Kinderwunsch mit Endometriose

    Hallo ihr Lieben,


    ich war schon einige Zeit stiller Mitlesen in diesem Forum und nun endlich auch aktiv |-o


    Seit längerem habe ich einen Kinderwunsch, leider war es bis dato nicht so einfach, diesen umzusetzen. Der Start meiner Beziehung vor gut drei Jahren war nicht einfach, weil wir beide aus einer Partnerschaft kamen (ich kurz vor der Hochzeit, er verheiratet und bereits zwei Kinder). So einfach wie ich mir das vorgestellt habe, ist Patchwork nicht und wir mussten uns erstmal an alles gewöhnen. Zu dieser schwierigen Zeit hat mein Freund dann nicht mehr gewusst, ob er nochmals Kinder möchte. Nach einigen auf und Abs und vielen Monaten läuft es nun (fast) rund und wir wachsen nach und nach zusammen. Im November letzten Jahres hat er mir dann gesagt, dass ich die Pille weg lassen kann x:)


    Leider wurde bei mir vor 2,5 Jahren Endometriose fest gestellt. Ich hatte eine Schokozyste und bei der OP wurden die Herde entdeckt und entfernt - Schmerzen hatte ich vorher aber nie (wenn mal ein normales Ziehen, aber niemals schlimme Schmerzen, wie es viele Patienten haben). Danach habe ich die Pille zwei Jahre durchgenommen. In der Klinik wurde mir damals gar nicht richtig erklärt, was Endometriose ist. Nach und nach habe ich mich dann damit auseinander gesetzt. Leider steht in meinem Bericht nicht mal, in welchem Stadium ich war/bin.


    Ich weiß, dass Angst und Panik beim Thema Kinderwunsch nicht wirklich dienlich ist. Aber ich kann die Gedanken nicht abstellen, sie sind da - ständig. Die Angst, die jeder hat, dass es nicht klappt, kombiniert mit Endometriose macht es mir echt schwer zu entspannen. Ich weiß, es kann auch "gleich" klappen, aber zumeist dauert es deutlich länger. Meine Frauenärztin hat mir geraten, deshalb nach einem halben Jahr bereits in einer Kiwi-Klinik zu gehen um mich durchchecken zu lassen. Kurzzeitig hat sie mal vermutet, dass PCO ebenfalls ein könnte, beim nächsten Mal sah es wieder besser aus. Bestätigt ist aber nichts.


    In diesem Zyklus versuche ich auch meine Temperatur zu messen, um ein Gefühl für meinen Zyklus zu bekommen. Nach zwei Jahren komplett Pause hab ich da keine Erfahrung (mehr). Momentan ist die Kurve sehr gleichmäßig, bis auf einen Silvesterausreißer. Ob und wann mein ES ist, wie lange mein Zyklus ist, weiß ich gar nicht. Schleim habe so gut wie keinen. :-X


    Ich bin seit Mitte Dezember in TCM Behandlung, mit Akupunktur und Kräutern. Dazu versuche ich Yoga zu machen und auf meine Ernährung zu achten. Ende Januar habe ich einen Termin um meinen Hormonstatus wegen PCO (und sonstigem) anschauen zu lassen. Mal bin ich überzeugt davon, dass es was bringt, mal denke ich wieder, dass ich niemals ein Kind haben werde. :°(


    Gibt es hier andere Mädels, denen es wie mir geht? Oder die mit Endometriose schwanger wurden? Wie seid ihr mit dem Thema umgegangen? Wie lange hat es gedauert? Was habt ihr gemacht?


    Zu mir: ich bin mittlerweile 33 Jahre (im März schon 34), habe noch keine Kinder, dafür zwei Stiefkinder o:) Aktuell bin ich ZT 12, und im 2. ÜZ :=o


    Ich würde mich sehr freuen, wenn sich der eine oder andere zum austauschen findet :)^


    Viele Grüße


    Agenda

  • 9 Antworten

    Ich (30) habe die Diagnose etwa fünf oder sechs Jahre vor der Schwangerschaft bekommen. Die Endometriose wurde zufällig bei einer Bauchspiegelung entdeckt. Als Schmerzen dazu kamen, hab ich die Pille im LZZ genommen. Vor drei Jahren wurden dann nochmal gezielt die Herde entfernt, wieder Bauchspiegelung.


    Gleichzeitig kam bei mir noch Hashimoto dazu, da bin ich seit weit über 15 Jahren in Behandlung.


    Die Ärzte sagten, wir sollen es einfach probieren und nach 6-12 Monaten hätte man uns ins KiWu-Zentrum geschickt.


    An meinem Mann hätte es eher nicht gelegen, er hat schon eine Tochter (ein Schuss - ein Treffer).


    Tja... und dann war ich völlig überraschend im (ich meine) 3. ÜZ schwanger. Wir haben nicht damit gerechnet, mir war klar, dass es eh nicht klappen wird. Nicht gezielt gebastelt, keinerlei Behandlung.


    In etwa fünf Wochen wird das kleine Wunder nun das Licht der Welt erblicken.


    Drücke dir die Daumen!

    Hallo Zwergenfrau,


    vielen Dank für deine Antwort.


    Die Endometriose wurde bei mir auch zufällig entdeckt. Ich war total überfordert, weil mir die Ärzte das Thema dort richtig hin geworfen haben. Meine damalige Frauenärztin hat auch abgewiegelt. Finde ich ja grundsätzlich ok, man muss ja nicht gleich Panik machen und grad ich steiger mich auch schnell rein. Aber ich habe mich nicht aufgeklärt gefühlt.. Daher habe ich die Ärztin dann gewechselt.


    Man sagt ja, rechtzeitig in die Kiwu-Klinik zu gehen, weil die Endometriose nach gut 6 Monaten wieder kommen soll. Zumindest sagt man das - wie es beim einzelnen ist, ist natürlich was anderes.


    Konntest du in diesen drei Monaten gut abschalten, "weil es eh nicht klappt", oder warst du auch angespannt? Das ist ja super positiv, dass es bei dir dann doch recht schnell geklappt hat. :)_ Ich drücke dir die Daumen für angenehme letzte Wochen, bevor du dein Kleines in den Armen halten darfst. Da hab ich bei mir nicht wirklich Hoffnung...


    Ich informiere mich jetzt schon über Kliniken, überlege schon wann ich es mache, dabei habe ich ja noch wenig Zyklen überhaupt probiert. Total bescheuert.. Hätte das eine Freundin damals erzählt, hätte ich ihr auch gesagt, sie soll noch keine Panik machen.


    Man liest ja viel im Internet, aber von 9 positiven Erfahrungen kommt eine ganz negative, die dann aber im Gedächtnis bleibt. :-|


    Hattest du denn starke Schmerzen wegen der Endometriose?


    Ich wünsche mir so sehr, dass es mal klappt. Gefühlt war in den letzten Jahren psychisch so viel, wo mein Freund ich und sehr gekämpft haben. Irgendwie denke ich, ich habe es doch mal verdient, dass auch was glatt läuft |-o Aber das ist natürlich egoistisch... ":/ :°(

    Null Anspannung, mir war klar, dass es eh nicht klappt. Ich hab kein NFP oder irgendetwas gemacht, nur Folsäure genommen und ansonsten mein Leben weiter gelebt. Bis einen Tag vor dem Test hab ich noch Alkohol getrunken etc.


    Die Endometriose ist ziemlich schmerzhaft gewesen ohne Pille, dazu kam, dass man mir bei einer OP als Säugling (ich war ein 800g-Frühchen) einen Eileiter angenäht hatte. Dies wurde bei der letzten Bauchspiegelung entdeckt und behoben. Meine Schilddrüsen-Problematik hab ich jedoch als gravierender eingeschätzt.


    Monate vorher habe ich mal Kontakt zur örtlichen KiWu-Klinik per Mail gehabt, wann sie mich nehmen würden und das war's. Über ungelegte Eier - wie Behandlungsmethoden - hab ich mir keine Gedanken gemacht.


    Von daher würde ich einfach den Sex genießen und abwarten. Zu viel Druck bringt gar nix - und wie oft hört man, dass genau dann geklappt hat als keiner mit gerechnet hat?

    Hallo Zwergenfrau,


    ich denke schon, dass die Entspannung und der Kopf eine riesige Rolle spielen. Daher kann ich mir gut vorstellen, dass es deshalb bei dir mitunter so schnell geklappt hat. @:) Ich kenne auch einige Bekannte, bei denen es genau geklappt hat, als sie nicht mit gerechnet haben (Termin bei der KiWu-Klinik gemacht, bis dahin locker gelassen => Schwanger).


    Nur fällt es mir schwer komplett abzuschalten... Die Angst, dass es wegen der Endo nicht klappen kann, ist nicht auszuschalten. Ich "bewundere" dich, dass du da entspannen konntest. :)^


    Hattest du denn Probleme auch wegen dem angenähten Eileiter?


    Gibt es sonst noch Frauen mit Endometriose und Kinderwunsch / oder noch jemand, der trotz Endo (problemlos) Kinder bekommen hat?

    Hat nicht noch jemand Erfahrungen? %-|


    Mache mir gerade wieder Panik :(v Einerseits gibt es ja so viele Beispiele, wo es problemlos klappt. Andererseits weiß ich meinen Grad ja nicht und ich habe gelesen, dass Frauen mit Grad 3-4 schneller über künstliche Befruchtung nachdenken sollten. Und dass mit Endometriose die Chance, pro Monat schwanger zu werden, bei 2-5% liegt.


    Das macht mich mal wieder mutlos :°_

    Ich habe auch Endometriose; Zufallsbefund. Bin Ü40 und habe das Thema Kinderwunsch mal mit meiner Gyn besprochen. Abgesehen vom Altersthema sagte sie bzgl. Endo: Möglichst viel/regelmäißgen Sex. Wenn es nach 6 Monaten nicht klappt, Bauchspiegelung und Durchgängigkeit der Eileiter prüfen und ggf. wiederherstellen. Bei unauffälliger Endometriose seien die Chancen ganz anders als bei massiver Problematik.


    Kurzum: Kopf machen ändert eh nix. Einfach probieren und nach 6-12 Monaten medizinische Behandlung intensivieren.

    Zunächst einmal kann ich Dir nachfühlen, bzgl. des Hoffens auf die ersehnte Schwangerschaft. Die Retroflexion des Uterus kann, wenn ich das mir so vorstelle, eher in der Schwangerschaft vielleicht Probleme bereiten, ob es ein Hindernis ist, überhaupt schwanger zu werden, weiss ich nicht, kann es mir auch nicht so recht vorstellen, da sich der Samen ja doch seinen Weg sucht. Endometriose kann tatsächlich Probleme bereiten. Ich denke, der Vorschlag Deiner FÄ ist vernünftig. Wenn man weiss, wieweit die Herde ausgedehnt sind, kann man auch Therapien einleiten. Unter anderem kenne ich es die Herde mit Zoladex oder Decapeptyl zurückzudrängen. Die Dauer ist abhängig, soviel ich weiss mind. 2 Monate bis 6 Monate. Die Therapie versetzt Dich sozusagen vorzeitig in die Menopause (reversibel). Du hast dann also auch keine Blutung in der Zeit. Ob es inzwischen auch andere Methoden gibt, weiss ich nicht. Lass Dich sonst an ein Kinderwunschzentrum, resp. in eine gynäkologische Endokrinologie, überweisen. Das sind Fachleute in puncto dieser Probleme. Sie können Dich exakt darüber aufklären. Die Psyche kann auch blockieren, aber das hilft einem dennoch nicht weiter, wenn man mittendrin steckt. Rational kann man es nachvollziehen, aber emotional dringt es nicht durch. Ich wünsch' Dir jedenfalls das Beste und gaaaanz viel Glück, dass Dein Wunsch in Erfüllung geht.