• Möchte ein Kind, aber keine Frau (Fragen Leihmutterschaft)

    Hallo. Ich habe folgendes Problem: Seit Jahren habe ich den zunehmenden Wunsch Vater zu sein. Es hat sich so langsam in mir entwickelt dieser Wunsch bis ich anfing mir wirklich konkret Gedanken darüber zu machen. Ich denke ich könnte einem Kind enorm viel geben. Ich bin jetzt fast 30 und fühle mich so als ob ich bereit bin für etwas neues Großes, was…
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    @ aparticularperson

    Als ich auf die 30 zu ging, habe ich selbst mit dem Gedanken gespielt, die Samenbank zu besuchen. Ich kann somit Dein Anliegen ein Stück weit verstehen. Nämlich die Entkoppelung von Partnerschaft und Kinderwunsch (oh, das mag jetzt bestimmt vielen sauer aufstoßen). Für mich war mein Leben lang klar, dass ich einmal Kinder haben möchte. Ich stand aber (wie viele Frauen) mit der Angst da, mein biologisches Zeitfenster zu verpassen, denn das ist nämlich ganz schön eng – vor allem, wenn lange Ausbildungszeiten oder berufliche Zwänge dazu kommen. Und "spielt" der Partner in der Zeit nicht mit oder ist schlicht nicht vorhanden, besteht die Gefahr, die Möglichkeit, sein Leben als Mutter, als Familie weiterleben zu können, zu verpassen.


    Ich erlebe es übrigens immer wieder, dass Frauen, die sich der 30 nähern, in diesen Wahn verfallen, jetzt und unbedingt ein Kind bekommen zu müssen. Aber, wie gesagt, das biologische Zeitfenster.


    Bei Frauen ist dieser instinktive Kinderwunsch mit Sicherheit unterschiedlich stark ausgeprägt. Ich weiß nicht – denn ich bin ja kein Mann – ob Männer diesen inneren Drang ähnlich verspüren. In meinen Augen gibt es aber reichlich Indizien, dass dem nicht so ist. Bzw. die Motivation eine deutlich andere ist.


    Nun kann man darüber streiten (oder es lassen), was nun die "richtige" Motivation ist. Den instinktiven Kinderwunsch möchte ich damit nicht als "Bedingung" für einen berechtigten Kinderwunsch verstanden wissen. Worauf ich hinaus will, ist, dass es bei Dir da (so vermute ich) andere Motivationen sind und – so vermuten hier ja auch einige andere – Du damit ein Defizit auf anderer Ebene kompensieren möchtest. (Nichts, was ich Dir vorwerfen würde!). Und ebenso wenig möchte ich ausschließen, dass eine Menge Menschen ebenso Kinder aus fragwürdigen Motiven bekommen. Man denke hier an die Teenager-Mutter, die dann endlich etwas hat, was nicht weg kann und sie liebt. Oder, dass sich gerade Mädchen mit wenig Perspektive in dem Alter für das Kind entscheiden, in der Hoffnung, dass es dem Leben den gewünschten Sinn gibt und sie eventuell darüber Anerkennung bekommen können.


    Ich finde Deinen Eingangsbeitrag übrigens gar nicht so kalt, wie andere. Wichtige Dinge hast Du angesprochen: dass Du dem Kind etwas weitergeben möchtest, für die bestmöglichen Umstände für eine positive Entwicklung sorgen möchtest und – nicht zuletzt – Dir eine starke emotionale Bindung wünschst. Würde ein Mann innerhalb einer Beziehung solche Überlegungen äußern, würde es bei vielen Frauen wohl ein debiles Lächeln ins Gesicht zaubern. Nur bei Deinen Überlegungen zum beruflich abgestaubten Flug die USA, da musste ich ein bisschen schmunzeln. Das wirkt im Gesamtzusammenhang dann doch ein wenig putzig bis naiv. ;-)


    Ich denke jedoch, dass Du Dein Vorhaben nicht umsetzen können wirst, zumindest nicht so, wie angedacht.


    Ich glaube auch, dass Du bei Deiner "planmäßigen" Vorgehensweise bestimmte Umstände und Bedürfnisse des Kindes schlicht nicht berücksichtigst. Es liest sich so, als würdest Du weiter arbeiten wollen. Gerade in den ersten Jahren sind aber kontinuierliche physische Bindungen essentiell für die Entwicklung des Kindes. Es ist also mehr, als nur ein logistisches Problem: "wer versorgt wann das Kind". Aus diesem Grund ist das Kinderkriegen ja für so viele Frauen der berufliche – und somit finanzielle -Totalschaden, gerade bei Alleinerziehenden. Ein Großteil (der Hauptteil?) der Mütter, die schon an der Wiege alleinerziehend sind/werden, ist HartzIV die zwingende Folge. Eine Kröte, die sie schlucken. Denn das Wohl des Kindes wiegt schwerer.


    Es gibt in meinen Augen in Deinem Vorhaben aber einen ganz deutlichen Widerspruch: Du willst das Beste für Dein Kind, für seine Entwicklung, etc. – bist bei einer ganz wichtigen Sache (die wichtigste?) dann aber doch kompromissbereit (und das auf Kosten des Kindes): die Bindung zur Mutter. Es gibt ja nun einiges an Fachliteratur zur entstehenden Bindung während der Schwangerschaft und vor allem des Geburtsprozess. Hormone, Gerüche (also auf der ganz animalischen Ebene), dann das Thema Stillen. Ich möchte wirklich nicht, dass sich irgendeine Mutter angegriffen fühlt, weil sie nicht stillen konnte oder wollte, aber Stillen ist eine wichtige Einrichtung zur Bindung, zur körperlichen, gesundheitlichen und emotionalen Entwicklung. Ich finde, dass Du da was entscheidendes ausblendest, weil es nicht in Dein Vorhaben passt. Gut, egoistisch zu sein ist weder verboten, noch ein Verbrechen und Kinder sind auch unter den widrigsten Umständen groß geworden. Ich finde aber, dass man sich dessen bewusst sein und dann auch dazu stehen sollte.


    Als Mann hast Du doch noch jede Menge Zeit. Du hast zwar kein biologisches Fenster, aber durchaus ein soziales. Die wenigsten Männer können/wollen es verantworten, noch mit 60 Vater zu werden. Aber bis Du an Deine persönliche Grenze kommst, fließt noch ne Menge Wasser den Rhein runter.


    Mein freundlicher Rat an Dich ist daher (da ich die Umsetzung Deines Vorhabens – zumindest so, wie Du es planst sowieso für sehr unwahrscheinlich halte): ergründe doch mal genauer, was Deine eigentliche Motivation ist und ob Du da nicht ggf. ein Kind instrumentalisieren würdest (was bestimmt nicht in Deiner Absicht liegt). Schau' mal, wieso es mit den Beziehungen zu einer Frau so schwierig ist und ob da nicht eventuell auch Eigenschaften sind, die bei einer Vaterschaft negativ wären (und arbeite daran). An der Uni hast Du doch Zugang zur Fachliteratur zur frühkindlichen Entwicklung. Da Du ja die Arbeit mit Fachliteratur gewöhnt bist, ist das vielleicht auch nochmal eine gute Quelle, die Fallstricke zu erkennen, wo es mit einer rein rationalen Haltung und ohne Mutter schwierig bzw. nicht im Sinne des Kindes sein kann.


    Über die Fachliteratur hinaus, lies mal in Eltern-/Baby-Foren über den tatsächlichen Alltag und den aufkommenden Problemen mit Babys/Kleinkindern. Denn mir scheint, als hättest Du da nur abstrakte Gedanken, Idealvorstellungen usw. im Kopf (nichts gegen Ideale und Theorie, aber ein bisschen Lebensnähe und Praxis kann bei einer solchen Entscheidung nicht schaden).


    Schau' in Deinem Umfeld mal nach Kindern (Freunde, Verwandte) und wie sich Dein Umgang mit ihnen gestaltet. Klar, es gibt die Haltung "beim eigenen Kind ist das alles ganz anders". Ich finde das sehr gewagt. Wenn man so gar kein Händchen für Kinder hat, sind das einfach nicht die idealen Voraussetzungen. Viele lernen es dann zwar mit der Zeit und ein Kind kann auch einiges an "Fehlern" kompensieren und verkraften, aber ideal ist es einfach trotzdem nicht.

    Zitat

    Es liest sich so, als würdest Du weiter arbeiten wollen. Gerade in den ersten Jahren sind aber kontinuierliche physische Bindungen essentiell für die Entwicklung des Kindes.

    Ist es schlimm weiter zu arbeiten wollen? Es gibt verdammt viele Frauen in Partnerschaften, die auch 8 Wochen nach der Geburt wieder Vollzeit arbeiten wollen?


    Und in den meisten anderen Ländern ist es auch total normal Kinder schon früh fremdbetreuen zu lassen. Die Kinder tragen davon auch keinen Dachschaden davon.


    Als Alleinerziehender muss man sich vorher halt ein paar Optionen überlegen, wie das ganze funktionieren kann. Auch als Vater kann man Elternzeit nehmen. Oder ein Aupair. Oder eine Tagesmutter. Oder die Großeltern.

    Zitat

    Es gibt in meinen Augen in Deinem Vorhaben aber einen ganz deutlichen Widerspruch: Du willst das Beste für Dein Kind, für seine Entwicklung, etc. – bist bei einer ganz wichtigen Sache (die wichtigste?) dann aber doch kompromissbereit (und das auf Kosten des Kindes): die Bindung zur Mutter. Es gibt ja nun einiges an Fachliteratur zur entstehenden Bindung während der Schwangerschaft und vor allem des Geburtsprozess. Hormone, Gerüche (also auf der ganz animalischen Ebene), dann das Thema Stillen.

    Das ist nun wirklich kein unumstrittenes Thema. Und je nachdem wer welche Studie mit welcher Einstellung im Hinterkopf gemacht hat, kommen da auch die unterschiedlichsten Ergebnisse raus.


    Bei meinem letzten Entwicklungspsychologie-Seminar kam mir mehrfach die Galle hoch. Laut dieser Dozentin kommt frühe Fremdbetreuung direkt aus der Hölle und die Vater-Kind-Beziehung wurde – im Gegensatz zur hochheiligen Mutter-Kind-Beziehung – beiläufig und mit negativem Unterton in zweidrei Nebensätzen erwähnt.


    Wichtig ist es, dass ein Kind eine verlässliche und konstante Bezugsperson hat und eine vernünftige Bindung zu dieser Person aufbauen kann.

    Ich finde, das Kind braucht durchaus zwei Personen.


    Was ist, wenn der einen Person etwas Schreckliches passiert? Krankheit oder Tod?


    Dann steht das Kind allein da.

    Zitat

    Ich finde, das Kind braucht durchaus zwei Personen.


    Was ist, wenn der einen Person etwas Schreckliches passiert? Krankheit oder Tod?


    Dann steht das Kind allein da.

    Ich persönlich würde es für mich auch vorziehen, in einer funktionierenden Partnerschaft ein Kind zu bekommen und großzuziehen. Einfach, weil ich finde, dass es in so einer Konstellation einen positiven Effekt haben kann, wenn sich beide Elternteile ausgleichen können.


    Aber es ist nicht jeder Mensch in einer funktionierenden Partnerschaft bzw möchte überhaupt in einer Partnerschaft sein. Soll dieser Mensch seinen Wunsch sich fortzupflanzen nun komplett aufgeben?


    Was ist mit Menschen, die sich in anderen nicht so optimalen Situationen fortpflanzen? Zum Beispiel Arbeitslose, Menschen ohne Schulabschluss und Ausbildung, Frauen die von einem ONS ungeplanz schwanger werden, Menschen die Schulden haben, Menschen, die sich in einer kriselnden Partnerschaft befinde, Menschen, die vererbbare Krankheiten haben und so weiter? Wer, ausser einem selbst, soll denn bitte darüber entscheiden wer sich wann und wie fortpflanzen möchte?


    DEN optimalen und rundum perfekten Augenblick um Kinder in die Welt zu setzen gibt es nun mal nur für die aller, allerwenigsten Menschen.


    Und wenn sich nur noch diese wenigen Menschen vermehren dürfen, dann Gute Nacht Menschheit ;-D


    (Ob man das dann als gut oder schlecht empfindet steht wieder auf einem ganz anderen Blatt ]:D )

    Ich hab eben ein bisschen gegoogelt und die besten Chancen als Single-Mann hat man wohl derzeit (noch) in Russland.


    http://www.surrogatebaby.com/de/faq/

    Mein Gott, wenn ich sowas lese was TE schreibt, wird es mir einfach nur noch schlecht. Ich hoffe das dieses " Projekt" noch nie real wird. TE möchte ein Kind, aber das Kind sollte keine Mutter haben, unbedingt leiblich sein und sollte am liebsten weibliches Geschlecht sein, und und und... Sowas egoistisches muss man lange suchen glauben ich..


    Ich hätte gehofft das der Faden ein blöden Scherz war, aber wie ich das lesen kann, ist es tatsächlich alles ernst gemeint... Ich bin fassungslos und finde keine Worte :|N


    TE


    Schaff dich ein Hund an, wenn Du meinst das Du soviel liebe zu geben hast. Ein Kind braucht idealerweise auch eine Mutter. Daran solltest Du vielleicht denken und nicht nur daran was für dich wichtig ist.. Klar Leben manche Kinder ohne Mutter, aber ideal ist es nicht. Alleine das ich lese das Du am liebsten ein Mädchen Haben möchtest, wird es mir schlecht. Das Du auch am liebsten versuchen wurdest durch Methoden in den USA, das Geschlecht zu manipulieren, zeigt mir das Du nicht einfach " nur" ein Kind haben möchtest, das Kind sollte auch genau deine Wünsche entsprechen...


    Gott sei Dank haben wir hier in D gesetzte die so ein " Schnapsidee " verhindert..

    @ blackheartedqueen

    Zitat

    Ist es schlimm weiter zu arbeiten wollen? Es gibt verdammt viele Frauen in Partnerschaften, die auch 8 Wochen nach der Geburt wieder Vollzeit arbeiten wollen?

    Die Bewertung dessen ist eine sehr persönliche Sache und das muss auch jeder für sich persönlich entscheiden. Was diese Entscheidung betrifft, würde ich mich da auf meinen Instinkt verlassen – und ich gehe davon aus, dass sich in mir einiges sträuben würde, mein Kind 8 Wochen nach der Entbindung nicht mehr um mich zu haben bzw. für das Kind als Primärkontakt nicht verlässlich und kontinuirlich da zu sein. Zumal der Wunsch, voll stillen zu wollen und nach 8 Wochen arbeiten zu gehen, sich ausschließen.

    Zitat

    Und in den meisten anderen Ländern ist es auch total normal Kinder schon früh fremdbetreuen zu lassen. Die Kinder tragen davon auch keinen Dachschaden davon.

    Dachschaden ist relativ. ;-)


    Ohne Dich angehen zu wollen – aber wie oft wird von Frauen gesagt, die während der Schwangerschaft geraucht oder getrunken oder sich schlecht ernährt haben (oder sonstwas), ihr Kind aber keinen (offensichtlichen) Schaden davon getragen hat? Es mag sogar sein (Glück) oder es ist einfach nicht messbar, weil man ja nur das jeweilige Kind vor Augen hat und nicht das selbe Kind zum Vergleich, welches ohne diesen Umstand groß wurde.


    Aber um bei den angesprochenen Themen zu bleiben: ich halte frühe Fremdbetreuung sowie Flaschennahrung für einen Kompromiss. Manchmal müssen Kompromisse eingegangen werden (und die Kinder können sich selbstverständlich trotzdem gut entwickeln), aber das Optimum ist es (in meinen Augen) nicht.

    Zitat

    Das ist nun wirklich kein unumstrittenes Thema. Und je nachdem wer welche Studie mit welcher Einstellung im Hinterkopf gemacht hat, kommen da auch die unterschiedlichsten Ergebnisse raus.

    Absolut! Und gerade da frag' ich mich auch, wieviele dieser Studien, die (widernatürliche) frühe Fremdbetreuung als unkritisch darstellen, letztendlich nur im Auge haben, die Mütter wieder früh für den Arbeitsmarkt verfügbar zu machen bzw. die Betreuung zu bündeln um Kapazitäten bezogen auf Arbeitskraft zu schaffen.

    Zitat

    Laut dieser Dozentin kommt frühe Fremdbetreuung direkt aus der Hölle und die Vater-Kind-Beziehung wurde – im Gegensatz zur hochheiligen Mutter-Kind-Beziehung – beiläufig und mit negativem Unterton in zweidrei Nebensätzen erwähnt.

    Weil es nicht in unseren Zeitgeist passt und nicht politisch korrekt ist. Berufliche Totalleistung trotz Baby und emanzipierte Gleichstellung der Vater-Kind-Beziehung scheinen mir eher dem Zeitgeist zu entsprechen als der Biologie gerecht zu werden.

    Zitat

    Wichtig ist es, dass ein Kind eine verlässliche und konstante Bezugsperson hat und eine vernünftige Bindung zu dieser Person aufbauen kann.

    Absolut. Die Bindung an sich finde ich auch wichtiger, als dass es zwingend die Mutter sein muss. Ich vermute (weiter möchte ich mich nicht aus dem Fenster lehnen), dass (allgemein! ich würde das nicht grundsätzlich bei jeder Frau einräumen) die Mutter-Kind-Bindung die primäre und die natürlichste ist und am ehesten dem Bedürfnis des Kindes entspricht.

    Zitat

    Und gerade da frag' ich mich auch, wieviele dieser Studien, die (widernatürliche) frühe Fremdbetreuung als unkritisch darstellen

    Wieso widernatürlich? Fremdbetreuung ist nichts, das es erst in der heutigen Zeit gibt.


    Früher gab es Ammen. Oder Kinder wurden im Großfamilienverband von den Großeltern oder ihren älteren Geschwistern (mit) großgezogen.


    In kaum einer Kultur und kaum einer Zeit hatten Mütter und/oder Väter so viel Zeit um sich selbst rund um die Uhr um ihren Nachwuchs kümmern zu können. Aber nur weil man das nicht kann, heisst das nicht dass es so sein muss. Es ist halt eine Option. Genauso wie Fremdbetreuung auch eine Option ist.


    Zum Thema nur-Muttermilch-ist-das-Beste: Ich las grade eben beim googeln irgendwo, dass manche Leihmütteragenturen auch anbieten, dass Eltern des Kindes abgepumpte und gefrorene Muttermilch geschickt bekommen können.


    Aber eigentlich tut das mit der Muttermilch und der Fremdbetreuung hier ja nichts zur Sache. Der TE hat hier ja noch gar nichts dazu geschrieben, wie er das handhaben wollen würde.

    @ L.vanPelt

    So sehe ich das zB auch.


    Schließlich trägt die Frau das Kind aus und ernährt es (normalerweise) in den ersten Monaten.


    Im Tierreich gibt es bei den Seepferdchen Unterschiede, das zeigt mMn, dass es schon Absicht ist, wie es bei uns Menschen geregelt ist.


    Das heißt NICHT, dass ich schwulen Pärchen irgendwelche Rechte abspreche. Zumal ich es für besser als alleinerziehend empfinde.


    Ich frage mich auch, welches Bild von Liebe der TE vorleben will.


    Keine Partnerin, ok, aber ständig irgendwelche Affären?


    Gerade für Mädchen in meinem Alter könnte das irritierend sein.

    Zitat

    Keine Partnerin, ok, aber ständig irgendwelche Affären?

    Davon muss ein Kind doch nichts mitbekommen, egal wie alt es ist?


    Dann geht man halt zur Affäre nach Hause oder ins Hotel.. Verheiratete Menschen, die eine Affäre haben, schaffen es ja auch diese vor ihrer Familie und vor ihren Kindern geheimzuhalten.


    Und der TE würde mit einer lockeren, rein sexuellen Affäre, ja niemanden hintergehen oder auf irgendjemandes Gefühlen herumtrampeln..

    Zitat

    Davon muss ein Kind doch nichts mitbekommen, egal wie alt es ist?


    Dann geht man halt zur Affäre nach Hause oder ins Hotel..

    Und gibt das Kind immer ab bei der eigenen Mutter, der Nachbarin etc? Und das Kind stellt keine Fragen? Es merkt nicht, dass zu Hause alles anders läuft?

    Zitat

    Wieso widernatürlich? Fremdbetreuung ist nichts, das es erst in der heutigen Zeit gibt.


    Früher gab es Ammen. Oder Kinder wurden im Großfamilienverband von den Großeltern oder ihren älteren Geschwistern (mit) großgezogen.

    Das waren aber für Kinder ganz schön schwarze Zeiten – also jetzt bezogen auf die Ammen. Die Motivationen dahinter waren oftmals gesellschaftliche oder finanzielle Zwänge.

    Zitat

    n kaum einer Kultur und kaum einer Zeit hatten Mütter und/oder Väter so viel Zeit um sich selbst rund um die Uhr um ihren Nachwuchs kümmern zu können. Aber nur weil man das nicht kann, heisst das nicht dass es so sein muss. Es ist halt eine Option. Genauso wie Fremdbetreuung auch eine Option ist.

    Wenn wir nun vorzivilisatorisch denken, wird davon ausgegangen, dass Säuglinge durchaus 24/7 an/bei der Mutter waren. Nicht umsonst hat die Natur es so eingerichtet, dass Stillen ein ziemlich sicherer Schutz vor einer zweiten Schwangerschaft ist – eben, damit die Mutter bis zum Zeitpunkt, wo das Kind feste Nahrung in ausreichender Menge aufnehmen kann, sich vorrangig um dieses Kind kümmern kann. Es mindestens 2,5-3 Jahre alt ist, bis das nächste Baby kommt. Bei zu verrichtenden Arbeiten, Nahrungssuche, Wanderungen wurde das Kind quasi umgebunden. Aber gut, man kann natürlich grundsätzlich infrage stellen, ob dieses Mutterverhalten nur den Umständen geschuldet ist und für die Entwicklung des Kindes selbst eine untergeordnete Bedeutung hat.

    Und was passiert eigentlich, wenn die Tochter fragt: "Papa, warum hast du keine Freundin/Frau?" oder "Wo ist meine Mama?"


    Lügen? Oder dem Kind sagen: "Ich hatte keinen Bock mehr auf Frauen."


    Dann wird es sich höchstwahrscheinlich fragen, was denn an Frauen so schlimm sei - und ggf am eigenen Ego zweifeln, denn schließlich wäre sie ja auch ein Mädchen.

    Zitat

    Und was passiert eigentlich, wenn die Tochter fragt: "Papa, warum hast du keine Freundin/Frau?" oder "Wo ist meine Mama?"

    Was passiert eigentlich, wenn eine Frau von einem ONS oder eine Samenspende schwanger wird? Oder was passiert wenn ein Kind gar adoptiert ist?


    Da muss man sich halt vorher überlegen, wie man das einem Kind kindgerecht erklärt. Gegebenenfalls hat mit psychologischer Unterstützung.


    Ist ja nun wirklich nicht so, als ob es heutzutage nur mehr das klassische Vater-Mutter-Kind Familienmodell gibt.