• Folgeschwangerschaft nach stiller Geburt

    Hallo ihr Lieben! Wie vielleicht einige im Faden "Januar 2017 Mamis" mitbekommen haben, habe ich zum Jahresende meinen Sohn Darius in der 38. SSW still geboren. Es wurden keine Herz- & Hirnaktivitäten gefunden und so wurde die Geburt eingeleitet. (Das Ergebnis der Obduktion steht noch aus, ich werde da nochmal mit dem Krankenhaus sprechen) Es tat weh.…
  • 43 Antworten

    Hallo Mazikeen,


    ich würde es im Lebenslauf ehrlich gesagt aktuell noch weg lassen, auch wenn sich das für Dich bestimmt ganz schlimm anfühlt. Es könnte sein, dass der Personaler Dich deswegen direkt aussortiert. Erstens, weil er denken könnte, dass Du noch nicht wieder voll belastbar ist. Zweitens, weil er an eine rasche Folgeschwangerschaft denkt. In 1-2 Jahren würde ich das Kind mit Geburts-/Todesdatum angeben, aber in der akuten Situation jetzt noch nicht. Ich hoffe, das klingt nicht herzlos für Dich. Es wäre aber schade, wenn die Firma Dir aufgrund dieser Angabe keine Chance gibt.


    Dein Arzt klingt super, da hast Du Glück gehabt. Hast Du Dich mal mit den Gestose Frauen in Verbindung gesetzt? Du hintergehst damit ja nicht Deinen Arzt, sondern stellst Dich breiter auf. Aus all den Informationen kannst Du ja selber Deinen Weg finden. Ich müsste z.B. bei einer Schwangerschaft spätestens in der 7. SSW mit ASS beginnen, besser schon ab Eisprung (wenn wir eine Schwangerschaft planen würden). Allein das zu wissen, tut mir gut.

    Hallo Mazikeen,


    der Tod meiner Kleinen hatte die gleiche Ursache. Sie war gesund, aber da die Plazenta nicht gut ausgebildet war, versorgte sie sie nicht mehr ausreichend. Ich hatte 3 Tage vor ihrem Tod noch einen Doppler, bei dem aber nichts auffällig war. Wenn der Versorgungsmangel plötzlich auftritt, kann man das auch leider vorher nicht im Ultraschall sehen :-( .


    Ich bin auch auf mögliche Gerinnungsstörungen untersucht worden, habe aber keine. In der Uni Klinik haben sie mir trotzdem dazu geraten in der Folgeschwangerschaft vorbeugend möglichst früh Heparin zu spritzen, weil das die Ausbildung der Plazentazotten unterstützt. Zudem kann man gegen das Heparin wohl auch ganz gut medikamentös "gegenarbeiten", falls es zu Blutungen kommt- gegen ASS nicht.


    Ein bisschen zum Mutmachen: Ich bin direkt im ersten Übungszyklus wieder schwanger geworden und habe nun einen gesunden Sohn. Das Vergangene ist nicht ungeschehen, aber ich bin ein stückweit damit versöhnt. Die Folgeschwangerschaft war eine riesen Herausforderung- körperlich und angsttechnisch. Wir waren uns eigentlich immer sicher zwei Kinder bei uns haben zu wollen, aber haben uns tatsächlich erst 4 Jahre später getraut den nächsten Anlauf zu wagen. Leider wollte es letztes Jahr nicht klappen und ich hatte 3 frühe Fehlgeburten. Nun bin ich mittlerweile wieder schwanger in der 15. SSW und ich hoffe, dass es bleibt. Auch in der zweiten Folgeschwangerschaft ist die Angst meine ständige Begleitung und ich versuche nun irgendwie in kleinen Schritten das Beste daraus zu machen. Was mal gut und mal weniger gut klappt ;-) .


    Ich habe bezüglich des Lebenslaufes vor dem gleichem Dilemma wie du gestanden und habe mich entschieden meine Kleine aus den Bewerbungen raus zu lassen. Nicht weil ich sie verleugnen wollte, sondern weil ich die Erfahrung machen musste, dass einige Leute damit ziemlich töffelig umgehen und es dann einen unvorbereitet erwischen kann. Ich gehe mit meiner Geschichte offen um, möchte aber das wann und den Grad der Offenheit bzw. bei welchen Personen ich offen bin selbst bestimmen. Ich habe Tage, an denen kann ich sehr gut darüber reden und mich auch selbst schützen und andere, an denen ich weine wenn ich ihren Namen höre. Gerade im beruflichen Kontext wollte ich da gern eine gewisse Kontrolle behalten.


    Liebe Grüße,


    Milaila

    @ blucapart

    Vielen Dank nochmal für die Errinnerung an die gestose Frauen. Ich habe mich direkt mit ihnen in Verbindung und sie haben mich für die jetztige Folgeschwangerschaft sehr nett und ausführlich beraten.


    Liebe Grüße,


    Milaila

    @ Mialaila

    Vielen Dank, dass du deine Geschichte geteilt hast - das macht mir sehr viel Mut!


    Hast du Hilfsmittel genommen, um wieder schwanger zu werden oder ist es "einfach so" passiert? :)


    Spritzt man sich das Heparin selbst oder muss man dafür zum Doc?


    Ich bin mal gespannt, was der Internist sagt.


    Ich wünsche dir alles Gute für deine SSW :) :)*

    Dank dir @:) . Das Heparin spritzt man selbst subkutan, also ins Unterhaut Fettgewebe. Spaßig ist das nicht wirklich, aber es gibt schlimmeres.


    Ich habe keine Hilfsmittel genommen, denn mein Problem war nie das Schwangerwerden, sondern das Schwangerbleiben. So früh hätte ich mich auch davor gescheut, weil ich (für mich) ein stückweit daran glaubte, dass es passiert wenn Körper und Psyche wieder bereit sind. Das sage ich aber aus der relativ bequemen Position, in der ich in fast jedem unverhüteten Zyklus schwanger geworden bin. Ich hab ja das Gefühl, dass Yoga da sehr hilfreich ist. Hätte ich viele Monate warten müssen, hätte ich (glaube ich) Unterstüzung angenommen.


    LG,


    Milaila

    Zitat

    Hast Du Dich mal mit den Gestose Frauen in Verbindung gesetzt?

    Ich habe mich bereits auf der Seite umgesehen, aber noch keinen Kontakt aufgenommen ... Ich weiß einfach nicht, was ich schreiben soll/kann und trau mich nicht so Recht, so blöd das auch klingt ...

    Das kann ich sehr gut verstehen. Ich habe dann einfach das Kontaktformular ausgefüllt und meine Fragen gestellt. Daraufhin kam ein super netter und informativer eMail-Kontakt zu stande. Wenn Du also eher der Typ zum Schreiben bist, geht das auch.


    Ich bin sicher, Du wirst es nicht bereuen. Die Damen sind super nett und kennen sich extrem gut aus.


    Trau Dich, die sind genau für sowas da!

    Habe dort mal hingeschrieben und eine Mail zurückbekommen, was ich am besten alles untersuchen lasse und worauf ich bei einer Folge- SSW achten muss .. aber das wusste ich schon vorher alles ":/


    Werde mir mal das Infomaterial auf der Seite anschauen ..

    Ich finde, dass das danach klingt, dass Du vor Ort bereits gut betreut wirst! Da hast Du wirklich Glück.


    Mir hat das meiste keiner erzählt, so dass ohne die Gestose Frauen werweißwas passiert wäre.

    Wie meinst du das mit vor Ort?


    Vieles habe ich im Netz gelesen, durch eure Beiträge hier und bisschen vom Arzt.


    Eine Hebamme oder Betreuer habe ich nicht, habe mir die Infos wirklich selbst zusammen gesammelt.

    Okay, dachte Du hast die Infos alle von Deinem Arzt bzw. aus der Klinik.


    Je informierter Du bist, desto mehr Gefahrenquellen kannst Du bei einer erneuten Schwangerschaft ausschalten.


    Pass auf jeden Fall auf, hinterfrage das Vorgehen und scheue Dich nicht vor Zweitmeinungen. Ich habe mich am Anfang der Schwangerschaft zu sehr "gefügt", weil ich keine Besserwisserin sein wollte und dachte, mein Arzt weiß schon, was er tut. Das wäre beinahe schlimm ausgegangen.

    Hallo,


    Darf ich mich zu Euch gesellen? Es tut mir leid, dass ihr diese Verluste zu bedauern habt. Leider erlebe ich Euren Schmerz jetzt selbst.


    Ich sollte eine April oder Mai Mai 2017 werden und musste unser Baby diese Woche still zur Welt bringen in der 32. Ssw. Das tut so unglaublich weh.


    Ich bin momentan voller Sorge, was der Grund gewesen sein mag. Unser Baby hatte 2 mal seine Nabelschnur um den Hals, einmal wohl sehr fest, aber das muss nicht der Grund sein. Eine Obduktion des Babys selbst lassen wir nicht machen, aber bei mir soll alles getestet werden. Ich habe so Angst, was herauskommen wird.


    Viele, die versuchen uns zu trösten, versichern uns, dass es beim nächsten Mal sicher klappen wird. Das tut mir sehr weh, unser Baby ist noch nicht mal beerdigt, wieso reden alle von einem anderen Kind?


    Gleichzeitig habe ich jetzt schon selbst eine Riesensehnsucht nach einer neuen Schwangerschaft und einem lebenden Kind. Und Riesenangst, dass es gar nicht klappt oder wieder schiefgeht, früher oder später.


    Im KH hatte die Ärztin gemeint, am besten wäre es ein Jahr zu warten, um den nötigen Abstand zu haben. Weiß nicht, ob ich das kann. Wir werden auch nicht jünger, ich möchte aber keinesfalls nochmal dasselbe erleben.


    Momentan machen mir Geschichten über erfolgreiche Folgeschwangerschaften auch noch keinen Mut, es muss ja erstmal soweit sein und ich kann die Zeit leider nicht beschleunigen.


    Sorry für den langen Text, es tut einfach so weh.

    Liebe Diva


    mein allerherzlichstes Beileid :)- :)- :)- :)- :)-


    Ich hatte es ja bereits in unserem April-Faden gesehen :°(


    Was haben denn die Ärzte wegen der Plazenta gesagt ?


    Die wird doch nach der Geburt auch umgehend untersucht, oder ?

    Danke. Die sah anscheinend auf den ersten Blick gut aus, aber die Histologie steht noch aus. Meine Gerinnung war nach dem ersten Test auch ok. Generell unterversorgt war unser Baby wohl nicht, aber das kann ja auch kurz vorher auftreten, wie Milaila schrieb. Ich hab so Angst, dass ich zu nachlässig war und irgendwas übersehen habe. Und mache mir so Vorwürfe. Mein nächster regulärer FA Termin ist morgen, CTG :°( muss aber hin wg. Krankschreibung. Mutterschutz beginnt erst am Tag der Geburt.


    Erst in 8 Wochen können noch gewisse andere Tests bei mir gemacht werden.


    Ach, es tut so verdammt weh.