• Möchte ein Kind, aber keine Frau (Fragen Leihmutterschaft)

    Hallo. Ich habe folgendes Problem: Seit Jahren habe ich den zunehmenden Wunsch Vater zu sein. Es hat sich so langsam in mir entwickelt dieser Wunsch bis ich anfing mir wirklich konkret Gedanken darüber zu machen. Ich denke ich könnte einem Kind enorm viel geben. Ich bin jetzt fast 30 und fühle mich so als ob ich bereit bin für etwas neues Großes, was…
  • 357 Antworten

    Bei aller gerechtfertigter Kritik finde ich, dass hier auch viel kritik geübt wird an dem te, die dann auch für ziemlich viele andere auch zutreffen würden und nicht spezifisch auf den te und irgendwie dadruch instrumentalisiert wird. beispielsweise das hier:

    Zitat

    Ein echter Vater hätte kein Wunschkind. Bedingungslose Liebe, das heißt, dass er sich nicht sein Wunschkind basteln will.

    Das mag die ideale Version sein, aber ist doch in der realität definitiv sehr oft nicht so. Also ich zähle mich dazu, ich hätte auch lieber nen Sohn (okay da bin ich dann nicht so radikal) und genauso wie viele andere auch möchte ich kein vor allem geistig schwer behindertes Kind haben und würde da auch zu ner Abtreibung tendieren. Deiner Auffassung nach entspricht das dann nicht der bedingungslosen Liebe, aber damit gehöre ich ja nicht zu ner verschwinden geringen Minderheit und halte das für ziemlich pauschal und tendenziös da die Liebe abzusprechen.

    app, du hättest wissen müssen, dass du zerrissen wirst. [...]




    ich finde es nicht optimal, wenn ein kind von anfang an gewollt allein erzogen wird. egal ob von einem mann oder einer frau. dass sich eine frau in der allerersten zeit leichter tut, finde ich da noch eher nachrangig.

    @ Sunflower

    Er hat rumgemosert, warum es Frauen so viel einfacher hätten.


    Ich sagte nicht, dass Männer das nicht könnten, aber Frauen sind da nun mal eigentlich für vorgesehen, deswegen haben sie es da auch einfacher.


    Wie ein Mann im Stehen pinkeln kann, gehört zur Frau eben dazu, dass sie ein Kind bekommen kann.

    @ Kletterpflanze

    Wunsch ist das Eine, Ziel ist das andere.


    Er wünscht sich nicht ein Mädchen, er WILL eins. Das geht so weit, dass er selektieren möchte. Das ist für mich reiner Egoismus.

    Zitat

    Wunsch ist das Eine, Ziel ist das andere.


    Er wünscht sich nicht ein Mädchen, er WILL eins. Das geht so weit, dass er selektieren möchte. Das ist für mich reiner Egoismus.

    Und ich und viele andere Menschen wollen keine geistig schwer behinderte Kinder und selektieren dann oft genug nach entsprechenden Untersuchungen durch Abtreibungen. Ich finds zwar auch befremdlich, aber sehe dann doch irgendwie kaum einen Unterschied.

    @ Kletterpflanze

    Noch was zu der Behinderung:


    Da bin ich etwas pingelig, muss ich sagen.


    Liegt aber wohl daran, dass ich jetzt tot sein könnte, wenn meine Mutter genauso gedacht hätte.

    Außerdem gibt es sehr wohl einen Unterschied zwischen Geschlecht und Gesundheit, meinst du nicht?


    Zwischen schwer behindert/gesund und Junge/Mädchen sind unterschiedliche Differenzen. Ein behindertes Kind musst du das Leben lang pflegen, gesunde Kinder (ob Männlein oder Weiblein) werden fast immer von alleine flügge.

    Na aber ein behinderter Mensch ist ne andere Sache das zu entscheiden (weils erstens das Leben stark beeinflusst für die Eltern, wie auch für das Kind selbst. Mädchen oder Junge, gehen normal durchs Leben), als jetzt Mädchen oder Junge, sehe ich komplett anders.

    Zitat

    Ich sagte nicht, dass Männer das nicht könnten, aber Frauen sind da nun mal eigentlich für vorgesehen, deswegen haben sie es da auch einfacher.

    Hattest du nicht einen Faden eröffnet, in dem du dich gegen "tertiäre Geschlechtsmerkmale" ausgesprochen hast?

    @ body

    Eine Schwangerschaft und das Stillen sind definitiv keine tertiären Geschlechtsmerkmale.


    Oder werden die Brüste von der Gesellschaft anerzogen?

    Zitat

    Und wenn du wirklich aus vollem Herzen, und ich meine Herzen, ein Kind haben wollen würdest, würdest Du eines aus dem Heim nehmen.

    Darüber habe ich mir als homosexuelle Frau, für die trotz sehr stark ausgeprägtem Kinderwunsch immer klar war, dass Adoption keine wirkliche Alternative darstellt, auch schon den Kopf zerbrochen. Ich habe mich oft gefragt, warum das so ist, wieso es unbedingt ein leibliches Kind sein soll und wieso ich Bedenken hätte, ein fremdes Kind nicht genau so liebe zu können. Mich hat wohl sehr geprägt, dass ich meinem Vater sehr ähnlich war. Ich bin sein Ebenbild, ich rede wie er, ich lache wie er, ich war von Kindesbeinen an eine weibliche Kopie von ihm. Ein fremdes Kind, das so gar nichts mit mir oder meiner Partnerin gemein hat, könnte ich einfach nicht genau so annehmen.


    Ich kann den Wunsch, sich selbst fortzupflanzen und die eigenen Gene weiterzugeben, nicht besser begründen, aber ich halte ihn für zutiefst menschlich. Ich habe nämlich versucht dagegen anzukämpfen, weil ich lange ein schlechtes Gewissen deshalb hatte und dieses politisch nicht ganz korrekte Gefühl gerne abgelegt hätte. Ich konnte mich aber trotz aller Bemühungen nicht davon frei machen. Vielleicht bedeutet das, dass ich doch nicht aus vollem Herzen ein Kind möchte, mittlerweile würde ich das sogar unterschreiben: Ich wollte tatsächlich nie einfach nur irgend ein Kind, sondern ein leibliches. Ja, das kann ich mittlerweile so sagen, ohne mich schäbig zu fühlen. Für alle anderen Kinder kann ich eine wunderbare Tante, Bezugsperson und Vertraute sein, ich liebe alle Kinder unserer großen Familie, aber ich kann sie nicht lieben wie eine Mutter, weil sie einfach nicht meine Kinder sind und nie sein könnten.


    Ich finde es aber wunderschön und sehr rührend, wenn es anderen gelingt, ein fremdes Kind wie das eigene Fleisch und Blut zu lieben, es anzunehmen und keine Unterschiede zu machen. Ich könnte das nicht und hätte einem fremden Kind deshalb nicht zumuten wollen, unter den Umständen bei mir aufzuwachsen. Ich bin mir aber sicher, dass ich für ein leibliches Kind eine sehr gute Mutter hätte sein können.

    Ich kann nur sagen, als ich noch kein Kind hatte, da konnte ich mir sowas wie Adoption auch nicht vorstellen. Nun habe ich ein eigenes Kind und merke, dass es mir egal wäre, ob es nun meine Gene trägt oder nicht..das spielt dann nämlich keine Rolle mehr. Aber das merkt man wie gesagt wohl erst wenn man ein Kind hat und man sowieso komplett anders drauf ist. Das weiss man so vorher nicht. Ich weiss das dann immer wieder kommt die Mütter wissen einiges besser, ja das ist nun mal auch so.

    Zitat

    Schade, dass du so kein bisschen verstehst, was ich gesagt habe. Wenn man unbedingt ein Kind will und ihm Liebe geben will, muß es nicht nur kein eigenes, sondern auch kein Kleinkind sein. Aber es ist glaube ich zwecklos, es dir zu erklären.

    Auch ein älteres Kind wird man als Single nicht bekommen, nicht mal eins aus Afrika. Überall gibt es Kinder ohne Eltern, aber leider sind so viele Leute noch auf dieses alte Familien Konstrukt vertieft. Bis vor nicht allzu langer Zeit, war es ja auch für Homosexuelle fast unmöglich zu adoptieren.

    @ sunflower

    Danke für den Artikel, fand den wirklich sehr interessant, besonders aus den ganzen 4 Sichtweisen :)^

    Zitat

    Nichtsdestotrotz finde ich das hier beschriebene Vorgehen etwas befremdlich. ZU durchgeplant, wenn man sich mal konkret mit den Anforderungen und Schwierigkeiten beschäftigt.

    Ja, aber durch den bürokratischen aufwand, kann das ganze ja leider nicht so spontan ablaufen. Es ist schon wichtig sich als Single klar zu machen, ob man das Geld die Zeit und die Kapazität für ein Kind hat.

    @ -vietnamesin-

    Zitat

    Aber das merkt man wie gesagt wohl erst wenn man ein Kind hat und man sowieso komplett anders drauf ist.

    Interessant, eine Bekannte von mir, die ich speziell durch das Thema (unerfüllter) Kinderwunsch kennengelernt habe, sagt von sich das genaue Gegenteil ;-) Sie hat in Betracht gezogen, zu adoptieren, ist dann aber doch noch unverhofft schwanger geworden und sagt, jetzt wo sie erlebt hat, wie es ist, ein leibliches Kind zu haben, könnte sie sich nicht mehr vorstellen, ein fremdes anzunehmen.

    Zitat

    Ja, aber durch den bürokratischen aufwand, kann das ganze ja leider nicht so spontan ablaufen. Es ist schon wichtig sich als Single klar zu machen, ob man das Geld die Zeit und die Kapazität für ein Kind hat.

    Das ist mir schon klar. Aber es klingt so, als ob der Kinderplan PERFEKT in die restliche Lebensplanung passen muss. Weil man die Flüge in die USA dann ja beruflich macht und selber nix zahlt. Ich bezweifle, dass das so passt. Und bei allen Planungserfordernissen: Es klingt einfach sehr nach Projekt, was sich in die restliche Lebensplanung zu fügen hat.

    Mal abseits davon, dass ich ganz grundsätzlich der Meinung bin, dass ein Kind idealerweise zwei Elternteile haben sollte – und ich das ganze hier vorgestellte Projekt auch etwas...hm...arg projektmäßig finde –, sollte vielleicht mal daran gedacht werden, wie häufig Frauen solche Projekte in Angriff nehmen.


    Häufig genug nämlich, sie verkleiden das nur niedlicher und seelenvoller. Auch hier im Forum haben sich in den Schwangerenfäden schon Frauen geäußert, die aus ganz, ganz egoistischen Motiven von irgendwelchen One-Night-Stands schwanger wurden und sich ganz bewußt gegen den Vater entschieden. Die wurden deutlich mehr bepuschelt als der TE hier, der seinen Wunsch einfach nur rational und gut durchdacht darstellt.