• Möchte ein Kind, aber keine Frau (Fragen Leihmutterschaft)

    Hallo. Ich habe folgendes Problem: Seit Jahren habe ich den zunehmenden Wunsch Vater zu sein. Es hat sich so langsam in mir entwickelt dieser Wunsch bis ich anfing mir wirklich konkret Gedanken darüber zu machen. Ich denke ich könnte einem Kind enorm viel geben. Ich bin jetzt fast 30 und fühle mich so als ob ich bereit bin für etwas neues Großes, was…
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    Ich glaube nicht, dass eine normale IVF möglich ist, wenn er das Geschlecht u.a. bestimmen möchte...


    Ausserdem wollte ich damit aufzeigen, dass es durchaus nicht ohne Risiken verbunden ist, was die Gesundheit betrifft.


    So viele Langzeitstudien werden wir auf dem Gebiet wohl noch nicht finden...


    Aber auch damit sollte man sich vielleicht befassen, wenn man so einen Schritt in Erwägung zieht.

    Zitat

    Ich glaube nicht, dass eine normale IVF möglich ist, wenn er das Geschlecht u.a. bestimmen möchte...

    Doch.


    Erbkrankheiten ausgeschlossen und das Geschlecht bestimmt kann erst dann werden, wenn die Eizelle bereits befruchtet ist und sich ein paar Mal geteilt hat. Und die Eizellen können ganz normal durch IVF befruchtet werden. Und dann eben ausgetestet und danach selektiert.


    Deshalb nennt man das ganze Vergnügen ja PID – Prä-Implantations-Diagnostik. Weil die befruchteten Eizellen erst durchgecheckt und dann implantiert werden.


    Das hat rein gar nichts damit zu tun, dass ein einzelnes Spermium direkt in eine Eizelle eingebracht werden muss.

    Zitat

    Ausserdem wollte ich damit aufzeigen, dass es durchaus nicht ohne Risiken verbunden ist, was die Gesundheit betrifft.

    Bei normaler IVF ist es aber eben NICHT riskanter, als wenn ein Kind durch Geschlechtsverkehr gezeugt wird!

    Und was ist, wenn es Zwillinge oder gar mehr werden? Bei künstlicher Befruchtung ist das Risiko doch viel höher oder?

    Ich kann aparticularperson sehr gut verstehen. Ich denke inzwischen ähnlich.


    Das eine Frau sich einen "Leihvater"(oder Samenspender) nimmt, sich ein Kind zeugen lässt und danach ihr Kind alleine (natürlich unter finanzieller Beteiligung des Leihvaters) großzieht ist in unserer Gesellschaft relativ weit verbreitet und akzeptiert.


    Der umgekehrte Fall der Leihmutterschaft wird aber als Moralisch verwerflich angesehen. Warum eigentlich?


    Ansonsten lese ich hier viele Stammtischparoloen... ein Mann kann alleine nicht für ein Kind sorgen. Eine Frau kann das natürlich. %-|


    Aus meiner Erfahrung mit einer Menge allein-erziehenden Menschen, die ich die letzten Jahre kennen gelernt habe: Es gibt Männer wie Frauen die keine Kinder haben sollten. Und es gibt Männer wie Frauen bei denen Kinder auch in Ein-Elter-Familien wunderbar versorgt werden.


    Ich für meinen Teil wollte immer eine Familie. Ich glaube das ist ein Urinstinkt. Und ich war für die Kinder meiner Exfreundinen immer ein guter Vater – solange ich die Chance dazu hatte. Ich kenne die Verantwortung, ich kenne die Arbeit und all das schreckt mich nicht ab. 5 Jahre habe ich Windeln gewechselt, Wunden versorgt, gefüttert, gewaschen, getröstet, gelacht – gelebt und geliebt. Jetzt werde ich bald 40 Jahre alt und muss wieder von vorne anfangen. Weil mir der Staat eigene Kinder nur in Abhängigkeit zu einer Frau gestattet... und ist die Frau weg, sind es sehr oft auch die Kinder. Und das ist ein Punkt, den eine Frau nie verstehen kann... die Hilflosigkeit der Männer, die ihre Kinder lieben aber machtlos sind, weil Frauen einfach am längeren Hebel sitzen.

    blackheartqueen,


    was wird denn bei einer PID gemacht?


    Ist die Gefahr einer Biopsie der Eizelle nicht genauso groß eine Schädigung hervorzurufen?

    AufDerArbeit:


    Ich denke nicht, dass Männer unfähig sind, sich allein um ein Kind zu kümmern.


    Ich würde dem TE das auch nicht absprechen, ich kenne ihn nicht mal.


    Moralisch verwerflich finde ich es auch nicht.


    Es kam nur alles sehr wissenschaftlich rüber und unüberlegt. Die Methode usw plant er alles gut, aber was mit einem Kind auf einen zukommt, schien im bisher noch nicht wirklich bewusst zu sein. Und ich würde genauso einer Frau davon abraten allein ein Kind großzuziehen. Es ist sicher nicht unmöglich, aber es ist eben doch sehr hart, wenn man keinerlei Unterstützung und Entlastung hat. Und ich spreche aus Erfahrung. Zu zweit ist es einfach schöner und auch leichter. Aber es ist immer noch jedem selbst überlassen welchen Weg er einschlägt.


    Ich kann mir übrigens auch sehr gut vorstellen, dass auch Männer einen Kinderwunsch haben. Ich kenne auch einen sehr netten Mann, der immer ein Kind wollte, war jahrelang mit einer Karrierefrau zusammen und hat sich am Ende deshalb von ihr getrennt. Völlig nachvollziehbar, warum sollten auch nur Frauen diesen Wunsch verspüren?

    Zitat

    ...Es kam nur alles sehr wissenschaftlich rüber und unüberlegt. Die Methode usw plant er alles gut, aber was mit einem Kind auf einen zukommt, schien im bisher noch nicht wirklich bewusst zu sein...

    Ich erinnere nur nochmal daran, er will nicht Morgen anfangen, sondern gab einen Zeitraum von drei Jahren an, wenn man die Schwangerschaft dazu rechnet werden es fast vier, da ist noch genügend Zeit für Details...

    Ja das stimmt. Ich würde ihm auf jeden Fall raten sich bis dahin mal ein bißchen mit Kindern zu umgeben um zu gucken, ob es wirklich das ist was er will.


    Er saht ihm fehlt Wärme usw...Kinder sind aber nicht dafür da um ihre Eltern glücklich zu machen, das müssen sie auch ohne Kinder selbst schaffen.

    Zitat

    Kinder sind aber nicht dafür da um ihre Eltern glücklich zu machen

    Eine absolut korrekte Aussage die man nicht ausser Acht lassen sollte.

    Zitat

    Wieso mussten sie aus der Schweiz flüchten? Ich meine woher wussten die Schweizer Behörden, dass es sich um ein Leihmutterschafts-Kind handelt? Normalerweise weiß da doch keiner davon. Weiterhin kann es durchaus möglich sein für mich in den USA dauerhaft zu bleiben. Das hängt jetzt von meiner beruflichen Entwicklung ab. Ansonsten, wenn es hart auf hart kommt lege ich aber eh keinen gesteigerten Wert auf Deutschland. ;-) Ich mag dieses Land und seine Bewohner nicht und wollte schon immer auswandern. Bin auch ein später Anhänger des Morgenthau-Plans. ;-)

    Ein Kind muss bei der Behörde gemeldet sein, indem du die Geburtsurkunde hinterlegst und denen beim Amt wird ja dann auffallen, dass du keine einheimische Urkunde hast, sondern eine ausländische. Und da es ehe selten der Fall ist, das hochschwangere Paare Urlaub im Ausland machen und das Kind dann dort zur Welt kommt, werden die natürlich bei den hiesigen Behörden nachfragen ( das Kind könnte ja auch durch Kinderhandel erkauft sein oder entführt).


    Und in der Schweiz werden dieses Leihmutterschaftsverträge nicht anerkannt, wurscht ob du das legal im Ausland machst. Beim Schweizer Paar ist dass im übrigen nur aufgefallen, weil sie gleich 2x eine Leihmutterschaft gemacht haben, und die Behörden beim zweiten Kind mit ausländischer Geubrtsurkunde dann stutzig wurden.


    http://www.nzz.ch/aktuell/zuerich/uebersicht/vormund-fuer-ein-leihmutter-baby-1.18260014

    Zitat

    ...Er saht ihm fehlt Wärme usw...Kinder sind aber nicht dafür da um ihre Eltern glücklich zu machen, das müssen sie auch ohne Kinder selbst schaffen.

    Da hast du schon recht, aber ich bin immer noch der Meinung, wenn man ein Kind bekommt, können sich die Ansichten und das Handeln einer Person drastisch ändern.


    Bist du denn zu hundert Prozent die selbe Persönlichkeit, die du vor der Geburt deines ersten Kindes warst, hat es vielleicht deinen Partner verändert?


    Wenn man erst einmal die Verantwortung für ein Kind hat, kann sich alles ändern, ohne das man darüber nachdenkt oder grossartig plant.

    Du, ich war 20 und völlig unreif als ich das erste Mal schwanger wurde!


    Klar habe ich mich verändert, ist ja logisch.

    Man kann auch 30 sein und völlig unreif und wächst recht schnell in eine solche Rolle und noch einmal, ich glaube nicht, dass der TE auch dagegen immun ist.