Kinderwunsch - nicht vorhanden...

    ....ja, was soll ich dazu sagen.


    Ich hoffe, ich bin mit dem "Negativbeispiel" in diesem Forum trotzdem richtig. Denn ich finde, wie der Kinderwunsch sehr viel diskutiert wird, fehlt die Möglichkeit, sich darüber auszutauschen, dass es auch Damen/Herren gibt, die eben den dringenden Wunsch haben, ein Kinderfreies Leben zu führen.


    So einfach dieses Leben führen, ja, das kann ich in erster Linie. Und trotzdem finde ich mich immer wieder in Situationen wieder, in der ich mich selbst frage, ob es doch wirklich die richtige Entscheidung war.


    Und witziger-weise stelle ich diese Entscheidung nicht wegen des fehlenden Kindes in Frage.... viel mehr, wegen der verwunderten Reaktionen auf meine Einstellung, also wegen der "Gesellschaft", die ja eine gewisse "Lebens-Norm" vorgibt. ;-D


    Meine Mutter kann meine Entscheidung heut zu Tage sehr gut verstehen und unterstützt es auch. Das rechne ich ihr hoch an! Nämlich auch das war anfänglich meine Sorge: Ich entscheide mich gegen eine eigene Familie und nehme somit meiner Mutter die Möglichkeit, Oma zu werden.


    Aber gut, sie ist selbst nicht mehr wirklich scharf darauf und hält es für vernünftig, so wie wir das handhaben.


    Auch meine Oma kann es verstehen. Klar, sie findet es schade.... aber auch sie kann es nachvollziehen.


    Nun kommt aber z.B. meine Arbeitsstelle dran:


    1 Kollegin aus dem Team ist seit dem letztem Jahr aus der Elternzeit zurück. Eine andere Kollegin ist kürzlich das zweite Mal Oma geworden. Eine weitere Kollegin ist ein weiteres mal Tante geworden.


    Natürlich wird sich hier viel ausgetauscht.


    Und für mich gehört es einfach dazu, ein gewisses Interesse an den Kollegen zu haben. Aber eben nur bis zu einem gewissen Grad. Das hat für mich auch nichts damit zu tun, dass ich "mich dann durch das Thema Kinder quälen würde". Sicher nicht.


    Aber diese Begeisterung, die andere eben dafür aufbringen, die kann ich absolut nicht aufbringen. Kinder sind für mich wie..... Ja, Finanzwesen oder ähnliches. Etwas, was mich nach einer gewissen zeit als Thema schon anödet.


    Inzwischen hat es sich die Hysterie auch gelegt, aber anfangs, als die Säuglinge alle noch relativ akut Thema waren, da hab ich mich halt nach einer halben Stunde "Nachahmung der Kinder und Säuglinge" durch meine Arbeitskolleginnen angefangen, unwohl zu fühlen... ....mich fremd zu schämen. Es war wie im falschen Film.... Wir befanden uns dabei gerade in einer Mittagspause.... Ich selbst war auch schon fertig mit dem Essen und saß noch dabei, um zu warten, bis die Kolleginnen auch fertig sind mit dem Essen und hörte der Runde mehr zu. Und da hab ich eben nach einer halben Stunde einen Punkt erreicht, an dem ich mich gefragt habe, ob die Damen sich eigentlich selbst zuhören...... habe etwas in mich hineingegrinst, habe dann meinen Teller im Beisein der Kolleginnen abgespült und abgetrocknet und mich auf meine Zigarette verabschiedet, die ich noch rauchen wollte, bevor es weiterging mit der Arbeit. (Das wurde auch nicht negativ aufgefasst, inzwischen wissen sie ja auch wie ich dazu stehe).


    Hierbei ist eben dieses eine "Problem" , was nicht wirklich eines ist, aufgefallen: ich mache mir immer noch Gedanken darüber, wie andere das finden, dass ich keine Kinder mag und ganz sicher auch keine in die Welt setzen möchte.


    Ich erlebe die unterschiedlichsten Reaktionen dazu und war gedanklich auch schon soweit, dass es schon toll wäre, sich sterilisieren lassen zu können..... Nie wieder die Periode und in Verbindung damit die dämliche Pille. Zumal ich wirklich wirklich keine Kinder will. *heftig mit dem Kopf schüttel


    Aber komme mal mit der Idee bei jemanden an. Die gucken einen an, als sei man verrückt. 8-(


    Was will ich mit dem Faden eigentlich?


    Ich würde zum einen gerne Wissen, in wie weit ich ein Kind von mir abweisen darf..... ihr wisst schon, es gibt Menschen, die halten es für selbstverständlich, dass alle Menschen der Welt Kinder nur lieben können. Das geht in deren Augen gar nicht anders... "Wie kann man ein Kind nur nicht mögen?!" Thjoa, es geht schon und dazu braucht es nicht einmal ein gewisses Schlüsselerlebnis.


    Aber das muss ich ja mit entsprechenden Personen nicht ausdiskutieren bzw. ihnen gegenüber rechtfertigen. Es müsste doch irgendwie möglich sein, kurz und knapp darauf hinzuweisen, dass ich NICHT für 2 Minuten ein Auge auf dieses Kind werfen werde, solange Mama irgendwas erledigt. Und das auf eine nette Art und Weise. Da happerts bei mir.


    Es kam bisher zwar nur einmal vor, dass eine Mutter mit Kind welches gerade sicher laufen konnte, bei mir im Büro gelandet ist und das Kind reißt alle Schubladen auf, schmeißt Aktenberge um und zieht gesetzte Lesezeichen aus den Akten raus..... Hier durfte ich mein Entsetzen entsprechend "ausleben", weil die Mutter halt einfach nicht darauf geachtet hat, was ihr Kind da gerade tut. Es war ihr auch egal, dass es einfachmal zur Türe raus verschwindet und irgendwo hinläuft.


    Irritiert geschaut hat sie dann, als ich sie darauf nur verbal hinwies, dass ihr Kind gerade ausgebüxt ist und ich deshalb aber nicht aufgesprungen bin. Sie hat mich in der Erwartung angeschaut, dass ich ihr Kind zurückhole.... Warum auch immer.


    Auch war ich kürzlich in der Situation, dass eine andere Kollegin zu mir gesagt, dass es doch selbstverständlich sei, kleine Kinder süß zu finden...... Ich solle nur abwarten, der Wunsch wird sich bei mir noch zeigen.


    Ich empfand das als grenzüberschreitend, nicht ernst-nehmend.


    Ich hab sie dann gefragt, wie sie denn den Spruch in umgekehrter Form finden würde, wenn man einer frisch gebackenen Mutter sagt: "Warte nur ab, irgendwann wird der Tag kommen, an dem kotzt es dich an, Mutter geworden zu sein......" Das sagt "man" doch nicht!


    Und so empfinde ich, als Frau die keine Kinder mag und möchte, es als abartig, wenn man den Spruch raushaut: "Warte nur ab, der Wunsch wird schon noch kommen!" Da kommt dann schon Ärger in mir auf.


    Auch habe ich vor 3-4 Jahren mal eine Sendung gesehen, bzw. ein kürzerer Beitrag in dem es um Eltern ging, insbesondere um Alleinerziehende.


    Alle, die darin vorkamen, liebten Ihr Kind, das hat man auch im Umgang mit deren Kindern gespürt. Aber sie haben dann im Gespräch mit dem Reporter selbst gesagt, dass wenn sie noch einmal vor der Wahl stünden, sich nicht für dieses Kind entscheiden würden. Sie lieben Ihre Kinder so wie sie existieren und da sind und wollen an sich das Kind nicht missen. Aber hätten Sie gewusst, was da alles auf sie zukommt... unter diesen Umständen würden sie sich eben gegen Kinder entscheiden.


    Dieser Beitrag hat mir unter anderem dabei geholfen, mich mit meiner Entscheidung normal(er) zu fühlen.


    Dass es völlig okay ist, keine Kinder zu bekommen oder gar sie nicht zu mögen.


    Vielleicht hilft dieser Faden auch anderen, die in einer ähnlichen Situation sind wie ich.


    Vielleicht wird er aufgrund bestimmter Erlebnisse immer wieder ausgekramt und zum Austausch über ein Leben ohne Kinder genutzt. Ich fände das sehr hilfreich.


    Denn da gibt's ja dann nochmal etwas, was mir im Hinterkopf herumspuckt: Das Modell Frau und Ihre Hormone. ;-D Evolutionsbedingt hat jeder Frau diesen Kinderwunsch. Den HATTE ich auch mal. Inzwischen bin ich mir ja meiner tatsächlichen Wünsche bewusst. Aber besteht die Gefahr, dass die Hormone so verrückt spielen, dass ich urplötzlich doch ein Kind will? Ich hoffe es ja nicht. Weil dann würde ich zuerst zum Doktor gehen, bevor ich mit meinem Partner über den Wunsch sprechen würde....


    ...der im übrigen so eingestellt ist wie ich.


    Also, es soll hier keinesfalls darum gehen, über Kinder oder Eltern welcher Art auch immer, herzu ziehen(das kenne ich auch schon, einige Fäden enden in solchen Geschichten, das möchte ich vermeiden). Es geht einzig um den nicht-vorhandenen-Kinderwunsch und dem Umgang damit. Und die Erlebnisse dazu.


    Ich bin gespannt.

  • 27 Antworten
    Zitat

    Ich hab sie dann gefragt, wie sie denn den Spruch in umgekehrter Form finden würde, wenn man einer frisch gebackenen Mutter sagt: "Warte nur ab, irgendwann wird der Tag kommen, an dem kotzt es dich an, Mutter geworden zu sein......" Das sagt "man" doch nicht!

    Ähäm.....doch! Denn genau das hab ich zu meiner besten Freundin gesagt nachdem sie ihren Buben auf die Welt gebracht hatte!


    Ich bezweifle stark dass es Mütter gibt die ihre Entscheidung nicht zumindest insgeheim mal verflucht haben!


    Das gehört irgendwie dazu....

    Zitat

    Ähäm.....doch! Denn genau das hab ich zu meiner besten Freundin gesagt nachdem sie ihren Buben auf die Welt gebracht hatte!

    Okay. :)


    Darf ich dich fragen, aus welchem Kontext heraus das kam?

    Zitat

    Dass es völlig okay ist, keine Kinder zu bekommen oder gar sie nicht zu mögen.

    Klar ist das okay und auch gar nicht so selten, glaube ich.


    Man spricht halt nur nicht drüber, es ist irgendwie schon so eine Art "Tabu", gerade als Frau, keine Kinder zu mögen.


    Es gibt ja sogar Menschen, die keine Kinder mögen, aber trotzdem einen Kinderwunsch entwickeln (da würde ich mich zu zählen). Mich nervt es jedenfalls auch extrem, wenn ich mit Frauen zusammen bin, die sich vor "ihhh ist DAS süß blabla" nicht mehr einkriegen können %-|. Solche Gefühle habe ich höchstens bei Tieren, aber nicht bei Menschen / Kindern :-/


    Eigentlich müssten wir jedem, der keine Kinder bekommt, dankbar sein, die Erde ist eh schon hoffnungslos überbevölkert und jedes zusätzliche Kind, was gerade in den 1.-Welt-Ländern geboren wird ist vom negativen Einfluss auf die Umwelt so schlimm wie X-Kinder in der dritten Welt....

    Ist zwar nicht direkt Thema, aber in der gegeben Kürze

    Zitat

    sich sterilisieren lassen zu können..... Nie wieder die Periode

    Die Periode kommt trotz Steri. Im Gegensatz zur TotalOP (die reichlich Nachteile hat) werden bei der Steri nur die Eileiter durchtrennt/verschlossen. Zyklus und Regel bleiben davon unberührt (im Normalfall).


    Aber wenn ihr euch beide einig sicher seid: Warum nicht ER eine Steri? Ist sicherer, günstiger, und ggf umkehrbar bzw man kann sich vorher was einfrieren lassen :)*

    Zitat

    Aber wenn ihr euch beide einig sicher seid: Warum nicht ER eine Steri? Ist sicherer, günstiger, und ggf umkehrbar bzw man kann sich vorher was einfrieren lassen :)*

    Stimmt, die Sterilisation würde nicht ausreichen. Dann müsste die Gebärmutter entfernt werden?


    So richtig habe ich mich noch nicht mit dem Thema auseinander gesetzt, auch aus dem Wissen heraus, dass das kaum einer macht.... Aber irgendwann wird es schon ein Thema werden, auch für mich als Frau.... Weshalb ständig den Zyklus mit machen, der nur fürs eine da ist: zum Kinder kriegen. Diese Hormonstürze und Stimmungsschwankungen usw. das wäre ich eben auch nur zu gerne los.

    Nun ja, ich bin generell nicht so der "rosarote Brille" Typ...nenn es Realismus - oder Ehrlichkeit... ;-D Eigene Erfahrung...was auch immer...


    Der Bub ist inzwischen knapp 8 und sie hat mir schon mehrfach erzählt wie oft sie an diese Worte zurückdenken muss und wie wahr sie sind. Obwohl sie ihn abgöttisch liebt und ich meine Eigenen natürlich auch...


    Aber man wünscht sich trotzdem oft genug sie an die Wand zu tackern! ]:D


    Ich glaub du siehst das Muttersein generell zu ideologisiert...ist es nicht! Es kommt nur drauf an ob man sich nur noch über das eigene Kind definiert oder auch noch Person bleibt nebenher...


    Leider gibt es auch diese Übermütter, und das ist abschreckend, dazu musst du dich nur in diversen Foren rumlesen. Die "Normalen" tauchen da nämlich gar nicht erst auf...

    Zitat

    Eigentlich müssten wir jedem, der keine Kinder bekommt, dankbar sein, die Erde ist eh schon hoffnungslos überbevölkert und jedes zusätzliche Kind, was gerade in den 1.-Welt-Ländern geboren wird ist vom negativen Einfluss auf die Umwelt so schlimm wie X-Kinder in der dritten Welt....

    Da sprichst du etwas an, was mir auch hin und wieder in den Sinn kam......


    In der Zeit, in der ich mir noch nicht darüber bewusst war, dass ich keine Kinder möchte, in dieser Zeit habe ich es immer für das beste befunden, sich lieber ein Kind zu adoptieren...... Es gibt da draußen genug Kinder, die keine Eltern haben, die gekauft und verkauft werden und die übelsten Schicksalsschläge miterleben müssen......


    Keine Ahnung, ich hatte bei dem Adoptionsgedanken "ruhigere Gedanken" als bei der Vorstellung, selbst mal ein Kind zu haben.

    Zitat

    Weshalb ständig den Zyklus mit machen, der nur fürs eine da ist: zum Kinder kriegen. Diese Hormonstürze und Stimmungsschwankungen usw. das wäre ich eben auch nur zu gerne los.

    Deine Libido auch? Die Wahrscheinlichkeit dasss das passiert ist nämlich auch durchaus vorhanden....


    Ausser du lässt die Eierstöcke drin - dann sparst du dir zwar ohne GBM die Blutungen - der Rest bleibt dir aber...

    Ich wollte und will auch kein Kind bekommen (bin Ende 30).


    Bin sehr glücklich mit meiner Entscheidung ;-D


    Wenn ich von Kolleginnen und im Bekanntenkreis höre, wie viel Stress und Verantwortung da dahinter steckt, bin ich jedes mal froh, dass mir das erspart bleibt.


    Es haben sogar ein paar Freundinnen zugegeben, dass sie sich nach ihrem jetzigen Wissen, was alles dahinter steckt, heute GEGEN eine Schwangerschaft entscheiden würden (aber das Kind, das jetzt da ist, würden sie natürlich nicht mehr hergeben, aber wenn alles wieder auf Null wäre, würden sie sich aus jetzigem Wissen heraus auch gegen Kinder entscheiden.)


    Ich bin einfach froh diese Verantwortung nicht zu haben.


    Ich lebe mein Leben, bin für niemand anderen verantwortlich und kann mir mein Leben in der Freizeit so gestalten, wie ich möchte.


    Ohne auf ein Kind Rücksicht nehmen zu müssen.


    Kann mein Geld für mich selber ausgeben.


    Ich würde durchdrehen, wenn ich meine heilige Freizeit und genug Schlaf pro Nacht nicht hätte.


    Könnte es niemals schaffen zu arbeiten + Kind. X-

    Ich finde überhaupt nicht, dass das Thema kein Kinderwunsch hier selten zur Diskussion steht oder man sich darüber nicht austauschen kann. Eigentlich muss ständig irgendjemand seine Einzigartigkeit dahingehend kundgeben - ohne zu merken, dass das nicht einzigartig ist.


    Ich frage mich auch immer, wo und wann man sowas diskutiert, dass man negative Reaktionen sammelt. Oder wie man dabei auftritt, dass andere sich aufgerufen fühlen, einem die Entscheidung ausreden zu wollen. ":/

    Ich liebe mein Kind über alles, genau so wie mein Mann und die Großeltern. Das muss doch dann nicht jeder andere Mensch tun. Es gibt halt Leute, die mit Kindern nichts anfangen können. Ich kann jetzt auch nur bedingt was mit anderen Babys anfangen. Ich finde das auch überhaupt nicht schlimm, wieso auch? Wenn man keine Kinder möchte kann man doch ein wunderbar erfülltes Leben führen ohne die Entscheidung zu bereuen! Und man muss sich dafür nicht rechtfertigen, genau so wenig wie die Menschen, die einen Kinderwunsch haben. Leben und leben lassen. Gegenseitiger Respekt und gut ist.

    Eben, man ist gaaaar nicht einzigartig weil man kein Kind haben möchte oder generell keine Kinder mag.


    Ich habe einige Freundinnen ohne Kinder (teilweise schon über 40 Jahre alt, und die bereuen ihre Entscheidung auch Null).


    Man muss sich dafür auch nicht rechtfertigen.


    Wenn man einfach locker dazu steht, keine Kinder zu wollen, dann gibt's ja gar keinen Diskussionen mit anderen Leuten. Schon gar keine Anfeindungen oder Überredungsversuche oder sonstiges.


    Einfach zur Entscheidung stehen und fertig.

    Ich muss grade überlegen, ich bin der Meinung, dass die Libido soweit "in Ordnung" ist. Klar, gibt es Tage, an denen weniger bis gar keine Lust vorhanden ist.


    Ich spüre das einfach an meine Stimmung und an meiner Körpertemperatur.


    Wenn mir heiß wird, dann fühlt sich das an, wie 1 Stunde Sport... da kann man anschließend für eine ganze Weile in kurzen Hosen und T-Shirt raus in das Winter-Wetter, ohne zu frieren, ich glühe förmlich.... so ähnlich geht's mir dann über 2-3 Tage hinweg... Und ich kann meinen Ärger nicht kontrollieren..... ich warte förmlich darauf, explodieren zu können.... das ist manchmal echt anstrengend. Und plemplem fühl ich mich dabei aber auch. Da muss mein Freund dann immer lachen. Er kennts ja inzwischen relativ gut..... und ich bin froh, wenn er mir das nie auf Dauer Krum nimmt..... da hock ich dann da und es tut mir unendlich leid.... verfluche mein weibliches da sein und ja.....


    Das ist doch knäcke! Das braucht kein Mensch.

    Das mag ich einerseits.... und handhabe das meiner Freundin gegenüber auf ähnliche Weise..... also, sie weiß, dass ich sie mit meinen Aussagen nie verletzen möchte, sondern dass da eine gewisse überlegte Botschaft dahinter steckt. Immerhin liebe ich sie auf eine Art und möchte, dass es ihr gut geht. Daher weiß sie dann gewisse, "kritische" Aussagen richtig einzuordnen.


    Z.B. meine Arbeitskollegin... die ist in ihrer Schwangerschaft natürlich total verzückt gewesen und hat Pläne ohne Ende geschmiedet..... Da bin ich einfach gehemmt, ihr diesen Spruch an den Kopf zu knallen.... "Warte nur, es wird der Tag kommen, an dem wirst du das Mutter-Dasein verfluchen!" Keine Ahnung, ich weiß ja, wie ich mich mit dem gegenteiligen Spruch fühle: nicht ernstgenommen.....


    Das muss ich üben, dass ich souveräner vermittle, tatsächlich keine Kinder zu wollen.... auch nicht in Zukunft. Selbst wenn der Wille da wäre, aber die Vernunft ist mit hinzu ein Aspekt, weshalb ich das nicht umsetzen würde......


    ??Ich muss erwähnen, dass mein Partner lange Zeit Probleme im Leben hatte..... Letztendlich ging es um die Verantwortung, die er für sich selbst tragen muss.... Bis er das gelernt hatte..... und anschließend diesen Status beizubehalten. Er sagt einfach, er für seinen Standpunkt trägt so viel Verantwortung für sich selbst. Und das dauerhaft für sich aufrechtzuerhalten ist in manchen Phasen schwierig. Und hierbei kann er es sich vielleicht erlauben, sich einmal "gehen zu lassen". Aber die "Verantwortung Kind" ist halt nochmal ne Stufe höher, was man definitiv nie schleifen lassen sollte..... und dann den Standard weiterzugeben, den man selbst erlebt hat, das ist uns gar nicht möglich.??


    ??Ich vertrete diesen Standpunkt auch. Und mit hinzu bin ich neben meinem Leben einfach viel zu gerne faul, zu gerne mal ein Schlurri, zu gerne spontan. Ich könnte Stundenlang in meiner Handarbeit vertieft sein und all die Dinge..... Nee. Das will ich nicht missen.??

    Vielleicht hilft die Information, dass ich sonst niemanden in meinem Umfeld kenne, der so tickt wie ich...


    ...deshalb fühle ich mich mit dem Thema, als Frau schon etwas.... hm, alleingelassen. Mein Partner kann nur ein Stückweit meine Gedankengänge dabei nachvollziehen und unterstützt mich auch darin.


    Mir fehlt einfach dieses "philosophieren" dabei. Immerhin bin ich immer noch Frau, die den "Palaver-Drang" hat.... versteht ihr?

    Ich habe mich noch nie gewundert, wenn jemand meinte, sie will keine Kinder. Das ist für mich ungefähr so plausibel wie wenn jemand sagt, er möchte kein Abteilungsleiter werden, sondern lieber Angestellter bleiben. Man muss sich ja im Leben auch nicht zwingend JEDER Herausforderung stellen.


    So und ich gestehe, obwohl wir grad selber am Kinderwunsch gebastelt haben - ich finde Babys überhaupt nicht süß :-/ Und ja ich werde meine Kinder ganz bestimmt mal verfluchen und ja ganz bestimmt werde ich es auch manchmal bereuen. Aber die Zeit geht vorrüber und dann sind sie groß und man kann sich wieder anderen Dingen widmen. Mein Kinderwunsch war jetzt auch nicht so ein "hutschi-gutschi och wie niedlich, so eins will ich auch"-Ding. Aber ich konnte mir einfach auch nicht vorstellen, dass das Leben, das mein Mann und ich seit mittlerweile 11 Jahren teilen, auch einfach dauerhaft nur so weitergeht. Da fehlt was. Und da ich beruflich zufrieden bin und garnichtmehr aufsteigen will, meine Hobbys seit 10 Jahren auch in der Beziehung komplett ausleben konnte, wir auch eherenamtlich tätig sind. Da musste einfach noch was kommen.


    Und dass man dieses Empfinden einfach nicht hat, kann ich mir auch vorstellen. Es gibt ja auch rastlose Menschen, die gern von einem zum nächsten hoppen und nie genug Zeit für alles haben was sie machen wollen. Denen fehlen Kinder ganz bestimmt nicht.


    Was die Themen an sich angeht, kann ich verstehen, dass man sich da ein bisschen wie ein Alien fühlt, wenn alle zu einem bestimmten Thema "abgehen" und man sich nur denkt ??? Aber ich glaube das gibts überall und das Thema Kinder ist nur eins von vielen. Ich könnte zum Beispiel sehr lange über meine Haustiere reden und habe auch gewisse Bekanntschaften die nur dafür existieren :=o Hab hier im Büro von 12 Leuten aber auch keinen einzigen der ebenfalls auch nur 1 winziges Haustier hat. Und DAS finde ich z.b. wieder merkwürdig. ":/ Und wenn 2 Kolleginnen dauernd über Mode, Ausstellungen wo sie waren und Instagram reden, dann drifte ich auch schnell ab zzz Es ist halt schwierig Themen zu finden wo jeder etwas beizutragen hat. Und du dürftest da auf einem "Kleinkinder-Vulkan" sitzen.


    Und jetzt mal ehrlich? Wie kann man Haustiere nicht total süüüüß finden??? ;-D ]:D

    Also ich habe mittlerweile auch keinen Kinderwunsch mehr. Vor ein paar Jahren hatte ich noch eine ziemliche Krise, weil der passende Mann fehlte und ich meine biologische Uhr ticken hörte. Ich hatte eine ganze Zeit damit zu kämpfen. Aber dann im engen Freundeskreis Kinder - ok die sind wirklich für mich ein Negativbeispiel - und ich bin nochmal sehr ins Grübeln gekommen. Dazu kommt noch meine Erkrankung (psychisch), wo ich früher immer noch gedacht hat, das wird mal wirklich besser. Heute bin ich echt froh, dass ich noch kein Kind in die Welt gesetzt habe. Ich wäre maßlos überfordert. Viele sagen, man wächst da rein. Aber ganz ehrlich, mit heftigen Schlafstörungen, Depressionen und Zwängen wäre das kein Spaß, weder für mich noch für das Kind. Wenn es mir jetzt mal wieder schlecht geht und ich keine Energie habe und am liebsten das Haus nicht verlasse, dann sag ich mir immer, was für ein Glück ich habe, dass ich da nicht für ein kleines Kind verantworlich bin, das beschäftigt und versorgt werden muss. Ich kann dann auch einfach mal ein Wochenende rumgammeln und so viel schlafen, wie ich möchte.


    Ich glaube, ich werde auch ziemlich sicher kein Kind mehr bekommen, zumindest nicht geplant. Ich hab für mich auch erkannt, dass ich kleine Kinder meistens ganz toll und süß finde, aber je älter sie werden, desto mehr Probleme kommen ja meist auch... Und dann noch die Pubertät und dann soll man ja als Mutter die Kinder auch "loslassen" können... Das könnte ich aufgrund meiner Ängste wohl nicht. Ganz ehrlich betüdel ich da lieber einen süßen Hund. Der findet das toll, wenn ich ihn immer in meiner Nähe haben will ;-D


    Ich kann die Menschen durchaus verstehen, die keine Kinder möchten. Und ich kenne selbst auch einige. Das Leben ohne Kinder kann auch seine Vorteile haben, genau wie ein Leben mit Kindern sicher auch Vorteile hat.

    Ich hab keinen Kinderwunsch. Meine Eltern wissen es jetzt nicht direkt, aber sie wissen, dass ich vom Typ her nicht unbedingt dafür gemacht bin.


    Nur zur Info: unwahrscheinliche Verhütungspannen sind vom folgenden ausgeschlossen.


    Ich finde Babys nicht niedlich (eher zerknautscht), ich find es nicht toll wenn sich ein Kleinkind das erste Mal aus eigener Kraft fortbewegt, ich finde es nicht toll wenn es von 4 Gliedmaßenantrieb auf aufrechten Gang umstellt. Babykleidung ist nicht niedlich sondern irgendwie eingelaufen. Ich finde Babysprache bei Erwachsenen schlimm und bei Kleinkindern einfach nur unverständlich. Wenn eine Kollegin mit Nachwuchs im Büro ist bin ich genervt. Nicht mal direkt vom Nachwuchs, sondern davon wie sämtliche Kolleginnen ausrasten.


    Und ja, mir ist bewusst dass "das beim Eigenen ganz anders ist". Und wie gesagt, sollte ein Superspermium treffen so lass ich mich darauf ein, aber willens und bei klarem Verstand? Ich bin mehr Mitte als Anfang 30, und ich kann soweit ich mich erinnere sagen, dass ich nicht einen einzigen Tag in meinem Leben etwas wie Kinderwunsch gefühlt habe.


    Da ich "in dem Alter bin" und auch noch bei meinem Beruf werde ich gelegentlich darauf angesprochen. Ich bin allerdings für einen bestimmten Humor und Lebensweise bekannt, und somit ist das Thema mit "Und dann jahrelang nicht mehr ausschlafen?" meistens erledigt. Nur selten wird dann ein damit für mich nicht zusammenhängender Fakt genannt "Aber du hättest doch Platz/mehrere Zimmer,..." aber auch darauf gibt es Antworten. Und spätestens dann ist das Thema erledigt.


    Ich bin allerdings auch in der Situation privat nicht groß mit Kindern interagieren zu "müssen". Mein 30-jähriger Bruder ist der Jüngste in der Familie. Freunde sind großteils älter und haben Kinder im Teenageralter, wo ich sie als Außenstehende wieder OK finde. Die Freunde/Nachbarn meines Partners haben kleine Kinder, aber die sind so in ihn vernarrt, die merken mich kaum.


    Da du die Hormone ansprichst. Klar, die habe ich auch. Allerdings verbinde ich persönlich die Stimmung um den Eisprung rum nicht mit einem möglichen, zukünftigen Erdenbewohner. Klar, biologisch gehört das zusammen. Aber ich denke dabei nicht an diesen weiteren Schritt sondern einzig (und vereinfacht) "Just_looking geil. Mag Sex." Ich genieße diese Stimmung auch und bin durchaus dankbar dies zu empfinden, nur in meinem Kopf hat diese Lust eben nichts mit der Erschaffung von Leben zu tun sondern ist das Highlight im Zyklus der mir für eine Woche später Brüste beschert die nur beim Gedanken sie zu berühren schmerzen.


    Bereue ich es in zehn, zwanzig Jahren? Ich weiß es nicht. Genauso wenig weiß ich ob ich morgen vom Bus überfahren werde. Ich genieße mein Leben. Ich schlafe am Wochenende aus oder gehe um 4 Uhr früh meinem Hobby nach. Ich lebe mein Leben genau so wie ich es im Moment will. Wollte ich ein Kind hätte ich vermutlich eines. Daher glaube ich ehrlich gesagt nicht, dass ich da irgendwann ein Problem bekomme. Und selbst wenn es so wäre, eine 50-jährige just_looking die reumütig auf ihre Fehler zurück sieht, dann kann ich ehrlich sagen, für mein heutiges ich ist es kein Fehler. Ich hätte vermutlich heute mehr Zweifel an einem Kind als dann ohne. Und ja, man muss zu seinen Entscheidungen auch stehen. Diese ist zwar langfristiger als ein Kurzhaarschnitt oder tiefgreifender als ein Arschgeweih, aber es ist eine Entscheidung wie x andere die wir tagtäglich treffen.


    Daher mein Rat: steh zu deinem Entschluss und vergiss Stimmen die dir sagen wollen, dass dies nicht normal wäre.

    Zitat

    Ich frage mich auch immer, wo und wann man sowas diskutiert, dass man negative Reaktionen sammelt. Oder wie man dabei auftritt, dass andere sich aufgerufen fühlen, einem die Entscheidung ausreden zu wollen. ":/

    Ich kenne das leider schon.


    Allerdings mag ich Kinder sehr gerne, vom Baby bis Größer. Und wenn man da so sitzt mit einem Baby im Arm, dann kommt da oft sowas wie" ach das würde dir auch gut stehen" oder "so langsam musst dich ranhalten, du wirst ja auch nicht jünger" und ähnliches.


    Wenn ich dann verkünde das ich überhaupt keine Kinder möchte und diesen Wunsch nie gehabt habe, entgleisen manchmal die Gesichtszüge.


    Warum, weshalb wieso? Du magst doch Kinder so gern, das wäre doch toll...


    Wie gesagt, Kinder sind toll, wenn ich sie wieder abgeben kann. ;-) Ich hab keinen Kinderwunsch und selbst wenn ich den hätte gibt es genug persönliche Gründe die dagegen sprechen.


    Trotzdem versuchen manche dann auf einen einzureden mit irgendwelchen schlauen Sprüchen. Manche können damit einfach nicht umgehen.

    Ich bin dem Thema Kinderkriegen gegenüber auch eher skeptisch eingestellt. Noch vor zwei, drei Jahren hätte ich gesagt "ich und Kinder kriegen, neee". Heute bin ich 32 und schliesse es nicht mehr vollkommen aus, auch wenn mir der richtige Kinderwunsch noch fehlt.


    Meine Beste Freundin ist Mama eines 1.5 jährigen Mädchens und ich bin die Patentante. Ich finds klasse und mag die Kleine super gerne, aber das Wehmütige, das "ich will auch" Gefühl fehlt mir völlig. Ich mache gerne heititeiti mit der Keinen, bin aber auch froh wenn ich das Nörgelkind wieder meiner Freundin in die Arme drücken kann und mich verkrümeln kann wenn sie anstrengend wird :_D


    Eine andere Freundin von mir war der Inbegriff der Unabhängigkeit, jahrelang Single, viel, oft und und lange gereist, und dann plötzlich hat sie mit Mitte 30 jemanden kennengelernt und nun eine kleine Tochter. Sie hat zu mir gesagt dass bei ihr der Kinderwunsch erst mit dem richtigen Partner gekommen ist und sie vorher kaum einen Gedanken daran verschwendet hat.


    Ich nimms drum locker, ich gehöre sicher zur Sorte Mensch die nicht unglücklich sind sollte es sich mit einem Kind nicht ergeben. Und falls es doch sein soll, dann ists auch gut. Aber ganz klar ist für mich dass ich keine Kinderschar möchte, falls es je noch ein Kind geben sollte, dann reicht eines völlig :)z