Mit der Arbeit wird es schwierig

    Hallo an alle,


    hat hier jemand Erfahrungen damit gemacht, schwanger zu werden, obwohl man in der Arbeit, seinem Chef und seinen Kollegen, gesagt hat, dass man eigentlich keine Kinder möchte?

    Bei mir ist es leider so, dass ich das in der Arbeit gesagt habe, u.a. auch, weil ich in der Probezeit mit der Frage nach dem Kinderwunsch unter Druck gesetzt wurde.


    Nun möchte ich doch gerne ein Kind, bin noch nicht schwanger, aber wie sage ich meinem Chef, dass ich meine Meinung geändert habe? Als Unfall kann ich es leider nicht tarnen, das wissen alle.


    Danke an euch!

  • 28 Antworten

    Mich hat der Chef der Agentur, von der ich meine Aufträge beziehe, bei der Weihnachtsfeier auch indiskret gefragt, wie es denn bei mir mit Kindern aussehen würde. Ich habe nur gesagt, dass ich mir ein schnarchender Partner und zwei chronisch kranke Tiere schon genug Schlaf rauben. Stimmt zwar - Kinder wollen wir aber trotzdem. Und haben eigentlich schon zu dem Zeitpunkt, als ich mir eine Notlüge einfallen lassen musste, nicht mehr verhütet.


    Ich handhabe das so: Arbeit und Privatleben sind diesbezüglich getrennt. Ob und wann ich mich fortpflanzen möchte, gehört zum Privatleben. Ich weiß, dass der Oberboss mich, wenn er wüsste, dass ich vermutlich in absehbarer Zeit Kinder bekomme, bei der Auftragsvergabe nicht mehr behandeln würde, wie zuvor. Also erfährt er es halt, wenn vollendete Tatsachen geschaffen sind.


    Also nach dem ersten Trimester. Keinesfalls vorher. Niemals. Und erst recht nicht, wenn man nur theoretisch darüber nachdenkt, ein Kind zu bekommen.

    Und Fragen nach Kinderwunsch in der Probezeit gehen gar nicht. Da könnte auch niemand was sagen wenn du gelogen hättest, denn das geht einfach niemanden was an.

    Ich habe einfach furchtbare Angst davor, in der Arbeit meinen Ruf und meine Glaubwürdigkeit zu verlieren, nur weil ich vor langer Zeit gesagt habe, ich will keine Kinder. Im Team wird auch gerne mal gelästert (auch vom Chef), und schlimmer.

    Danke schon mal für Eure Antworten :-).


    Wie ist es denn mit Corona, würdet ihr es in der Arbeit früher bekanntgeben, damit euer Chef euch ins Homeoffice schicken kann wegen Ansteckungsgefahr?

    was ist das denn für ein arbeitsklima?


    deine lebensplanung kann sich doch ändern.


    was du vor monaten gesagt hast ist nicht in stein gemeisselt


    außerdem musst du gucken wann es klappt


    halte dich schön mit infos oder rechhtfertigungsversuchen zurück

    Ich kann dir folgende Geschichte erzäheln und ich schwöre, sie ist wahr!


    Meine Kollegin war 37 und ein totaler "Kinderhasser" Also etwas übertrieben gesagt;-D sie hat eigentlich immer betont, wie sehr sie Kinder NICHT mag.


    Dann war sie (geplant!!!!) schwanger. Blieb 1 Jahr zu Hause und wolte dann wieder kommen. Kurz vor Ende der Erziehungszeit war sie wieder (geplant!!!) schwanger. Sie blieb wieder 1 Jahr zu hause und sollte/wollte im April diesen Jahres wieder kommen und nun ja, sie ist ein 3.mal (geplant!!!!) schwanger;-D

    Wir freuen uns für sie, auch der Chef ! Aber es war unglaublich, weil sie immer immer und immer wieder gesagt hat "Kinder? Ich?? NEVER!!";-D

    Ratsuchende123 schrieb:

    Wie ist es denn mit Corona, würdet ihr es in der Arbeit früher bekanntgeben, damit euer Chef euch ins Homeoffice schicken kann wegen Ansteckungsgefahr?

    Schwangere sind, soweit man bislang weiß, wohl keine Risikogruppe.

    Abgesehen davon, dass ich eh zu 99% der Zeit im Homeoffice bin, und zwar immer, würde ich persönlich wegen Corona nichts anders machen, als vorher und auch nicht frühzeitig Bescheid geben. Ist aber nur meine Ansicht mit meinem beruflichen Hintergrund. Ich hatte vor nicht mal zwei Monaten eine Fehlgeburt in der 11. Woche. Und ich bin sehr froh, dass auf der Arbeit weder jemand vom Kinderwunsch, noch von der Schwangerschaft wusste.

    Wieso willst du da was sagen? Du bist noch nichtmal schwanger. Vielleicht klappt es ohnehin nicht auf Anhieb. Ich würde kein Wort zum Thema verlieren und auch, wenn die Schwangerschaft eintritt, nicht vor dem ersten Trimester damit mit mehr Leuten reden, als dem Vater und eventuell ganz ganz nahestehenden Personen.

    Aber wenn du dich unbedeingt rechtfertigen wollen würdest...:

    Ratsuchende123 schrieb:

    Als Unfall kann ich es leider nicht tarnen, das wissen alle.

    Wieso sollten alle wissen, dass du die ganze Zeit gelogen hast und eigentlich schon lange Kinder willst?
    Gelästert wird aber wenn dann eh. Ich würde den Kollegen nicht noch mehr Stoff geben.


    Wie moralisch es ist, bewusst für einen Job zu lügen, muss letztlich jeder mit sich selbst entscheiden. Juristisch ist das erlaubt bei Fragen zum Kinderwunsch. Zwischenmenschlich ist das Kind jetzt eh schon in den Brunnen gefallen. Selbst wenn du jetzt sagst "Juchu Leute, ich will doch Kinder, stellt euch schonmal drauf ein!" rettest du zwischenmenschlich gar nichts mehr.

    Zitat

    Wie moralisch es ist, bewusst für einen Job zu lügen

    @TE: bist du vulkanierin 🖖, die niemals lügt?


    schraub mal deine moralvorstellungen runter, fehler, aussagen korrigieren, etc. gehören zum leben dazu.


    ich finde es eher bedenklich, dass dein chef ein lästermaul ist. ein chef muss für mich integer und für seine mitarbeiter da sein.

    Du kannst Deine Meinung ändern, basta.

    Was mir auffällt: Du wirkst sehr eingeschüchtert und verunsichert. Wenn Du SO reagierst bei blöden Sprüchen, wird es schwierig. Ich kann Dir nur raten, souverän zu Deinem PRIVATLEBEN zu stehen, und die Nachricht auch so zu verkünden: Selbstbewusst und souverän, ohne irgend eine Form von schlechtem Gewissen.

    Lass einen Job/blöden Chef/blöde Kollegen nicht über Dein Lebensglück entscheiden. Du tauscht das Lebenszeit & Arbeitskraft gegen Geld, aber Du bist keine Sklavin, deren Privatleben komplett vom Job bestimmt wird!

    Verhueter schrieb:
    Ratsuchende123 schrieb:

    Als Unfall kann ich es leider nicht tarnen, das wissen alle.

    Hä? Was wissen die?

    Das ich nicht mit einem Mann verheiratet bin, sondern mit einer Frau