Kinder: Pro und Contra

    Natürlich macht man beim Kinderwunsch keine Pro und Contra Liste und entscheidet dann ;-)


    Ich möchte Kinder! Aber ich habe mich neulich mal gefragt, warum eigentlich... und meine Pro's sind eigentlich alle relativ egoistisch gedacht. Bzw. ist ein Kinderwunsch nicht immer egoistisch gedacht? Das entstehende Kind kann man ja schlecht nach seiner Meinung fragen...

    Mein größtes Pro Argument ist (vielleicht ist es ja auch ganz legitim - mir selbst kam es beim längeren Überlegen komisch und eben egoistisch vor): ich möchte meine Familie. Ein Gemeinsam sein. Auch im Alter. Zusammenhalt. (Vielleicht will sowas das Kind ja später auch gar nicht?!)

    Dem Gegenüber stehen eigentlich deutlich mehr Contras:

    * kostet sau viel

    * macht ne Menge Arbeit
    * bereitet einem bestimmt irgendwann im Laufe des Lebens viel Sorge...!?

    * die Welt in die man es bringt ist nicht gerade gut (Politische, humanitäre und klimatische Probleme)

    * schränkt einen in seiner Freiheit (zB zu reisen, spontan zu sein) sttark ein

    Bei mir überwiegt trotzdem das eine Pro (und natürlich gibt es noch ein paar weitere Pros).

    Was sind eure persönlichen Pros und Contras? Wie seht ihr mein Pro? Kommt es euch auch so egoistisch vor wie mir?

  • 316 Antworten

    Ich mag Kinder generell überhaupt nicht und:

    Sich fortzupflanzen ist nicht egoistisch. Eigentlich sind wir Menschen dazu ja da. Trotzdem nein Danke.

    Deiner Kontra Liste ist nichts hinzuzufügen.


    Pro:

    - Kinder bereichern das Leben ungemein mit ihrer ehrlichen, direkten Art

    - ohne Kinder ist eine Familie nicht vollständig ( für mein Empfinden)

    - Kinder zeigen Dir, dass es viele Wege ans Ziel gibt, nicht nur einen

    - man lernt unheimlich viele Menschen kennen, wenn man Kinder hat, die das Leben bereichern

    Ich sehe das auch nicht aus "egoistischer" Sicht, denn die Natur hat es nunmal so eingerichtet, dass wir Menschen das Bedürfnis nach Fortpflanzung haben.


    Als Mutter von (bald) zwei Kindern habe ich eher im Nachhinein ein für mich großes Pro entdeckt: Die Form der Bindung zum eigenen Kind. Diese Form der Liebe und Bindung kann es, meiner persönlichen Meinung nach, nur zum eigenen Kind geben, denn es ist eine andere Bindung als die zum Partner, zu den Eltern, engen Familienmitgliedern etc. Und ich bin trotz aller Anstrengungen (ja, Kinder sind verdammt anstrengend) froh, dass ich DAS im Leben nicht verpasst habe. Dass ich das Glück habe und hatte diese Erfahrung machen zu dürfen. Ich finde ein Kind ist immer wieder ein Wunder, alleine wieviele Zellen tagtäglich im Körper an dem kleinen Wesen arbeiten, damit es ein Mensch wird, finde ich erstaunlich.

    Ich wollte immer ein Kind, weil es irgendwie "dazu gehört". Ich hatte nie den extremen Kinderwunsch und ich fing auch nie an, übertrieben auszurasten, wenn ich ein kleines Baby gesehen habe, wie es vielleicht andere Frauen tun.


    Ich hatte auch die gleichen Bedenken wie du: eigenes Leben aufgeben, Kosten, auf vieles verzichten, der ganze Stress/Sorgen etc.

    Aber man wächst in das Leben mit Kind rein, du wächst an deinen Aufgaben und du machst es einfach, auch weil du oft keine andere Wahl hast.

    Aber du machst es auch gerne. Früher dachte ich: oh man, da bleibt bestimmt kein Geld mehr für Kleidung, Hobbys etc.

    Aber nun gebe ich das Geld am liebsten für mein Kind aus. Als wäre mein Kind mein neues Hobby. Was ja irgendwo auch so ist.

    Vieles andere muss man situationsabhängig machen. Vielleicht bekommst du auch ein total gechilltes Baby und du kannst dir plötzlich eine Weltreise vorstellen- mit Kind.

    Und wenn nicht, dann kann man ja trotzdem reisen, nur eben anders! Was ja nicht unbedingt schlechter ist.

    Nicht alles was mit Kind anders ist, ist negativ.

    Was ich etwas unterschätzt habe sind die Sorgen/Ängste, die man sich macht. Nicht nur um dein Kind, auch um dich: was ist, wenn MIR etwas zustößt? Irgendwo muss man auch immer funktionieren als Mama.

    Oder auch wenn man in die Zukunft blickt, was alles auf einen zukommt: Kindergarten, Schule, Freunde, Pubertät usw. Aber sehr hilfreich ist es, sich erst Gedanken darüber zu machen, wenn es soweit ist!


    Du entwickelst einfach Gefühle, die du vorher nicht kanntest. Für dein Kind. Und dann bist du bereit, einiges zu ändern.

    Wichtig ist ein Mann (oder Familie), der dich unterstützt, so dass du dich nicht komplett aufgeben musst und der dir Arbeit abnimmt, wenn es wirklich anstrengend wird (und das wird es)!

    Aber dein Kind gibt dir viel zurück und das ist einfach unbezahlbar!

    Ich mag Kinder, wenn sie keine ganz kleinen Babys mehr sind. Also nicht alle, aber die meisten. Und ich mag die Vorstellungen einen oder mehrere kleine Menschen heranwachsen zu sehen, die halb ich und halb mein Partner sind. Mit ihnen die Welt zu entdecken, zu staunen und sie kennenzulernen. Ist natürlich total egoistisch, aber für die Welt oder für's Rentensystem alleine pflanzt man sich ja nicht fort.


    Dass es stressig und nervenaufreibend und eine echte Belastungsprobe sein kann Kinder großzuziehen, das glaube ich gerne. Schreckt mich persönlich wenig ab. Das Finanzielle auch nicht. Klar kosten Kinder Geld, aber was soll ich sonst damit? Es einem Tierschutzverein spenden oder mit ins Grab nehmen?

    Zitat

    Mein größtes Pro Argument ist (vielleicht ist es ja auch ganz legitim - mir selbst kam es beim längeren Überlegen komisch und eben egoistisch vor): ich möchte meine Familie. Ein Gemeinsam sein. Auch im Alter. Zusammenhalt. (Vielleicht will sowas das Kind ja später auch gar nicht?!)

    Ich denke wenn man aus diesem Grund eine Familie möchte und diese dann auch so lebt, ist das alles andere als egoistisch.
    Wenn man weiter denkt bekommt man ja durch seine Kinder auch Kontakt zu anderen Kindern und Eltern, mit denen man ein paar Wege zusammen geht - gute Ratschläge, Ideen parat hat oder bekommen kann. Also, ja, durchaus bereichernd für alle Seiten.


    Und ich denke, wenn das eigene Kind in einer familiären Familie aufwächst und den 'Spirit' mitnimmt, ist man auch nach vielen Jahren noch so familiär. So lange man nicht den Gedanken oder Anspruch, hat irgendwann 'rundum zurückversorgt' zu werden, ist dann alles tutti.


    Egoistisch fände ich es nur wenn man ein Kind in die Welt setzt, um ein Kind in die Welt zu setzen. Ungeachtet davon ob man es 'gesund' aufwachsen lassen kann oder nicht. Ich umschiffe bewusst den Satz 'dem Kind etwas bieten können', weil der meiner Ansicht nach sehr willkürlich ist.


    Mein Sohn ist das Beste, was mir im Leben passiert ist. Bevor ich ein Kind hatte, waren mir Kinder auch reichlich egal und als meine Frau eins wollte, habe ich „halt mitgespielt“, immer mit dem Hintergedanken, das klappt eh nicht ....

    Was soll ich sagen: Ein Kind relativiert alles im Leben. Job, Hobby, alles ordnet man seinem Kind unter. Ich habe tatsächlich das Gefühl, es Nachhaltiges und Sinnvolles geleistet zu haben. Auch dieses Gefühl, man geht irgendwann von dieser Welt und hat seinen biologischen Zweck erfüllt ...

    Ich kann nur jedem raten, bei dem es passt, schafft Euch Kinder an. Es gibt nichts besseres.

    Ich bin Mutter.

    Kinder sind anstrengend, kosten Geld, Nerven........

    Aber ohne wäre mein Leben leer und langweilig.

    Kinder bringen auch viel Freude ;-) und sind klein einfach süss, später werden Kids halt immer selbständiger, was ja gut ist.

    Meine Tochter ist 20 Jahre und bei einem Treffen im famliliären Kreis hat sie sich mal als "Weiterentwicklung" bezeichnet........und das stimmt! ;-)

    MonCheri1985 schrieb:

    Du entwickelst einfach Gefühle, die du vorher nicht kanntest.

    Absolut! Die Liebe zu seinem Kind ist rein, unverfälscht, unbedingt und tief, so empfindet man für keinen Partner/keine Partnerin.

    Ich bin noch nicht Mutter und ich hätte gerne Kinder. Aber weder war mein Leben bislang langweilig und leer - und wenn es, warum auch immer, kinderlos bleiben sollte, wird es bestimmt dennoch nicht langweilig und leer.

    Graógramán schrieb:

    Ich bin noch nicht Mutter und ich hätte gerne Kinder. Aber weder war mein Leben bislang langweilig und leer - und wenn es, warum auch immer, kinderlos bleiben sollte, wird es bestimmt dennoch nicht langweilig und leer.

    Ich mag dieses Argument überhaupt nicht das ein Leben ohne Kinder leer und langweilig ist...

    Es gibt doch 1 million Dinge die man tun kann wenn man keine Kinder hat

    Die können extrem bereichernd sein. Der Horizont hört nicht am tellerand und nach der reproduktion auf.

    Die Welt ist so vielfältig.

    Ich sehe es ja so das der Mensch sich grundsätzlich fortpflanzen sollte, allersings sjnd wir nun wirklich weit weg um auf der roten Liste der gefärdeten Arten zu landen....