Kiwu Drama

    Hallo zusammen,


    ich muss das jetzt einfach mal schreiben:


    Meine Frau und ich sind beide 1986 geboren, sind seit 2015 verheiratet und wünschen uns Nachwuchs.


    Wir waren seit 2015 am üben und haben uns 1 Jahr lang gedacht: "Gut Ding braucht Weile". Nach vielen erfolglosen Versuchen gingen wir zum kiwu Zentrum. Dort wurde festgestellt, dass meine Frau PCOS hat. Naja kein Beinbruch, dafür gab's Mönchspfeffer und Clomifen.


    Nach einem halben Jahr erfolgloser Therapie habe ich ein Spermiogramm machen lassen und meine Frau sollte zur Bauchspiegelung.

    Das Spermiogramm war laut Urologe völlig normal. Die Bauchspiegelung ergab einen verschlossen und einen sehr sehr schlecht durchgängigen Eileiter.

    Das brachte uns Ende 2017 dazu IVF in Betracht zu ziehen und haben deshalb die Krankenkasse gewechselt.

    In dieser Behandlungspause wurde meine Frau unerwartet auf natürlichem Weg schwanger!

    Im Januar 2018 dann der Schock.

    Trisomie 13 :°(. Nach dem Abgang in der 20. Woche stehen wir nun wieder am Anfang. Nach diesem Horrortrip gab es noch einige genetische Untersuchungen, die ergaben, dass die Trisomie spontan auftrat, unser Erbgut in Ordnung ist und wir nicht verwandt sind.


    Wir sind jetzt beide 32 Jahr alt und werden nicht jünger...:-/

    Kann uns hier irgendjemand weiterhelfen, wie wir weiter machen könnten, abgesehen von dem psychischen Knacks? Hat jemand Erfahrung mit pco oder geschlossenen Eileitern? Weiter üben oder gleich wieder zum kiwu Zentrum?


    Ich habe versucht mich so kurz wie möglich zu fassen.

    Danke für jede Antwort.

  • 9 Antworten

    Guten Morgen!


    Erstmal tut es mir sehr Leid, dass ihr Euer Kind verloren habt. Das solltet ihr erstmal in Ruhe verarbeiten, bevor ihr einen neuen Versuch startet. Psychologische Hilfe ist da vielleicht auch eine Möglichkeit, über die ihr nachdenken solltet.


    Und dann würde ich direkt in ein KiWu Zentrum gehen, die haben einfach mehr Ahnung und können auch bei schwierigen Situationen besser helfen.


    Grade wenn die Eileiter dicht sind, wird es auf natürlichem Wege nur schwer bzw. gar nicht funktionieren. Da kommt wohl nur eine IVF in Frage. Das PCO ist noch mal ein Hürde, die sich auch besser mit einem kompetenten Arzt in den Griff bekommen lässt. Er weiß genau, welche Medikamente zum Erfolg führen können.


    Gebt Euren Traum vom Kind nicht auf. Mit 32 seid ihr auch noch lange nicht zu alt!


    Liebe Grüße von Sommerkind

    Hallo, es tut mir leid, was ihr bisher durchmachen musstet.

    Ich kann empfehlen auch nach einer Kinderwunschabteilung an der nächsten Uniklinik zu schauen.

    Dort ist die Behandlung manchmal nicht so teuer und man ist nah dran an den neusten Forschungen.

    Es gibt die Möglichkeit, die Eizellen vor dem Einsetzen auf solche Dinge zu untersuchen. In Deutschland ist das eingeschränkt und wird im Einzelfall entschieden. Bei euch könnte dieser Fall gegeben sein, weil ihr bereits eine Trisomie 13 hattet.

    Darüber würde ich die Kinderwunschklinik beraten, ich bin da nicht ganz auf dem neusten Stand.

    Hallo,

    mir hat mal eine Heilpraktikerin gesagt, dass sich ein EL auch wieder öffnen kann. Ich würde darauf aber nicht vertrauen, sondern auch wieder in die Kiwu gehen.

    Andererseits hat es ja bei euch nun auch so geklappt und natürlich könntet ihr es auch erst nochmal ein paar Monate so versuchen. Dann ist ja von außen schwer zu sagen.

    Mit 32 seid ihr auch noch nicht zu alt, aber ich kenne diese Gefühl, dass die Zeit wegrennt.

    Ich bin nach fast sechs Jahren schwanger geworden. Nachdem wir sechs negative Versuche in der Kiwu hatten. Ich habe auch nur einen EL, und dieser war immer verschlossen. Nun hat sich doch ein Ei durchgezwängt, aber ob das einfach Glück war oder nochmal klappen würde, weiß ich nicht.

    Und auch unser Kind wird vermutlich eine Behinderung haben. Wir sind nun erstmal zu profamilia gekommen, die uns unterstützen und beraten, vielleicht könntet ihr euch auch dorthin wenden, denn so einen Weg ohne psychologische Hilfe zu gehen, ist anstrengend. Das ist zwar erstmal eine Beratung und kein typischer Psychologentermin, aber immerhin ein Anfang.

    Auch mir tut es sehr leid was euch passiert ist und ich hoffe das ihr nach allem trotzdem wieder nach vorn schaut und euren Mut und die Hoffnung nicht verliert.@:)


    Es ist traurig wie viele Paare sich ein Kind wünschen und es klappt einfach nicht und dann legt man den Betroffenen mit viel Bürokratie (vor allem unverheirateten Paaren) noch Steine in den Weg.


    Wir haben auch relativ lange geübt, wurde dann schwanger und hatte eine frühe FG mit AS. Das war nun vor ein und einem halben Jahr. Bin bisher auch nicht mehr schwanger geworden. Seit dem Eingriff habe ich starke Zyklusprobleme, die sich nur langsam bessern. Vermute mal das die bei der AS auch was zerstört haben und ich nun Verwachsungen habe. Ob ich damit noch mal schwanger werden kann...keine Ahnung.:°(

    Hormone sind zwar in Ordnung aber ich tippe mal auf Verwachsungen die nun einer Schwangerschaft entgegenstehen. Die richtig zu behandeln würde nur in Hamburg möglich sein. :°(

    Ich habe zwar schon einen Zwerg, der mich etwas tröstet, aber der wird bald 10.


    Lasst euch trotzdem nicht hängen. Ich drück die Daumen.

    In einer Kiwu-Praxis kann man euch sicher helfen.

    Erste ivf Behandlung ist vorbei. Hat nicht geklappt :-( erstmal 2000€ los und wieder total down...

    Sah eigentlich gut aus. Viele Eizellen (14), gute Spermien, zwar nur eine bis zur Blastozyste, aber immerhin hat die Befruchtung in der Schale geklappt.


    Der erste Zyklus danach ist jetzt schon wieder bei Tag 50 :-/ ist das normal?

    Wurde das PCO nicht behandelt? Mönchspfeffer und Clomi sind keine explizite PCOS-Behandlung, sondern Clomi stimuliert nur und Mönchspfeffer ist auch nicht der Weisheit letzter Schluss. Also haben euch die Ärzte keine operative Stichelung zur Milderung oder medikamentös Metformin(falls das in Betracht kommt), Gesdine etc. angeboten? Denn leider ist bei einem aktiven PCO auch die Fehlgeburtenrate erhöht.

    Viele Eizellen heisst gar nix, um es ganz klar zu sagen. Wenn die Qualität/Reife nicht taugt, dann kannst du 25 Eizellen stimulieren und mit nichts dastehen. Und 50 Tage-Zyklus kann bei einem unbehandelten PCO mal schnell vorkommen.

    Wie wurde denn PCO diagnostiziert?


    Ich frage, weil ich auch die Verdachtsdiagnose bekommen habe und Zyklen von 40-60 Tagen hatte. Meine Eileiter wurden nie geprüft, jedoch lautete die Prognose von 3 Ärzten, dass es auf natürlichem Wege mit großer Wahrscheinlichkeit mit einer Schwangerschaft nicht klappen wird. Die Kinderwunschklinik hat anhand von zwei Hormonbestimmungen, die irgendwann planlos vor dem Eisprung durchgeführt wurden, gemeint, dass meine Eizellen eine schlechte Qualität haben und sich deshalb nichts einnisten könnte.


    Ich wollte keine Hormontherapie und so haben wir einfach versucht zur richtigen Zeit zu herzeln, da ich schon länger NFP gemacht habe, war das auch kein großer Aufwand. Es hat dann nach einem 3/4 Jahr doch geklappt. Ich bin jetzt in der 21. Schwangerschaftswoche und der Kleine ist nach aktuellem Stand kerngesund.


    Also gebt die Hoffnung nicht auf! @:)

    Hi,

    festgestellt wurde das pco per Ultraschall 2016 beim Frauenarzt.

    Viele unreife Bläschen am Eierstock. Dazu Haarausfall, Akne und Schwierigkeiten beim Abnehmen (aber nicht übergewichtig). Zyklen unregelmäßig (30-40 Tage) aber OK, und wohl auch teilweise mit Eisprung laut FA. Ist wohl vererbt. Ihre Mutter hatte die gleichen Probleme...

    So direkt behandelt wurde das noch nie. Die Pille empfohlen (von der FA. So ein Quark%-|) und ansonsten "treiben sie mehr Sport". Ich habe ihr dann ovarifert bestellt. Also inositol.


    Die Eileiterundurchlässigkeit wurde 2017 per Bauchspiegelung in der Klinik festgestellt. Auf Rat des kiwu Zentrums nach ein paar erfolglosen Übungszyklen mit clomifen.


    Daraufhin waren wir ivf Kandidaten. Also Krankenkasse gewechselt...

    Dann hatte es ja widererwarten einfach so geklappt. Trotz undurchlässigen Eileitern und pco. Nur mit einem Todessterbenskranken Kind :°(


    Jetzt war der erste ivf Versuch. Trotz guten Voraussetzungen (laut Klinik) erfolglos...


    Naja, noch geben wir nicht auf, aber so langsam gehen auch mir als grenzenlosem, naivem Optimisten die tröstenden Worte für meine Frau aus. Und jünger werden wir auch nicht...


    LG