollten 2 oder 3 und ich keins.


    Mit einem passenden Mann könnte ich mir auch vorstellen Kinder in Pflege zu nehmen oder zu adoptieren wenn es so gar nicht klappt. Ich leite selbst eine Kita und mir tut das schon weh wenn ich so die niedlichen kleinen Kinder mit ihren Eltern sehe.

    Es beeinflusst mich jetzt nicht negativ in meiner Arbeit, aber es schmerzt schon.


    Gibt es hier jemanden der kinderlos geblieben ist? Was könnt ihr raten? Ein Leben ohne Kinder ist irgendwie grad unvorstellbar.

  • 7 Antworten

    Es hilft wahrscheinlich nicht, wenn ich jetzt schreibe, dass ich 42 bin, Single, kinderlos und glücklich? Ich könnte jetzt auch alles beweinen, was ich nicht vom Leben bekommen habe, aber irgendwie stört mich das nicht mehr, weil ich so viele andere schöne Sachen habe.

    Obwohl ich jetzt schwanger bin sah es eine Weile so aus als ob ich keine Kinder bekommen würde, erst weil mein Mann ewig nicht bereit war dafür und dann wegen einer Hormonstörung wegen der es hieß, es sei unsicher, ob ich Kinder bekommen könnte.


    Habe in der Zeit einen Plan B für ein erfülltes Leben ohne Kinder entwickelt den ich immer raus geholt habe wenn mein Mann das Thema Kinder mal wieder auf nächstes Jahr verschoben hat, und dann in der aktiven Kinderwunsch Zeit, wenn ich mal wieder negativ getestet habe oder die Periode wieder kam:

    Meiner sah so aus: Stunden bei der Arbeit reduzieren (Meine Denke war, mehr Zeit für Freizeit, und zwei Vollzeit Gehälter braucht niemand ohne Kinder wirklich zum Leben), Zwei Katzen anschaffen (habe ich dann wirklich getan und wurde ironischerweise im selben Monat schwanger), endlich wieder ein eigenes Pferd halten.


    Mein langweiliges Vernunft-Auto mit Isofix-Vorrichtung abschaffen und ein altes Sportcoupe kaufen das Laune macht und ordentlich Brumm hat. Außerdem wollte ich einen Roman schreiben, dessen Story mir seit meiner Kindheit im Kopf herum spukt, und viele Fernreisen machen. Alles Dinge zu denen einem mit Kindern meistens die Zeit und das Geld fehlt.


    Hab mir dann vorgestellt wie ich mit dem Sportcoupe und einem Kopftuch durch den Schwarzwald cruise oder mit meinem eigenen Pferd durch den Wald reite und dann ging es erstmal wieder. Vielleicht mache ich einige dieser Dinge von meinem Plan B doch noch irgendwann, wenn die Zeit und die Finanzen es irgendwann zulassen.


    Ich glaube du brauchst deinen eigenen Plan B, Dinge die du schon immer machen wolltest oder die du nur machen könntest wenn es wirklich nicht mehr klappen sollte mit dem eigenen Kind. Ein besonderer Urlaub, ein Karriereschritt der Zeit und Energie kostet, ein längerer Auslandsaufenthalt, eine Sprache lernen oder ein neues Hobby. Und wer weiß, vielleicht findet sich dann in den nächsten 10 Jahren die du noch etwa hast dafür, sich noch ein Mann mit dem du Plan A leben kannst. @:)

  • Hyperion

    Hat das Thema geschlossen