Hatte jemand schon mal die Diagnose Monosomie nach FG?

    Vor 5 Wochen ist mein erstes Baby in der 11.ssw entfernt worden (abrasio), weil es gestorben ist.


    Habe dann die Diagnose- Monosomie -21 bekommen, also dass das 21. Chromosom zu wenig war.


    Von daher, dass es in meiner Familie keinerlei behinderungen bzw chromosom fehler bis her gab und von der seite meines Freundes auch nicht, haben mir die Ärzte aus der Pathologie gesagt, dass sie von einem einmaligen Fehler der Natur ausgehen.


    Hatte jemand von euch so etwas auch mal? und danach ein Gesundes Kind/ Schwangerschaft gehabt?

  • 4 Antworten

    ich kann jetzt keine konkretes Fallbeispiel an mir heranziehn, aber vielleicht nützt es Dir ja wenn ich Dir sage, daß Chromosomenzahlanomalien tatsächlich normalerweise rein zufällig sind, und die Wahrscheinlichkeit ein gesundes Kind zu bekommen SEHR viel höher ist, als nochmal eins damit zu verlieren. :)*


    Normal läuft es bei der Eizellreifung so ab: Die Chromosomen, von denen es jeweils ein Pärchen pro Zelle gibt, legen sich zusammen, tauschen ein paar Stücke aus, und werden dann auseinandergezogen, damit pro Eizelle nur noch der einfache Chromosomensatz vorliegt (bei Samenzellen genauso, sinnvollerweise, sonst würde man ja immer mehr Chromosomensätze anhäufen). Nun ist das ganze ein wirklich komplexer vorgang, und es KANN eben mal sein, daß beim Auseinanderziehn was schief geht, so daß beide Chromosomen in die selbe Zelle gezogen werden. zusammen mit dem Satz des Spermiums gibts dann eben 3 oder gar keine Kopie von dem entsprechendem Chromosom in der befruchteten Eizelle. Bis auf Trisomie 21 gibt es keine lebensfähigen Chromosomenzahlanomalien, Monosomien sind immer letal. Was ich damit sagen will: Trisomie/Monosomie ist (außer bei Menschen mit Downsyndrom eben) ist nichts genetisch festgelegtes, sondern etwas, was rein zufällig erst bei der Reifung der Geschlechtszellen passieren KANN, und sich ebenso zufällig wieder wiederholt oder eben nicht. Frauen werden mit zunehmendem Alter leider anfälliger, Trisome/Monosome Kinder zu zeugen, weil bei uns das Aneinanderlegen der Chromosomen schon im Fötus angelegt wird, das auseinanderziehn aber erst dann passiert wenn das Ei springt. Und wenn da 40 Jahre dazwischen liegen, passiert es eben häufiger, daß die Chromosomen verklebt sind, und sich nicht mehr korrekt in die richtige Zelle ziehn lassen. Deswegen steigt das Risiko mit dem Alter, ist aber dennoch kein Grund die Hoffnung auf ein gesundes Kind aufzugeben. :)*


    Wie gesagt, ich kann Dir hier nur den rein biologischen Aspekt darlegen, aber ich kann Dir versichern: Auch nach so einem Verlust wie Du ihn erlitten hast, ist es wesentlich wahrscheinlicher, ein putzmunteres Baby zu bekommen, als daß es Dich wegen eines Erbgutfehlers nochmal vorzeitig verläßt. :)-


    Dir alles Gute!!! @:) :)*

    Hihi, ich wollt grad vorschlagen, daß es für etwas mehr Resonanz sinnvoll sein könnte, den Faden ins entsprechende Forum zu verschieben. ;-D Das war wohl Gedankenübertragung mit der Moderation. In "Verhütung und Abtreibung" wird man doch eher weniger Berichte über gelungene Schwangerschaften finden...


    Und weil ich grad in diesem Faden bin auf Deine andere Frage: Ein Bluttest ist 10 Tage, ein Urintest 14 Tage AB BEFRUCHTUNG aussagekräftig, da man den Eisprung im Allgemeinen nicht so genau festlegen kann, gibt man da noch ein paar Tage Spermienüberlebenszeit zu. Bluttest bringt auch relativ wenig, weil die in den Labors oft so lang fürs Ergebnis brauchen, daß man gleich einen Urintest machen kann. In diesem Sinne, trotz aller vielversprechenden Anzeichen noch ein wenig Geduld! Und alle Daumen daß es diesmal reibungslos geklappt hat!!! @:) :)* @:) :)*