Kinderwunsch 40+

    Hallo liebes Forum,

    gibt es hier unter euch Ladys über 40 Jahre, die (erst) jetzt für ein Kind bereit sind?

    Würde mich freuen, von euch zu lesen.

  • 22 Antworten

    Man tut dem Kind damit keinen Gefallen. Es gibt bei Adoptionen nicht umsonst eine Altersbeschränkung für die Eltern. Meine Eltern waren schon älter als sie mich adoptiert haben (36, 38) und jetzt bin ich gerade erwachsen und sie gehen schon in Rente (sei ihnen ja gegönnt) aber ich mache mir Sorgen wie es wird wenn sie sich nicht mehr um sich selber kümmern können, denn ich will eigentlich wegziehen. Natürlich kann sowas auch viel früher durch einen Pflegefall passieren, aber wenn man in dem Alter Kinder bekommt fordert man das ja schon heraus und bei 40+ ist es ja noch krasser als bei mir. Mal die Doku über alte Eltern bei SpiegelTV gesehen (ich meine dort sieht man wie es sehr gut klappen kann und wie es eben überhaupt nicht klappt)?


    In dem Alter Kinder in die Welt zu setzen ist noch egoistischer als es sowieso schon ist.


    Warum fällt einem sowas nicht früher ein?

    Zitat

    Warum fällt einem sowas nicht früher ein?

    Weil man vielleicht erst dann den richtigen Partner kennengelernt hat?


    Was mischt du dich hier überhaupt off topic ein? Jedem ist es selbst überlassen, ob und wann er Kinder bekommt.

    Weil man vielleicht nicht den richtigen Partner hat oder den Wunsch noch nicht hatte oder oder oder.. völlig egal. Lieber „ältere“ Eltern als junge Eltern, die das Kind nicht wollen, schlagen oder sonst was. Meine Eltern waren eher jung.. naja meine Mutter und stell dir vor: ich mach mir auch so meine Gedanken.. das kommt immer, weil es nunmal unsere Eltern sind.

    jrk schrieb:

    Man tut dem Kind damit keinen Gefallen. Es gibt bei Adoptionen nicht umsonst eine Altersbeschränkung für die Eltern. Meine Eltern waren schon älter als sie mich adoptiert haben (36, 38) und jetzt bin ich gerade erwachsen und sie gehen schon in Rente (sei ihnen ja gegönnt) aber ich mache mir Sorgen wie es wird wenn sie sich nicht mehr um sich selber kümmern können, denn ich will eigentlich wegziehen. Natürlich kann sowas auch viel früher durch einen Pflegefall passieren, aber wenn man in dem Alter Kinder bekommt fordert man das ja schon heraus und bei 40+ ist es ja noch krasser als bei mir. Mal die Doku über alte Eltern bei SpiegelTV gesehen (ich meine dort sieht man wie es sehr gut klappen kann und wie es eben überhaupt nicht klappt)?


    In dem Alter Kinder in die Welt zu setzen ist noch egoistischer als es sowieso schon ist.


    Warum fällt einem sowas nicht früher ein?

    Ich habe das Thema nicht zur Diskussion gestellt, deshalb macht dein Kommentar keinen Sinn, weshalb ich deine Frage nicht beantworten möchte.

    Danke trotzdem.

    Vielleicht, weil der richtige Partner fehlt oder oder oder?


    Als ersten Beitrag hier so reinzugrätschen mit Egoismus etc: Wenig einfühlsam...


    - - - - -


    Ja gehörte mal zu der Gruppe. Ich bin mit meinem Partner erst mit 40 zusammengekommen. Vorher: Abi nachgemacht, Studium inkl. Studiengangswechsel, verpflichtende mehrjährige Weiterbildung (unbezahltes Arbeiten, hohe Kosten). Kein passender Partner und in er beruflichen Situation auch nie eine realistische Option.

    Dann kam mein Partner. Schlagartig mit ihm der Kinderwunsch, weil es einfach passte. Ernsthafte Überlegungen, Gespräche mit meiner Gyn (die realistisch-ermutigend war, so nach dem Motto "einfach drauf ankommen lassen, ohne Garantie". Das war eine schöne Reaktion!). Aber erneut: Befristete Jobs, bei meinem Partner berufliche Unsicherheiten. Dann die Chance auf meinen beruflichen Traum (Selbstständigkeit, Kredit, nicht mal bezahlter Mutterschutz!). Also vom Kopf her wieder das "Nein".


    Ich kann damit leben. Da zerplatzt jetzt kein Lebenstraum, ich sehe auch die Vorteile. Ich hätte es auch nie medizinisch forciert. Aber... 5 Jahre eher hätte ich es riskiert. Ich wäre JETZT an dem Punkt, wo es finanziell machbar wäre. Wir haben mal kurz drüber nachgedacht, aber so langsam wird's doch kritisch, zumal mein Partner älter ist.


    Aber:

    Ich kenne einfach genug Leute in meinem privaten Umfeld, die mit 40+ das erste und teilweise sogar 2 Kinder bekommen haben. Auf natürlichem Wege, ohne in D illegale Wege zu beschreiten ( da gibt's ja auch z.T. absurde Dokus in den Mediatheken zu, wo es einen gruselt). Die Kinder sind jetzt teilweise in der Pubertät, und es funktioniert. Weil gefühlt die "Junggebliebenen" sich überhaupt dafür entscheiden.

    Ich kenne einen Fall aus der Nachbarschaft, wo jemand mit 49 noch ein Kind bekam (Wechseljahre falsch eingeschätzt, totaler Schockmoment). Die Eltern meiner besten Freundin waren bei ihrer Geburt 45 & 52. Dass die Mutter nicht mehr lebt, lag an einer schweren chronischen Erkrankung, die dazu kam.

    Und: Meine Oma war Jahrgang 1901. Mein Onkel wurde 1942 geboren, meine Ma 1944. Also war meine Oma damals 41 bzw. 43 Jahre alt. Damals, ohne Ultraschall, Gentests etc. Hat auch funktioniert.


    Mein Fazit wäre daher (bie mir zu 75% halt nicht mehr): Ausprobieren. Wenn es auf natürlichem Wege klappt, dann kann der Körper es schlichtweg. Hat meine Gyn so formuliert: "Viel Sex haben und schauen, was passiert. Wenn es klappt, sind Sie nicht zu alt. Wenn nicht, sollte man es akzeptieren, dass es nicht mehr sein soll."


    In diesem Sinne... Entscheidung pro/contra Kind ist IMMER egoistisch.

    Ich find, sunflower hat das super geschrieben.

    Für mich persönlich war 40 immer meine persönliche Grenze.

    Ich habe 2 Kinder ( mit 26 und mit 30) und ich bin seit dem 2.Kind Pillenfrei.

    Wir haben dennoch vergütet, haben es also nicht drauf angelegt aber ich habe immer gesagt, bis 40 ist es ok für mich.


    Nun bin ich 40 und ich wöllte den ganzen Stress tatsächlich nicht nochmal.


    Ich wünsche dir trotzdem,dass sich dein Kinderwunsch erfüllt. Es ist so toll, Kinder zu haben..@:):)*@:):)*

    Ja, ich, allerdings bin ich kein positives, mutmachendes Beispiel. Habe meinen Mann spät kennengelernt, seit ich ca. 36 war, haben wir es versucht, mit 40 war ich endlich zum ersten Mal schwanger. Jetzt, zahllose Fehlgeburten später, habe ich aufgeben müssen. Schwanger bin ich immer wieder geworden, sogar relativ schnell, noch mit 43, aber geblieben ist es nie.

    Leider geht es mir nicht wie sunflower_73 bzw. kann ich es nicht so sehen. Ich leide unfassbar darunter, jeden Tag, weil ich immer Kinder wollte, seit ich denken kann. Der unerfüllte Kinderwunsch hat mein Leben de facto zerstört.

    hm. Eigentlich habe ich (fast 40) keinen Kinderwunsch. Ich kann auch nicht (Endometriosis interna). Aber sollte das Leben es noch für mich bereit halten (was es nicht tut, da mein Partner sterilisiert ist), dann würde ich mich auch darüber freuen. Glaub ich zumindest. Also Kinder mögen mich (meistens) und ich mag die auch. Ich bin soweit abgesichert und alles. Aber so richtig wollen, nee immer noch nicht. Aber ein Drama wär es jetzt auch nicht mehr, wenn noch eins käme.

    Nike Zoê

    Der Unterschied bei uns beiden ist wohl, dass ich den Kinderwunsch nicht hatte "seit ich denken kann". Ich wollte früher eine kurze Zeit gar nicht, dann war es mir einfach egal. Dann war ich bei Freundinnen begeistert (und froh, wenn bspw. das Kind aber auch wieder abgeholt wurde, wenn ich mal aufgepasst hatte). Da sind die paar Jahre Kinderwunsch (wo ich es rein faktisch ja hätte drauf ankommen lassen, wenn ich nicht so vernunftsgesteuert wäre!) relativ "klein".

    Ja, es ist schade und mein Partner und ich haben draußen schon oft den Blick auf Babies & Kinder. Und ja, da kommt Wehmut auf. Aber am Rest des Tages freue ich mich über ruhige Nächte, Kraft zum Arbeiten,... Bedingt durch die Selbstständigkeit habe ich aktuell eh kaum/viel zu wenig Freizeit, dann kommen noch pflegebedürftige Eltern hinzu. Wo da noch ein Kind reinpassen sollte, ohne mich ans Limit zu bringen: Keine Ahnung. Was wohl auch der Grund ist (neben meiner Endometriose), dass ich brav jeden Abend meine Pille nehme. Ich gucke immer mal wieder drauf und denke "nehmen oder nicht?", aber: Ist schon okay. Men Leben ist voll genug.

    jrk schrieb:

    Man tut dem Kind damit keinen Gefallen. Es gibt bei Adoptionen nicht umsonst eine Altersbeschränkung für die Eltern. Meine Eltern waren schon älter als sie mich adoptiert haben (36, 38) und jetzt bin ich gerade erwachsen und sie gehen schon in Rente (sei ihnen ja gegönnt) aber ich mache mir Sorgen wie es wird wenn sie sich nicht mehr um sich selber kümmern können, denn ich will eigentlich wegziehen. Natürlich kann sowas auch viel früher durch einen Pflegefall passieren, aber wenn man in dem Alter Kinder bekommt fordert man das ja schon heraus und bei 40+ ist es ja noch krasser als bei mir. Mal die Doku über alte Eltern bei SpiegelTV gesehen (ich meine dort sieht man wie es sehr gut klappen kann und wie es eben überhaupt nicht klappt)?


    In dem Alter Kinder in die Welt zu setzen ist noch egoistischer als es sowieso schon ist.


    Warum fällt einem sowas nicht früher ein?

    Die Gedanken wie es den Eltern geht macht sich auch grad eine Freundin sehr intensiv, deren Mama hat sie aber mit 25 bekommen... Sorge ist komplett normal.Also lass die Kirche mal im Dorf. Mit 40+ kann man sehr gute Eltern sein und oft kommen ja auch Nachzügler oder eben auch das erste. Wichtig ist dass die Eltern bereit sind all die Schwierigkeiten und Momente der Elternschaft anzunehmen.

    Ich arbeite im Gynbereich mit KiWu-Schwerpunkt und ich seh Leute die mit 27 wie auch mit 42 hingebungsvolle Eltern sind. Ich denke mit ein bisschen Realismus passt die Sache! Viele Eltern, vor allem wenn es ein Nachzügler ist, genieß die späte Elternschaft sehr, weil sie viel ruhiger sind als in den 20ern, wer sich darüber aufregt, bitteschön ;)

    Ich wünsche denen die hier auf ihren Wunsch hinarbeiten alles Gute!!

    jrk schrieb:

    Meine Eltern waren schon älter als sie mich adoptiert haben (36, 38) und jetzt bin ich gerade erwachsen und sie gehen schon in Rente

    Dann gehen sie mit Anfang 50 sehr früh in Rente, oder Du hast echt lange gebraucht zum Erwachsenwerden.


    Tonya, ich finde es ehrlich gesagt auch sehr spät, mir persönlich wäre es zu spät, aber ich kenne drei Paare, bei denen die Eltern bei der Geburt des ersten Kindes schon über 40 waren, zwei davon Nachbarn von uns, eins haben wir in der Kita kennengelernt. Alle drei Kinder sind prima, die Familien zufrieden. Kann ganz klar gut klappen, auch wenn es natürlich seine eigenen Schwierigkeiten mit sich bringen mag. Ich wünsche Dir alles Gute!

    Wir haben unsere Kinder im Alter von 39 (gerade noch) und 43 Jahren bekommen. Meine Frau und ich sind gleich alt. Der Kinderwunsch entstand wirklich erst spät, und dann aber bitte sofort. Wir haben vorher "viel und schnell" gelebt, sind extrem gereist und auch beruflich rumgekommen und haben unsere Karrieren gebaut.


    Es hat dann beides mal sofort geklappt, beim ersten Kind von "sollten wir nicht doch noch" bis "schwanger" zwei Monate, beim Zweiten haben wir es drei Monate drauf angelegt, bis es soweit war.


    Und alle gesund und die Kinder kommen bestens klar soweit, die Erste ist Leistungssportlerin auf Bundesniveau und beide top in der Schule und beliebt und mit vielen Freunden. Ich würde sagen, die haben eine schöne Kindheit und Jugend.


    Zwischen den beiden Kindern lag eine Fehlgeburt, im ganz frühen Stadium der Schwangerschaft allerdings, daher sind die beiden vier Jahre auseinander. Aber, das ist glaube ich auch normal, statistisch gesehen.


    Wenn wir etwas früher angefangen hätten, dann hätten wir sicher drei Kinder. Aber mit dann ca. 45 Jahren war es uns dann doch zu viel Risiko, nach einem Mädchen und einem Jungen wollten wir das Schicksal nicht (nochmal?) herausfordern, denn statistisch steigen ja dann auch die Risiken drastisch an.


    Vom Alltag her haben wir es nicht bereut. Wir sind beide noch jung, sportlich sehr aktiv, auch noch aktiv im Berufsleben stehend. Vieles fällt uns natürlich leichter vom Finanziellen her, als in jungen Jahren. Ich glaube auch nicht, dass wir weniger Geduld oder Nerven haben. Der Kinderwunsch war einfach plötzlich da und dann haben wir es gemacht ohne lange drüber zu grübeln und ohne die ganzen Gegenargumente überhaupt zu kennen. Und es war genau richtig, die beste Lebensentscheidung ever für uns.


    Klar, keiner kann sagen, was kommt. Wir sind sicher im Ruhestand, wenn die Kinder noch an der Uni sein werden. Und krank werden geht schnell. Aber man kann auch jung krank werden, meine Frau hat ihren Vater verloren, als sie noch ein Teenie war zum Beispiel.


    Persönlich hab ich mir vorgenommen, mindestens so alt zu werden, dass ich meine Kinder noch erlebe, wenn sie so alt sind, wie ich war, als sie geboren wurden. Mal sehen, ob es klappt. Ich tue was für Fitness und Gesundheit, aber, ne Garantie gibt Dir keiner...

    Meine Freundin hat mit einem neuen Partner mit 47 ein Kind bekommen. Da es mit den Partnern vorher nie geklappte hatte, wurde eben auch nicht verhütet.


    Das Kind ist inzwischen in der Pubertät, die Eltern dazu sind jung geblieben.



    Zitat

    Natürlich kann sowas auch viel früher durch einen Pflegefall passieren...

    Himmel, das kann, muß aber doch nicht...


    Mein Vater wurde mit 88 zum Pflegefall, meine Mutter mit 84.... Da hätten sie theoretisch gut 40 Jahre einem weiteren Nachwuchs Zeit schenken können....