• Möchte ein Kind, aber keine Frau (Fragen Leihmutterschaft)

    Hallo. Ich habe folgendes Problem: Seit Jahren habe ich den zunehmenden Wunsch Vater zu sein. Es hat sich so langsam in mir entwickelt dieser Wunsch bis ich anfing mir wirklich konkret Gedanken darüber zu machen. Ich denke ich könnte einem Kind enorm viel geben. Ich bin jetzt fast 30 und fühle mich so als ob ich bereit bin für etwas neues Großes, was…
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    Und ich weiß auch, dass das Selbstbewusstsein so gut wie aller Jugendlichen am Boden ist.

    DAS kannst Du einfach nicht wissen! Das ist lediglich Deine subjektive Wahrnehmung, in Deiner Umgebung.

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    Ich weiß eher, was in der Schule abgeht als du

    Du weißt maximal, was in Deiner Schule (vielleicht sogar nur Klasse) abgeht, überschätze Dich bitte nicht sooo.....Deine Beobachtungen können gar nicht allgemeingültig sein. ;-)

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    Es ist ja nun nicht so, dass man seine Meinung ändern kann, allerdings ist ein Kinderwunsch doch noch etwas anderes als eine Schnapsidee oder eine Laune.

    Sowas kann sich ziemlich rasch ändern.. Mit 23 war ich mir nicht sicher, ob ich jemals Kinder haben möchte. Beziehungsweise wollte ich, wenn überhaupt, erst mit Ende 30 Kinder. Und es wäre mir schon auch ganz recht gewesen, wenn ich so ein Kind ausserhalb meines Körpers hätte ausbrüten lassen können. ]:D


    Irgendwann hat sich bei mir recht schnell ein Schalter umgelegt, so mit 24/25 rum.. Jetzt bin ich 26 und möchte eigentlich recht bald ein Kind. Inklusive Schwangerschaft ;-D


    Dinge ändern sich. Bei mir und bei jedem anderen Menschen. Und das wird beim TE nicht anders sein.

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    Hast du noch nie erlebt, schön. Vor wie vielen Jahren bist du zur Schule gegangen?

    Du bringst da etwas durcheinander. Das nicht erlebt, war auf den Ruf bezogen. Ob nun eine Kollegin mit 15 eine "Schlampe" war oder nicht, juckt keinen und ob sie es heute ist ;-) . Mal abgesehen davon, dass das eine recht sexistische Aussage ist, die nun auch nicht von allen so gesehen wird.


    Mobbing – wie schon geschrieben – für die einen hat es langfristige Nachwirkungen, für andere nicht und das kann ich beurteilen, weil ich schlichtweg Menschen kenne, die in ihrer Jugend gemobbt wurden und längst Geschichte ist. Deiner Formulierung nach ist es bei jedem so, der mal gemobbt wurde. Auch wird "Mobbing" heute sehr schnell in den Mund genommen und ist noch längst keines.

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    Ist aber so, glaub mir. Ich weiß eher, was in der Schule abgeht als du. Und ich weiß auch, dass das Selbstbewusstsein so gut wie aller Jugendlichen am Boden ist. Opfer wird man ganz leicht.

    Wie schon erwähnt – das halte ich für ein Gerücht. Deine Projektion funktioniert nicht. Du weißt, was in Deiner Schule abgeht.

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    Wenn ich lese, dass der TE vor ca. 1 Jahr einen Thread eröffnet, in dem er beschreibt, wie er seine damalige Freundin dazu gebracht hat, ihren Kinderwunsch "ihm zuliebe" aufgegeben hat.... weil er partout keine Kinder wollte.

    You, und das kann in einem Jahr auch wieder anders werden. So ist das Leben. Im Moment spielt er mal mit diesem Gedanken und check ab, was geht und ob es geht. Habe den Gedanken genauso durchdacht - Kind ohne Vater, etc, genauso die Frau eines Millionärs zu werden, Hochhäuser zu bauen, etc. etc.

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    Kinder haben ein Anrecht darauf, Mutter und Vater zu haben. Manchmal klappt es im Nachhinein nicht so, aber dies schon im Vorfeld billigend in Kauf zu nehmen finde ich absolut egoistisch. Ein Kind ist weder ein Projekt noch ein Zuchtobjekt, es ist kein Lückenbüßer für innere Leere oder Sinnstifter für ein sonst irgendwie verkorkstes Leben.

    Ich finde es müßig über "Anrecht" zu diskutieren, wenn nun einmal unterschiedliche Wege zur Verfügung stehen. Genauso wurde weiter vorne das Wort "widernatürlich" verwendet, wenn ein Kind nicht mit einer Mutter aufwächst, Leihmutterschaft, etc. Dabei wird völlig außer Acht gelassen, das wir kein Naturvolk sind. Also: Überraschung, sind wir nicht. Alles andere ist "widernatürlich". Steht uns aber zur Verfügung, von der Abtreibung, künstlicher Befruchtung, Operationen, etc. etc. Alles keine "natürlichen" Vorgänge.

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    Ich finde es müßig über "Anrecht" zu diskutieren, wenn nun einmal unterschiedliche Wege zur Verfügung stehen. Genauso wurde weiter vorne das Wort "widernatürlich" verwendet, wenn ein Kind nicht mit einer Mutter aufwächst, Leihmutterschaft, etc. Dabei wird völlig außer Acht gelassen, das wir kein Naturvolk sind. Also: Überraschung, sind wir nicht. Alles andere ist "widernatürlich". Steht uns aber zur Verfügung, von der Abtreibung, künstlicher Befruchtung, Operationen, etc. etc. Alles keine "natürlichen" Vorgänge.

    Irgendwo aufgeschnappt, sinngemäss, dass wir gelernt haben wie Vögel zu fliegen und wie Fische zu schwimmen, aber verlernt, wie Menschen zu leben.


    Überraschung: Nicht alles, was geht, was möglich ist, ist auch gut. Das zeigt auch die Geschichte.

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    Überraschung: Nicht alles, was geht, was möglich ist, ist auch gut. Das zeigt auch die Geschichte.

    Beziehst du dich damit jetzt auf die In-vitro-Fertilisation, also die Befruchtung einer Eizelle im Reagenzglas, oder beziehst du dich auf Leihmutterschaft im Allgemeinen?


    Weil Leihmutterschaft, also dass eine fremde Frau einer anderen Frau ein Kind austrägt, das ist definitiv keine Erfindung der Neuzeit ;-) Früher wurden diese Kinder dann halt noch auf klassischem Wege gezeugt.

    In-vitro finde ich nicht wirklich problematisch. Leihmutterschaft dagegen finde ich generell äußerst heikel.


    Aber in diesem Fall ist es nicht mal der Wunsch nach Leihmutterschaft, den ein kinderloses Paar hat sondern ein einzelner Mann, der in meinen Augen nicht das Kindeswohl an erster Stelle sieht [...]

    Hallo aparticularperson,


    ganz ehrlich, als ich Deinen Beitrag überflogen habe, dachte ich, das kann nur ein fake sein und ich wollte nichts dazu sagen.


    Ich sehe die Dinge so: ein Kind sollte nicht in die Welt gesetzt werden, um für den Erwachsenen einen bestimmten Sinn, Zweck zu erfüllen, um dem Leben des Erwachsen Sinn und Bedeutung zu geben.


    Die beste Voraussetzung, dem Kind einen guten Einstieg in dieses Leben zu geben ist: man selbst liebt das Leben, empfindet das Leben sinnvoll und erfüllt – auch ohne Kind. Du aber willst, dass das Kind Sinn und Erfüllung in Dein Leben bringt und das halte ich ganz einfach für ungesund.

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    Aber jetzt will ich auch persönlich Erfolg haben und Wärme und Liebe in mein Leben bringen, Vater werden.

    Scheint, Du hast bis jetzt keine Wärme und Liebe im Leben – weil diese willst Du ja erst in Dein Leben bringen. Du solltest diese Wärme und Liebe doch dem Kind als guten und gesunden Empfang auf dieser Erde bereithalten.

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    Denn ich bin sehr liebevoll und fürsorglich, verantwortungsvoll und kann einfach alles beibringen und lehren über das Leben, das Universum, die Welt und seine Bewohner.

    Sehr anmaßend und für das Kind einschränkend ist diese Äußerung, weil ganz allgemein eine einzelne Person nicht alles über das Leben, das Universum, die Welt, ... lehren kann.

    Zitat

    Außerdem habe ich eine hervorragende Karriere und es wäre wundervoll für mich nicht mehr so alleine zu sein

    .


    Ein Kind haben zu wollen, um nicht mehr allein zu sein, finde ich geradezu krankhaft.

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    Weiterhin will ich die alleinige Kontrolle über mein Leben haben und auch die Erziehung.

    Ob Du diese Kontrolle über dein Leben in der von Dir gewünschten Weise hast, wenn Du für ein Kind verantwortlich bist, ist sehr fraglich; denn das Kind setzt wahrscheinlich Grenzen, die Dir nicht unbedingt gefallen müssen.

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    Zum einen muss es definitiv ein leibliches Kind sein.

    Vielleicht bin ich ja über einiges nicht informiert; ich verstehe diesen Satz nicht. Es gibt doch nur leibliche Kinder, was meinst Du damit?

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    Entweder gehe ich den Weg des Glücks und Sinn oder direkt in die Sackgasse ohne Sinn und Vollendung.

    Genau dieser Anspruch, dass das Kind für den Sinn und das Glück in Deinem Leben sorgen soll, hat mich sehr erschreckt. Und genau darum dachte ich, das ist ein Fake.


    Jedes Glück, das an eine bestimmte Bedingung gebunden ist, ist keine wirkliches Glück; so herum funktioniert es nicht.


    Ich wünsche Dir ein Gefühl des "Alleins-Seins" (gegen die Einsamkeitsgefühle), Sinn und Glück in Deinem Leben, mit oder ohne Kind. ;-)


    sophica

    Damit, dass ein Mann ein Kind möchte, aber keine feste Beziehung zu einer Frau, damit habe ich vom Grundsatz her kein Problem.


    Allerdings gibt es in diesem speziellen Fall einige Punkte, die mich an der Eignung als alleiniges Elternteil ein weinig zweifeln lassen.


    Im Eingangsbeitrag spricht er davon, dass er sein Leben so gestalten möchte wie ER will, als alleinerziehender Vater ist das vollkommen abwegig.


    Ein Kind bestimmt einen großen Teil der Freizeit und schränkt massiv den Beruf ein.


    Die Tatsache, dass es unbedingt ein Mädchen sein muss ist für mich sehr befremdlich.


    Der Kinderwunsch ist noch sehr neu.


    Die Herangehensweise lässt wenig Gefühl und auch wenig Erfahrung mit Kindern vermuten.


    Mein Vorschlag: Warte noch ein wenig, du bist noch jung. Werde Pate bei einem Kind im Freundeskreis und baue von Anfang an eine richtig gute Beziehung zu dem Kind auf.


    Dadurch bekommst du zumindest einen kleinen Einblick, was ein Kind so braucht.


    Dann kannst du sehen, ob der Wunsch weiterbesteht und ob die Tatsache, dass du keine Frau willst so bleibt.

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    Irgendwo aufgeschnappt, sinngemäss, dass wir gelernt haben wie Vögel zu fliegen und wie Fische zu schwimmen, aber verlernt, wie Menschen zu leben.

    Für viele ist genau das "menschlich" - sich damit nicht zufrieden zu geben, sondern sich zu entwickeln. Ob das nun subjektiv als gut oder schlecht angesehen wird, ändert nichts daran, dass Menschen ständige ihre Grenzen überwinden wollen. Das was vor ein paar Jahrhunderten noch "Science Fiction" war, ist heute teilweise möglich und das, was heute "Science Fiction" ist, wird in 500 Jahren "normal" sein. Die Vorstellung, dass irgendwann Kinder außerhalb des Körpers erschaffen wird - das sehe ich durchaus als wahrscheinlich. Wem es nicht passt, der macht nicht mit. Dass "Design-Kinder" produziert werden, ist nichts Neues. Verstehe gar nicht, wieso hier manche so tun, als wäre das so ungewöhnlich. Ist doch der logische Schritt, genau wie die nächsten Schritte logisch sind. Dann gibt es noch jene, die willkürlich nach ihren Kriterien mitmachen und dann die Reißleine ziehen und für sich definieren, ab wann etwas nicht mehr natürlich ist. Ethik und Moral - seit wann gibt es da eine einheitliche? Außerdem sind das nur Gedanken, die da durchgespielt werden - ist ja nicht so, als hätte er nun ein Baby in den Armen.

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    Überraschung: Nicht alles, was geht, was möglich ist, ist auch gut. Das zeigt auch die Geschichte.

    Eben - erstens kann es erst im Nachhinein festgestellt werden, was "gut" war und dann hängt es immer noch von den Kriterien ab, die für "gut" und "schlecht" angesetzt werden und in Bezug worauf etwas nun gut und nicht gut war. Das ist nun einmal subjektiv. Damit sind wir wieder hier im Faden. Subjektiv gibt es unterschiedliche Sichtweisen. Du kannst es "gruselig" finden oder nicht. Ändert nichts an den Möglichkeiten. Gefallen mir all die Möglichkeiten? Nein, sicher nicht und ich kann es ja lassen. Ein anderer kann es anders sehen und es in Betracht ziehen oder es auch tun. Wenn einmal die Möglichkeit zu etwas geschaffen ist, so wird es Menschen geben, die sie nutzen.

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    In-vitro finde ich nicht wirklich problematisch. Leihmutterschaft dagegen finde ich generell äußerst heikel.

    Das ist ja auch oft heikel und oft nicht - aber auch da gehe ich davon aus, dass wenn es jemand macht, sich damit auseinandersetzt. Dafür gibt es eben auch Beispiele, dass es Frauen gibt, für die es absolut nicht heikel ist, sie das Kind bekommen, es nehmen und es den Eltern in die Hand drücken und sich den nächsten Auftraggeber suchen.

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    Aber in diesem Fall ist es nicht mal der Wunsch nach Leihmutterschaft, den ein kinderloses Paar hat sondern ein einzelner Mann, der in meinen Augen nicht das Kindeswohl an erster Stelle sieht sondern ein Kind besitzen will, er ganz allein. Am besten bestellen und liefern lassen. Gruselig.

    Da beißt sich die Katze wieder in den Schwanz, denn viele Eltern sehen ihre Kinder als "Besitz" an. Es gibt keinen Führerschein für Eltern, also dürfen auch Menschen Kinder bekommen, die die Dinge nicht so sehen wie Du oder ich.

    Kleio, zusammengefasst: Alles, was Menschen tun, ist menschlich. Normal. Logische Folge von irgendwas anderem. Habe ich Dich da richtig verstanden?


    Nur, deswegen muß man es nicht gutheißen. Nicht unterstützen bzw zuschauen und lapidar sagen, es ist wie es ist. Man kann es auch zur Debatte stellen oder dagegen vorgehen, Gesetze schaffen, die irgendwelche Auswüchse unterbinden. Es wird sich immer jemand finden, der aus Geldgier oder Größenwahn bereit ist, alle Wünsche, und seien sie noch so verfehlt, zu erfüllen, unter der Maßgabe, die Fähigkeit, es zu tun, berechtigt auch dazu und ist gut und richtig. [...]

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    Trotzdem frage ich mich, was der TE auf die Frage "Warum hast du keine Frau?" antworten will.

    man muss ja dem Kind auch nicht 100% die Wahheit sagen.


    Der TE kann auch sagen, er hätte einfach nicht die richtige Frau gefunden anstatt "ich hatte keine Lust mehr auf die scheiß Frauen"

    Ich kann darüber jetzt natürlich nur theoretisch schreiben, aber ich muss sagen, als Tochter würde mich wohl weniger die Frage beschäftigen, weshalb sich mein Vater gegen das Führen einer klassischen Beziehung entschieden hat, als vielmehr, wieso mich meine Mutter nicht (großziehen) wollte bzw. mich offenbar nur für Geld zur Welt gebracht hat. Der Umgang damit fiele mir wohl ungleich schwerer, als der mit einem Vater, der mich so dringend wollte, dass er diesen steinigen Weg in Kauf genommen hat.


    Ich frage mich auch im Fall von anonymer Samenspende, wie diejenigen damit klar kommen, dass es da draußen unzählige leibliche Kinder von ihnen gibt, die sie nie zu Gesicht bekommen. Ich könnte das nicht, so eine Gleichgültigkeit gegenüber meinen Kindern an den Tag legen, die ein Teil von mir sind, die mich aber nie kennenlernen werden und mit denen ich dann so rein gar nichts zu tun habe. Ich könnte mit jemandem, der das so pragmatisch angeht und seine Gene für einen Betrag x verkauft, nicht zusammen sein und noch weniger könnte ich mir vorstellen, mit jemandem, der so tickt, ein Kind zu zeugen. Ich finde anonyme Samenspende, Eizellenspende und Leihmutterschaft nicht verwerflich, aber mir ist die Haltung derer, die kein persönliches Interesse an ihrem leiblichen Nachwuchs haben, einfach total fremd. So fremd, dass ich nicht wollte, dass mein Kind die Hälfte der Gene von diesem Menschen in sich trägt. Und ich würde einem Kind dieses Wissen darum, dass seine Entstehung für die Mutter reine Geschäftssache war, auch nicht aufbürden wollen. Ich als Tochter käme nämlich wohl nur schwer damit klar (oder auch nicht, vielleicht fände ich auch nichts dabei, weil ich dann einen ähnlichen Charakter wie meine biologische Mutter hätte, wer weiß).

    Ich habe beim ersten Lesen des Fadeneröffners auch erst einmal geschluckt, meine Meinung aber während der Lektüre des Fadens doch etwas geändert. Sehr kritisch sehe ich dabei aber nach wie vor das Prinzip der Leihmutterschaft.

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    Ich sehe die Dinge so: ein Kind sollte nicht in die Welt gesetzt werden, um für den Erwachsenen einen bestimmten Sinn, Zweck zu erfüllen, um dem Leben des Erwachsen Sinn und Bedeutung zu geben.


    Die beste Voraussetzung, dem Kind einen guten Einstieg in dieses Leben zu geben ist: man selbst liebt das Leben, empfindet das Leben sinnvoll und erfüllt – auch ohne Kind. Du aber willst, dass das Kind Sinn und Erfüllung in Dein Leben bringt und das halte ich ganz einfach für ungesund.

    Wie ist das denn so bei Paaren, die auf natürlichem Weg ein Kind planen/bekommen? Was sind wohl deren Motive?

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    wie würdest du, TE, damit umgehen, wenn deine Tochter lieber ein Sohn wäre?

    Wie gehen denn andere Eltern damit um, wenn sich das Kind im falschen Körper fühlt? Das ist wohl nie ein leichter Weg.

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    Davon muss ein Kind doch nichts mitbekommen, egal wie alt es ist?

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    Dann geht man halt zur Affäre nach Hause oder ins Hotel..

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    Und gibt das Kind immer ab bei der eigenen Mutter, der Nachbarin etc? Und das Kind stellt keine Fragen? Es merkt nicht, dass zu Hause alles anders läuft?

    Was ist mit den Ehepartner, die (regelmäßig) fremdgehen? Davon gibt es durchaus einige.

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    Und was passiert eigentlich, wenn die Tochter fragt: "Papa, warum hast du keine Freundin/Frau?" oder "Wo ist meine Mama?"


    Lügen? Oder dem Kind sagen: "Ich hatte keinen Bock mehr auf Frauen."

    Wie ja schon erwähnt gibt es sämtliche (ungeplante) Konstellationen, in denen diese Fragen auftauchen kann. Und sehr oft wird man diese nicht komplett wahrheitsgemäß beantworten. Wie wär's mit: "Ich habe keine passende Partnerin für die gemeinsame Familienplanung gefunden, habe mir aber sehr ein Kind gewünscht und jetzt, wo ich dich habe, bin ich sehr froh, mich für diesen Weg entschieden zu haben". Ist da schlimmer für ein Kind als der Elternteil, der sich nach ein paar Jahren aus dem Staub macht, weil er keine Lust mehr auf seine Familie hat?

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    Glaubt ihr nicht, dass ein Kind am besten entscheiden kann, was es verletzen würde und was nicht?

    Nein, denn es gibt nicht DAS Kind und deine Einstellung geht aus deinen ganz persönlichen Erfahrungen hervor. In deiner Argumentation generalisierst du diese und lässt einiges an Weitsicht vermissen.

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    Das Kind bekommt einfach keine funktionierende Partnerschaft vorgelebt, Punkt aus.

    Ich bekam von meinen Eltern auch keine funktionierende Partnerschaft vorgelebt.Es ist einfach nicht wahr, dass das klassische Familienmodell einem anderen zwangsläufig in jeglicher Hinsicht überlegen ist.

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    Ich kann den Wunsch, sich selbst fortzupflanzen und die eigenen Gene weiterzugeben, nicht besser begründen, aber ich halte ihn für zutiefst menschlich.


    Der Grund bei mir ist einfach zu großem Teil auch die Liebe, die ein Kind für das Elternteil empfindet. Ich habe in meiner Arbeit viel Anerkennung geerntet. Und eine zeitlang war neben dem Interesse daran und der Leidenschaft auch das der Grund gewesen warum ich mich ins Zeug gelegt hatte. Aber nach gewisser Zeit habe ich festgestellt, dass diese Anerkennung dem Produkt gilt, also meiner Ergebnisse. Vielleicht auch meines Talents. Aber nicht viel weiter darüber hinaus. Ich wollte aber als Person / Mensch geschätzt werden, _geliebt_ werden. Ich wollte etwas bedeuten persönlich (nicht nur in meiner Arbeit) für _jemanden_. Mit anderen Worten jemandem wichtig sein, geliebt werden etc.. Und Kinder sind biologische Maschinen, die geradezu von der Evolution programmiert sind dazu ihre Eltern bedingungslos zu lieben. Und da ich auch noch ein exzellenter liebevoller Vater wäre, gibt es auch genug Grund dazu. Aber selbst sehr schlechte Eltern werden noch von ihren Kindern geliebt.. denn das ist die Programmierung. Und ich finde nicht nur Single-Frauen haben das Recht auf ein Kind, auf diesen Sinn den es einem gibt. Es ist auch die einzige Möglichkeit zur "Unsterblichkeit" uns fortzupflanzen. Ich will als Talent weiterleben in meiner Arbeit, aber auch persönlich etwas zurücklassen in Form meiner Kinder. Ich denke das ist nur menschlich und verständlich.

    Ich habe mich hier schon lange nicht mehr auf med1 eingeloggt, will es aber jetzt und hier wegen dieses Fadens tun.


    Bitte, lieber aparticularperson, schon alleine diese Deiner Zeilen lassen auf (hochgradig) narzisstische Züge schließen, denen ich an Deiner Stelle auf den Grund gehen würde, bevor ich an Vaterschaft denken wollte. Und das meine ich völlig unabhängig von Fragen nach Geschlecht oä was hier aufgeworfen wurde. Eine solche Grundhaltung gegenüber einem Kind ist Gift. Unverzeihliches Gift.


    Tut mir leid, aber das musste raus.

    Ich denke mein verlinkter Artikel zeigt doch, dass es überhaupt kein Problem ist und auf gleiche Stufe zu stellen ist mit schwulen Paaren, Single-Frauen etc.. Was man dem Kind erzählt ist nicht schwer. Ich werde ihr sagen, dass sie mein Wunschkind war, ich aber keine passende Frau finden konnte.


    Und die Situation von Leihmüttern genauer zu verstehen fällt auch leichter, wenn man den Artikel gelesen hat. Zumindest in den USA sind es wohl sehr großherzige Frauen, die selbst bereits eine Familie haben und nicht die Zeit haben Kinder großzuziehen. Denen es aber am Herzen liegt Menschen zu helfen, die sich Kinder wünschen. Finde ich echt klasse. Sie werden natürlich vergütet. Aber für 20.000 Dollar alleine würde das keine Frau auf sich nehmen. Da gehört schon mehr dazu. Sowohl der Kandidat, als auch die Frau werden psychologisch auf Herz und Nieren geprüft.


    Jemand anderes hier hat geschrieben ein Kind ist mit meinem persönlichen Freiheitsbegriff nicht vereinbar. Ich sehe das völlig anders. Natürlich muss man sich um ein Kind kümmern und es kann viel Stress sein. Aber es ist wie bei allem im Leben. Tut man es aus Liebe und Hingabe oder aus Pflichtgefühl. Bei mir wäre es definitiv ersteres. Ich freue mich auf die Vater-Pflichten. Ich mag Stress und Action in meinem Leben und bin das gewohnt. Unter Stress fühle ich mich lebendig. Nachts um 3 Uhr aufstehen um Windeln zu wechseln? Das Geschrei? Etc.. Liebend gerne! Aber ich werde weiterhin mein eigener Herr sein. Die Erziehung ist ganz allein meine Sache, was ich gut finde. Ich kann mit meiner Tochter verreisen, ohne Frau, die reinredet und nörgelt wo es hin gehen soll. Ich kann Ausflüge mit ihr machen. Kann ihr alles beibringen, woran sie Interesse hätte. Ein Kind löchert einen gern mit Fragen, was für mich perfekt ist. Denn ich weiß so ziemlich alles... Es wird wundervoll!

    @ Smaragdauge:

    Godwin's law strikes again.

    @ karabina:

    Diese alte Sache habe ich mittlerweile verarbeitet. Tatsächlich war es so, dass sie mich mit ihrem Kinderwunsch so sehr traktiert hatte und unter Druck gesetzt hatte, dass das allein schon Zweifel an der Beziehung bei mir auslöste. Ich kam mir einfach nicht als Mensch gesehen vor, sondern mehr als mit bestimmten Aufgaben und Pflichten versehener zukünftiger Versorger. Dennoch war immer in meinem Hinterkopf das Bewusstsein, dass ich gerne eine Tochter hätte. Auch, wenn dieser Wunsch in mir nie direkt artikuliert war und ich die Idee oft weggeschoben hatte als nicht möglich.. Das es mir ernst ist damit und schon immer war wurde mir erst später richtig bewusst. Ich denke es geht vielen so, die sich Kinder wünschen. Es ist ein Herzenswunsch. Der Grund warum ich Kinder so strikt ablehnte war einfach das Bild, welches in meinem Kopf entstand. Das Bild der Ehe! Ohne Ehe schien es nicht denkbar. Aber die Vorstellung von Ehe fand ich schon immer furchtbar. Die rechtlichen Ansprüche der Frau... Sie könnte mich verlassen, mir mein Kind wegnehmen und dann auch noch Geld kassieren. Und ich würde meine Kinder nie wieder sehen etc.. Und der ganze Rest an einer Ehe. Die Unfreiheit etc.. Der Kinderwunsch hingegen. Nun es ist regelrecht instinktiv dieser Wunsch danach. Da wird sich auch nichts dran ändern in den nächsten 3 Jahren. Ich nehme das in Angriff, weil ich mich selbst kenne und meine bisherige Lebensführung. Ich hatte schon früher längerfristige Ziele an denen ich festgehalten habe über Jahre. Da bin ich verbissen, was eine gute Charaktereigenschaft ist in der Hinsicht.