Kinderwunsch aber kein Partner in Sicht, notfalls andere Optionen nutzen?

    Ich bin jetzt 31, fertig mit dem Studium und in Arbeit, aber ein Partner ist nicht in Sicht.

    Seitdem ich vor 2 Jahren die Pille abgesetzt habe, erfüllt mich ein starker Kinderwunsch, der mittlerweile so stark ist, dass ich es manchmal nur schwer ertrage Kinder zu sehen.

    Unglücklicherweise habe ich beruflich auch oft mit Kindern zu tun (leite eine Kita) und es tut einfach nur weh die kleinen Mäuse aufwachsen zu sehen und zu wissen, dass es vielleicht nie etwas werden wird.

    Mittlerweile arrangiere ich mich damit, dass es nie etwas werden wird. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt.

    Meine letzte Beziehung ist bereits über 7 Jahre her. Ich lebe also schon länger allein.

    Mittlerweile fange ich mich auch an über das Thema Samenspende oder Kinderwunschpraxis nachzudenken.

    Ich möchte einfach so sehr ein Kind, sehe es aber fast nicht mehr kommen noch an einen passenden Partner zu kommen. Die meisten sind entweder selbst schon Väter und wollen keine Kinder mehr oder sie wittern meine Torschlusspanik.


    Wer kann berichten? Bei wem hat es sehr spät geklappt? Wer hat auch schon andere Optionen wie Samenspende in Erwägung gezogen oder ausprobiert? Was könnt ihr mir raten?

  • 103 Antworten

    Huhu, ich kann kurz von mir erzählen, ich habe mit knapp 30 meinen Mann kennengelernt und von Anfang an kein Geheimnis um meinen Kinderwunsch gemacht, da er schon Vater von 2 Kindern war. Nach 2 Jahren haben wir die "Produktion" gestartet und mit knapp 34 habe ich vor 3 Jahren unseren Sohn zur Welt gebracht.


    Andere Möglichkeiten wie Samenspende oder Co-Parenting wären für mich persönlich keine Option gewesen, aber das muss jeder für sich entscheiden.


    Ich drücke dir die Daumen, dass der richtige recht bald in dein Leben tritt und du den Wunsch nach einem eigenen Kind/Familie realisieren kannst. Alles Gute @:)

    Das ist traurig, was du schreibst.

    Ich bin auch so alt wie du und wünsche mir Kinder.

    Sowas wie Samenspende käme für mich aber niemals in Frage. Ich hätte zu viel Angst, dann für alles allein verantwortlich zu sein und auch meinem Kind sowas anzutun, also von Vornherein solche seltsamen Lebensumstände.


    Ich gebe nicht auf.

    Danke, dass lässt ja hoffen.

    Ich denke ja immer, wenn man verkrampft sucht wird es eh nichts, aber trotzdem ist sicher auch eine Portion Glück dabei, denn der Mann kann ja genauso gut sagen, dass er keine Lust auf Kinder hat. Da stehe ich dann da.

    Ich habe meinen Mann auch erst mit 30 kennengelernt.

    Vorher hatte ich auch schon über Samenspende usw nachgedacht, weil ich mir so sehr ein Kind gewünscht habe.

    Dann hat es bei uns lange nicht geklappt mit Nachwuchs. Es folgte die Trennung und ich erkundigte mich wieder über Samenspende etc. Habe mir aber auch viele Gedanken gemacht, wie es ist, alleine ein Kind zu kriegen. Wie es organisatorisch, finanziell und auch emotional werden würde. War etwas hin und hergerissen, aber letztendlich wäre es für mich aus rechtlichen Gründen nicht möglich gewesen.


    Nun sind wir wieder zusammen und nun bin ich schwanger. Vor zehn Jahren hätte ich auch nie gedacht , dass ich noch nen Mann finde geschweige denn, Kinder bekomme.


    Also gib noch nicht auf. Noch bist du nicht zu alt. Aber klar kannst du dich auch schon mal über Samenspende etc schlau machen. Schadet ja nicht.

    Das sind auch meine Gedanken. Samenspende im Ausland. Auch wenn ich immer noch insgeheim hoffe, dass man die Gesetze in Deutschland kippt und es hier auch möglich wird.


    Hat jemand Erfahrung, wie das in Dänemark laufen würde? Gibts da auch deutsch sprechende Ansprechpartner?


    Zitat

    aber letztendlich wäre es für mich aus rechtlichen Gründen nicht möglich gewesen.

    Wie meinst du das?


    Ich hab mir jetzt als Limit langfristig die 35 gesetzt. Wenn, will ich die Spende langfristig planen. Das bricht man ja nicht übers Knie.

    Ich wohne derzeit in einer Kleinstadt und würde es sehr diskret behandeln. Bei uns hier wäre das ein Skandal. Deshalb wäre meine Theorie bis das Kind alt genug ist: Papa hat sich getrennt und arbeite im Ausland.


    Mir tut das so unendlich weh jeden Tag auf Arbeit so kleine Mäuse zu sehen und das Gefühl zu haben, dass ich das nie erleben werde.

    Ein oft empfohlener Weg zur Partnerfindung ist die Mitgliedschaft in einem Verein. Davon gibt es viele mit verschiedenen Zielen und Aktivitäten.

    In einem Verein, dessen Aktivität dem eigenen Hobby oder der oft gepflegten Freizeitbeschäftigung entspricht, findet man mit gewisser Wahrscheinlichkeit einen möglichen Lebenspartner mit gemeinsamen Interessen. Daraus kann sich dann eine Freundschaft und später eine Beziehung entwickeln. Das gemeinsame Interesse wäre dann schon eine gute Grundlage für eine Partnerschaft.

    In Deutschland geht das ja auch. Über private samenspende oder so. War für mich nicht möglich, da ich auf icsi angewiesen war.


    In Holland und Dänemark werden auch Alleinstehende behandelt. Für mich war das rechtlich nicht möglich, da ich noch verheiratet war und das dann nicht geht.


    Was die Anderen denken sollte dir egal sein. Meinst du, bei der Variante "getrennt, Vater im Ausland" gäbe es weniger Getratsche?

    Zitat

    Was die Anderen denken sollte dir egal sein. Meinst du, bei der Variante "getrennt, Vater im Ausland" gäbe es weniger Getratsche?

    Naja, als Leiterin einer Kita ist man in einer Kleinstadt vermutlich schon recht bekannt, da kann ich das schon gut nachvollziehen. Die Geschichte mit dem Vater im Ausland finde ich ganz gut.

    Ich kann dich sehr gut verstehen, der Wunsch nach einem Kind kann schon riesig werden. Ich bin zwar schon sehr lange mit meinem Mann zusammen, jedoch brauchte der ewig um bzgl. Hochzeit und Baby in die Pötte zu kommen, sodass mich, trotz fester Beziehung, mit Ü30 die Torschlusspanik erfasste. Und das ist ein ganz mieses Gefühl, man weiß ja leider vorher auch nicht wie es mit der eigenen Fruchtbarkeit aussieht. Mittlerweile bin ich Gott sei Dank glückliche Mama.

    Und ja -auch wenn es sooo anstrengend ist und ich oft auf dem Zahnfleisch gehe- nichts hat mich in meinem Leben annähernd so erfüllt als ein eigenes Kind zu haben!

    Ich kann dich gut verstehen dass du darauf nicht verzichten magst.


    Warum bist du denn schon so lange Single? Bist du zu schüchtern? Hast du zu hohe Erwartungen an deinen potentiellen Partner? Suchst du nicht aktiv? Sorry, aber wenn man über so lange Zeit im besten Alter Single ist, dann kann es nicht nur an den Männern liegen. Klar, jetzt mit Anfang 30 sind tatsächlich die meisten "Brauchbaren" fest gebunden.

    Ich persönlich bin der Meinung, dass man, wenn der Wunsch nach Familiengründung groß ist, auch ein paar Abstriche bei der Partnerwahl machen kann und vielleicht nicht mehr nach dem perfekten Traummann suchen sollte, was aber natürlich auch nicht bedeutet dass man den nächstbesten nehmen sollte.

    Wäre ich Single, hätte ich vielleicht auch über Samenspende nachgedacht.

    Wichtig ist dass du bei diesem Vorhaben familiäre Unterstützung hast, denn ganz alleine mit einem Neugeborenen stelle ich mir wirklich sehr sehr hart vor.

    Du bist erwachsen und die Kindheit, ok, nicht gut gelaufen, aber Du hast doch alle Möglichkeiten, es anders zu gestalten.


    Werde mal locker, ich glaube, jeder Mann riecht schon 3 Meilen gegen den Wind, dass du da zwanghaft was auf die Beine stellen willst.


    Mach eine Therapie, wie auch die anderen schon schrieben. Und ein Kind ist keine Garantie dafür, nun läuft es im Leben. Kinder sind eine Bereicherung aber nicht dazu da, dich glücklich zu machen. Damit wäre ein Kind hoffnungslos überfordert, all das leisten zu müssen.....



    Du mußt erst mal an der Selbstliebe arbeiten. Bist du echt l i e b e n s w e r t, ist man gerne mit dir zusammen? Wo machst du andere Menschen glücklich, schenkst denen ein Lächeln, die Aufmerksamkeit, nach der du selbst verlangst? Hast du Freunde, eben nette Menschen, die gerne mit dir zusammen sind?


    Ja? Dann ist ja alles gut, Nein? Dann mußt du den Selbsthass überwinden.


    Du findest es toll, täglich stündlich, vielleicht sogar minütlich in die unfruchtbare Kerbe zu schlagen, ich habe kein Kind, ich bin schon sooo alt (Schmarrn), keiner hat mich richtig lieb,


    Du, ja genau du entscheidest, so zu denken und machst genau s o die sich selbsterfüllende negativen Erfahrungen.


    Du, ja genau du könntest dich aber auch dafür entscheiden, gaaaanz anders zu denken. Nämlich statt 2000 x Bockmist am Tag, könntest Du denken, da gibt es einen unter 80 Millionen, der paßt zu mir wie die Faust aufs Auge, der liebt mich und wir harmonieren wunderbar, wir ergänzen uns und leben mit großem Respekt miteinander.


    Für deine Denkchose bist nur du verantwortlich, und zwar im hier und jetzt.


    Aber genau, dafür müßtest du komplett die Einstellung ändern. Nicht mehr jammern, locker werden, das Gute erwarten. Und dann hat ein Kind eine wunderbare Chance auf eine wunderbare Mutter, ein Mann auf eine liebende Frau.


    Arbeite daran, noch mal: es gibt Therapeuten. Zusätzlichs gibt Persönlichkeitskurse an der VHS, da kriegt man immer Rückmeldung, wie andere einen finden. Vielleicht sogar mit Video, wo du deine Körperhaltung selbst sehen kannst.


    Man kann sich coachen lassen, du hast studiert, wahrscheinlich ein gutes Einkommen.


    Man kann neue Dinge lernen. Man muß es nur wollen. Und wenn die Zeit reif ist, werden sich die Dinge schon ergeben. Darauf würde ich an deiner Stelle mal vertrauen.


    Und ich würde auch schon mal anfangen, ein Kind nicht als Maus zu bezeichnen. Oder willst du irgendwann mal ein Kind wie ein Tier dressieren?

    Zitat

    Und ich würde auch schon mal anfangen, ein Kind nicht als Maus zu bezeichnen. Oder willst du irgendwann mal ein Kind wie ein Tier dressieren?


    Nur weil man einem Kind nen Kosenamen gibt, will man es doch nicht dressieren... ":/

    naja, mit jung und unverbraucht würde ich das nicht in einen Topf werfen. Mir wäre "Hasi" auch im Alter lieber als wenn mein Mann "olle" sagen würde (tut er nicht Und ich hoffe er tut es auch in Zukunft nicht) ;-)

    nee, nee benita hat schon recht, man muss an sich arbeiten, ggf. feedback von außen holen.


    man bekommt hier nicht nur das vorgesetzt was man selbst gern hören möchte. man muss das beste aus den vielen beiträgen für sich selbst rausholen.


    also net einknicken @:)