• Möchte ein Kind, aber keine Frau (Fragen Leihmutterschaft)

    Hallo. Ich habe folgendes Problem: Seit Jahren habe ich den zunehmenden Wunsch Vater zu sein. Es hat sich so langsam in mir entwickelt dieser Wunsch bis ich anfing mir wirklich konkret Gedanken darüber zu machen. Ich denke ich könnte einem Kind enorm viel geben. Ich bin jetzt fast 30 und fühle mich so als ob ich bereit bin für etwas neues Großes, was…
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    @ Allestoll

    So sehr ich das "Projekt" des TE kritisch finde, so sehr werden deine Argumente hahnebüchen.

    Zitat

    Im Tierreich gibt es bei den Seepferdchen Unterschiede, das zeigt mMn, dass es schon Absicht ist, wie es bei uns Menschen geregelt ist.

    Was für eine Absicht denn? Die Natur hat kein Handbuch wo drin steht "Das Ziel der Evolution ist xy." Die Evolution ist eben ohne Ziel, ohne Endpunkt. Ich denke die meisten - abgesehen von religiösen Fundis wie den Kreationisten - sehen das so.

    Zitat

    Und was passiert eigentlich, wenn die Tochter fragt: "Papa, warum hast du keine Freundin/Frau?" oder "Wo ist meine Mama?"

    Jo mei. Was sagen denn die Frauen, die von einem ONS schwanger und den Vater gar nicht kennen? Oder wenn das Kind Halbwaise ist? Oder die Frauen, wo sich der Mann nach der Trennung vom Acker gemacht hat?


    Bei einer Scheidungsrate von 50% und einer riesigen Zahl von wilden Ehen ist es mittlerweile ja schon fast Usus / Standard, dass die biologischen Eltern nicht zusammen sind. Das kann man finden, wie man will, ist aber sicher kein Argument gegen Kinder, denn Gewissheiten gibt es im Leben nie. NIE.

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    Jo mei. Was sagen denn die Frauen, die von einem ONS schwanger und den Vater gar nicht kennen? Oder wenn das Kind Halbwaise ist? Oder die Frauen, wo sich der Mann nach der Trennung vom Acker gemacht hat?

    Immer noch etwas anderes finde ich als wenn man sagen muss, dass es von einer Leihmutter ausgetragen wurde weil man selbst Frauen nicht mag oder sowas.

    Trotzdem frage ich mich, was der TE auf die Frage "Warum hast du keine Frau?" antworten will.


    Denn so viele Alleinerziehende es auch gibt, wie soll denn der TE erklären, dass er keine Lust mehr auf Frauen hat, ohne dass sich die Tochter verletzt fühlt, weil sie auch weiblich ist?

    Zitat

    Denn so viele Alleinerziehende es auch gibt, wie soll denn der TE erklären, dass er keine Lust mehr auf Frauen hat, ohne dass sich die Tochter verletzt fühlt, weil sie auch weiblich ist?

    Wieso muss man JETZT schon eine Antwort auf alle Fragen wissen, die sich möglicherweise in der Zukunft auftun könnten?


    Wenn ein Paar in einer glücklichen Beziehung ein Kind bekommt, sich aber nach wenigen Jahren trennt und das Kind bei einem Elternteil zurückbleibt und dieser Elternteil keine Lust mehr hat in Zukunft eine Beziehung zu führen. Was sagt dieser Elternteil dann seinem Kind?


    Und seit wann muss man sich als Elternteil dafür bei seinem Kind rechtfertigen in welcher Beziehungs- oder Nichtbeziehungskonstellation man sich befindet?

    @ Allestoll

    man muss ja dem Kind auch nicht 100% die Wahheit sagen.


    Der TE kann auch sagen, er hätte einfach nicht die richtige Frau gefunden anstatt "ich hatte keine Lust mehr auf die scheiß Frauen".


    Ist ja auch manchmal besser so.


    Der verheiratete Papi, der heimlich ins Puff geht wird hoffentlich seinem Kind auch nicht sagen:


    "weißt du, Mami ist ne frigide Kuh mit hängenden Brüsten, drum gehe ich zu einer jungen knackigen Professionellen, die ich nicht bitten muss" :-X :-/

    Zitat

    Jo mei. Was sagen denn die Frauen, die von einem ONS schwanger und den Vater gar nicht kennen? Oder wenn das Kind Halbwaise ist? Oder die Frauen, wo sich der Mann nach der Trennung vom Acker gemacht hat?


    Bei einer Scheidungsrate von 50% und einer riesigen Zahl von wilden Ehen ist es mittlerweile ja schon fast Usus / Standard, dass die biologischen Eltern nicht zusammen sind. Das kann man finden, wie man will, ist aber sicher kein Argument gegen Kinder, denn Gewissheiten gibt es im Leben nie. NIE.

    Der kleine aber feine Unterschied ist, dass das eine unter "blöd gelaufen, nicht zu ändern fällt". Hier wird genau diese Situation aber sehenden Auges genau so geplant.

    1. mein vater starb,als ich ein kind war und ich fand es als halbwaise grausig.


    meine schwester hat davon auch einen richtigen knall, der sich nun in der erziheung ihrer eigenen kinder niederschlägt.


    tu das einem kind nicht an.


    ein kind braucht vor allem auch eine mutter, es ist ein unstillbares verlangen bei kindern, jemanden "mama" nennen zu dürfen,


    natürlich auch "papa" – aber "mama" ist unglaublich wichtig. ob das nun gesellschaftlich konstruiert ist oder tatsächlich einer art kollektivem gedächtnis entspringt, sei dahin gestellt,


    aber es ist auch für kinder der heutigen zeit ein großer bereich ihrer identitätenbildung.


    2. du weißt nicht, ob ein kind für deine intellektuellen bzw. bildungsorientierten erziehungsansätze offen ist.


    auch wir sind z.b. ein bildungsnaher haushalt, ich habe den gleichen job wie du und mein mann ähnlich, aber das bedeutet nicht automatisch,


    dass die kinder ähnlich offen und interessiert sind. ich wage zu behaupten, dass sie zwar von uns per se mehr eingetrichtert bekommen als manche ihrer freunde von anderen eltern, richtig, aber der hunger nach erkenntnis und erleuchtung, der uns eltern treibt,


    ist nicht automatisch dominant vererbbar.


    insofern würde ich diese motivation ein kind zu bekommen abhaken und sehen,


    ob dann noch was übrig bleibt, was diesen schritt gerechtfertigt.


    3. ich bin der meinung, dass ein mann genauso ein kind bekommen darf, wie eine frau.


    4. mädchen und väter ist ein besondere beziehung,


    meist bleiben die mädels auch späer eher bei der familie, bringen die eigenen kinder etc..


    trotzdem solltest du versuchen,dass es eine oma, eine patentante etc. hat.


    es gibt dinge, nicht nur sexueller art, die sind nichts für väter/töchter-beziehungen.


    versuche, ein sozial stabiles und liebevolles umfeld zu finden,


    gerne auch mit passendem kognitiven ansprüchen, aber schaff ' es auf jeden fall.

    Dein Eingangstext klingt in meinen Ohren in etwa so: "Ich, ich, ich, ich, ich, ich, ich, ich, ich, ich und dann nochmal ich". Total egozentrisch und auch völlig von Dir selbst eingenommen. Du wirkst nicht im Geringsten so, wie Du Dich selbst beschreibst – liebevoll etc pp. Sicher, dass da keine riesige Kluft zwischen Selbstwahrnehmung und Realität besteht? Sorry, mal abgesehen davon, wenn es in einer Beziehung nicht passt, sind immer beide nicht schuld. Und ich bezweifle mal einfach, dass jemand, der nicht in der Lage ist, eine gute Beziehung (aus den Gründen, die Du anführst) zu führen, ein guter, liebevoller Vater sein könnte.

    Zitat

    mädchen und väter ist ein besondere beziehung,


    meist bleiben die mädels auch späer eher bei der familie, bringen die eigenen kinder etc..

    Äh, nö, nicht zwangsläufig. Ich würd mich gerne abkapseln.

    deswegen ja auch "meist".


    "meist" sind es in meinem bekanntenkreis die eltern der mütter,


    die sich um die enkel kümmern bzw. bei denen die kleine familie die wochenenden verbringt.

    Zitat

    Dein Eingangstext klingt in meinen Ohren in etwa so: "Ich, ich, ich, ich, ich, ich, ich, ich, ich, ich und dann nochmal ich".

    also sorry,


    so sind aber vieel werdende eltern drauf.


    hör doch mal genau hin bzw. lies mal hier im forum genau.


    MEIN kind, MEINE erziehung, MEINE ideale.

    @ mnf

    Zitat

    Der kleine aber feine Unterschied ist, dass das eine unter "blöd gelaufen, nicht zu ändern fällt". Hier wird genau diese Situation aber sehenden Auges genau so geplant.

    Ja, klar! Wie gesagt, ich teile die Bedenken auch in diese Richtung. Ich fand nur die Argumentation blöd ("Warum hast du keine Freundin?"), u.a. auch bei der Diskussion zur Pränataldiagnostik, wo sich Allestoll mit seltsamen Argumenten so eingehakt hat.


    Ich sehe v.a. die Kombination aus Faktoren (wie, glaube ich, L.vanPelt treffend zusammengefasst hat) als kritisch - der gewaltige theoretische Überbau, der über diesem "Projekt" wie ein Damoklesschwert hängt, während praktische Überlegungen nur eine seeeehr untergeordnete Rolle spielen.