• Irgendwann mal Kinder?

    Hallo ihr Lieben. Ich schreibe unter einem Alias, weil mein Name bekannt ist und ich nicht möchte, dass man(n) raus findet dass ich hier diese Frage stelle, bzw meine Gedanken nieder schreibe zum Thema Kinder... Das ist nämlich irgendwie sehr schwierig, und ich möchte erst einmal für mich selbst mehr Klarheit bekommen was ich eigentlich will und vor…
  • 27 Antworten
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    finde ich Kinder vielleicht garnicht mehr sooooo grausam wie es vor nicht allzu langer Zeit war.

    Du schreibst immer noch lediglich dass du Kinderhaben jetzt vielleicht doch nicht mehr so negativ siehst. Abgesehen davon dass ich deine Selbstüberzeugungsversuche bisher nicht sehr durchschlagend finde, ist "weniger Gründe gegen Kinder" für mich von einem Kinderwunsch noch SEHR weit entfernt.

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    Und wenn sie will (und ihr Partner auch) dann ist das auch ausreichend für's schwanger werden.

    Davon dass sie Kinder will habe ich hier bisher nichts gelesen. Sie hat bisher nur halbherzig versucht, einige wenige der Gründe auszuräumen, die aus ihrer Sicht gegen Kinder sprechen.

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    Andere werden schließlich sogar ungeplant schwanger,

    Na und? Man muss sich Schlamperei oder Pech bei der Verhütung ja nicht zum Vorbild nehmen, wenn man eine selbstbestimmte Entscheidung treffen kann.

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    Den entwickeln mache nie und trotzdem sind bzw. wären sie als Eltern gut geeignet.

    Das meinte ich mit "Experiment". Solange sie sich entscheiden kann ob sie Kinder will oder nicht und diese Entscheidung noch nicht getroffen hat, braucht sie ja nicht mutwillig zu testen ob sie als Mutter geeignet wäre.

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    Wobei "Experiment" für mich ein sehr positiv konnotierter Begriff ist. :)z

    Für mich ist das per se gar nicht positiv oder negativ besetzt, es kommt ganz auf die Umstände an. Erst mal ein Kind zu kriegen um dann zu schauen ob man Lust drauf hat finde ich zB dumm, also negativ.

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    Falls ich mal Kinder bekomme, würde ich das auch als Experiment sehen und sicher nicht als die Erfüllung eines Lebenstraumes.

    So wie ich dich einschätze, triffst du in Dingen, in denen das wichtig und möglich ist, eine verantwortungsvolle Entscheidung. Und als Mutter könnte ich mir dich durchaus gut vorstellen.

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    Kinder schreien in der Regel nur im Babyalter- wenn sie hungrig sind, wenn sie Windelwechsel brauchen, wenn sie sich unwohl fühlen oder wenn sie Aufmerksamkeit benötigen bzw. sich langweilen

    Ich kenne etliche Eltern, die "Schreikinder" hatten, ohne bei der Erziehung offensichtliche Fehler gemacht zu haben. Ich würde nur ein Kind zur Welt bringen wollen, wenn ich auch damit klarkäme dass es zB ein Schreikind, behindert o.Ä. ist. Darauf dass nach der Geburt alles FriedeFreudeEierkuchen ist, würde ich mich jedenfalls nicht verlassen.

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    Genaugenommen braucht man seine Kinder nur wie gute Freunde und kleine Menschen behandeln

    So mach ich das jedenfalls als Nicht-Mutter mit den Kindern meiner Freunde, und dafür ist das wirklich ein gutes Konzept. Ob sich das auch für Eltern eignet kann ich mangels eigener Erfahrung nicht beurteilen.

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    Ich kenne etliche Eltern, die "Schreikinder" hatten,

    Eines unserer Kinder war ein Schreikind, das kenne ich. Wesentliche Maßnahme: Meine Frau stillte häufiger und länger (bis zum 2. Lebensjahr)- das milderte das Schreien nicht unerheblich. Dafür übernahm ich dann fast alle anderen Arbeiten im Haushalt, sonst wäre das eine Überforderung für meine Frau geworden.


    Und ja, unser Schreikind entwickelte sich bis heute ganz prächtig- sie ist aber schon sehr speziell in ihren Haltungen und Ansichten (aber auch recht klug).


    Wenn man als Partner in der Beziehung sich nicht aufeinander verlassen kann und kein richtiges Team ist, würde ich empfehlen, das Kinderkriegen eher zu unterlassen.

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    Kinder schreien in der Regel nur im Babyalter- wenn sie hungrig sind, wenn sie Windelwechsel brauchen, wenn sie sich unwohl fühlen oder wenn sie Aufmerksamkeit benötigen bzw. sich langweilen

    Hahaha, du sprichst hier von deiner Erfahrung mit deinen Kindern.


    Ich bin 12fache Tante und manchmal fallen mir fast die Ohren ab.


    Und: meine recht temperamentvolle Schwester hat 4 relativ pflegeleichte Kinder, während die andere Schwester eine Engelsgeduld hat und die zwei Jungs einfach nur "Fratzen" sind. Da kann man nicht spielen, es geht ums Töten von Tieren (Insekten) oder sich gegenseitig mit Stöcken verprügeln oder das Zerstören von Irgendwas... und jede Konversation wird in einem weinerlichen Heulton vorgebracht.


    Sicher sind manche Faktoren erziehungsbedingt, aber die überwiegende Mehrheit nicht. Ich habe 5 Geschwister, alle von den gleichen Eltern aufgezogen. Und wir sind so verschieden wie Tag und Nacht (natürlich gibt es auch Ähnlichkeiten, aber deutlich mehr Unterschiede), auch mit ganz unterschiedlichen Biographien.

    mhh, ich selbst bin auch deutlich mehr als 10-facher Onkel ...

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    während die andere Schwester eine Engelsgeduld hat und die zwei Jungs einfach nur "Fratzen" sind

    Das hängt eng miteinander zusammen.

    Zitat

    Da kann man nicht spielen, es geht ums Töten von Tieren (Insekten) oder sich gegenseitig mit Stöcken verprügeln oder das Zerstören von Irgendwas... und jede Konversation wird in einem weinerlichen Heulton vorgebracht.

    Diese Schwester wäre gut beraten, ihre Engelsgeduld mal abzulegen und da deutliche Worte zu finden und deutliche Auseinandersetzung mit ihren Kindern zu führen- vermutlich ist da jetzt schon Vieles versäumt worden.


    Die andere Schwester geht in ihrer Erziehung offenbar anders vor (da ist ihr Temperament vermutlich hilfreich)

    Zitat

    Und wir sind so verschieden wie Tag und Nacht

    Das ist bei meinen Geschwistern nicht wesentlich anders- dennoch haben wir auch markante, erziehungsbedingte Gemeinsamkeiten bzw. Ähnlichkeiten. Zudem muss auf jedes Kind spezifisch eingegangen werden. Alle Kinder mit der gleichen Methoden zu erziehen ist nicht unbedingt die klügste Version. Ich halte nur gleiche Ziele für wichtig- die Methoden müssen an das jeweilige Kind angepasst sein.

    Ich finde es für die TE nicht ratsam, nach guten oder schlechten Beispielen fremder Kinder zu suchen. Letztendlich ist das alles völlig irrelevant.


    Es zählt nur das, was man letztendlich beim eigenen Kind entscheidet.


    Ich bin der Meinung, dass sich viele mit diesem "schauen bei Anderen" viel zu oft selbst blockieren.


    Ist das eigene Kind erstmal da, fällt man viele Bauchentscheidungen, die man vorher nicht für möglich gehalten hätte.


    Noch so eine Blockade ist oftmals auch die eigene Kindheit.


    Der eine hat mehr der Andere weniger schlechte Erfahrungen gemacht.


    Meine Blockade bestand lange aus schlechten Erfahrungen mit anderen Kindern, hauptsächlich aus der Schulzeit... dadurch hatte ich lange eine starke Distanz zu Kindern aufgebaut.


    Ist man in der Lage, sich mit der Blockade auseinanderzusetzen und die Distanz abzubauen, kann man sich aufs Kind und nochmal Kindsein besser einlassen und sich somit der Kinderwelt nochmal neu öffnen.


    Eine wunderbare Erfahrung :)^

    Mein Mann und ich sind seit nun 5 Jahren zusammen, seit Mai 2015 als Ehepaar.


    Das wir Kinder wollen stand recht schnell fest, auch der Zeitpunkt. In etwa.


    Da mein Mann 8 Jahre älter ist - wird 33 - ich 25, möchten so in 2 Jahren das erste und wohl nicht letzte Kind.


    Wenn alles gut läuft

    Liebe TE,


    niemand wird dir sagen können, wie es mit Kind wird. Du merkst, daß sich deine Einstellung ändert - gib dir selbst noch etwas Zeit, um eine Entscheidung zu treffen. Denn es ist durchaus eine Entscheidung von einiger Tragweite und es ist zwar einerseits ein Segen, daß wir sie heutzutage bewußt treffen können, aber manchmal auch eine Belastung.


    Was ganz klar ist: Ein Kind krempelt dein Leben am Anfang komplett um. Das erste Jahr mit Baby läuft nach der Uhr des Babys, nach seinen Bedürfnissen und Launen. Dabei sind lange nicht alle Babys gleich, manche können überall schlafen, freuen sich über viele Menschen um sich rum usw., andere sind sensibler und schränken die Eltern dadurch mehr ein. Eine Umstellung ist es auf alle Fälle. Mit zunehmendem Alter nehmen dann auch die Freiheiten der Eltern langsam wieder zu.


    Zum Thema fremde Kinder: Ich mochte Kinder grundsätzlich schon immer - trotzdem gehen sie mir natürlich auch mal auf die Nerven. Dabei finde ich - abgesehen von echten Krisen im Hause Mööp - fremde Kinder meist deutlich anstrengender. Ich kann sie schlechter einschätzen, weiß z.B. nicht, wie das fremde Kind reagiert, wenn ich seine langatmige Erzählung unterbreche oder es ermahne, wenn es grade Mist baut. Bei meinen eigenen kann ich meist ziemlich genau vorhersagen, was als Reaktion kommt. Die eigenen bekommt als als winzige Babys, die so gut wie nix selber können und dann beobachtet man Tag für Tag, wie sich langsam eine Persönlichkeit bildet - ich denke, das macht den Unterschied aus.


    Trotzdem würde ich niemandem einfach raten "krieg ein Kind, ist toll", denn das ist es eben nicht für jeden. Sieh doch deine ganzen schwangeren und frisch verelterten Freunde als Chance, zu beobachten, wie es bei denen läuft und ob und wie sie sich verändern und vielleicht stellt sich irgendwann die Erkenntnis ein, was du für dein Leben willst.


    Alles Gute @:) @:)

    Zitat

    Sieh doch deine ganzen schwangeren und frisch verelterten Freunde als Chance, zu beobachten, wie es bei denen läuft und ob und wie sie sich verändern und vielleicht stellt sich irgendwann die Erkenntnis ein, was du für dein Leben willst.

    :)z


    ("vereltert" find ich übrigens super ";-D")


    Alias, ich passe nicht ganz in Deine Fragestellung, fühlte mich von Deinem Beitrag aber dennoch angesprochen. Vielleicht findest Du ja was interessantes in meinen Gedanken dazu:


    Ich war mir immer schon sehr sicher, niemals Kinder haben zu wollen. Weil [hier alle Gründe aufzählen, die gegen Kinder sprechen]. Schwanger zu werden/ein Kind zu haben war so ziemlich das schrecklichste, was ich mir vorstellen konnte. Jetzt bin ich bald 30 und in meinen durchschnittlich etwas älteren Bekanntenkreis ging das vor ein paar Jahren mit der Verelterung los. Kinder, die unbekannten (und ungeliebten) Wesen, mit einem Mal waren sie (gefühlt ;-)) überall. Meine Vorstellungen und Vorurteile wurden bestätigt - gleichzeitig bekam das Thema durch den näheren Kontakt aber auch andere Aspekte. Schönere, spannendere. Schwangerschaft, Geburt, Stillen, Babypflege, Kleinkindalter, das alles habe ich einerseits genauso erlebt, wie ich es mir vorgestellt habe (anstrengend, laut, einschränkend und irgendwie insgesamt sehr klebrig), andererseits habe ich auch mehr von der Freude mitbekommen, vom Staunen, von der Innigkeit, Liebe, dem anrührenden Gefühl, ein Baby im Arm zu halten ... Moment, WAS? Joa, da war ich erst einmal sehr verunsichert.


    Meine Argumente gegen Kinder standen nicht mehr auf dem betonharten Grund wie früher. Nicht, weil sie nicht weiterhin zutreffend wären, sondern einfach, weil ich jetzt mehr mit dem Thema Kinder verband. Auch schönes, auch wünschenswertes, auch für mich. Hieß das nun, dass ich Kinder haben wollte? Dass ich meine Lebensplanung umwerfen, irgendeine Entscheidung treffen musste? Ganz schön stressig. Aber letztendlich hat sich eine Position, die sich für mich richtig anfühlt, herausgeschält - durch ab und zu gedankliche Beschäftigung mit dem Thema und ansonsten die Mühlen des Unterbewussten mahlen lassen. Wie Mööp Mööp schreibt, es hat sich durch den Kontakt eine Erkenntnis eingestellt. Ich möchte immer noch keine Kinder. Weil ich keine Kinder möchte. Ich brauche mir dafür keine Gründe zu überlegen, weder, um es vor mir selbst zu rechtfertigen, noch vor irgendwem anders. Ich "darf" Aspekte des Kinderhabens schön finden, es überfallen mich dadurch keine verdrängten Wünsche oder Gefühle, es straft mein grundsätzliches Gefühl dazu nicht Lügen, ich muss deshalb nichts umwerfen oder anders machen. Das hat sich anfangs ein bisschen angefühlt, wie frei zu laufen, wo man vorher ein verlässliches Geländer an der Hand hatte, aber inzwischen fühle ich mich sicher damit. Sicher genug, so sicher, wie man im Leben eben sein kann. ;-)


    Vielleicht kannst Du damit ja was anfangen. *:)

    @ CoteSauvage

    Zitat

    In deinem Beitrag nennst du keinen einzigen Grund, warum du (jetzt) Kinder haben solltest.

    Das ist ja auch nicht nötig, es geht schließlich nicht um ein neues Auto oder sowas. Genauso wie man keine triftigen Gründe nennen muss warum man keine Kinder möchte, braucht man auch keinen Grund für einen Kinderwunsch. Es ist einfach ein Gefühl.

    @ TE

    Warum nicht einfach mal weiter beobachten wie sich deine Gefühle entwickeln. Vielleicht ist es wirklich der Anfang von einem Kinderwunsch, vielleicht vergeht es auch wieder.


    Und ja, es macht einen riesigen Unterschied ob man mit fremden Kindern umgeht oder den eigenen. Bei fremden Kindern weiß man meist nicht wie man sich ihnen gegenüber verhalten soll, man kennt sie nicht wirklich gut. Selbst Kindern von engen Freunden oder Verwandten sieht man heutzutage ja nicht mehr so oft, dass sie einem sehr vertraut werden. Beim eigenen Kind ist das anders. Meins ist zwar erst seit 2 Wochen da, aber das weiß ich schon. :-)

    Ja, bei vielen (und nicht nur Frauen!!! wie es meist angenommen wird) ist die 30 Jahre-Grenze eine magische Grenze. Da fängt man (im Normal Fall :-D) doch erwachsen zu werden und über Dinge nachzudenken, die einem völlig fremd waren. Kinder - ja/nein, Eigentum - ja/nein usw. Das nennt man "persönliche Entwicklung " und das ist gut so. Bei mir war es auch ähnlich. Bis 30 J. konnte ich mir keine Kinder vorstellen, aber überhaupt nicht! Iihh...Bäh...nervig... ich und Kinder kriegen?! Niemals!!!


    Und auf einmal war der Wunsch da. Bei mir war er allerdings plötzlich, nicht so schleichend wie es bei Dir aussieht. Der Kinderwunsch war da. Ich wollte unbedingt Kinder! Ein Baby! Jetzt! Sofort! :-)

    Zitat
    Zitat

    In deinem Beitrag nennst du keinen einzigen Grund, warum du (jetzt) Kinder haben solltest.

    Das ist ja auch nicht nötig, es geht schließlich nicht um ein neues Auto oder sowas. Genauso wie man keine triftigen Gründe nennen muss warum man keine Kinder möchte, braucht man auch keinen Grund für einen Kinderwunsch. Es ist einfach ein Gefühl.

    Man muss natürlich gar nichts, aber die TE möchte sich zu dem Thema ja austauschen. Und du hast da jetzt leider nur einen Teil meiner Aussagen herausgegegriffen. Die TE


    * nennt keinen einzigen Grund warum sie (jetzt) Kinder haben sollte


    * hat nicht das Gefühl (auch ein Grund, manchmal vielleicht der einzige!) dass sie gerne Kinder hätte / Kinder zu haben sich stimmig anfühlen würde/ u.ä.


    * schreibt nur dass sie gewisse Aspekte in Bezug auf Kinderhaben jetzt nicht mehr ganz so schlimm finden würde wie früher.


    Da ist sie von etwas was man als Kinderwunsch bezeichnen könnte, noch meilenweit entfernt. Aber das

    Zitat

    Warum nicht einfach mal weiter beobachten wie sich deine Gefühle entwickeln.

    finde auch ich einen guten Vorschlag.

    Huhu ich bin es noch mal. Sorry wenn ich länger nicht schreibe. Ich versuche es öfter hin zu bekommen.


    Also ja ich möchte mich über das Thema austauschen und ich kann jede Meinung verstehen auch von dir cotesauvage ;-) und ich bin sicher noch nicht so weit zu sagen dass ich Kinder in die Welt setzen wollen würde. Ich finde diese Entwicklung einfach nur neu. Vor allem vergeht sie nicht. Manchmal hat man ja so ne Phase und dann irgendwann ist alles wieder wie vorher. Das ist jetzt aber nicht. Und so kenne ich es nicht.


    Ich glaube irgendwann wäre eine Familie ganz schön... mal sehen. Vielleicht hängt das auch damit zusammen dass ich einen Partner gefunden habe bei dem ich mich wirklich geliebt und geborgen fühle. Und natürlich das Alter.


    Vor allem finde ich auch andere Geschichten dazu spannend. Dass man liest dass man damit tatsächlich nicht alleine ist.