Kinderwunsch mit 19 wegen PCO

    Hallo, ich bin neu hier. Seit ca. 2 Jahren lebe ich mit der Diagnose PCO (polyzystisches Ovar-Syndrom), bei welchem sich Zysten an den Eierstöcken bilden und so früher oder später ein Kinderwunsch komplett unerfüllt bleiben kann. :�(


    Seit einiger Zeit habe ich mir öfter Gedanken darüber gemacht und habe Angst, wenn ich nicht früh genug anfange, werde ich für immer kinderlos bleiben. Außerdem habe ich oft Gedanken, wie es mit Kind wäre und stelle mir viele verschiedene Situationen vor.


    Ich weiß, dass der Zeitpunkt auf keinen Fall der Richtige ist, ich bin jetzt dann mit dem Abi fertig und möchte gerne studieren, aber dennoch ist der Wunsch nach einem eigenen Kind stark.


    Hat jemand Erfahrungen mit PCO und Kinderwunsch oder gibt es allgemein gleichgesinnte? ???


    Freue mich auf liebe "Sorgenteilung" und Antworten :)z

  • 10 Antworten

    Hallo Mamiwunsch19,


    mir geht es momentan ähnlich. Zwar habe ich noch keine genau Diagnose (mein FA tippt auf verfrühte Wechseljahre mit 22 Jahre ??? ) aber wirklich glaube kann ich das noch nicht. Wenn es wirklich der Fall sein sollte heißt es für mich wenn nicht jetzt dann nie. Ich bin momentan auch nur im Gedanken ob ich irgendwann wirklich ein Kind bekommen kann und ob es jetzt am besten wäre. Dabei stecke ich momentan auch noch in einer Ausbildung. Ich weiß da momentan auch einfach nicht weiter.

    Hallo!


    Bei mir (26) wurde das im letzten Dezember aufgrund einen katastrophalen Zyklusses plus Kinderwunsch getestet, im Februar dann festgestellt und im Mai war ich schwanger. Ich stehe dem Thema "Jetzt oder nie" daher eher kritisch gegenüber, allerdings kann ich auch Glück gehabt haben.


    Bist du normalgewichtig? Bei Übergewicht kann eine Abnahme schon helfen, da reichen schon ein paar wenige Kilo. Man sagt 10 % des Körpergewichts. Bei mir waren es weniger und es half trotzdem.

    Hast du PCO oder PCOS? Hast du kurz vor der Diagnose die Pille abgesetzt? Bist du übergewichtig?


    Mach dir nicht so einen großen Kopf. Ich kann deine Bedenken verstehen. Ich habe selbst pcos und zwei Frauenärzte haben mir gesagt, es könnte schwierig werden mit schwanger werden. Ich hatte auch verrückte Zyklen und bin trotzdem zweimal im ersten Versuch schwanger geworden.


    Im übrigen kann man bei pcos auch einiges machen, wenn es nicht klappt. Clomifen, Eierstöcke sticheln...

    PCO ist häufig eine Neben- und Nachwirkung der Pille bzw. hormoneller Verhütung allgemein. So viel sollte mal klar sein (steht in der Regel auch in der Packungsbeilage). Die Pille ist extrem gesundheitsschädlich und sie verändert den Hormonhaushalt des Körpers auch dauerhaft, nur will das kaum jemand so richtig zugeben bzw. sich eingestehen.


    Wichtig find ich in so einer Situation auf jeden Fall einen achtungsvollen Umgang mit dem eigenen Körper und insbesondere mit der eigenen Fruchtbarkeit und den Reproduktionsorganen, die man in sich trägt. Für mich passt es zum Beispiel nicht zusammen, in so einer Situation die Pille zu nehmen oder sich eine Spirale legen zu lassen und gleichzeitig zu erwarten, dass der Körper in ein paar Jahren noch dazu in der Lage ist, ein gesundes Kind bekommen zu können. Bei manchen klappt es vielleicht, bei vielen aber auch nicht. Bitte nicht falsch verstehen, die Aussage ist nicht auf PCO allgemein bezogen (und auch nicht auf PCOS), sondern auf den Umgang mit dem eigenen Körper.


    Ich find es übrigens nicht zu früh, mit 19 ein Kind zu bekommen. Auch nicht wenn du studierst. Man kann heute sehr gut mit einem Kind studieren und es gibt viele unterstützende Angebote. Aus manchen Blickwinkeln heraus kann das Studium sogar eine optimale Zeit für Kinder sein. Denn man ist in der Regel zeitlich flexibler und kann sich mehr Zeit für das Kind nehmen. Außerdem ist es für das Kind auch eine sehr prägende Erfahrung wenn es mit der Erfahrung aufwächst, dass Lernen etwas "Normales" ist und zum Leben dazugehört. Diese Erfahrung kann auch für das Kind später motivierend sein, selber viel zu lernen.


    Lass dich da nicht von Leuten verunsichern die meinen, man müsste erst eine abgeschlossene Ausbildung haben, Karriere machen und das Leben "genießen" (weil man das angeblich mit Kindern nicht mehr kann)... man kann auch als junge Mutter glücklich und zufrieden sein. Vielleicht mehr als jemand, der nach Karriere und Geld strebt und der Illussion hingibt, er würde dadurch Sicherheit finden...


    Viele Grüße und alles gute!

    Kleiner Nachtrag: "Übergewicht" muss nicht immer ein Problem sein, im Gegenteil, oftmals ist Untergewicht das Problem. Der weibliche Körper braucht eine ausreichende Menge an Körperfett um einen stabilen weiblichen Hormonhaushalt aufbauen zu können, der wiederum für einen gesunden Zyklus wichtig ist. Ideal ist jedenfalls ein BMI oberhalb von 21, also explizit nicht an der Grenze zum Untergewicht.

    Hallo,


    erstmal vielen Lieben Dank für die Antworten.

    @ Chaupette_Finnian und @sasalein :

    Es freut mich sehr, dass es bei euch beiden trotz PCO geklappt hat, das ermutigt mich doch sehr! Also, ich meine natürlich zu warten, nicht sofort ein Kind zu bekommen! ;-D


    Habe bei einer Größe von 1.63m und einem Gewicht von 54kg einen BMI von 20.3 und liege damit noch im Normalgewicht, also daher kann es nicht kommen. Auf den Ultraschallbildern sah es schon ziemlich verheerend aus und ich habe extra eine Pille verschrieben bekommen, die die Bildung weiterer Zysten angeblich hemmen bzw. verhindern soll, allerdings steht bei mir genau diese Nebenwirkung im Beipackzettel... ???

    @ esgehtwieder :

    Vielen Dank für deine aufmunternden Worte, das stimmt, heutzutage ist wirklich alles möglich, und ich denke, wenn man etwas wirklich will, wird es so oder so machbar sein, irgendwie findet sich da immer eine Lösung. Trotz allem bin ich verunsichert, da ich die Pille gerade deswegen nehmen sollte ":/ ?


    Wie schlecht die Pille allerdings für den Körper ist, merke ich selbst, allerdings möchte ich schon gerne planen, ob und wann ich ein Kind bekomme, deshalb möchte ich auch nicht auf die Verhütung verzichten...

    Hi!


    Also PCOS ist wirklich kein Grund um kinderlos bleiben zu müssen. Auch ich bin betroffen und mittlerweile eine stolze Mami! Wir mussten zwar auch nachhelfen medizinisch, aber das lag vor allem auch an meinem Mann.


    Bei mir wurde das PCOS auch erst nach Absetzen der Pille festgestellt. Und auch mir wurde dann wieder die Pille vom Gyn empfohlen. War mit diesem Vorschlag sehr unzufrieden und hab gleich mal den Gyn gewechselt. Ich würde dir auch raten, nicht wieder Hormone zu nehmen. Verhüten kann man auch anders.


    Wie ausgeprägt ist denn dein PCOS? Bekommst du deine Tag bzw. besteht ein Zyklus?


    Du kannst ja mal einiges probieren um deinen Zyklus zu unterstützen. Mir haben Globuli (Ovaria comp) und Inositol sehr geholfen. Manchen hilft Zyklustee (schaumal im Gynäkologie Forum).


    Ich würde dir empfehlen, deine Zyklen mal mit NFP zu beobachten. Da siehst du dann, wie es wirklich aussieht. Ob du Eisprünge hast etc. und du kannst damit auch super hormonfrei verhüten.

    @ Mamiwunsch19:

    Zitat

    Trotz allem bin ich verunsichert, da ich die Pille gerade deswegen nehmen sollte ":/ ?

    Ähm jetzt bin ich verwirrt %-| Ich kann mich jedenfalls nicht erinnern, sowas geschrieben zu haben. Im Gegenteil, ich find wem es wirklich wichtig ist, irgendwann mal gesunde Kinder zu bekommen, sollte einen riesengroßen Bogen um die Pille und auch alles andere Hormoneele (und alle Implantate) machen.


    Frauenärzte wollen allerdings bei PCO oder PCOS oft die Pille verschreiben, und da sag ich ebenfalls, dass das Unsinn ist. Und die Pille häufig sogar die Ursache für die Probleme ist.


    Viele Grüße und alles Gute!

    Ich werde mich auf jeden Fall mal informieren, was bei mir noch in Frage kommt ausser der Pille, habe mir nun schon einige Gedanken gemacht...


    Dennoch habe ich gerade im Moment einen starken Wunsch nach einem eigenen Kind, aber habe Angst, dass der Wunsch daher kommt, dass ich im Moment dem Alltag am liebsten entfliehen würde und ein totales Gefühlschaos in mir herrscht durch momentanen Stress, von dem ich nicht runter komme.


    Kennt das von euch jemand? Oder hat das mit der momentanen Situation nichts zutun? ???

    Ich denke es könnte gut sein, dass du das Kind aus einer echten Sehnsucht heraus haben möchtest. Und einem Alltag, der einen krank macht, entfliehen zu wollen - bzw. andere Prioritäten in seinem Leben zu setzen - find ich nicht unbedingt falsch, ich seh das eher als etwas Positives. Und nebenbei, die Schwangerschaftshormone wirken auch beruhigend.


    Als Alternative zur Pille kann ich neben Konfomen und ggf. Diaphragma eigentlich nur NFP empfehlen, wie tigresse schon erwähnt hat.


    Alles Gute!