Kinderwunsch

    Tja wo fange ich hier an...

    Ich (38) war 2009/2010 fleißiger Leser diese Forums was das Thema KiWu & künstliche Befruchtung betraf. Wir haben davor 2-3 Jahre nicht verhütet und es nichts passiert. Somit eine KiWu Klinik aufgesucht. Es Wurde ne ICSI die direkt beim ersten Mal geklappt hat. Die Komplikationen waren aufgrund der Hormonbehandlung so extrem das meine Frau nach der Behandlung für 9 Wochen im Krankenhaus gelandet ist. Mitte 2011 kam der Große und der Kleine Anfang 2013 ohne künstliche Befruchtung.


    Jetzt probieren wir es schon wieder seit 3-4 Jahren und es klappt nicht. Ich schiebe es mal auf meine letztjährige körperliche Verfassung, wo ich noch 154kg gewogen haben und aktuell bei 99kg liege. Das Rauchen wird jetzt auch eingeschränkt. Auch das aktuelle Spermiogramm ist in Ordnung. Meine Frau (35) ist gesund und jetzt ist ihre Schwester mit 4 Monaten üben direkt schwanger geworden. Ihr könnt Euch ja vorstellen was jetzt hier jetzt los ist.


    Die Frage ist, gibt es eine künstliche Befruchtung ohne Hormontherapie und wie erfolgreich ist sowas? Hab ihr sonst noch Tipps für mich?

  • 28 Antworten

    Der A Wert, also die super agilen Spermien lagen damals bei 7%, der Normalwert sollte bei größer 50% liegen, sonst war alles in der Norm. Gestern kamen die Werte der aktuellen Spermiogramms. Der A Wert liegt jetzt bei 50%.

    Ich fasse mal zusammen:


    Ihr habt einen 9-jährigen und einen 7-jährigen Sohn.

    Der 9-jährige ist durch eine künstliche Befruchtung entstanden. Deine Spermienagilität lag bei 7%. Hormonbehandlung bei Deiner Frau.

    Da waren Deine Frau und Du 26, bzw. 29 Jahre alt.

    Der 7-jährige kam ohne weitere Hilfe zustande.


    Nun probiert ihr es seit 4 Jahren wieder und es passiert nichts. Obwohl die Spermienagilität bei 50% liegt und Du zudem noch extrem abgenommen hast.


    Hinzu kommt:

    zaba12 schrieb:

    Meine Frau (35) ist gesund und jetzt ist ihre Schwester mit 4 Monaten üben direkt schwanger geworden. Ihr könnt Euch ja vorstellen was jetzt hier jetzt los ist.

    Nö. Kann ich mir nicht vorstellen.

    Warum ist es so schlimm, dass ihre Schwestern direkt nach 4 Monaten schwanger geworden ist? Also in dem Sinn schlimm, dass da bei Euch nun "was los ist"?


    Das klingt für mich Alles und sehr insgesamt nach enormen Druck der nun schon seit über 10 Jahren bei Euch herrscht.


    Ihr habt zwei -ich hoffe doch gesunde- Kinder, das mit Mitte-Ende 30, warum muss da jetzt noch ein weiteres Kind her? Oder andersherum gefragt: Wo ist die Gelassenheit: Schön wäre es, wir wünschen es, aber wenn nicht, dann soll es nicht sein?

    Danke für die sachliche Zusammenfassung und rein objektiv sieht es von außen betrachtet auch so aus wie Du es schreibst aber seit wann ist ein Kinderwunsch schon objektiv?


    Natürlich ist es nicht schlimm, dass die Schwestern schwanger ist, das habe ich auch nicht geschrieben, aber wenn man nur mit Hilfe und Glück Kinder bekommen hat, mag sich die Gelassenheit zu der frohen Botschaft am WE nicht so richtig einstellen.

    Warum ein drittes Kind? Weil die gesamt Lebens- und Familienplanung (Haus, Job und Co) auf 3 Kinder ausgerichtet war und ist.

    Ich kann dich voll und ganz verstehen. Auch was bei euch jetzt "los" ist.


    Was war denn das Problem bei der Hormonbehandlung?

    zaba12 schrieb:

    aber seit wann ist ein Kinderwunsch schon objektiv?

    Nie. Ein solcher Wunsch ist immer subjektiv.

    Davon habe ich aber auch gar nicht gesprochen.

    zaba12 schrieb:

    aber wenn man nur mit Hilfe und Glück Kinder bekommen hat, mag sich die Gelassenheit zu der frohen Botschaft am WE nicht so richtig einstellen.

    Hmm...warum nicht?

    Was hat meine Situation mit der Anderer zu tun? Warum kann ich mich für meine Schwester nicht einfach freuen?

    Das bedeutet für mich (subjektiv) nur Eins: Weil ich extrem fixiert bin.

    zaba12 schrieb:

    Warum ein drittes Kind? Weil die gesamt Lebens- und Familienplanung (Haus, Job und Co) auf 3 Kinder ausgerichtet war und ist.

    Also entschuldige, das ist doch nun wirklich ...wie soll ich sagen - blauäugig? Oder wieder extrem fixiert? Das Leben ist nicht in jeglicher Hinsicht planbar. Und Ihr habt doch trotzdem schon viel erreicht so wie es klingt.

    Ich will ein Haus, den Job den ich begehre und dann müssen es drei Kinder sein.

    Dann ist mein Leben erst perfekt, rund oder was auch immer? Und solange es nicht so ist, setzt Ihr Euch weiter unter Druck, stresst Euch und genießt nicht das was Ihr schon erreicht habt?

    Geht sogar noch weiter Euch noch nicht mal für andere Menschen freuen zu können (Schwester)? Sondern nur Euch selbst dabei seht? Es sogar für Dich selbstverständlich zu sein scheint, dass wir Leser uns hier ja "vorstellen können was da bei Euch dann los war" als ihr von ihrer Schwangerschaft erfahren habt?


    Ja, ich kann mir vorstellen was los war, aber ich kann es nicht nachvollziehen.


    Mensch, genießt doch Euer Leben welches Ihr habt! Und wenn es mit einem weiteren Kind so kommen soll - dann kommt es. Und wenn nicht - dann nicht, genießt weiter.


    Ich schreibe vor allem deswegen, weil ich es wirklich traurig finde wenn sich Menschen das Leben schwer machen wegen Dingen die sie nicht haben können, die sie auch nicht beeinflussen können und das was sie haben dadurch nicht wirklich genießen können. Wenn es Euch nicht gut geht, geht es auch Euren Jungs nicht gut auf Dauer. Jetzt sage mir nicht, dass es ihnen an nichts fehlt, darum geht es nicht. Kinder merken aber wenn die Eltern nicht wirklich zufrieden (um es mal gelinde auszudrücken) sind.


    Und bitte sage mir jetzt nicht, dass das Thema bei Euch gar nicht so ständig präsent sei - dann würdest Du hier nicht schreiben.

    Pili schrieb:

    Ich kann dich voll und ganz verstehen. Auch was bei euch jetzt "los" ist.


    Was war denn das Problem bei der Hormonbehandlung?


    Es gab eine hormonelle Überstimulation mit Flüssigkeitsansammlung in Lunge, Bauchraum und anderen Körperteile. Also von den 1% derer die Nebenwirkungen erleiden, quasi die extremste Form.

    Bellaisadonna

    Sowas kann man auch nur sagen, wenn man selbst diesen unerfüllten Wunsch nicht hat. Man KANN sich nicht für andere freuen, selbst wenn man wollte. Das ist keine Böswilligkeit.


    zaba12

    Oje, könnte man nicht bei der nächsten Behandlung die Dosierung herunterfahren? Ggf. den Transfer erst in dem darauffolgenden Zyklus machen.

    Ich schließe mich an, wenn selbst schon zwei Kinder hat, leuchtet mit die Dinglichkeit des dritten Kindes und die Missgunst gegenüber der Schwester auch nicht ein.


    Will sie unbedingt ein Mädchen, oder warum „muss“ es noch ein Kind sein?

    Urlaub ? Ein Ehrenamt annehmen ? Ein Projekt das 16 h Arbeit erfordert ?


    Und an alles denken außer an ein Kind ?

    LolaX5 schrieb:

    Ich schließe mich an, wenn selbst schon zwei Kinder hat, leuchtet mit die Dinglichkeit des dritten Kindes und die Missgunst gegenüber der Schwester auch nicht ein.


    Will sie unbedingt ein Mädchen, oder warum „muss“ es noch ein Kind sein?

    Nö! Ich will nur den 210qm

    Neubau mit 4 Schlafzimmer endlich gefüllt haben. Reicht das als Antwort?

    zaba12 schrieb:
    LolaX5 schrieb:

    Ich schließe mich an, wenn selbst schon zwei Kinder hat, leuchtet mit die Dinglichkeit des dritten Kindes und die Missgunst gegenüber der Schwester auch nicht ein.


    Will sie unbedingt ein Mädchen, oder warum „muss“ es noch ein Kind sein?

    Nö! Ich will nur den 210qm

    Neubau mit 4 Schlafzimmer endlich gefüllt haben. Reicht das als Antwort?

    Ich kann dich verstehen. Wir planen auch mit 3 Kinderzimmern und würden uns wohl auch „ärgern“ bzw. traurig sein, wenn eins der Zimmer ungenutzt bzw. nicht für den vorhergesehenen Zweck genutzt wird. Das Zimmer bleibt dann quasi Symbol für das „fehlende“ Kind.


    Wobei ich hoffe, dass es bei euch noch mehr Gründe fürs Kind gibt, aber davon gehe ich aus ;-)


    Wenn bei dir jetzt die Spermienqualität zugenommen hat und deine Frau auch gesund ist, dann sollte einer weiteren Schwangerschaft nichts im Wege stehen.


    Macht deine Frau NFP? Damit kann man den Eisprung gut eingrenzen, sodass man mit gutem Timing die Chancen auf eine Befruchtung verbessern kann (die ja auch mit perfektem Timing nur bei 20% liegen). Ich bin mit NFP, aber dafür schlechter Prognose in Bezug auf meine Fruchtbarkeit (lange Zyklen, Verdacht auf PCOS und Endometriose) mit Kind Nr. 1 im 5 Zyklus schwanger geworden und bei Kind Nr. 2 sogar schon im zweiten Zyklus.

    Natürlich ist es auch immer bisschen Glückssache und wohl auch eine Frage der Kompabilität. Wir haben Freunde, die müssen sich nur einmal tief in die Augen schauen und meine Freundin ist schwanger. Beide Kinder sind direkt beim ersten Versuch entstanden 8-(


    Sich ärgern und anderen ihre Schwangerschaft nicht gönnen, bringt euch nicht weiter. Vielleicht klappt es bei euch ja auch demnächst und dann sieht die Welt wieder anders aus.