• Oh nein, ich höre was, wo kommt das denn her?

    Die biologische Uhr. Sie tickt. Ganz plötzlich. Und ich höre es! Hilfe!!!! :-o :-o :-o Ich habe über die Frauen immer geschmunzelt, die, mit ihrem ausgeprägtem Kinderwunsch. Konnte das nie nachvollziehen. Fand das "Babygetue" lächerlich. Ok, eigentlich finde ich das jetzt teils auch noch immer. Es hat sich ganz heimlich, still und leise angebahnt: Ein Kind.…
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    "It's the final countdown" *träller*


    Mach dich nicht irre. Raus kommen sie alle irgendwie, der Zug ist abgefahren sich darüber Gedanken zu machen und deshalb ist jede Sorge verschwendete Lebensmühe. Ich weiß das es nichts bringt, aber ich hab mir das vor der beiden Entbindungen auch jeden Tag neu erzählt. Na gut, die waren am Ende auch echt so kack unbequem, die schwangerschaften, da verlor die Entbindung deutlich an Schrecken.

    Meine ersten Gedanken, als ich den positiven Test in der Hand hatte, gingen in die Richtung: F***, das Kind muss da auch mal raus! :-o


    ;-D :=o


    Ansonsten hast du natürlich vollkommen recht. Und ich glaube, ich bin auch vor allem daher so panisch, weil es mir gut geht und ich momentan gar keinen Grund sehe, warum er jetzt geboren werden sollte. ;-D

    Dann hat er ja vielleicht auch einfach noch eine Weile. Ich meine, immerhin ist alles bis zwei Wochen nach dem Termin voll normal. Vielleicht hast du einfach noch eine Weile. ;-)

    ET ist ja auch erst in 2.5 Wochen :-)


    Ich hatte aber vorhin die zweite (Senk?)Wehe des Tages. Autsch. Die war schmerzhaft.

    Hielt auch bestimmt 1.5 Minuten an.

    Hallo Gato,


    Danke noch mal für deinen Erfahrungsbericht! :-)


    Mir geht es soweit gut. Ich fühle mich fit, etwas antriebslos und ruhiger (also, Rumliegen ist mittlerweile drin, das war ja früher bei mir eher schwierig und ich musste immer etwas tun). Mein Bauch wurde gestern öfter hart. Auch diese Nacht. Aber in 99% ohne Schmerzen. Vom Gefühl her... auf jeden Fall nicht vor ET. Ich habe gestern schon gemeint, dafür geht es mir wohl noch zu gut. Bin heute Morgen unterwegs gewesen und war überrascht, wie gut das ging. Kein Drücken, kein Ziehen, keine Kurzatmigkeit, kein Druck auf der Blase. Aber ich weiß auch, dass sich das natürlich schnell ändern kann und ich hatte ja auch schon Stunden, in denen es nicht so gut war. Wobei ich da immer gar nicht so genau sagen kann, was eigentlich das Problem ist. Hatte jetzt mal ein paar Stunden, in denen Stehen irgendwie nicht ging. Da hatte ich dann richtige Erschöpfungsgefühle.


    Ich konzentriere mich auch immer auf den Tag, bzw. auf das hier und jetzt. Ich hatte Anfang der Woche noch einen Termin, der mir wichtig war. Und jetzt ist es so, dass ich mir nicht mehr so viel vornehme, alles nur noch unter Vorbehalt. Es steht jetzt aber auch kein Event mehr aus, bei dem ich ganz dringend dabei sein muss. Und hinsichtlich Vorbereitungen... ochja. Das meiste ist irgendwie vorhanden und was fehlt, wird dann gekauft, wenn es fehlt.


    Ja und was die Gefühle nach der Geburt angeht... da werde ich mich mal überraschen lassen. Im Moment ist da noch so viel anderes in meinem Kopf, dass unfassbar viel zusammen kommt. Ich habe es aber in den letzten Tagen ganz gut geschafft, mir nicht zu viele Gedanken zu machen. Mein Ziel: geschehen lassen, Verantwortung abgeben. Es kommt nun so viel, was ich nicht beeinflussen kann. Wie die Geburt verläuft. Ob der Kleine gesund ist. Wie es mir gehen wird. Wie es uns gemeinsam gehen wird. Die Gefühl, die dann kommen. Und generell das danach - was mich da erwartet. Das war auch das, was ich an dem Geburtsvorbereitungskurs bemängelt habe. Man denkt immer nur bis zur Geburt. Alles dreht sich um die Vorbereitung und die Geburt an sich. Und kaum jemand spricht an, was dann kommt. Gato, es ist für mich beruhigend zu lesen, wie es bei dir gelaufen ist, weil ich mir dann denke: ja, so DARF es auch laufen. Klar, meine Familie wird ins Krankenhaus strömen und erwarten, dass ich freudestrahlend im Bett sitze. Das wünsche ich mir natürlich auch. Aber ich versuche mir auch jetzt schon zu sagen, dass ich keine Erwartungen haben darf und es auch ok ist, wenn es erst mal anders ist. Und wenn ich mich nicht nach Besuch fühle, dann werde ich das auch entsprechend kommunizieren. So weit bin ich mittlerweile. Also, so ganz theoretisch und so ;-) Und ich hoffe, dass ich das in dem Moment dann noch weiß. Aber wenn Zweifel aufkommen, werde ich mich - so oder so - hier melden. Dann könnt ihr mir den Kopf gerade rücken und ich kann nachlesen.


    Ich kann mir den Moment noch gar nicht vorstellen, wenn man hier zu dritt in der Wohnung ist. Wenn es nicht mehr nur ein "du und ich" ist, sondern ein "du, ich und das Kind". Das ist nach so vielen Jahren Beziehung verrückt. Und mal sehen, wie es dann ist, ihn hoffentlich diesen Monat gesund und munter nach Hause tragen zu können. Vor allem hat mein Freund genau so viel "keine Ahnung" wie ich, das wird dann sicherlich, ööhm, spannend. ]:D Gestern habe ich ihm aber noch mal gesagt, dass er sich dann, wenn er wieder arbeiten geht, auch umgucken muss, weil es dann wahrscheinlich nicht mehr so laufen kann wie bisher. Er wird mehr machen müssen und wir sind beide gespannt, wie das dann läuft. Aber zur Not lass ich es liegen und ich habe aber auch schon in der Familie kommuniziert, dass wir ggf. anfangs Unterstützung benötigen.


    Und ja, Gato, da sprichst du was Wichtiges an! Mein Freund weiß, wie wichtig es mir ist, dass er sich genau so ums Kind kümmern kann wie ich (und es ist ihm auch wichtig), ich will wieder arbeiten gehen und mich verwirklichen können. Ich mag auch mal weggehen - so wie er alleine etwas unternehmen kann. Und wenn er abends mal Feierabend hat, dann fordere ich ihn auch ein. Das ist jetzt alles graue Theorie. Meist wird man dann ja vom Leben überrascht...

    Ich fand die auch ekelig. Also die Senkwehen. Aber ich hab mich mit dem gedanken getröstet, dass es immer schon ein Schritt weiter ist und am Ende halt die Geburt verkürzt. Schön verteilter Schmerz halt mit vielen guten Erholungspausen.


    Ich finde das klingt gut was du da vor hast. Ehrlich.

    Hahaha, ich habe mir direkt eingeredet, dass die Senkwehen jetzt bestimmt auch schon irgendwas bewirkt haben und mir die Geburt damit ein klitzekleinesbissen erleichtern werden ]:D Aber ob das so ist - man hört ja auch oft von Wehen, die gar nichts bewirken, außer, dass man keine Lust auf mehr hat.


    Heute fühle ich mich ganz mutig und bin ein bisschen stolz auf mich. Heute denke ich mir schon den ganzen Tag: schaff ich.


    Mal gucken, wie es morgen ist. :=o


    Danae,


    hast du mir eigentlich einen Tipp für die Presswehen? Mir ist aufgefallen, dass wir da gar nichts wirklich im Kurs besprochen haben und ich habe schon viel gehört - von Luft anhalten und pressen wie Ochse, bis tönen (? was ist das?) und dabei schieben (was ist der Unterschied zwischen pressen und schieben?). |-o

    Also bei der Jüngeren waren die Senkwehen verdammt wirksam. So Wirksam das ich schön zwei Monate liegen durfte. Als es dann losging war das wirklich besser aushaltbar als bei der Älteren. Da haben die ganzen Wehen gar nichts gemacht. Allerdings hatte ich da auch solche Angst davor ein Kind zu bekommen, dass seinem Vater so ähnlich ist, dass ich Albträume vone inem bärtigen Baby hatte. Da wollte ganz viel in mir das Kind lieber nicht sehen damit es nicht echt wird. Ich glaube heute das es schon einiges mit mir gemacht hat.


    Presswehen: Ich hab da gar nichts mehr gemacht, da hat mein Körper auf Autopilot gestellt und von selbst gemacht. Das fühlte sich für mich, mal platt gesagt, an, als müsste ich auf Klo undzwar ganz ganz dringend. Und das was ich dann gemacht habe war genaus dasselbe wie dabei. Sind auch die selben Muskeln wie beim langen Klogang. Und die machen zum Glück ganz alleine. Unsere Instinkte mögen mau sein, aber in dem Moment tun sie es noch. ;-D ;-D


    Ach halt, doch eine Sache. Ich hab gefühlt, nach dem Kopf. Man sieht ja nichts, weiß nicht wie lange und wie auch immer, aber meine Hebamme hat gesagt, wenn du meinte es hilft den Kopf schon zu spüren. Und für mich hats gestimmt. Da waren schon Haare zu spüren. Ich erinnere mich an die erste Entbindung nur verschwommen, wegen der Nadel-Panikattake und weil es eher die härtere Gangart Geburt war, aber an das Gefühl das da verdammt nochmal schon Haare zu spüren sind, dass es also fast geschafft sein muss, erinnere ich mich sehr gut. Das war gut.

    Danke!!! :-)


    Ein bärtiges Baby! ;-D Aber das glaube ich sofort, dass der Kopf da einiges mitbestimmt. Wenn man gedanklich noch nicht so weit ist bzw blockiert, macht sicherlich der Körper auch dicht. Ich muss da auch noch in das Stadium des Loslassens kommen. Gerade denke ich, Nö, nix da, du bleibst wo du bist, ich will noch nicht. Und das kann ja nichts werden. Mir geht es ja auch mit den geburtsvorbereitenden Maßnahmen so: ich mach sie, aber widerwillig, weil sie dürfen mir dann zwar in der Situation gerne helfen und alles erleichtern, sie dürfen jetzt aber noch nichts auslösen. :=o


    Presswehen: ah ok! Und was mach ich dabei mit dem Atmen? Luft anhalten oder "tönen"?

    Also ich hab "getönt" wie die Hebammen so schön dazu sagen. Da musste ich aber auch nicht drüber nachdenken. Luftanhalten ist aber eher doof, weil sich dabei ja alle Muskeln zusammenziehen und genau das sollen sie ja nicht, wenn es zügig raus soll.


    Ich hab mir bei der zweiten bewusst schöne Szenen vorgestellt. Das erste Lächeln, was ich verpassen würde, wenn es im Bauch bleibt. Das fühlt sich an als würde die Sonne aufgehen. Wochenlang füttert man da ein Wesen von dem man wenig Feedback bekommt, weil es noch nicht kann, und dann, dann guckt es einen an und es lächelt. Das erste Mal wird man freudig begrüßt. Dagegen ist jeder Orgasmus ein witz, der Hormonschuß haut mich noch bei der Erinnerung um.


    Oder das Babylachen. Die glucksen so ganz tief, also bisher alle Babys die ich lachen gehört habe. So aus dem Bauch raus, ehrlich, ohne einen falschen Gedanken. Bei der Älteren klang das wie bei einem dreckigen Piraten und bei der Kleinen wie ein Fluß der lustig gurgelt. Das würde ich nie hören, wenn es nicht raus kommt. Und die riechen so scheiße gut am Hinterkopf. Echt. Davon werde ich voll high und ich habe auch schon eine Menge anderer Erwachsener mehr oder minder heimlich am Hinterkopf schnupfern sehen. Eine Bekannte hat sich sogar meine Jüngere ausgeliehen um mal zu riechen. ;-D ;-D


    Und dieser dumme Gesichtsausdruck wenn sie sich selbst in den Fuß beißen und das erste Mal bemerken "Boah krass, dass gehört ja zu mir dazu." Das ist einfach unbezahlbar. ]:D ]:D genau wie die ersten versuche ihre Hände zu fangen, weil die ja am Anfang immer so unkoordiniert durch ihr Gesichtsfeld fliegen. ;-D ;-D


    Ich hab auch mit dem Baby gesprochen, wusste ja nichtmal das Geschlecht und versucht bewusst neugier aufzubauen. Wer bist du? Mh? Magst du Musik oder magst du es ruhig? Isst du gerne oder ist das langweilig weil die Welt so spannend ist? Werde ich mit dir eher Theaterabenteuer erleben und mich verrückt schminken lassen um über den Boden zu krabeln, dass es jedem experimental-Regisseur eine Freude wäre oder robben wir eher durch den Schlamm und versuchen Linnés Einteilung nachzuvollziehen? Oder beides?


    Wirst du schnell lachen oder eher brauchen? Magst du "guckguck" oder eher wenn wir tanzen?


    Ich hab mir halt einfach überlegt, ganz konkret, was an dieser irren Welt ich gerne mit dem Kind erleben würde, was ich zeigen und neu entdecken will. Und am Ende war ich froh das sie da war und wir endlich mit all den voll tollen Sachen anfangen können. ;-D ;-D

    Ach Danae!!!! Jetzt habe ich zum erstem Mal gemerkt, dass ich ein Hormombündel bin und mir schossen eben tatsächlich die Tränen in die Augen. Wunderbar geschrieben... so, so schön und ich glaube ich verstehe, was du meinst.


    So und ich geh die mal ganz schnell heimlich wegwischen...

    Oh da hast du jetzt aber ein richtig gutes Argument gefunden. ;-D Das Witzige finde ich ja: Ich muss tagsüber gar nicht so oft. Aber wehe ich lege mich abends hin... %-| Als würde die Blase, der Verräter, alles über den Tag bunkern und wartet damit nur auf seinen großen Auftritt...