• Möchte ein Kind, aber keine Frau (Fragen Leihmutterschaft)

    Hallo. Ich habe folgendes Problem: Seit Jahren habe ich den zunehmenden Wunsch Vater zu sein. Es hat sich so langsam in mir entwickelt dieser Wunsch bis ich anfing mir wirklich konkret Gedanken darüber zu machen. Ich denke ich könnte einem Kind enorm viel geben. Ich bin jetzt fast 30 und fühle mich so als ob ich bereit bin für etwas neues Großes, was…
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    Nur, weil ich rational rangehe, wenn ich dieses Ziel hier in Angriff nehme, was ja wirklich einiges an Aufwand und Kosten erfordert. (Sehr ärgerlich, denn die Gesetzeslage bedarf dringender Reform..)


    Dann heißt das noch lange nicht, dass ich so mit Kindern umgehe... also wirklich. Und ob es dir passt oder nicht alle Lebewesen sind biologische Maschinen in dem Sinne, dass sie Vehikel sind für ihre Gene, die es in die nächste Generation schaffen. Und das würde man meinem Kind auch idealerweise in der Schule im Biologieunterricht erklären...


    Und der Vorwurf mein Kind dürfe keine Emotionen empfinden ist mir dann doch jetzt zu abgespaced um darauf zu reagieren... %-|

    Zitat

    Ich kann nur sagen, dass ich dich als Vater hassen würde. Dann dürfte ich ja erstens überhaupt ohne schlechtes Gewissen hassen, da du mich wahrscheinlich vehement von jeder Kirche fernhalten würdest.

    Ein schlechtes Gewissen zu machen, "moralisch" rüberzukommen bei Kindern halte ich generell für falsch. Das kann in der Tat mal später zu Schäden führen. Bei dir z. B. habe ich den Eindruck du bist etwas unausgeglichen. Vielleicht war da die Erziehung etwas zu Schuld und Sühne behaftet? Sorry, aber bei deinen persönlichen Vorwürfen an mich, darf ich das ja auch mal. In der Erziehung würde ich eher ethisch argumentieren. Und was die Kirche anbetrifft. Da werde ich ihm schon alle Religionen der Welt faktisch näherbringen und dann kann es selbst entscheiden, ob / was davon sie mag und woran sie evtl. glauben möchte.

    Maschine hat immer etwas Perfektionistisches an sich. Etwas rational.


    Menschen sind aber nicht rational.


    Religionen faktisch näher bringen ist nicht wirklich nützlich.


    Man glaubt mit dem Herzen (symbolisch gesehen) und nicht mit dem Hirn.


    Ich glaube auch nicht, dass du im echten Leben ganz anders bist als hier. Und hier bist du extrem rational, und das kann einem Kind bei zu hoher "Dosis" schaden.


    Ich habe übrigens keinen Bedarf nach Reform des Gesetzes. Das, was du machen willst, ist für mich ethisch nicht vertretbar, wie für viele andere auch.


    Du hast die freie Wahl, dir eine Frau zu suchen und mit dieser ein Kind zu bekommen, sofern sie einverstanden ist.


    Zum Kinder zeugen gehören eben IMMER zwei Personen dazu.

    Zitat

    Dann heißt das noch lange nicht, dass ich so mit Kindern umgehe...

    Gehen wir doch mal auf eine andere Ebene. Hast du Kinder im Freundeskreis? Wie gehst du mit denen um?

    Das hängt ganz vom Kind ab. Wenn es ein liebes Kind ist nehme ich es eher auf den Schoß und beschäftige mich damit, als wenn es so ein nerviger Rabauke ist. Kinder fremder Leute sind immer etwas anderes als eigene Kinder. Wenn man mit fremden Kindern nicht immer klarkommt, heißt das nicht wie man mit eigenen Kindern umgehen würde. Ich habe vor nicht langer Zeit mal ein kleines blondes Mädchen ganz alleine barfuß im Zug gesehen. Sie hatte einen Teddybär und war totmüde. Sonst hatte das keinen interessiert, ich fand's offensichtlich merkwürdig. Hab mich gleich zu ihr gesetzt und gefragt wo seine Eltern sind. Sie war in den Zug gestiegen ohne Begleitung, ohne Schuhe. Dann hab ich dem Personal bescheid gesagt und mich um sie gekümmert bis die Eltern ausfindig gemacht wurden. :-)

    Um mal einen anderen Gedanken reinzuwerfen... wie würdest du, TE, damit umgehen, wenn deine Tochter lieber ein Sohn wäre?


    Klar, statistisch gesehen eher unwahrscheinlich, aber könntest du damit umgehen, oder müsste dein Kind deiner Vorstellung einer Tochter entsprechen?


    Im Übrigen sind Leihmutterschaften auch in den USA rechtlich nicht unkompliziert – für viele Wunscheltern gelten in etwa so strenge Regeln wie hierzulande für Adoptiveltern (zum Beispiel verheiratet, genug Wohnraum, stabile Vermögenslage...), in einigen Staaten wirst du also als alleinstehender Wunschvater keinen Erfolg mit deinem Anliegen haben.

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    Wie gehst du mit denen um?

    Müssen sich Frauen mit Kinderwunsch diesbezüglich auch rechtfertigen?

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    Du hast die freie Wahl, dir eine Frau zu suchen und mit dieser ein Kind zu bekommen, sofern sie einverstanden ist.

    Will er aber nicht. Genauso wie viele Frauen sich keinen Mann suchen wollen, um ein Kind zu bekommen. Die haben es halt trotzdem leichter. Aber ob dir das passt oder nicht, ist für den FE und sein weiteres Vorgehen völlig unerheblich.

    Der TE meinte nur, die Gesetzeslage müsste dazu verändert werden.


    Das sehe ich eben nicht so und hab es kommuniziert.

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    Müssen sich Frauen mit Kinderwunsch diesbezüglich auch rechtfertigen?

    War einfach nur ein Versuch, mal irgendwelche Emotionen aus dem TE zu kitzeln. Die seh ich nämlich einfach bisher nicht.

    Zitat

    Und hier bist du extrem rational, und das kann einem Kind bei zu hoher "Dosis" schaden.

    Nur weil man selbst etwas nicht nachvollziehen kann, bzw eben anders fühlt oder denkt, macht das die Position des anderen noch nicht falscher.


    Extrem rationale Menschen dürfen sich genauso vermehren wie zum Beispiel extrem religiöse Menschen.


    Und natürlich gibt man als Elternteil auch einen Teil seiner Einstellungen ans Kind weiter, das ist doch wohl ganz normal ;-) Und der TE schreibt ja noch nicht einmal, dass sein Kind auf jeden Fall so und so werden müsse. Er möchte einen Kind nur die optimalen Starbedingungen mitgeben. Kann man gut finden oder nicht, aber ich kann den Standpunkt schon ein bisschen nachvollziehen.


    Ein menschliches Wesen mit einer Maschine zu vergleichen oder ähnliches finde ich nicht im geringsten schlimm. Im Endeffekt sind wir Lebewesen auch nichts anderes. Wir sind halt "Maschinen" aus organischen Verbindungen. Selbst wenn man das so rational betrachtet, macht es das Leben und die Begeisterung für Kinder nicht weniger phantastisch.


    Ich glaube an keinen Gott, bin mir nicht sicher ob es so etwas wie einen freien willen überhaupt gibt und denke auch eher rational. Ich finde das Leben ganz, ganz wunderbar. Alleine dass es überhaupt Leben gibt. Dass es Evolution gibt. Dass wir uns Fortpflanzen und unsere Gene durchmischen können, das ist etwas ganz wunderbares.


    Und die Selektion gewisser Merkmale bei einer PID, kann man machen. Wird sicher nicht jeder Mensch machen wollen und können, aber wenn es geht, warum nicht. Manche Eltern wollen keine Nackenfaltenmessungen und sonstige Untersuchungen, die man so während der Schwangerschaft machen kann, weil sie das Kind so und so bekommen möchten. Andere Eltern lassen alle nur denkbaren Untersuchungen machen und brechen die Schwangerschaft bei Anzeichen einer möglichen Behinderung ab.


    Was genau ist nun verkehrt daran, wenn man eine mögliche Behinderung (und doch, da kann man inzwischen schon auf recht vieles testen lassen!) schon VOR der Einnistung der befruchteten Eizelle ausschliessen lässt?


    Als alleinerziehender Vater mit einer Leihmutter dürfte das schon irgendwie gehen. Sicher einfacher, als wenn ein Paar ein Kind von einer Leihmutter bekommt.


    Du wärst ja, trotz Leihmutter und allem, trotzdem der biologische Vater des Kindes. Wenn das so in die Geburtsurkunde eingetragen wird, dann sollte es doch rechtlich auch keine Probleme geben? Du bist leiblicher Vater des Kindes und auf welche Art und Weise das Kind gezeugt wurde, da fragt ja keiner nacht.


    Ich würde an der Stelle empfehlen mal nach Foren zu googeln, die sich genau mit dem Thema Leimutterschaft beschäftigen. Eventuell würde es auch Sinn machen, wenn du dich bevor du das ganze angehst anwaltlich beraten lassen würdest. Da bekommst du sicher handfestere Auskünfte als hier im Forum, wo doch regelmäßig dir Gefühle überkochen ;-D

    ich finde es etwas merkwürdig dass er eine Abneigung gegen das weibliche Geschlecht hat, und trotzdem unbedingt eine Tochter zeugen will – auch diese wird mal Frau, und sie wird definitiv nicht die ideale Frau, so wie du dir sie vorstellst.......und ich befürchte dass der TE glaubt, mit Erziehung ließe sich ein Mensch genauso formen wie man diesen haben möchte, nur das funktioniert nicht.

    @ blackheartedqueen

    Nur das Beispiel von meinem Kumpel...Eltern und Kinder streiten sich. Und auch der TE ist nur ein Mensch.


    Rationaler, systematischer Streit ist etwas ganz Schlimmes.

    Zitat

    Das hängt ganz vom Kind ab. Wenn es ein liebes Kind ist nehme ich es eher auf den Schoß und beschäftige mich damit, als wenn es so ein nerviger Rabauke ist.

    Nachvollziehbar – wer tut das nicht? ;-) Aber was, wenn es – trotz weiblichem Geschlechts – nun doch eine kleine Zicke (spätestens in der Pubertät) und auch generell ein in deinen Augen eher schwieriges Kind wird? Nervig können sie ja immer sein, wenn sie Schreikinder sind, 30 mal die gleiche Frage stellen, ihre Hinterlassenschaften an die Wand schmieren, beißen und im Supermarkt Terz machen. Sind halt von Anfang kann kleine Persönlichkeiten – dafür muss man ja nur in den Kindermund-Faden sehen.


    Ich hatte übrigens schon immer ein eher schlechtes Verhältnis zu meinem Vater und gerate seit meiner frühsten Kindheit häufig mit ihm aneinander. Das Eigene kannst du aber nunmal leider nicht einfach wieder abgeben ;-)

    Zitat

    ich finde es etwas merkwürdig dass er eine Abneigung gegen das weibliche Geschlecht hat, und trotzdem unbedingt eine Tochter zeugen will

    Manchmal schadet es nicht, den Fadenz lesen. Der TE hat doch ganz klar Stellung zu diesem Thema bezogen:

    Zitat

    Ähhmmm.. Wo habe ich geschrieben, dass ich Kontakt zu Frauen strikt ablehne? Ich will keine Beziehung mit einer Frau. Aber ich habe weibliche Freunde. Weibliche Affairen. Eine Mutter. etc..


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    Rationaler, systematischer Streit ist etwas ganz Schlimmes.

    Im Vergleich zu irrationalem emotionalem Streit? Wahrscheinlich nicht für jeden... ":/

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    ich finde es etwas merkwürdig dass er eine Abneigung gegen das weibliche Geschlecht hat

    Hat er doch nirgendwo geschrieben?


    Er schrieb, dass er sich aktuell und für unabsehbare Zeit keine Parterschaft mit einer Frau wünscht. Und auch keine Partnerschaft mit einem Mann. Er möchte einfach in keiner Beziehung sein. Das heisst aber doch noch lange nicht, dass er etwas gegen Frauen hat?


    Ich zum Beispiel bin in einer Beziehung und kann trotzdem mit den allermeisten Menschen, egal welches Geschlechts, nichts anfangen.


    Im Gegensatz zu mir hat der TE zwar keine Parnerschaft, scheint aber einige Sozialkontakte zu haben ;-D

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    und ich befürchte dass der TE glaubt, mit Erziehung ließe sich ein Mensch genauso formen wie man diesen haben möchte, nur das funktioniert nicht.

    Ich glaube, dass der TE informiert genug ist, um zu wissen dass Kinder nicht als unbeschriebene Blätter auf die Welt kommen, die man je nach Belieben füllt. Dass jedes Kind ein einzigartiger Mensch ist, eine einzigartige Persönlichkeit mit einzigartigen Erbanlagen, das dürfte jedem klar sein. Und genau das macht es doch auch so faszinierend sich fortzupflanzen! Einem kleinen Wesen mit der Hälfte der eigenen Erbanlagen zuzusehen wie es groß wird und es bei diesem Prozess bestmöglich zu unterstützen.


    Mal ehrlich, sind nicht alle Eltern stolz auf das, was sie "geschaffen" haben? :-)

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    Nur das Beispiel von meinem Kumpel...Eltern und Kinder streiten sich. Und auch der TE ist nur ein Mensch.


    Rationaler, systematischer Streit ist etwas ganz Schlimmes.

    Das Problem bei Eltern und Kindern ist oft, dass mitunter einfach sehr, sehr unterschiedliche Persönlichkeiten aufeinander Treffen.


    Ich kann zum Beispiel mit Argumenten deutlich mehr anfangen als mit übersprudelnden Emotionen.


    Meine Mama ist aber jemand, der es immer eher auf die emotionale Tour versucht und dann auch regelmäßig total ausser sich geriet und unfair wurde. Damit kam ich nie wirklich klar.


    Der Trick ist doch, dass man als Elternteil versuchen sollte auf das Kind zuzugehen und sich in es hineinzufühlen. Egal was für ein Typ Mensch man selbst ist.