• Möchte ein Kind, aber keine Frau (Fragen Leihmutterschaft)

    Hallo. Ich habe folgendes Problem: Seit Jahren habe ich den zunehmenden Wunsch Vater zu sein. Es hat sich so langsam in mir entwickelt dieser Wunsch bis ich anfing mir wirklich konkret Gedanken darüber zu machen. Ich denke ich könnte einem Kind enorm viel geben. Ich bin jetzt fast 30 und fühle mich so als ob ich bereit bin für etwas neues Großes, was…
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    Zitat

    was würde ihn von Millionen von Frauen unterscheiden, die aus genau denselben Gründen Kinder bekommen

    Eben nichts. Und das löst bei mir - unabhängig vom Geschlecht - den Wunsch aus, meinen Kopf ganz feste auf die Tischplatte zu hauen. Oder noch besser - den Kopf dieser Leute 8-)

    Also ich glaub nicht das du auf legalen Wege an ein Kind kommst, ganz ehrlich.


    Für mich liest es sich auch so als würdest du dir das zusammen leben mit einem Kind unrealistisch ausmalen.


    Sich ein Kind wünschen und dann am Ende ein Kind haben dazwischen liegen Welten.

    Ich begrüße die Bemühungen von aparticularperson! Ich wünsche ihm viel Erfolg bei der Erfüllung seines (Lebens-)Traumes und seinem Streben nach Glückseligkeit.


    Die biologische Asymmetrie muss hier eben ausgeglichen werden. Emanzipation ist das Zauberwort und es begründet auch das Geschrei und Gezeter und Gekeife in diesem Faden. Genauso groß war bestimmt auch die Bestürzung, als (damals) Frauen sich in der Gesellschaft behaupten wollten. Lohn, Teilnahme am demokratischen Prozess, Mündigkeit... blablabla... und es wurde sich trotz der zahllosen Schwierigkeiten gegen alle Gegner behauptet. Und es war/ist gut so!!!


    Nun möchte sich hier ein Mann von der Abhängigkeit einer gleichberechtigten Reproduktionspartnerin emanzipieren. Wo ist das Problem? Jeder Mensch muss eigene Erfahrungen sammeln. Außerdem wird aparticularperson keine Frau mit vorgehaltener Pistole zur Niederkunft zwingen... sondern sucht einen Menschen, der ihm bei der Erfüllung seines Wunsches helfen möchte. All die angesprochenen Risiken (Veränderungen des Reproduktionsapparates, der Haut, mögliche Krankheiten oder Tod) würden genau so bei einem ehelich gezeugten Kind auftreten! So what?!

    Ein Single mit ernsthaftem Kinderwunsch - okay, kein Problem.


    Aber das:

    Zitat

    Der Grund bei mir ist einfach zu großem Teil auch die Liebe, die ein Kind für das Elternteil empfindet. [...] Ich wollte etwas bedeuten persönlich (nicht nur in meiner Arbeit) für _jemanden_. Mit anderen Worten jemandem wichtig sein, geliebt werden etc.. Und Kinder sind biologische Maschinen, die geradezu von der Evolution programmiert sind dazu ihre Eltern bedingungslos zu lieben. Und da ich auch noch ein exzellenter liebevoller Vater wäre, gibt es auch genug Grund dazu. Aber selbst sehr schlechte Eltern werden noch von ihren Kindern geliebt.. denn das ist die Programmierung.

    Ein Kind als Kompensation seiner Probleme.

    Merkst du nicht, was du überwiegend schreibst? Du klingst verdammt egozentrisch und aus jedem zweiten Satz quillt hervor, dass ein Kind so gesehen Mittel zum Zweck wäre, um deine Defizite zu kitten.


    Das Kind soll deinem Leben einen Sinn geben, dir Gesellschaft leisten, dir Wärme und Liebe spenden, dir Anerkennung geben, die du sonst nur beruflich bekommst... Und so weiter und so fort.


    Du hast kein Interesse an Frauen. Schade. Aber gut. Dein Kind hätte aber sicher Interesse an einer Mutter. Kinder brauchen beide Elternteile. Wenn das nicht klappt, ist es nicht schön, kann immer passieren. Aber es von vornherein so zu planen halte ich im Sinne des Kindes für ungeheurlich gemein.

    Zitat

    Dann such dir die Gene so aus, dass das Kind keine Schwerbehinderung hat und lass den Rest den Zufall entscheiden.

    Jetzt mach mal halblang. Ist ja nicht so, dass man sich wirklich die Eigenschaften und Aussehen seines Kindes aussuchen kann. Natürlich sucht man einen Partner nach solchen Kriterien aus, ob für Partnerschaft oder nur zur Zeugung, aber das Aussehen liegt ja nicht auf einem einzigen Gen. Und wenn es überhaupt so schön wäre, dass man durch Selektion Schwerbehinderungen komplett ausschließen könnte. Das einzige worauf untersucht wird ist grobe Chromosomenfehler (Trisomie, Monosomie, Translokationen). Das Geschlecht ist eigentlich das einzige was man wirklich bestimmen kann und da das sogar vor einpflanzen der befruchteten Eizelle passiert, kann man auch einfach mal mit der Kirche im Dorf bleiben. Immer diese entsetzten Aufschrei zu "genetisch-manipulierten Menschen". %-|

    Ich kann nicht genau sagen warum, aber irgendwie ist es mir wichtig auch meinen Eindruck kurz zu schreiben.


    Im Grunde kennt hier wohl niemanden den TE persönlich. Man weiß also nicht, wie er sich gibt, wie er ist und wie er sich bezogen auf ein eigenes Kind verhalten würde. Ich habe den Eindruck, dass er sich, zugegeben, sehr unglücklich ausdrückt bei dem Thema. Da er ja offensichtlich einen guten Job in der Wissenschaft (hoffe ich hab das jetzt nicht falsch im Kopf, wenn doch tut mir Leid) hat, und dort ja schon eine andere Ausdrucksweise herrscht, kann ich mir vorstellen, dass die hier einfach quasi übernommen wurde. Ich glaube nicht, dass er in Wirklichkeit auch so abgebrüht ist wie es hier rüberkommt. Beim lesen vom Eingangspost war auch mein erster Gedanke "oh Gott das kann nicht gut gehen". Aber ich kann mir vorstellen, dass ihm hier wirklich unrecht getan wird. Bzw er einfach missverstanden wird.


    Gut man könnte natürlich lockerer an die Sache rangehen, was jetzt zb. das Geschlecht angeht. Aber ganz ehrlich? Wenn ich schon zwangsweise zu der Methode greifen muss, dass da künstlich dran manipuliert wird DASS ich als singe überhaupt die möglichkeit auf ein Kind habe, und das im Grunde nicht viel aufwand ist, wenn ich das Geschlecht bestimmen kann, ich würds dann auch machen.


    Ich selbst bin mein Thema Kinder und besonders Kinderbekommen auch sehr extrem, allerdings im Gegenteil, und ich habe, wenn ich mein Problem erzähle auch schon oft blöde sprüche bekommen. Daher weiß ich wie sich das anfühlt.


    Ich hoffe mein Beitrag wird nicht missverstanden. Die Ausdrucksweise vom TE finde ich auch etwas erschreckend, besonders sowas wo von "biologischer Maschine" gesprochen wurde. Aber ich glaube, dass das nicht so gemeint war wie es rüber komme, sondern dass das eher ein (etwas missglückter) Versuch war, zu erklären was er meint. Und er ein Kind nicht wirklich als Maschine oder als eine Sache sieht, sondern dass das schlicht ein unglücklicher Vergleich war. Natürlich kann ich mich täuschen. Aber der TE macht auf mich jetzt um ehrlich zu sein nicht wirklich so einen kalten Eindruck, auch wenn ich das nach seinem ersten Post auch erst gedacht habe.


    Wobei ich jetzt da die Meinung zu bestimmten ethischen Themen bewusst außen vor lasse, da die von Mensch zu Mensch einfach unterschiedliches Gewicht haben. Aber mein Eindruck vom Te, ist nach dem ich mehrere Beiträge von ihm gelesen habe nicht so negativ wie bei einigen anderen hier. Natürlich kann auch ich mich täuschen, aber letztlich wird man das wohl nie wissen, weil man ihn eben nicht persönlich kennt. Ich glaube hier eckt er wirklich so sehr an, wegen der doch eher kühlen bzw extrem sachlichen Art sich auszudrücken. Das heißt für mich nicht automatisch, dass er ein schlechter Vater sein muss. ":/

    Naja, ganz soo Unrecht haben sie da ja nicht, oder? ;-) Derzeit mags nur möglich sein, das Geschlecht zu bestimmen, aber wenn auf lange Sicht doch möglich sein sollte, mehr Einfluss zu nehmen, sind wir da eben dann doch, denn die Leute werden es nutzen.


    Aber das ist ja hier auch gar nicht so sehr das Thema @:)

    Ach und was ich vergessen hab, was mir noch wichtig war. Ich lese aus seinen schilderungen zb. überhaupt gar nicht, dass er Frauen nicht leiden kann und schon gar nicht einen Bezug von dem Thema darauf, dass er eine Tochter möchte. Da hab ich ehrlich auch nicht so ganz verstanden wo da von vielen ein Bezug hergestellt wird. das ist in meinen Augen viel Eigeninterpretation.

    Zitat

    und schon gar nicht einen Bezug von dem Thema darauf, dass er eine Tochter möchte.

    ??? – >

    Zitat

    Vorzugsweise weiblichen Geschlechts (ich wollte schon immer eine Tochter lieber als einen Sohn, weiß auch nicht warum.)

    @ weihnachtssternchen

    Nein, ich sehe das nicht so realistisch. Selbst bei Krankheiten wird das schon schwierig, da ein Krankheitsbild von vielen verschiedenen Mutationen von verschiedenen Genen geprägt sein kann. Dazu müsste man diese erst einmal alle wissen und dann müsste das whole-genome sequencing auch noch schneller und billiger gehen. Viel schwieriger wird es dann schon bei Merkmalen die per se ja nicht pathogen sind. Da ist es erstmal schwierig die passenden Gene dazu zu ermitteln und dann sind die Eigenschaften auch wieder multifaktoriell. Und jetzt fangen Wissenschaftler ja erst an anzunehmen, dass nicht der größte Teil unser DNA nur Schrott ist, sondern das alles zur Genregulierung dient.


    Aber genug Off-topic *:) ich hasse es nur immer so polemische Aussagen im Raum stehen zu lassen.

    @ mnef:

    Mhh nee das hab ich anders gemeint, glaub ich hab mich ungünstig ausgedrückt. Ich hab schon verstanden, dass er mit Frauen nicht gut kann, wie doll auch immer das jetzt ausgeprägt ist. Das war eher so gemeint, dass ich da nicht zwingend einen Zusammenhang sehe, dass er so unbedingt eine Tochter möchte. Klar KANN es sein, dass es, evtl auch unterbewusst, einen gibt, aber in meinen Augen muss das nicht zwangsläufig zusammenhängen. Wie vorhin schon geschrieben, kann ich auch in allem total falsch liegen. Ich möchte keinesfalls behaupten dass das alles stimmt, mir wars nur irgendwie ein Bedürfnis meine Sichtweise einmal zu schreiben. @:)

    Ich empfinde es definitiv NICHT als Kompliment, als beiologische Maschine bezeichnet zu werden!


    Was glaubst du eigentlich, wie Kinder ticken?!


    Ich weiß sehr wohl am meisten, wie sich ein Kind mit einem solchen Elternteil fühlt, zum Einen, weil ich selbst bei meinen Eltern wohne und ich gute Erinnerungen an meine bisherige Erziehung habe, und zum anderen, weil einer meiner Kumpels einen ähnlichen Vater hat.


    Dieser Vater geht genauso rational an alle Dinge heran. Das artet in Streits darin aus, dass beide (Sohn und Vater) sich gegenseitig mit psychologischen Tricks fertig machen. Es sind richtige Machtkämpfe.


    Er ist neulich zusammengebrochen, weil er verlernt hat, Emotionen zu zeigen. Er konnte nicht richtig lachen, konnte nicht weinen, hatte Angst vor Gefühlen.


    Denn aufgrund dieser rationalen Vater-Sohn-Beziehung sah er jede Emotion als Schwäche, denn sie bot im Streit Angriffspunkte.


    Es ist nicht gut, übermäßig rationale Eltern zu haben. Schon gar nicht welche, die einen "biologische Maschine" nennen. Eine Maschine ist eine Maschine, hat nichts Menschliches. Egal in welchem Zusammenhang mit welchem Adjektiv, ich will NIE NIE NIE eine Maschine genannt werden, und das will auch kein fünfjähriges Kind!


    Wir sind Menschen. Das Schönste, was ein Vater oder eine Mutter dem Kind sagen kann ist und bleibt: "Ich werde dich immer lieben, egal was passiert."

    Wie viele Erinnerungen habt ihr denn an eure Kindheit? Nun, mein ganzer Kopf ist voll davon.


    Ich kann nur sagen, dass ich dich als Vater hassen würde. Dann dürfte ich ja erstens überhaupt ohne schlechtes Gewissen hassen, da du mich wahrscheinlich vehement von jeder Kirche fernhalten würdest.


    Ich würde mich schämen, dass du immer wieder andere Frauen nach Hause bringst. Erst würde ich nicht verstehen, was du mit ihnen machst, aber später schon.


    Wenn ich mit dir streite (ja, daran kommt man bei aller Rationalität nicht vorbei), dann würde ich jedes Mal einen Nervenzusammenbruch bekonmen, weil ich merke, dass sich bei dir keine Gefühle regen.


    Du würdest mich einschüchtern mit deiner übermäßig selbstüberzeugten Art, weil du genau dein Ziel erreichen würdest: Dass ich dich zum Maßstab der Dinge nehme.


    Und im späteren Leben allein? Ich weiß nicht ganz, welche Schäden ich da bekommen würde.