• Möchte ein Kind, aber keine Frau (Fragen Leihmutterschaft)

    Hallo. Ich habe folgendes Problem: Seit Jahren habe ich den zunehmenden Wunsch Vater zu sein. Es hat sich so langsam in mir entwickelt dieser Wunsch bis ich anfing mir wirklich konkret Gedanken darüber zu machen. Ich denke ich könnte einem Kind enorm viel geben. Ich bin jetzt fast 30 und fühle mich so als ob ich bereit bin für etwas neues Großes, was…
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    .... und ich hoffe aufrichtig, dass dieser...... dass der TE niemals Vater wird.

    Ich hoffe eigentlich, dass die wenigsten hier Eltern sind. ":/

    Oh das ist mein erstes Mal das was aus einem Beitrag von mir gekürzt wurde :-) 8-) Sorry für den kurzen Einwurf, aber ich fühl mich grad so badass 8-)



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    Für mich kommt's oft rüber, Hauptsache dagegen aber sich auch eigentlich nicht wirklich Gedanken drüber gemacht.

    Grundsätzlich finde ich es ziemlich cool dass der TE direkt alleinerziehender Vater werden möchte. Frauen machen das, wieso auch nicht Männer? Und dass er keine Partnerin haben will, spielt keine Rolle. Auf der letzten Seite schrieb er zu seinen Gründen:

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    Ich sehe es so, dass ich voll mit Liebe bin, die ich gerne weitergeben würde. Aber auch gerne geliebt werden möchte, so what? Außerdem möchte ich nicht nur meine Gene weitergeben, sondern einen Teil von mir selbst. Die Familie weiterführen sozusagen

    Finde ich völlig ok :)^ Und so wird es wohl auch vielen gehen, die einen Kinderwunsch haben. Wobei ich auch da schon sagen muss, dass das "geliebt werden möchte" schon eine Erwartungshaltung an das Kind ist. Es kommt mit einer Aufgabe auf die Welt. Klar, es ist wohl ein natürliches Bedürfnis eines Menschen. Aber ein Kind u.a. aus diesem Grund zeugen? Genauer und krasser formuliert kann man das hier nachlesen. Denke auf diese Aussage werden sich viele, die dagegen argumentiert haben, bezogen haben. Denn das was er da aufgeführt hat, finde ich nunmal gruselig und das würde ich auch bei einer Mutter oder einem werdenden Elternpaar gruselig finden. Und dennoch dürfen sie natürlich alle Kinder bekommen, das ist mir egal, aber es ist nun mal gruselig und dem zukünftigen Kind gegenüber unfair.

    Ich hab das Wort Küchenpsychologie ja schon vor vielen Seiten reingeworfen ;-)


    Einen Satz vom TE gelesen, evtl in den falschen Hals bekommen und ne perfekte Persönlichkeitsanalyse gemacht von der man sich auch nicht mehr abbringen lässt.... schon irre hier... ;-)

    Dieses "andere dürfen auch Eltern werden"-Argument geht mir langsam auf den Geist.


    In anderen Ländern dürfen Menschen für ihre Meinung eingesperrt, gefoltert und getötet werden.


    Ist das ein Grund, das hier auch zu tun, nur weil es andere machen?

    es darf einfach jeder Eltern werden...


    14 jährige Mädchen die nach ner Diskonacht schwanger sind weil sie dachten man wird nur vom Küssen schwanger


    frustrierte Ehepaare die meinen ein Baby pimpt ihre Beziehung wieder auf


    Frauen die Männer bescheissen und ihnen nicht sagen, dass sie die Pille abgesetzt haben...


    einfach alle.... und allen spreche ich weniger soziale Kompetenz zu gute Eltern zu sein als dem TE. :=o

    Das heißt aber einfach nicht, dass er ein Kind bekommen sollte.


    Bei den anderen kann man es halt schlechter verhindern.

    Vermutlich sollten viele keine Kinder bekommen. Dem TE wirds halt aufgrund seines Geschlechts und dem Land in dem er lebt sehr schwer gemacht.

    So spielt die Biologie halt.


    Dafür bekommen Männer ihr Leben lang keine schmerzhafte Mens.


    Ist doch ein fairer Austausch.


    Und nur weil es viele super schlechte Eltern gibt, ist das kein Grund weniger schlechte Eltern als vollkommen ok zu bezeichnen.

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    nur weil es viele super schlechte Eltern gibt, ist das kein Grund weniger schlechte Eltern als vollkommen ok zu bezeichnen

    Es gibt nun mal nicht die perfekten Eltern. Jeder wird in der Erziehung irgendwann mal was verkacken.

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    Was man dem Kind erzählt ist nicht schwer. Ich werde ihr sagen, dass sie mein Wunschkind war, ich aber keine passende Frau finden konnte.

    Von dieser deiner Warte aus betrachtet finde ich es wie gesagt auch weniger problematisch, du als Vater wolltest sie und hast dafür alle Hebel in Bewegung gesetzt. Sie muss aber eben auch damit klarkommen, dass ihre Mutter sie nicht wirklich wollte und gegen Bezahlung zur Welt gebracht hat. Ich weiß nicht, ob die Frage schon gestellt wurde und du schon etwas dazu geschrieben hast, aber mich würde interessieren, ob du darüber nachgedacht hast, wie du damit umgehen würdest, wenn sie ihre Mutter kennenlernen wollte? Wenn sie gerne Kontakt mit ihr hätte?

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    Und die Situation von Leihmüttern genauer zu verstehen fällt auch leichter, wenn man den Artikel gelesen hat. Zumindest in den USA sind es wohl sehr großherzige Frauen, die selbst bereits eine Familie haben und nicht die Zeit haben Kinder großzuziehen. Denen es aber am Herzen liegt Menschen zu helfen, die sich Kinder wünschen. Finde ich echt klasse.

    Na ja, ich denke, dass es zum einen nicht "die Leihmütter" gibt, auch nicht in den USA, aber zum anderen nehme ich an, gerade wenn es über Agenturen o.ä. läuft, dass es natürlich sinnvoll ist, sich so oder so ähnlich zu äußern, um überhaupt "Aufträge" zu bekommen.


    Es kann aber natürlich schon Menschen geben, denen es eine echte Herzensangelegenheit ist, anderen zu helfen, nur finde ich das:

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    Sie werden natürlich vergütet

    ...dann ehrlich gesagt gar nicht so "natürlich" bzw. selbstverständlich. Ich hätte jedenfalls kein gutes Gewissen dabei, Geld dafür zu nehmen, finde ich schon beim Blut- und Plasmaspenden höchst befremdlich und auch für eine Knochenmark-, Organ- oder Eizellenspende würde ich kein Geld nehmen, wenn es für mich in Frage käme, Eizellen zu spenden und es eine Herzensangelegenheit für mich wäre. Eine Herzensangelegenheit könnte es für mich sein, das Kind einer guten Freundin auszutragen, wenn man mir eine ihrer befruchteten Eizellen einsetzt. Das könnte ich mir durchaus vorstellen, also einen fremden Embryo 9 Monate in mir heranwachsen zu lassen. Aber Geld dafür zu nehmen, fände ich sehr sehr sehr befremdlich, käme mir gar nicht in den Sinn.

    Perfekte Eltern gibt es nicht, aber genug die ihre Sache gut machen und mit Herz und Verstand dabei sind.


    Und eben welche, die nichts auf die Reihe kriegen und ihrem Kind nicht das Gefühl geben gewünscht und geliebt zu werden. Man sollte das nicht unterschätzen.

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    So spielt die Biologie halt.


    Dafür bekommen Männer ihr Leben lang keine schmerzhafte Mens.


    Ist doch ein fairer Austausch.

    Ich hatte auch mein Leben lang noch keine schmerzhafte Mens. Und kann trotzdem Kinder bekommen. Das eine schliesst das andere doch nicht aus ;-)


    Und natürlich kann der TE kein Kind in sich reinmachen lassen und es gebären. Trotzdem hat er die Möglichkeit eine Leihmutter in Anspruch zu nehmen und ein Kind zu bekommen. Sowohl Leihmutter als auch Eizellenspenderin werden dafür mit Geld bezahlt und der TE könnte ein Kind bekommen. Ist das kein fairer Tausch?

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    Und nur weil es viele super schlechte Eltern gibt, ist das kein Grund weniger schlechte Eltern als vollkommen ok zu bezeichnen.

    Ich finde die Beweggründe des TE's auch ein wenig schräg und nicht ganz nachvollziehbar. Trotzdem lehne ich mich nicht so weit aus dem Fenster zu sagen, dass er ein schlechter Vater wäre. Das weiss doch keiner. Nicht mal er selbst.


    So lange man kein Kind hat, kann man sich die Zukunft mit Kind nur ausmalen. Ich glaube, wenn erst mal ein Kind da ist, dann ist sowieso ganz viel ganz anders, als man sich das gedacht hatte. Und dann muss man sein neues Leben mit Kind halt neu sortieren.


    Aber das geht wohl auch Menschen in einer Beziehung, die sich aus diversen anderen Gründen ein Kind wünschen, so. Oder Menschen, die ungeplant Eltern werden.


    Menschen, die nach persönlicher Ansicht nicht die richtigen Beweggründe für einen Kinderwunsch haben, as Recht abzusprechen sich fortzupflanzen, das sehe ich kritisch. Wer soll das denn schon von vornherein hellsehen können, wer ein guter und wer ein schlechter Elternteil wird.


    Zudem es auch immer stark von einem selbst abhängt, wen man als gute oder schlechte Eltern ansieht.


    Wer soll denn dann bestimmen, wer Kinder in die Welt setzen darf? Du oder ich?


    Und wie sieht es dann bei Paaren mit Kinderwunsch aus, die Kinderwunschkliniken aufsuchen müssen? Darf sich da jedes Paar dann fortpflanzen, oder auch nur Menschen die sich deiner oder meiner Meinung nach als Eltern eignen?


    Und warum sollten sich dann Menschen, bei denen es mit einer Schwangerschaft einfach so klappt einfach vermehren dürfen wie sie lustig sind? Da sind ja auch genügend miserable Eltern dabei..

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    Sie muss aber eben auch damit klarkommen, dass ihre Mutter sie nicht wirklich wollte und gegen Bezahlung zur Welt gebracht hat.

    Zudem ein durch Leihmutterschaft entstandenes Kind in den allermeisten Fällen nicht nur eine Mutter hat.


    Soweit ich informiert bin, sind in den meisten Fällen die Eizellenspenderin und die Leihmutter nicht ident.


    Das heisst ein auf diesem Wege entstandenes Kind hätte mindestens eine Ei-Mutter und eine Bauch-Mutter.


    Je nachdem welche Situation man hat, können auf diese Art und Weise ganz schön viele Personen an der Elternschaft beteiligt sein.


    Eizellenspenderin, Samenspender, Leihmutter, soziale Mutter, sozialer Vater..

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    Trotzdem lehne ich mich nicht so weit aus dem Fenster zu sagen, dass er ein schlechter Vater wäre. Das weiss doch keiner. Nicht mal er selbst.

    Er hat ja ganz selbstüberzeugt geschrieben, er wäre ein "exzellenter Vater".

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    Er hat ja ganz selbstüberzeugt geschrieben, er wäre ein "exzellenter Vater".

    Ja, ich weiss. Aber das ist auch nur das, wovon er ausgeht. Nicht das, was er weiss. Er hat ja auch keine Glaskugel ;-D


    Und exzellent heisst ja auch noch nicht perfekt. Ich selbst bin weit weg von perfekt entfernt und glaube trotzdem, dass ich irgendwann eine gute Mutter sein kann.


    Und ich glaube nicht, dass Menschen, die von sich glauben, dass sie schlechte Eltern wären, absichtlich Kinder in die Welt setzen ;-)