• Möchte ein Kind, aber keine Frau (Fragen Leihmutterschaft)

    Hallo. Ich habe folgendes Problem: Seit Jahren habe ich den zunehmenden Wunsch Vater zu sein. Es hat sich so langsam in mir entwickelt dieser Wunsch bis ich anfing mir wirklich konkret Gedanken darüber zu machen. Ich denke ich könnte einem Kind enorm viel geben. Ich bin jetzt fast 30 und fühle mich so als ob ich bereit bin für etwas neues Großes, was…
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    @ Kletterpflanze

    In der Beziehung ist es etwas anderes. Man will angeregte Gespräche führen, auf einer Augenhöhe sein.


    Trotzdem hast du da einen fertigen Menschen. Den gibt es nur so mit Macken und Fehlern.


    Der TE scheint Perfektionist zu sein, will "nur das Beste für sein Kind".


    Das kann Kindern sehr zum Verhängnis werden, da die Eltern so unbewusst einen tierischen Druck ausüben.


    Das, was er machen will, ist Züchtung und nichts anderes. Krankheiten kann ich gerade so noch verstehen. Aber der Rest? Mir fehlen die Worte :|N

    Zitat

    also das ist ja nichts spezifisches womit der TE kommt, dass ist mittlerweile doch normal nach Krankheiten vorzuselektieren und nach IQ erst Recht, nicht so sehr aufs Kind bezogen aber auf ne beziehung. Also ich kenne viele mich eingeschlossen die keine beziehung eingehen mit einer die nichts im Kopf hat und nicht intelligent ist.

    Doch der TE hat das grade beschrieben, dass er da vorselektieren will und beim Geschlecht fängt das an. Es kommt nicht von ungefähr das derartiges in Deutschland verboten ist.


    Und es ist traurig wenn du Beziehungen eingehst, damit das Kind später einen möglichst hohen IQ hat. Ich gehe Beziehungen aus Liebe ein. Nicht weil ich daraus das perfekte Kind züchten will

    @ Aiana89:

    Das will ich nicht "nur" deswegen. Und das habe ich hinreichend klargemacht. Dennoch muss ich dich fragen: Würdest du die wahren Motive "normaler Eltern" auch so hinterfragen? Und denkst du dabei käme nur ehrenwürdiges heraus?

    @ Allestoll:

    Ich überlasse es dem intelligenten Leser meiner Beiträge selbst festzustellen, dass deine Vorwürfe und Ansichten mir gegenüber bodenlos sind.

    @ Kletterpflanze80:

    Nein, so ist das natürlich nicht, dass ich da mit dieser riesen Erwartungshaltung rangehe und dann die Enttäuschung auf den Fuß folgt. Natürlich kann es alles schiefgehen. Natürlich kann das Kind auch rebellieren und sonstwas passieren. Aber ich male meine Zukunft jetzt nicht von vornherein so negativ aus. Immerhin werde ich mein bestes geben die besten Voraussetzungen für das Kind zu schaffen. :-)

    Zitat

    Ja ne, is klar.... Bist Du menschlicher Gattung? Menschliche Weibchen tragen in der Regel neun Monate, kein Jahr. Und die Gesundheitsschädigung ist ja wohl die Entscheidung der Frau. Die Schönheit braucht auch keine Frau opfern, wenn sie das Wort Disziplin nicht nur aus dem Duden kennt. Bei einer Leihmutterschaft wird die Mutter besser bezahlt, als jeder Samenspender, so what – KOSTEN gegen NUTZEN, so ist das im Leben.

    Naja, erstmal trägt man in der Regel 10 Monate. Desweiteren plant der TE eine eher aufwendige und medizinisch begleitete Produktion und das macht man nicht in einem Tag. Da müssen schon vorher passendes Eier entnommen, befruchtet, eingesetzt, gewartet werden... Das dauert vermutlich länger als ein Jahr.


    Eine Gesundheitsschädigung an sich selber ist nicht unbedingt eine "Entscheidung". Es kann eben sehr viel schief gehen. Fehlgeburten mit Ausschabungen können durchaus zu massiven Schäden an der Gebärmutter führen. Eine Geburt sogar zum Tod.


    Die Schönheit wird wie gesagt nicht unbedingt durch Disziplin bestimmt. Das Gewebe lässt sich von Disziplin nicht beeinflussen. Wasseransammlungen (die oft nie ganz verschwinden) auch nicht und eine Kaiserschnittnarbe schonmal gar nicht.


    Die vagina dürfte verschont bleiben, ich bezweifle dass eine natürliche Geburt gemacht werden würde.


    Darüber hinaus ist Disziplin in der Schwangerschaft nicht unbedingt positiv. Eine Frau die so sehr auf ihre Figur achtet isst möglicher Weise nicht genug für das Kind.

    Zitat

    Wer denkt denn an die Männer, die es irgendwann psychisch nicht mehr verkraften, dass sie sich "mal kurz einen gerubbelt", haben und hunderte von Kindern haben?

    Ich sehe auch die Samenspende nicht völlig unkritisch und würde sie auch nicht in Anspruch nehmen.

    Zitat

    Und NUR weil die Frau zufällig als Hülle für den Fötus dient, muss sie nicht zwangsläufig eine Bindung zum Kind aufbauen.

    Das ist quasi nicht möglich. Das ginge wohl nur, wenn die Frau einen völlig gestörten Hormonhaushalt hat. Ansonsten ist das schon geschickt eingerichtet, dass eine Bindung entsteht. Ein völlig gestörter Hormonhaushalt wiederum dürfte beim schwanger werden stören.

    Zitat

    Und was die Behinderungen wegmachen angeht. Es mag ja sein, dass das Mädchen mit Downsyndrom ein ganz wunderbares Mädchen ist. Menschen mit Behinderung sind auch genauso viel wert und liebenswert wie Menschen ohne Behinderung.

    Das ist sie definitiv. x:)

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    Aber zu sagen, dass es nicht gut wäre, wenn man Behinderungen vorher ausmerzen könnte, finde ich sehr befremdlich.

    Ich finde es befremdlich Menschen nach persönlichen Kriterien auf "lebenswertigkeit" vorzusortieren.

    Zitat

    Man sollte vielleicht das betroffene Kind mal fragen, ob es nicht lieber ohne Behinderung zur Welt gekommen wäre.

    Wie ist es denn bei dir so? Wärest du lieber hübscher geworden? Oder vielleicht lieber als eine Frau?

    Zitat

    Nicht falsch verstehen, ich befürworte KEINE Abtreibung, nur weil ein Kind behindert ist. Aber wenn man Behinderungen von vorne herein ausmerzen könnte, wäre das doch eine absolut positive Entwicklung.

    Ich finde halt das "ausmerzen" von bereits entstandenem Leben, weil es nicht genau den persönlichen Vorstellungen entspricht äußerst befremdlich. Eine Behinderung muss ja ein Kind nicht negativ empfinden. Genauso wie es mich nicht stört braune Haare zu haben und ich froh bin leben zu dürfen auch wenn meine Eltern vielleicht blond eigentlich schöner gefunden hätten.

    Zitat

    Mag ja sein, dass es Eltern gibt, die ein behindertes Kind ganz wunderbar betreuen und erziehen und ihm alles ermöglichen, was das Kind zum glücklich sein braucht. Aber auch mal ans Kind gedacht?

    Die gibt es vermutlich genauso häufig oder selten wie bei nicht behinderten Kindern.

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    Da braucht man doch nur da stehen zu bleiben, wenn übereifrige Eltern ihr Down-Kind auf dem Gymnasium wissen wollen und das dank Inklusion versuchen durchzuboxen, obwohl das Kind keinerlei Nutzen davon hat, eher sogar schaden, weil es nicht angemessen gefördert wird.

    Mal abgesehen davon, dass ich es positiv finde, dass in die Inklusionsdebatte mal ein bisschen Schwung kommt und man das Schulsystem mal hinterfragt...


    Die Eltern die du ansprichst kümmern sich gut um ihr Kind. Ich finde sie nicht symphatisch. Ich stimme auch mit der Meinung und großen Teilen nicht überein und ich denke, dass der aktuelle Weg nicht gut für das Kind ist. Das sehe ich aber vollkommen unabhängig von der Behinderung. Es reicht aus, sich die Kinder in der Umgebung anzusehen, die unbedingt aufs Gymnasium sollen, unbedingt Eislaufen, Reiten, Tennisspielen sollen... Komische Eltern sind ziemlich häufig.

    So langsam nehmen die Äußerungen dann aber doch abstruse Formen an. Klar, einen Vater mit Kinderwunsch, auch per Leihmutter erfüllt, finde ich nicht verwerflich.


    Aber evolutionär vorbestimmte, bedingungslose Liebe? Nein, das ist nicht wahr und auch nicht Sinn der Sache. Es sollte eher umgekehrt sein, dass Eltern ihr Kind bedingungslos lieben.


    Wenn Du tatsächlich nur ein Kind willst, weil Du als "Gottheit" vor diesem darstehen und verehrt werden möchtest, solltest Du vielleicht mal mit einer psychologischen Beratungsstelle Kontakt aufnehmen? Es wäre imho sehr wichtig, dass Du zunächst einmal lernst mit Deinem Selbstbild klarzukommen, keiner vehementen Selbstüberschätzung unterliegst und vielleicht ein wenig mehr von dem Zuchtgedanken wegkommst.

    Zitat

    Und es ist traurig wenn du Beziehungen eingehst, damit das Kind später einen möglichst hohen IQ hat. Ich gehe Beziehungen aus Liebe ein. Nicht weil ich daraus das perfekte Kind züchten will

    Dann hast du was völlig missverstanden bzw meinen beitrag nicht ansatzweise richtig gelesen, allestoll hats kapiert, ich kann nur eine person partnerschaftlich lieben, die intelligent ist, Intelligenz macht sexy etc etc. ne unintelligente Frau könnte ich gar nicht lieben und da bin ich Gott sei Dank definitiv nicht alleine.

    Zitat

    Der TE scheint Perfektionist zu sein, will "nur das Beste für sein Kind".


    Das kann Kindern sehr zum Verhängnis werden, da die Eltern so unbewusst einen tierischen Druck ausüben.


    Das, was er machen will, ist Züchtung und nichts anderes. Krankheiten kann ich gerade so noch verstehen. Aber der Rest? Mir fehlen die Worte :|N

    Wie gesagt teilweise kann ich die Bedenken ja verstehen und teile sie, ich finde aber man muss hier differenzieren zwischen angemessenen und nicht angemessenen Aussagen.

    Das @Kletterpflanze80

    Zitat

    Dann hast du was völlig missverstanden bzw meinen beitrag nicht ansatzweise richtig gelesen

    Problem HAST NICHT NUR DU HIER.

    Zitat

    ich kann nur eine person partnerschaftlich lieben, die intelligent ist, Intelligenz macht sexy etc etc. ne unitnelligente Frau könnte ich gar nicht lieben und da bin ich Gott sei Dank definitiv nicht alleine.

    Ich habe deinen Beitrag sehr wohl genau gelesen. Und ja da stimme ich dir zu. Nur was bitteschön hat das Kind in deinem Beitrag zu suchen? Darauf bin ich eingegangen. Der IQ des Partners mag eine Rolle für sich selbst spielen (wenn das Kind dadurch vielleicht intelligenter wird, schön), aber es klang bei dir so, als gingest du eine Beziehung zu einer Frau mit hohem IQ auch deswegen ein weil dann das Kind intelligenter wird. Und das finde ich befremdlich dieses Denken. Naja kannst dir ja mit dem TE die Hand reichen.

    Zitat

    Was soll das für eine Welt werden, wo jeder das Geschlecht, Aussehen, Intelligenz und die genetischen Bedingungen von einem Kind vorab kontrollieren kann? Irgendwann wird dann jegliche Individualität ausgerottet, weil jeder den perfekten Menschen züchten will. Und das hier geht in diese Richtung...

    Die genetischen Bedingungen sind Grundvoraussetzungen. Würdest du zustimmen, dass man möglichst jedem Kind es ermöglichen sollte in: einer gewaltfreien, friedlichen Welt aufzuwachsen, in einem Haus mit guter Versorgung all seiner Bedürfnisse, mit guter Bildung etc.?


    Aber mit deiner Logik wäre das ebenfalls eine Gleichmacherei und eine Ausrottung der Individualität. Und hier ist dein Denkfehler. Nur weil man gute Grundbedingungen schafft heißt das nicht das Kind ist kein Individuum mehr. Denkst du nur, weil alle einen hohen IQ haben, physisch attraktiv sind (und damit notwendige, aber nicht hinreichende Bedingung für ein erfolgreiches, glückliches Leben) sind sie keine Individuen mehr? Offensichtlich falsch.


    Ich finde diese Diskussion müssig, denn offenbar sind andere hier nicht meiner Meinung. Ich sehe die Selektion der genannten Merkmale als völlig legitim an. Ich sehe es als medizinische Maßnahme an, als Prävention von viel möglichem Leid für das Kind. Und habe keine Zeit die Logik- und Denkfehler, sowie das merkwürdige Fehlverständnis einfachster Sachverhalte bei jedem einzelnen Beitragenden hier zu korrigieren, sorry!

    Vor allem als Prävention, irgendwelche Herausvorderungen in ihrem Leben zu haben und an sich wachsen zu können.


    Du willst wahrscheinlich auch, dass dein Kind dann studiert, oder?


    Und was passiert, wenn dein kleines Mädchen lieber Handwerkerin werden will?


    Oder wenn sie eben nicht so super schlau ist, kann sie dann nicht glücklich werden?


    Dir fällt es schwer, deine Ansprüche irgendwie auf "normal" zu stellen. Und genau mit dieser Einstellung würdest du dein Kind kaputt machen.


    Aus dem Ganzen spricht das Problem, das du kennst, aber völlig falsch lösen willst: Du wurdest nie als wertvoller Mensch betrachtet, sondern nur an deinen Leistungen gemessen. Und das willst du an deinem Kind "auslassen".


    Was passiert also, wenn du eine mögliche Mutter ausselektierst, weil sie nicht so intelligent oder hübsch oder beides ist. Stell dir vor, aus dieser Eizelle wäre ein Sonnenschein geworden, der jeden mit guter Laune ansteckt. Stell dir vor, aus dieser Eizelle wäre ein guter Freund geworden, eine verständnisvolle Person. Stell dir vor, aus dieser Eizelle wäre ein Energiebündel geworden mit ordentlich Feuer, der dich auf Trab hält. Stell dir vor, aus dieser Eizelle wäre einfach ein Mensch geworden, anders als jeder andere.

    Zitat

    Ich habe deinen Beitrag sehr wohl genau gelesen. Und ja da stimme ich dir zu. Nur was bitteschön hat das Kind in deinem Beitrag zu suchen? Darauf bin ich eingegangen. Der IQ des Partners mag eine Rolle für sich selbst spielen (wenn das Kind dadurch vielleicht intelligenter wird, schön), aber es klang bei dir so, als gingest du eine Beziehung zu einer Frau mit hohem IQ auch deswegen ein weil dann das Kind intelligenter wird. Und das finde ich befremdlich dieses Denken. Naja kannst dir ja mit dem TE die Hand reichen.

    Was


    ist denn daran misszuverstehen:

    Zitat

    nach IQ erst Recht, nicht so sehr aufs Kind bezogen aber auf ne beziehung.

    Vor allem hat Allestoll ja einwandfrei verstanden, also klang es nur bei dir so, obwohl da eindeutig was anderes steht. Aber ja ich finde es auch gut, wenn das Kind auch was davon hat, aber wie gesagt es ist auf die Beziehung bezogen.

    Ich sehe eine Selektion der Merkmale (insbesondere des Geschlechtes) als überhaupt nicht legitim an. Du hast damit ja lediglich deine persönlichen Interessen im Sinn (vielleicht noch die des Kindes) aber keine Gesamtgesellschaftlichen.


    Eigenschaften wie Gewaltbereitschaft sind nicht selektierbar. Inwieweit sich die Genmanipulationen in den nachfolgenden Generationen auswirken ist ja noch nicht zu überblicken.


    Das gilt aber eher der Gesamtthematik und nicht dir persönlich. Ich finde es abstossend, geradezu abartig aber das gilt für mich auch für andere Einstellungen und trotzdem stelle ich meine persönliche Ansicht nicht über den durchaus nachvollziehbaren Drang der Fortpflanzung.


    Allerdings stelle ich die Gesundheit und Unversehrtheit der Leihmutter durchaus über den Wunsch nach einem leiblichen Kind. So sehr ich den Wunsch grundsätzlich nachvollziehen kann kann ich es nicht gutheißen den Körper einer Frau derart zu gebrauchen und die Risiken bewusst in Kauf zu nehmen. Das gilt für mich im übrigen auch für bestimmte Arten der Prostitution. Das wäre für mich sowohl Zwangsprostitution wie auch Prostitution ohne Schutz (Kondom) oder auch freiwilliger Sex wenn man weiß, dass man evtl. Geschlechtskrankheiten überträgt.

    Liebe lässt sich weder kaufen, noch programmieren...


    Hast du dich vielleicht schon mal gefragt, warum es mit deinen Beziehungen nicht so gut gelaufen ist? Liegt es allein nur an den Frauen?


    Was passiert ohl, wenn dein wohldurchdachtes Projekt scheitert und du keine Lust mehr darauf hast? Verkaufst du es dann wieder?

    Auch wenn ich selbst nicht davon betroffen bin, den Kinderwunsch, egal ob Single oder Paar, Mann oder Frau, verstehe ich soweit ja. Aber deine Herangehensweise ist einfach %-|


    Es klingt so distanziert, ein Wesen nur um geliebt zu werden. Spätestens da bekomme ich Schreikrämpfe. Ich kenne Kinder denen die Last der Eltern auf die Schultern gelegt wird und sie tun mir endlos leid.


    Theoretisch kann deine Nachkommenschaft auch durch eine Samenspende weiterleben... und bei deiner Einstellung, diese sachliche Herangehensweise, das genau kalkulierende, ist es unter Umständen doch eine Überlegung wert, auch wenn du mich dafür sicher gleich zerreißt.

    Zitat

    Was passiert ohl, wenn dein wohldurchdachtes Projekt scheitert und du keine Lust mehr darauf hast? Verkaufst du es dann wieder?

    Das habe ich mich auch gefragt. Was passiert, wenn aus dem gesunden Embryo kein gesundes Kind wird? Was wenn das Kind bei der Geburt einen Schaden davon trägt, eventuell eine geistige Behinderung?


    Nimmst du das Kind dann "TROTZDEM"?