• Oh nein, ich höre was, wo kommt das denn her?

    Die biologische Uhr. Sie tickt. Ganz plötzlich. Und ich höre es! Hilfe!!!! :-o :-o :-o Ich habe über die Frauen immer geschmunzelt, die, mit ihrem ausgeprägtem Kinderwunsch. Konnte das nie nachvollziehen. Fand das "Babygetue" lächerlich. Ok, eigentlich finde ich das jetzt teils auch noch immer. Es hat sich ganz heimlich, still und leise angebahnt: Ein Kind.…
  • 1 Antworten

    Danae, oh vielen lieben Dank!! Du bist die erste, die das sagt. Ich bin einfach nur froh, dass ich nicht vorher wusste, wie es wird und dass es vorbei ist.


    Ehrlich gesagt ist das mit dem Steiß meine eigene Diagnose. Im Krankenhaus hat das niemanden interessiert ("Das kommt schon mal vor"). Und bisher hatte ich keine Zeit zum Arzt zu gehen. Ich benutze kein spezielles Kissen.. wenn ich recht aufrecht sitze, geht es. Aber gemütlich etwas zurückgelehnt auf der Couch oder womöglich Auto fahren: Aua. Und natürlich ist aufstehen die Hölle. Mmh. Ich nehme ab und an noch Arnika, wenn ich dran denke. Das hat es schon besser gemacht.. aber gut ist es noch lange nicht.

    Mein Arzt sah das auch lässig, meine Hebamme hat sich drum gekümmert und mir auch empfohlen auf dem Gummiring zu sitzen und das war für die Heilung echt super. Nun zieht es nur noch wenn das Wetter wechselt. 8-) 8-)


    Und: gern geschehen. Ist nur meine ehrliche Meinung. :)_

    Smilli, ich finde deine Geburtsbeschreibung sehr, sehr heftig. Ich habe kurz vor der Entbindung auf Deutschlandfunk ein Feature zu "Gewaltanwendung" unter der Geburt gehört und der eine Fall, der da beschrieben war, erinnert mich doch sehr an dich. Insbesondere der Kristeller Griff, der laut einer Hebamme, die diese Geburt kommentierte, nicht so durchgeführt werden sollte, das dabei bei der Frau irgendwas kaputt geht.


    Die Frau war danach schwer traumatisiert, was ich verstehen kann und wenn du das alles so gut weg steckst, musst du schon ein ganz schön toughes Mädel sein :)_


    Allein die drei Nächte ohne Schlaf finde ich sehr schlimm, bei mir waren es ja "nur" zwei und bei noch einer weiteren hätte ich wahrscheinlich um einen KS gebettelt, oder zumindest alle Hilfen in Anspruch genommen, die es so gibt. Die schlimmen Senkwehen waren bei mir übrigens genauso, wie bei dir. Kaum weniger schmerzhaft, als die "richtigen", nur im hocken oder knien einigermaßen auszuhalten, aber anscheinend ein bisschen zu kurz. Bei mir waren die Wehen auch auf dem CTG zu sehen, aber ich habe schon öfter gelesen, dass das nicht alle Wehen erkennt.


    Zum Ende kann ich nur sagen: furchtbar :°_ Alles das, was man auf keinen Fall will. Ich bewundere dich sehr, dass du das alles so tapfer durchgestanden hast.


    Meine Plazenta wollte übrigens auch nicht kommen, Oxytocin brachte nichts und erst nach heftigem Drücken auf meinen Bauch, was nochmal zu fiesen wehenartigen Schmerzen führte, kam sie dann irgendwann raus.

    Hallo Smilli,


    mir sind auch die Tränen in die Augen gestiegen, als ich deinen Bericht gelesen habe. Grauenhaft. Ich hab ja selber im Mai entbunden und hab es auch unschön in Erinnerung. Aber DAS bei dir ist ja noch viel schlimmer...


    Bei mir musste sich der Oberarzt zusammen mit der Hebamme nach der Geburt auch auf meinen Bauch lehnen, um die Plazenta rauszuquetschen. Dabei hab ich auch nochmal geschrien...


    Ich war schon immer ein pragmatischer Mensch und hab mir - was mir im Nachhinein sicher geholfen hat - auch nix vorgestellt von wegen "schönes Geburtserlebnis", "wohlfühlen" etc. Diejenigen, die sich das vorstellen, können das ja gern tun. Aber ich hatte davor auch schon mit Freundinnen gesprochen, die geboren hatten (und zwar mit so einigen), und wohlgefühlt hat sich da keine.


    Ich wollte das einfach nur gut durchstehen, und als ich dann mittendrin war, war aufgrund der Dauerwehen dann eh keine Zeit zum Nachdenken.


    Jedenfalls hoffe ich, dass du auch körperlich und psychisch alles wieder in Ordnung bringen kannst. Ich hab mich auch etwas geschockt gefühlt nach der Geburt, aber wiegesagt, das war nichts im Vergleich zu dem, was du da hast erleben müssen.


    Was mich noch interessieren würde - dieser Kristeller-Griff wird ja immer als unnötig und unzulässig bezeichnet. Wurde der bei dir angewandt? Und war er notwendig, soweit du das beurteilen kannst?


    Ohne deine Situation beurteilen zu wollen (kann ich ja gar nicht) - aber ich glaube halt leider generell, dass es in vielen Fällen gar nicht vermeidbar ist, den Frauen Schmerzen zuzufügen. Leider. So sieht sie aus, die Wahrheit :(


    Ich hab mich schon auch so halb vergewaltigt gefühlt bei dem Ganzen. Wobei ich wirklich niemandem unterstellen würde, dass da irgendetwas mit mir gemacht wurde, was nicht hätte sein dürfen/müssen. So ist eben das Leben, manchmal geht es leicht, manchmal nicht. Aber beschreiben lässt sich das nicht, das muss man erlebt haben.


    Ich wünsche dir nochmals von ganzem Herzen gute Besserung und trotz allem einen tollen Start mit deinem Kleinen...

    Ohje Pilli das klingt alles andere als gut. Dass vorallem im Krankenhaus niemand direkt deine Steißbeinprobleme ernstgenommen hat und du jetzt im Wochenbett die Rennerei deswegen hast, ist schon sehr blöd und lässt mich auch etwas an der Kompetenz deiner Ärzte zweifeln. ??Zum restlichen Geburtsverlauf mag ich eigentlich gar nicht urteilen, es klingt wirklich brutal was euch widerfahren ist, aber sowas ist so individuell und in dem Moment haben sicherlich alle getan, was sie für richtig hielten?? Dazu sind sie da und untersuchen dich nach der Geburt. Lass das auf jeden Fall noch mal abklären. Wer weiß welche weiteren Verletzungen nach dieser so gewaltvollen Geburt noch übersehen wurden....


    Weiß man warum die Herztöne so schlecht waren? Deinem kleinen ging es dann aber trotzallem direkt gut?


    Alles gute euch @:) erholt euch und verarbeitet das ganze gut @:)

    Hallo Smilli,


    danke für deinen Geburtsbericht. Es ist schlimm, dass du dieses unschöne Geburtserlebnis hattest. Ich kann dich sehr gut verstehen, denn meine Geburt war sehr ähnlich

    . Am schlimmsten fand ich, dass sie immer sagten: "noch einmal pressen, dann ist es geschafft" und das stimmte nicht. Es hat sich ewig hingezogen und sie haben das bestimmt 10x gesagt. Ich war dann auch soweit, dass ich nicht sehr schöne Dinge zu den Leuten gesagt habe. Ich habe erst sehr viel später erfahren, dass man das kristellern nennt und eigentlich nicht mehr angewendet werden darf.


    Ich habe sehr lange gebraucht, bis ich über die Geburt überhaupt nachdenken, geschweige denn sprechen konnte. Ich war so positiv, optimistisch und ruhig in die Geburt gegangen und dann das. Aber es ist nicht unsere Schuld. Mit der Zeit konnte ich mich anderen Müttern öffnen und weißt du was? Alle hatten irgendwas erlebt, was sie mehr oder weniger traumatisiert hat. Das hat mir geholfen, die Sache zu akzeptieren und damit zu verarbeiten.


    Meinen Frieden mit der 1. Geburt habe ich dann gemacht als mein 2. Kind zur Welt kam. Ich war nur 10 Minuten im Kreissaal, habe ein paar mal gepresst und dann lag mein 2. Kind vor mir und hat total ruhig geatmet.

    ;-)


    Was ich sagen will: Nimm dir Zeit das zu verdauen. Es wird etwas dauern, aber du bist nicht alleine. Auch andere Mütter müssen leider solche Erfahrungen machen. Ich wünsche dir, dass deine äußeren Wunden schnell und gut verheilen und du irgendwann deinen Frieden mit der Geburt machst.

    Wegen der Einsamkeit

    Nimm dir auch hier Zeit. Du bist noch im Wochenbett, da ist es auch nicht sinnvoll viel rauszugehen, besonders wenn du noch Geburtsverletzungen hast (ich konnte 2 Wochen gar nicht sitzen). Hast du denn Familie oder Freunde, die dich besuchen können? Wenn sie kommen, sollen sie aber etwas zu Essen mitbringen. ;-)

    Stillen

    Ganz ehrlich: Quäl dich nicht. Wenn du merkst es passt nicht für dich, dann still lieber ab. Ich brauchte 6 Wochen bis ich völlig schmerzfrei stillen konnte und fand es irgendwann sehr praktisch und auch schön. Aber das muss jede Mutter für sich entscheiden.




    Ansonsten möchte ich sagen: Danke! @:) Ich lese gerne in deinem Faden, weil du so ehrlich, entspannt und liebevoll schreibst. Ich freue mich, dass ihr das Abenteuer Baby gewagt habt und mit dem Ergebnis glücklich seid (wenn du verstehst, was ich meine). Ein guter Vater macht das Leben als Mutter sehr viel leichter.

    Genau so ging es mir mit dem Stillen auch. Am Anfang hab ich es gehasst, es tat weh und ich nahm mir vor die ersten drei Monate durchzuhalten und mich dann zu erlösen, aber dann war es irgendwann in Ordnung und praktisch. Schön und kuschelig wurde es erst bei der Zweiten.

    Hallo Smilli,


    das hört sich recht heftig an, wie der Arzt dir auf den Bauch "gesprungen" ist. Dass das ganz schön weh tut, kann ich mir gut vorstellen. :°_ :°_ :°_ Wg. deinem Steiß: Bist du sicher, dass es der Steiß ist oder sind die Schmerzen eher rechts oder links (da wo über dem Po so Knochen sind)? Dann könnte auch das Illiosakralgelenk blockiert sein. Das macht auch unheimlich Schmerzen. Ist aber wirklich blöd, dass da keiner in der Klinik auf deine Schmerzen reagiert hat. :(v


    Die Geburt meiner Tochter verlief damals ähnlich. Sie blieb auch im Geburtskanal stecken, wurde aber nicht mit Saugglocke geholt, sondern die Hebamme macht irgendso einen Griff, indem sie den Kopf dann mehr oder weniger ruckartig mit den Händen rauszog. Mir wurde auch vorher paar Mal gesagt, dass sie den Kopf schon sehen kann, aber es ging einfach nicht weiter... Vorher öffnete sich mein Muttermund auch ewig nicht - er war nur zur Hälfte geöffnet, als ich schon Presswehen hatte, ich durfte aber nicht pressen. Das Blöde war noch, dass ich jegliche Schmerzmittel bis zum Schluss verneint hatte. Bekam dann zwar auf Anweisung des Arztes trotzdem eine Injektion in den Hintern, die aber durch die ganze Anspannung gar nicht drin blieb. Herztöne wurden bei der Geburt damals gar nicht kontrolliert, na ja, ist ja auch schon über 26 Jahre her u. vergessen habe ich das meiste trotzdem nicht. Nachgeburt kam bei mir allerdings problemlos. Dafür hatte ich noch tagelange Nachwehen, obwohl es mein erstes Kind war. Ich habe mir damals auch geschworen: "Nie wieder!" Dann war ich, als meine Tochter knapp 3 Jahre alt war, wieder (nicht geplant) schwanger. Aber hatte dann früh eine Fehlgeburt. Dann ist es bei einem Kind geblieben. Habe mir aber immer gesagt, wenn mir das wieder mal passieren sollte, dann 1., nicht mehr ohne PDA, 2., nur noch in der Wanne, da ich da gar keine Wehen bemerkt habe, 3., nicht mehr alleine (war bei der Geburt mutterseelenallein. Gut, wollte ich damals so, da mein Mann damals noch kein Blut sehen konnte. Hebamme hatte mich aber auch fast die ganze Zeit alleine gelassen, weil ich da gerade die Einzige im Kreissaal war und kam erst, als ich nach ihr gerufen habe, weil die Fruchtblase geplatzt war) und 4., gleich nach der Geburt nach Hause. Nun brauche ich mir darüber aber Gott sei Dank keine Gedanken mehr machen. Nun kann ich ja schon bald Oma werden... ;-)


    Ich wünsche dir, dass du die Geburt gut verarbeiten kannst. :)* :)* :)* Bei mir hat das eine ganze Weile gedauert. Aber ich hatte es mir - im Gegensatz zu dir - auch nicht so schlimm vorgestellt. Nochmal so ne Geburt konnte ich mir eigentlich gar nicht vorstellen. Schwanger ja, das hätte ich mir vorstellen können, da es mir in der Schwangerschaft recht gut ging, aber Geburt - nee... Nur wäre das eine ja nicht ohne das andere gegangen... 8-) Verliebt war ich nach der Geburt genauso, da haben mich direkt danach ganz viele Gefühle überschüttet. x:)


    Das Leben zu dritt hört sich bei euch richtig schön und gut an! Der Kleine scheint auch recht zufrieden zu sein, wenn er nachts auch so lange schläft.


    Wg. dem Stillen: Ich habe ja recht schnell Milch abgepumpt, da meine Tochter ja ständig an der Brust eingeschlafen ist und da auch nicht so richtig ran ging. Mit Flasche war das allerdings auch nicht so einfach, da sie die neuen Sauger immer erst mal nicht wollte und es sie dann gewürgt hat. Habe das aber so knapp 4 Monate durchgezogen. Ich hatte auch total viel Milch. Durch das Abgepumpe wird es dann ja meistens auch noch mehr. Dann hatten wir eine längere Zugfahrt und ich habe dann vorher abgestillt und bin auf

    umgestiegen. Aber dieses Produkt kann ich nicht empfehlen, falls es das noch gehen sollte. Meine Tochter ist innerhalb von 6 Wochen davon aufgegangen wie ein Hefekloß. Bis ich das mal probiert hatte und gemerkt habe, dass das total süß schmeckt. 8-( Sie war auch bis 3 Jahre auch noch ein ganz schöner Mops. Danach hat es sich dann erst verwachsen und sie war dann später eher zu dünn. Ich bin mir sicher, dass diese starke Gewichtszunahme vom damals kam. Dadurch war sie recht behäbig und unbeweglich und manche Dinge haben länger gedauert, ehe sie sie konnte (krabbeln zum Bsp. und längere Zeit sitzen bleiben ohne Hilfe). Wenn deine Brust aber so unter dem Stillen leidet und du es nicht wirklich so genießen kannst, wäre vllt. ein Umstieg auf Ersatznahrung gar nicht so verkehrt. Da gibt es ja sicher einiges zur Auswahl. Oder du probierst erst mal, ob dir das Abpumpen besser bekommt. :)* :)* :)*


    Ich wünsche euch weiterhin alles Gute! @:)

    Achso: War dein Sohn vllt. ein Sternengucker? Meine Tochter war einer. Deshalb blieb sie wohl auch im Geburtskanal stecken. Zudem war sie mit 3930 g, 53 cm und KU 36 cm recht groß und schwer. Dein Sohn war ja auch recht groß und schwer, wenn ich mich recht erinnere. Der Dammschnitt wurde bei mir auch während einer Wehe gemacht, den habe ich aber nicht gemerkt, dafür waren die Wehen zu heftig.

    Hallo ihr Lieben!!


    Vielen Dank für eure Antworten! Schön, wenn man spürt, dass es doch einige gibt, die hier lesen und Anteil nehmen.


    Ich versuche, auf alles einzugehen - ggf. in Etappen ;-)


    Danae,


    mir wurde vom Gummiring abgeraten wegen dem Dammschnitt. Dass da kein Druck drauf kommt. Aber letztlich ist der jetzt (glaube ich...) eh verheilt. Also ist es egal. Bzw. ich wollte eigentlich schon länger mal nachgucken, was da unten gerade so Sache ist. ;-D Aber bisher noch nicht richtig getraut. ??der letzte Blick war merkwürdig und ich habe nicht verstanden, was ich da gesehen habe. Dachte, der Schnitt wäre woanders und irgendwie sah die Dammnaht auch so wulstig aus, da habe ich schnell den Spiegel wieder zur Seite gelegt. Von der Haltung, die man dafür einnehmen muss, um da was zu sehen, ganz zu schweigen. Ich kam mir so dämlich vor?? Ich habe aber nun vor, im Januar zum Arzt zu gehen. Irgendwie vernachlässige ich meine Gesundheit im Moment zu sehr. Das bringt ja auch nichts, wenn ich von mir selbst genervt bin, das spürt der Kleine ja auch. Und gestern war es wieder so: Ich genervt vom Stillen (es tut nur manchmal weh und da war es wieder enorm und dann hat er auch noch nur genuckelt und meine Geduld war am Ende) und da er so oft an die Brust wollte, musste ich viel sitzen, was wiederum meinem Hintern nicht gut tat und ich Schmerzen hatte. %-| Er also geheult, weil er an die Brust wollte, ich geheult, weil ich es nicht wollte. %-| Natürlich durfte er und ich hab mich zusammengerissen. Später war ich dann tatsächlich noch 2 Stunden mit ihm draußen, danach ging es mir besser. Coffee to go, ab auf die Felder und die Welt sah wieder anders aus.


    gato,


    Ich werde vorerst auf jeden Fall am Stillen dranbleiben. Auch wenn die Brust heute Morgen schon wieder rot und schmerzhaft war und somit bald schon die 3. Entzündung ins Haus steht. Er trinkt einfach zu gern an der Brust und es ist das Beste... Die Pre-Nahrung habe ich aber auch im Haus, weil ich die schon mal gebraucht habe.. Aber ich versuche es noch. Auch wenn mich dieses Genuckelt, das Anlegen, das Auslaufen, das Spannungsgefühl und das Abpumpen fertig machen. Der Kleine kann ja nichts dafür, dass ich mich so anstelle. %-| Und irgendwie war es klar, dass ich da Probleme haben werde. Ich fand stillen immer "komisch", konnte mir das nie so wirklich vorstellen. Als ich schwanger war, wusste ich aber, dass ich definitiv stillen und mich nicht so anstellen werde. Manchmal glaube ich, dass ist so in meinem Kopf drin, dass ich da unterbewusst blockiere.


    Inday,


    ich habe tatsächlich auch schon mal gelesen, dass das als "Gewaltanwendung" unter der Geburt bezeichnet wird. Und ich weiß, dass das Vorgehen sehr verpönt ist. Und in vielen Kliniken nicht mehr angewendet wird. Eigentlich wundert es mich auch fast, dass direkt parallel Saugglocke und Kristellergriff angewendet wurden. Das lässt aber vermutlich darauf schließen, Nadzieja, dass der Kristellergriff notwendig war. Wäre mehr Zeit bzw. die Situation nicht so prekär gewesen, hätte man vielleicht auch zuerst nur die Saugglocke angesetzt. Denn eigentlich hat man mir in der Klinik alle Zeit der Welt gegeben. Es war keiner gestresst, alle sehr entspannt. Also es war nicht so, dass ich dachte, dass das Klinikpersonal nun gerne hätte, dass die Geburt vorbei ist. Wenn keine Komplikationen entstanden wären, dann wäre es sicherlich auch in Ordnung gewesen, wenn ich noch 3 Stunden länger gebraucht hätte. Und überhaupt - Komplikationen. Das habe ich erst ein paar Tage später gerafft, dass es eine Geburt mit Komplikationen war. Geburtsstillstand. Plazentaablösungsstörung. All das kam erst über eine Woche später in meinem Hirn an. Ich kann gar nicht genau sagen, ob ich dadurch jetzt traumatisiert wurde. Ich glaube nicht, aber es war nicht schön und ja, hin und wieder denke ich daran. Würde ich ein weiteres Kind wollen, sähe das alles anders aus. So muss ich nicht daran denken, was beim nächsten Mal wäre. Und damit rückt es in den Hintergrund. Außer, wenn ich davon erzähle. Das konnte ich anfangs recht sachlich, mittlerweile habe ich dabei einen Kloß im Hals. Denn ich begreife, was für ein großer Mist das alles war. Ich ärgere mich dann, dass ich die ersten Wochen nicht so genießen kann, wie ich es gerne möchte, weil mich das Sitzen stresst. Ich guck den Kleinen an und ich habe Tränen in den Augen, wenn ich daran denke, dass ihm hätte was zustoßen können. Heute war ich mit ihm beim Osteopathen, weil ich abklären lassen wollte, dass er die Geburt gut überstanden hat. Er hat tatsächlich ein paar Blockaden, die nun gelöst wurden. Nun soll ich ihn ab und an mal auf den Bauch und auf die Seite legen, dann wird es hoffentlich noch besser. Auf jeden Fall hat er auch einen verspannten Kiefer - laut Osteopathin unter anderem ein Grund, warum mir das Stillen so weh tut.

    Inday,


    lieben Dank für deine netten Worte!! Ich glaube nicht, dass ich sonderlich tough bin. Ich merke selbst, dass ich funktioniere, mir immer wieder selbst sage, warum die Schritte im Krankenhaus nötig waren. Das funktioniert ganz gut, ob da mal noch was kommt, wird man sehen. Ich bin im Januar bei meinem Heilpraktiker, der auch Körperarbeit macht. Er soll nach dem Steiß oder wasauchimmer gucken. Und er schaut eben auch auf den ganzen Menschen. Bin gespannt, ob er nicht vielleicht auch noch was tun kann. Denn beim Hausarzt war ich mittlerweile auch. Weil ich auf ein Medikament aus der Klinik allergisch reagiert habe. Und beim Hausarzt war man zwar interessiert daran, wie die Geburt verlief, mehr aber auch nicht. Steiß tut weh? Ja, kommt vor, Sie haben eben auch ein großes Kind und sind sehr schmal gebaut. Kristellergriff und Saugglocke? Braucht es manchmal. Ich kann auf jeden Fall verstehen, wenn es Frauen gibt, denen das alles zu schaffen macht. Ich bin nur froh, dass ich mir für die Geburt nichts vorgenommen habe. Sonst wäre ich sicherlich auch enttäuscht.


    Ich glaube dir sofort, dass du die zwei schlaflosen Nächte zermürbend empfunden hast. Ging mir genau so. Und ich war ja auch so verwirrt, das war das Schlimmste. Ich konnte auf Fragen nicht mehr richtig antworten, weil ich nicht mehr verstanden habe, worauf es ankommt. In der Klinik donnerstags wollte ich erzählen, dass wir bereits einen Tag vorher da waren und habe es so wirr und falsch dargestellt, dass mein Freund eingreifen musste.


    Interessant übrigens, dass du die Wehen auf gleiche Weise verarbeitet hast.

    Ich glaube, ich muss aufpassen, es nicht als ein "Versagen" zu verstehen. Das ist der einzige Gedanke, den ich ab und an habe. Dass ich nicht in der Lage war, das Kind auf die Welt zu bringen und es dadurch noch in Gefahr gebracht habe. Aber in guten Momenten weiß ich, dass das Quatsch ist und es eben manchmal so kommt im Leben. Und dann muss ich über mich selbst den Kopf schütteln und denke mir: Du hattest auch so Angst vor der Geburt. Es war ja klar, dass irgendetwas kommen musste. Vielleicht wäre es anders gelaufen, wenn ich "offener/gefestigter" in die Geburt gegangen wäre und nicht so ängstlich. Ich bin ja immer schon vom Schlimmsten ausgegangen und prompt lief es nicht so prima.


    Und ja, genau, der Kristellergriff wurde angewandt. Ob er notwendig war... ich weiß es nicht. Ich denke schon, bzw. ich hoffe es. Es gab bereits früher unter der Geburt mal eine Situation, in der plötzlich die Assistenzärztin hinzu kam und man hat eifrig und hektisch dieses CTG-Band am Bauch neu positioniert und an mir rumgerüttelt. Da stellte sich dann raus, dass streckenweise die Herztöne schlecht wurden. Man hat mich dann anders hinliegen lassen und alles starrte gebannt aufs CTG. Die Herztöne erholten sich, die Ärztin lächelte, war während der ganzen Aktion sehr ruhig und strahlte eine positive Ruhe aus. Ich denke, wenn es Grund gehabt hätte, hätte man es da schon beendet und mich in den OP geschoben (das war auch damals mein Gedanke: dann gibt es jetzt einen Kaiserschnitt und ich habe wenigstens die PDA und kriege es mit). Also ja, ich denke, es war nötig. Denn ich habe das Team dort nicht so erlebt, dass sie "grundlos" einschreiten. Ob es der Griff und die Saugglocke gleichzeitig sein mussten, das kann ich wiederum nicht einschätzen...

    makiki,


    wenn ich mich nur darum kümmern wurde. X- Ich schau nach dem Kleinen und gucke, dass ich dusche, esse und schlafe und in den neuen Alltag finde. Wie ich schon geschrieben habe, ich bin da etwas blöd und gucke zu wenig nach mir. Der Osteopath hat heute direkt gesagt, dass er sehen würde, dass ich aber auch nicht auf der Höhe bin, so wie ich da auf dem Stuhl sitzen würde. Aber es war ja nicht mein Termin. Ich werde das Thema aber nun definitiv angehen. :-)


    Ich weiß leider nicht, warum die Herztöne schlecht wurden. Und das ja nun 2x unter der Geburt. Ich vermute mal, das Kind war gestresst? Aber ich weiß es natürlich nicht... Er ist zum Glück vollkommen in Ordnung und war auch direkt richtig fit und hat alle Untersuchungen gut gemeistert.


    Irgendwie vermute ich ja, dass der Kleine auch für meinen Körper zu groß war. Als die Ärzte ihn mir auf die Brust legten, staunte der Oberarzt und meinte, dass er das ja jetzt nie vermutet hätte, dass es so ein großes Kind wird. Er wollte direkt, dass man ihn wiegt und misst, weil er so perplex war. Scheinbar hat man das meinem Bauch nicht angesehen und die Ärzte fragten sich noch, wie der große Kerl wohl in meinem Bauch Platz hatte.

    Zitat

    Du hattest auch so Angst vor der Geburt. Es war ja klar, dass irgendetwas kommen musste. Vielleicht wäre es anders gelaufen, wenn ich "offener/gefestigter" in die Geburt gegangen wäre und nicht so ängstlich.

    Dat ist quark. Bei der Großen hatte ich vor dem Kind haben haben Angst, vor der Geburt aber gar nicht, und sie war der Horror. Bei der Kleinen hatte ich deshalb megaschiß und es war viel viel leichter.


    Was das Genuckel angeht: Ich habs verboten. Erstes Babygebot hier war: Meine Nippel sind kein Nucki. Entweder man isst oder man nuckelt am Schnuller oder am Finger. Sonst wäre ich durchgedreht. Ich weiß, Clustern und so, aber ich hatte so schon mehr als genug Milch, da musste niemand clustern und dies Geschnuller hätte fast zum Abstillen geführt.


    Gut das der Ostheo da nun gelockert hat, dann wirds bestimmt leichter. :-D