Hypothalamische Amenorrhoe - kann sie nicht bekämpfen

    Hallo.


    Zunächst einmal möchte ich sagen, dass ich keinen akuten Kinderwunsch habe. Jedoch habe ich große Probleme mit meiner Fruchtbarkeit, die einem solchen in unbestimmter Zukunft auf jeden Fall im Weg stehen werden. Ich bin mir sehr sicher, dass ich Kinder haben möchte, wenn auch noch nicht jetzt.


    Ich weiß, dass dieses Unterforum eher das Reich derjenigen ist, die jetzt gerade damit beschäftigt sind, zu "basteln" und zu "hibbeln" aber da Fruchtbarkeitsprobleme von einem Großteil der Frauen ja oftmals erst angegangen oder sogar erst bemerkt werden (weil sie vorher z.B. die ganze Zeit die Pille genommen haben), wenn es soweit ist, erhoffe ich mir, hier vielleicht auf Gleichgesinnte zu stoßen, mit denen ich mich austauschen kann. Das Stoffwechsel- und Hormone-Unterforum hätte eigentlich besser zu meinem Anliegen gepasst, das weiß ich und ich habe dort auch schon mal etwas zu meinem Problem gepostet aber ich habe das Gefühl, dass dort einfach nicht so viel los ist wie hier, besonders nicht im Bezug auf Sexualhormone.


    Deswegen hoffe ich, dass es okay ist, wenn ich, für die eine Schwangerschaft noch ein so weit entfernter Wunsch ist, euch KiWu-lerinnen um Rat frage. Wenn nicht, darf mein Thread gerne in ein anderes Unterforum gesteckt werden und ich entschuldige mich schon mal im Voraus. Aber letztendlich geht es mir ja auch darum, meine Fruchtbarkeit zurückzuerlangen, um die besten Voraussetzungen für ein Kind zu schaffen, das irgendwann einmal in mein Leben treten soll; also wird es, hoffe ich, schon okay sein. @:)


    So, nun zu meiner Geschichte (Ich weiß, sie ist sehr lang. Vielen vielen Dank für alle, die sich die Zeit nehmen, sie zu lesen!):


    Im Mai 2017 wollte ich unbedingt abnehmen. Ich fing an, Kalorien zu zählen und habe innerhalb von einem Monat vier Kilo abgenommen (im Dezember dann nochmal zwei, also insgesamt sechs Kilo). Ende Mai bekam ich dann das letzte Mal meine Periode vor einer langen Amenorrhoe. Meine Zyklen waren davor immer sehr regelmäßig, sofern man in meinem Fall überhaupt von "immer " sprechen kann, da ich bis Juni 2016 noch die Pille genommen und mein erster Post-Pill-Zyklus über 100 Tage gedauert hatte.


    Im September 2017 war ich bei meiner Frauenärztin und habe sie darauf angesprochen. Leider hat sie mir aber nur Mönchspfeffer verschrieben, ohne etwas zu untersuchen, welches ich auch ca. zwei Wochen eingenommen habe, bis ich nach einiger Recherche zu dem Entschluss gekommen bin, dass das Zeug, je nachdem, was für ein Problem ich habe, evtl. sogar eher kontraproduktiv sein kann und habe es wieder abgesetzt.


    Bei meiner Hausärztin habe ich mir dann eine Überweisung für den Endokrinologen geholt und dort im Januar 2018 einen Termin bekommen, bei dem mir Blut abgenommen wurde. Viel mehr wurde dort aber auch leider nicht gemacht. Ich hatte mir eigentlich ein richtiges Gespräch mit dem Arzt erhofft. Dass meine Laborergebnisse da waren, habe ich auch nur erfahren, weil ich im Februar dann nochmal dort angerufen und nachgefragt habe. Sie würden bei meiner Hausärztin liegen und ich könne sie dort abholen.


    Die Diagnose war jedenfalls hypothalamische Amenorrhoe. Was das eigentlich ist, habe ich ebenfalls nur durch Eigenrecherche herausgefunden, denn auch mit meiner Hausärztin hatte ich lediglich ein kurzes Gespräch, gefühlt zwischen Tür und Angel.


    Jedenfalls "denkt" der Körper, genauer gesagt der Hypothalamus, bei einer hypothalamischen Amenorrhoe ganz plump gesagt, dass eine Schwangerschaft gerade nicht tragbar wäre und stellt das Reproduktionssystem ein. Es erfolgt kein Eisprung und damit auch keine Periode mehr. Gründe dafür können Stress, ein permanentes Kaloriendefizit sowie zu viel Sport (Ja, man kann scheinbar tatsächlich zu viel Sport machen. Wusste ich vorher auch nicht. ;-)) sein. Meistens ist es eine Kombination aus allem, so wie bei mir wohl auch. Stresspotential bestand bei mir damals jede Menge bzw. besteht es eigentlich immer noch. Ich habe ein nettes Repertoire an Phobien und damit oft Angstzustände, letzten Sommer war ich darüber hinaus unitechnisch sehr gestresst und Gedanken wegen meiner Figur habe ich mir (trotz Normalgewicht, in dem ich übrigens auch nach meiner Abnehmaktion noch dicke

    drin war - es trifft also nicht nur Frauen, die untergewichtig sind) auch noch gemacht. Ich hatte anfangs auch sehr radikal Kalorien gezählt. In meiner schlimmsten Zeit nahm ich am Tag oft nur 1300 bis 1400 Kalorien (manchmal sogar noch weniger) zu mir, was mein Grundumsatz ist und auch, nachdem ich mit dem Kalorienzählen aufgehört hatte, aß ich retrospektiv betrachtet eigentlich immer noch zu wenig. Sport habe ich zwar nie wirklich exessiv gemacht, dafür aber sehr oft und mein Sportpensum immer akribisch in meine Wochenplanung einzubauen hat ja auch wieder zu mehr Stress geführt, weil ich wirklich total besorgt gewesen bin, wenn das mal nicht geklappt hat.


    Im deutschsprachigen Raum scheint diese Krankheit nicht besonders bekannt zu sein, dafür im englischsprachigen umso mehr. Besonders Bloggerinnen sprechen es vermehrt an (ist auch ein relativ verbreitetes Phänom in der Sportlerinnen-Community), weshalb ich da auch vermehrt recherchiert habe. Um eine hypothalamische Amenorrhoe zu bekämpfen, hat sich ein Leitspruch etabliert: "Eat more, relax more, repeat." Genauer gesagt soll man also quasi das, was einen überhaupt erst in diese Situation gebracht hat, ins genaue Gegenteil wenden, um da wieder rauszukommen. Eine Frau, die diese Krankheit erfolgreich besiegt hat, hat zusammen mit anderen Betroffenen auch ein Buch darüber geschrieben, in dem sie einen Recovery-Plan aufgestellt hat. Dieser beinhaltet zusammengefasst, extrem viel zu essen (die Rede ist von um die 3000 Kalorien pro Tag), sehr wenig bis gar keinen Sport mehr zu machen und den Stress aufs mögliche Minimum zu reduzieren. Diese Änderungen soll man mindestens so lange beibehalten, bis man drei Zyklen erfolgreich hinter sich hat. Eine Zunahme ist dabei natürlich gewollt. Viele Frauen, die laut BMI normalgewichtig sind, haben dem Buch nach nämlich trotzdem zu wenig Körperfett für ihren Körper. Die meisten Frauen würden ihre Periode ab einem BMI von 22 bis 23 wieder bekommen (manche sogar erst mit 25, was ja die Normalgewichts-Obergrenze laut BMI ist). Bevor ich abgenommen hatte, hatte ich auch einen BMI von um die 23, danach 20,8.


    Jedenfalls habe ich im Februar angefangen, diesen Plan zu verfolgen und bekam Mitte März nach knapp 10 Monaten tatsächlich wieder meine Periode und im darauffolgenden Zyklus auch wieder! Zwar hatte ich in diesen beiden Zyklen arg verkürzte Gelbkörperphasen (Ich beobachte meinen Zyklus mit NFP; daher weiß ich das.) aber immerhin. :-D


    Ich dachte also, es wäre alles wieder im Lot, doch leider habe ich mich zu früh gefreut, denn jetzt bin ich schon bei Zyklustag 35 und warte erneut vergeblich auf einen Eisprung. :-(


    Bei meiner ersten Periode nach der Amenorrhoe hatte ich drei Kilo zugenommen; inzwischen sind es fünf und ich will einfach nicht noch mehr zunehmen. Ich kann mich schon gar nicht mehr im Spiegel ansehen, ohne traurig zu werden. Letzten Sommer hatte ich wenigstens eine Figur, mit der ich mich wohl gefühlt hab; jetzt hab ich sowohl keinen Zyklus als auch keine schöne Figur. Ich könnte echt nur noch heulen. :°(


    Den Sport vermisse ich langsam auch riesig. Ich würde so gern mal wieder ne Runde laufen gehen aber das wäre ja auch wieder kontraproduktiv. Allerdings hab ich mich jetzt auch schon wieder drangemacht, die zwei Kilo abzunehmen, die ich seit meiner ersten Periode zugenommen hab, weil ich's einfach nicht mehr aushalte. Ich esse zwar ganz normal und lasse einfach nur leere Kalorien in Form von Süßkram weg (für die Bewegung mache ich mehrmals die Woche lange Spaziergänge); förderlich ist es wahrscheinlich trotzdem nicht aber ich habe sowieso langsam das Gefühl, dass das alles nichts bringt und bin grade einfach nur noch frustriert.


    Ich weiß, dass ich das in den Griff kriegen muss, wenn ich jemals auf natürliche Weise schwanger werden möchte, denn ohne Eisprung kein Baby und auch für meine Gesundheit ist es eigentlich unabdingbar, weil der Östrogenmangel, der bei einer permanenten Amenorrhoe entsteht, auf Dauer zu Osteoporose führen kann aber ich weiß langsam einfach nicht mehr, was ich tun soll. Ich habe wirklich schreckliche Angst davor, noch mehr zuzunehmen, weil ich mich so schon mega unwohl fühle und ich habe ja auch nicht mal die Garantie, dass es klappen würde, sollte ich mich dafür entscheiden.


    Vielleicht gibt es hier ja zufällig jemanden, der mit so was Erfahrung hat und mir noch irgendwelche Tipps geben kann? Ich würde mich darüber wirklich riesig freuen, weil ich sowieso das Gefühl habe, dass man mit Zyklusproblemen von Seiten der Ärzte völlig im Stich gelassen wird, wenn man nicht akut schwanger werden will. :-(


    So. ich habe jetzt noch was zu tun, weswegen ich nicht direkt antworten werde, falls demnächst jemand etwas dazu schreibt. Aber ich versuche mich dann so bald wie möglich zu melden. Danke nochmal an alle, die bis hierhin gelesen haben! @:)

  • 11 Antworten

    Hej du *:)


    ich denke das dir bei dem Thema kaum einer antwortet, weil dein Problem einfach zu speziell ist.


    Bei Leistungssportlerinnen ist ja dieser Effekt (ausbleibende Periode) den du da beschreibst nicht unbedingt ungewollt. Ganz im Gegenteil. Frauen die Leistungssport betreiben oder eine Essstörung haben, nehmen es ja auch oft in Kauf das die Periode ausbleibt.


    Mein BMI ist normal. Ich hatte aber auch schon einen BMI von unter 20 und da hatte ich auch keine Probleme mit meiner Periode.


    Ich hatte aber nach einer FG ähnliche Probleme. Keine oder eine nur sehr schwache Periode und fehlende Eisprünge ect. Bei mir war aber der Hormonhaushalt durcheinander. Östrogenmangel war wohl der Grund. Es hat etwa 1 Jahr gedauert bis er sich wieder erholt hat. Ob das am übermäßigen Stress lag das die Hormone nach meiner FG gesponnen haben, kann ich dir leider auch nicht sagen.


    Was du beschreibst kann aber auch nach langer Pilleneinnahme vorkommen.


    Ich kann dir, wenn du dir große Sorgen machst, nur raten am Ball zu bleiben und bei deiner Ärztin noch mal nachhaken.


    Und das mit deinem Gewicht musst du für dich selbst klar kriegen. An einem gesunden Körper der funktionieren soll, sind halt auch mal ein paar Röllchen.


    Ich habe auch keine tolle Figur mehr und einen furchtbaren Schwabbelbauch bekommen. Dafür schäme ich mich auch etwas aber ich bin schon 30 habe einen tollen Mann von daher ists mir auch wiederum egal.


    Darf ich mal fragen wie alt du bist?

    Hallo Sunni,


    schön, dass du dich gemeldet hast. :-)


    Ja, das Thema ist in der Tat sehr speziell; da hast du wohl recht. Ich muss auch zugeben, dass ich am Samstag sehr weit ausgeholt habe mit meinem Text. Ich hatte einfach auch irgendwie das Bedürfnis, mir das alles mal von der Seele zu schreiben und es hat auch irgendwie gut getan.


    Dass meine Probleme noch von der Pilleneinnahme herrühren, glaube ich eigentlich nicht. Immerhin nehme ich die ja jetzt schon bald zwei Jahre lang nicht mehr.

    Zitat

    An einem gesunden Körper der funktionieren soll, sind halt auch mal ein paar Röllchen.

    Dieser Satz hat irgendwie was in mir bewirkt, glaube ich. Ich weiß auch selbst, dass ich mich viel zu sehr von meinem Aussehen und einer Zahl auf der Waage abhängig mache. Diese will ich jetzt auch erstmal verbannen und in nächster Zeit einfach normal essen wie ich Lust hab. Ich brauche einfach mal eine Auszeit, in der ich ganz normal leben kann, ohne mich an irgendwelche Essregeln halten zu müssen - egal in welche Richtung diese gehen. Vielleicht bringt das ja auch schon was.

    Zitat

    habe einen tollen Mann von daher ists mir auch wiederum egal.

    Ich habe einen tollen Freund, der mich bei der ganzen Aktion bisher eigentlich mehr unterstützt hat als ich das selbst getan habe. Er hat auch immer geschaut, dass ich genug gegessen habe und so. Und ich verhalt mich auf der anderen Seite so dämlich. :-/

    Zitat

    Darf ich mal fragen wie alt du bist?

    Klar darfst du. :)z Ich bin 22.

    Na klar....ich bin schon 34. X-
    Aber den Druck immer gut auszusehen und schlank zu sein, kenne ich auch nur zu gut. Habe bis ich etwa 23 war auch an einer Art Essstörung gelitten. Fast nichts gegessen und kaum getrunken und dazu noch Abi-Stress.


    Man muss dazu sagen, das alle Frauen in meiner Familie recht kräftig sind. Ich hatte immer Angst auch so "fett" zu werden.


    Trotz Hungerkur habe ich es aber "nur" auf 48 kg geschafft bei einer Körpergröße von nur 1,58m. Heißt ich war nie extrem untergewichtig und mein Körperbau war auch bei 48kg noch so das ich immer einen etwas größeren Hintern hatte und kräftige Oberschenkel und so. Nur oben rum sah ich etwas mager aus. Mich hat mein Hintern und meine Beine so gestört. Ich habe nie verstanden warum ich an den Beinen nicht weiter abgenommen habe, obwohl ich fast nix gegessen und später auch noch viel Sport getrieben habe.


    Weil ich immer unzufrieden war, kamen dann auch Depressionen dazu.


    Zyklusprobleme hatte ich aber nie. Zum Glück...mein Körper hat mir da wenigstens die Stange gehalten.


    Aber ich musst mein Abi nochmal schreiben, weil ich im Unterricht teilweise so schlapp und müde war das ich nichts aufnehmen konnte und teilweise sogar eingeschlafen bin .


    Was mir geholfen hat war die Geburt meines Sohnes mit 25. Da habe ich 23 kg zugenommen. Und 8kg sind geblieben. Aber ich will für meinen Sohn fit sein und mein Leben genießen ohne den ständigen Dauerstress abzunehmen. Ich achte nun zwar auf mein Gewicht aber ich esse auch was ich will. Und auch mit dem Alter ist das dann irgendwann okay.


    Man ist mit sich selbst oft sooo kritisch und andere sehen das Problem gar nicht.


    Versuche einfach glücklich zu sein. Das Leben zu genießen...das ist viel wichtiger als Gewicht, Kalorien zählen, Sporteln und der ständige Druck was andere über einen Denken könnten. Klar man sollte auf sich achten aber im Rahmen.


    Und nie vergessen auch die Menschen, die in unseren Augen perfekt, schlank und toll scheinen, haben vielleicht ein Furunkel, hässliches Muttermahl oder oder oder an einer Stelle die wir besser nicht wissen wollen ;-D


    Also mach dir keinen Stress...dann erholt sich auch dein Körper wieder und dann klappt der Rest dann auch bald wieder :)_

    Hallo Sunni,


    entschuldige bitte, dass ich dir jetzt erst antworte! Ich hab momentan ziemlich viel um die Ohren und komme deswegen oft einfach ein paar Tage nicht dazu.


    Das ist ja witzig. Ich bin auch 1,58 m. Mein niedrigstes Gewicht lag bei 52 kg; drunter hab ich es nie geschafft (wollte ich aber auch eigentlich gar nicht) und auch bei mir ist es so, dass mein Hintern und meine Oberschenkel im Vergleich zu meinem Oberkörper relativ groß sind.


    Als Teenager habe ich knapp 70 kg gewogen, womit ich damals sehr sehr unzufrieden war. Ich habs dann irgendwann auf 52 kg runtergeschafft, bin nach meiner Pupertät im Laufe der Jahre aber wieder auf 59 kg gekommen. Und das hat mich letztes Jahr halt so gestört, dass ich unbedingt abnehmen wollte. Im Sommer war ich dann bei 54 und im Winter letztendlich wieder bei 52 kg. Momentan sind es immer so zwischen 55 und 57 kg und bei 55 würde ich eigentlich auch ganz gern bleiben, wenn ich ehrlich bin aber naja, mal sehen, was mein Körper so dazu sagt. ;-)


    Momentan verwirrt der mich nämlich eh. Ich hatte die letzten Tage eine leichte Blutung, die auf jeden fall mehr als nur eine Zwischenblutung gewesen ist aber für ne richtige Periode war's dann auch wieder zu wenig. Ob ich einen Eisprung hatte, kann ich auch nicht sagen. Ich konnte zwar zumindest die Temperatur nach den NFP-Regeln auswerten, allerdings sah das Ganze nicht gerade sonderlich überzeugend aus. Aber so oder so scheint mein Körper ja irgendwas zu machen und das gibt mir Hoffnung. :-D


    Das mit dem sich schlapp und müde fühlen, kenne ich selbst nur zu gut. Das hatte ich letzten Sommer auch oft, als ich so extrem wenig gegessen hab. Und trotz dieser eindeutigen Signale ignoriert man sein Hungergefühl weiter, nur um sich einem von der Gesellschaft konstruierten Schönheitsideal zu fügen. Dass das eigentlich total verrückt ist, weiß man ja auch sogar und trotzdem haben es sowohl du als auch ich gemacht und weiß der Geier wie viele Mädchen und Frauen machen es immer noch. Ist eigentlich echt traurig. :-(


    Es freut mich aber, dass du in deinem Sohn eine Motivation gefunden hast, das Ganze endlich entspannter anzugehen. Die suche ich auch noch. Allerdings will ich jetzt auch versuchen mir diesen

    Zitat

    Versuche einfach glücklich zu sein. Das Leben zu genießen...das ist viel wichtiger als Gewicht, Kalorien zählen, Sporteln und der ständige Druck was andere über einen Denken könnten. Klar man sollte auf sich achten aber im Rahmen.

    Rat von dir zu Herzen zu nehmen. Im Moment versuche ich nämlich genau das: Einfach das Leben genießen und mir nicht allzu viel Stress machen. Dann wird das mit meinem Zyklus sicher bald wieder. Ich sollte meinem Körper vertrauen, dass er am Ende schon das Richtige tun wird. Weil letztendlich will er ja nur das Beste für mich und gerade möchte er bestimmt einfach nur sichergehen, dass es mir wirklich gut geht, bevor er mir wieder die Möglichkeit gibt, mich zu reproduzieren. :)z ??Ist zwar alles andere als wissenschaftlich korrekt, den Körper so zu vermenschlichen aber mir hilft's irgendwie.?? ;-D


    Danke für deine lieben Worte jedenfalls! Ich glaube, das habe ich wirklich gebraucht. :)_

    Guten Morgen... *:)


    witzig dann bist du ja auch so zwergig wie meiner eins


    Wenn man so klein ist wie wir finde ichs eh schwierig sehr schlank auszusehen.


    Bei den großen fallen ein paar Kilos mehr einfach nicht so auf X-
    Aber da steht man einfach drüber. ]:D


    Versuch einfach du selbst zu sein. Und ich denke du bist auf nem guten Weg.


    Klar habe ich auch Momente wo ich denke oh ne geht grad gar nicht, wo ich an mir zweifle und mich überhaupt nicht mag.


    Aber wie gesagt auch die Menschen die super toll scheinen haben irgendwo ihren Makel. ;-D

    Hallo Sunni!*:)

    Danke nochmal für deine lieben Worte. Es hat wirklich gut getan, diese zu lesen.@:)

    Da ich momentan sehr gestresst bin wegen der Uni, komme ich leider jetzt erst dazu, dir zu antworten und jetzt versuche ich mich gerade erstmal mit dem neuen Forendesign zurechtzufinden.:)D

    Jedenfalls habe ich mich dazu entschieden, nochmal einen anderen Frauenarzt mit meinem Problem zu konsultieren. Meine Ärztin hat mir ja damals nur Mönchspfeffer verschrieben aber jetzt habe ich ja auch eine richtige Diagnose und sogar schon Heilungsansätze (Dass das, was ich im März gemacht habe, etwas gebracht hat, hat man ja an den beiden aufeinanderfolgenden Perioden mit wahrscheinlich vorausgehendem Eisprung gesehen.); einen Versuch ist's also denk ich wert.

    Kleiner Koi schrieb:

    Viele Frauen, die laut BMI normalgewichtig sind, haben dem Buch nach nämlich trotzdem zu wenig Körperfett für ihren Körper. Die meisten Frauen würden ihre Periode ab einem BMI von 22 bis 23 wieder bekommen (manche sogar erst mit 25, was ja die Normalgewichts-Obergrenze laut BMI ist).

    Das wären aber merkwürdige Ausnahme-Frauen, die erst ab einem BMI von 22/23 ihre Periode bekommen. ... Ich habe einen BMI von 17,x derzeit und einen Körperfettanteil zw. 14 -16 %, esse recht wenig derzeit mangels Appetit und bekomme meine Periode auch mit Sport dazu ganz normal (und ich meine damit nicht die Abbruchsblutung, die Frauen haben, die die Pille nehmen.) Neben mir kenne ich auch diverse sehr schlanke, sportliche Frauen, die mit ihrer Periode keine Probleme haben.


    Ich würde mich an deiner Stelle nicht darin verrennen, dass zu umbedingt einen BMI von 22 aufwärts haben müsstest und dein KfA zu niedrig wäre. Wie hoch ist dein KfA? ... Wenn würde ich eher auf die Zusammensetzung der täglichen Nahrung schauen, z. B. nicht zu wenig Fett essen, und dir weniger Stress machen und für mehr Entspannung sorgen, bspw. durch Sport, der dir Spaß macht.


    Ursachen wie die Schilddrüse, Mangel an Sexualhormonen bzw. ein Ungleichgewicht dabei wirst du sicher abgeklärt haben. Wenn nicht, würde ich mich darauf konzentrieren.

    Hallo BeQuiet,


    danke für deine Antwort! Und entschuldige bitte meine Verzögerung. Wie gesagt, momentan habe ich extrem viel um die Ohren.%:|

    Also, bei mir hat die Amenorrhoe auf jeden Fall (auch) etwas mit meiner Ernährung und meinem Gewicht zu tun, denn sie hat begonnen, nachdem ich nur kurze Zeit täglich meinen Grundumsatz zu mir genommen und abgenommen hatte und sie hatte ihre Unterbrechung, kurz nachdem ich wahrscheinlich jeden Tag einen guten Kalorienüberschuss und wieder zugenommen hatte.

    Inwieweit da jetzt wirklich mein BMI mit reinspielt, kann ich natürlich nicht sagen aber ich klammere mich in meiner Situation halt auch an jeden Strohhalm, den ich finden kann.

    Das mit dem BMI von 22-23 hat mich zunächst auch stutzig gemacht aber ich bin bei meinen vielen Recherchen auf mehr und mehr Frauen gestoßen, denen es genauso ging und die eben wirklich durch simple erhöhte Kalorienzufuhr und Gewichtszunahme teilweise nach Jahren ihre Periode wieder bekommen haben und von denen waren viele laut BMI von Anfang an normalgewichtig. Eine relativ bekannte Bloggerin aus dieser...ich nenn's jetzt einfach mal "Szene" (Urban Jane) hat sogar einen BMI von 24 gebraucht, um wieder gesund zu werden.

    Gut, da ist natürlich auch noch zu beachten, wieviel vom eigenen Körpergewicht denn überhaupt Fett und wieviel Muskelmasse ist, wie du ja auch schon angesprochen hast. Meinen Körperfettanteil kenne ich leider nicht aber da ich keinen Kraftsport betreibe (außer gelegentlich mal ein paar Übungen mit Kurzhanteln; das aber auch erst seit kurzem), gehe ich einfach mal davon aus, dass ein Großteil von meinem Gewicht schon Fett sein wird.

    Ich glaube aber auch, dass man für so eine hypothalamische Amenorrhoe schon anfällig sein muss, um sie zu kriegen, wenn man nicht grade magersüchtig ist oder ein extrem traumatisches Erlebnis hinter sich hat. Es gibt ja zum Beispiel auch Leute, die kaum in der Sonne liegen können, ohne direkt einen fiesen Sonnenbrand zu bekommen oder Leute, die sich sofort erkälten, wenn sie einmal nicht warm genug angezogen sind. Und so gibt es wohl auch Frauen, die einmal eine etwas radikale Diät machen und sich damit ihr komplettes Reproduktionssystem zerschießen (:=o), wohingegen andere Frauen so dünn sein und so viel Sport machen können wie sie wollen, ohne jegliche negative Folgen davon zu tragen. Ich hab ja auch nach dem Absetzen der Pille ewig und drei Tage auf meine Periode gewartet, während sich das bei einem Großteil der Frauen ja direkt wieder einpendelt.


    Darauf, dass ich genug gutes Fett und Kohlenhydrate bekomme und auch nie zu lange hungrig bin, achte ich gerade aber ich versuche jetzt auch erstmal nicht mehr, weiter zuzunehmen. Ich glaube nämlich tatsächlich, dass der viele Stress, den ich schon länger habe, auch eine sehr große Rolle in meiner Amenorrhoe spielt. Diese Diät war vielleicht nur der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen gebracht hat.

    Nur leider hab ich noch keine Patentlösung zur Stressbewältigung gefunden. Da ich auch so einige psychische Probleme (Phobien und Zwangsgedanken) mit mir herumschleppe, denke ich zurzeit stark an eine Psychotherapie nach. Wenn die Klausurphase für dieses Semester überstanden ist, will ich mal mit Yoga oder Meditation oder so was anfangen. Mitte Juli habe nochmal einen Termin beim Frauenarzt. Vielleicht weiß er ja Rat, was ich noch tun könnte.

    Meine Schilddrüse sowie meine Hormonwerte sind bereits durchgecheckt worden. Daher habe ich ja auch die Diagnose hypothalamische Amenorrhoe. In meinem Befund vom Endokrinologen steht sogar drin, dass meine Beschwerden keine endokrinologische Ursache hätten. Das Problem ist also tatsächlich nicht, dass mein Körper nicht kann, sondern das Problem ist, dass er nicht will.

    Hm ... ich könnte mir vorstellen, dass es deinem Körper helfen könnte wieder ein Gleichgewicht zu bekommmen, wenn du:

    • (nur) isst, wenn du Hunger hast oder Appetit, aber nicht, aus Angst, zu wenig zu essen
    • darauf achtest, nicht zu wenig Fett und Eiweiß zu essen (bei Fett sind es glaube ich 30 g als Untergrenze, die man nicht dauerhaft unterschreiten sollte täglich)
    • dein Körpergewicht erstmal stabil hälst und sowohl größere Zu- als auch Abnahmen vermeidest.
    • dir etwas zum Entspannen suchst als Ausgleich zum Unistress, wie du es auch schon planst

    Es muss übrigens nicht an deiner Ernährung und deinem Gewicht liegen, da die Periode auch durch psychischen Stress ausbleiben kann.


    Ich lese bei dir heraus, dass dein Körper sich gerade nach dem Absetzen der Pille wieder eingependelt hatte, dann hattest du erst Stress durch die Diät, danach dann Stress durch Zunehmen und deine Sorge um deine Periode und nun hast du Stress durch die Uni/Prüfungen. Es klingt vielleicht oberflächlich, aber ich würde mich auf die Uni konzentrieren und auf die schönen Seiten des Lebens und so essen, wie du Hunger hast. Ein wenig kannst du ja darauf achten, dass die Ernährung ausgewogen ist, z. B. beim Einkaufen. Das kann auch ruhig so ausfallen, dass du wieder etwas abnimmst, weil ich denke dass bei dir primär die Psyche & Stress eine Rolle spielen und nicht dein Gewicht. Wenn dir deine Figur gefällt, bietet das einen erheblichen Vorteil für deine Psyche und das Essen wird dann vielleicht auch nochmal entspannter.


    So wenig hast du ja auch nicht in deiner Diät gegessen mit 1300 - 1400 kcal und 6 kg Abnahme, noch dazu so verteilt auf 4 kg zunächst und Monate später nochmal 2 weitere kg. Das dürfte nicht die Ursache sein für das Ausbleiben deiner Periode denke ich. Leistungssport hast du auch nicht gemacht und du hast die ganze Zeit Normalgewicht gehabt, auch mit Abnahme.


    Deshalb würde ich primär bei deiner Ängstlichkeit (das stresst den Körper auch) und den generellen Umgang mit Stress ansetzen.


    Es ist aber nur eine Idee zu deinem Problem.

    Hallo kleiner Koi,


    ich habe eine ganz ähnliche Geschichte wie du durchlebt bzw. habe meine Tage immer noch (wieder) nicht und bin deswegen zur Zeit etwas hilflos und ratlos diesbezüglich. Wobei ich dazu sagen muss, dass die Frauenärztin bei mir zunächst erstmal PCOS diagnostiziert hat. Deshalb würde ich mich gerne mit dir austauschen. Hat sich bei dir mittlerweile wieder alles eingependelt? Könntest du mir den Titel von dem Buch sagen, in dem ein Plan vorgestellt wird, was man in so einem Fall von hypothalamischer Amenorhoe machen soll und warum hast du den Mönchspfeffer abgesetzt? Ich nehme ihn jetzt schon seit einem Jahr und zwischenzeitlich hat er mir auch geholfen. Nur als ich wieder ziemlich abgenommen habe, dazu noch Stress und mehr Sport hat auch der Mönchspfeffer nicht mehr geholfen. Vielen Dank schonmal für deine Info!