• Oh nein, ich höre was, wo kommt das denn her?

    Die biologische Uhr. Sie tickt. Ganz plötzlich. Und ich höre es! Hilfe!!!! :-o :-o :-o Ich habe über die Frauen immer geschmunzelt, die, mit ihrem ausgeprägtem Kinderwunsch. Konnte das nie nachvollziehen. Fand das "Babygetue" lächerlich. Ok, eigentlich finde ich das jetzt teils auch noch immer. Es hat sich ganz heimlich, still und leise angebahnt: Ein Kind.…
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    Hallo Smilli,


    ich kann dich verstehen - in so vielem was du schreibst erkenne ich mich wieder ;-D :)_ Unsere Geburt war ähnlich übrigens, auch wenn ich zum Glück nur eine schlaflose Nacht hatte o:) Der Kristellergriff wurde bei mir auch gemacht und diesen empfand ich auch als sehr schmerzhaft - mehr noch als die Presswehen und ich habe ebenfalls geschrieen, obwohl ich es eher nicht sollte. Wie auch immer, ob er Sinn gemacht hat oder nicht - in dem Moment ging endlich was voran, was vorher stundenlang nicht der Fall war. Ob es auch ohne Griff so gewesen wäre weiß ich nicht. Dafür, dass er nicht mehr gemacht werden soll, finde ich, gibt es hier im Forum schon sehr viele, bei denen er angewandt wurde. Ich bin aber durch den Griff nicht traumatisiert oder so.


    Zum Stillen: auch hier bin ich voll bei dir - ich hatte auch schon dreimal Milchstau/Brustentzündung mit 40 Grad Fieber, Schüttelfrost und Gliederschmerzen. Richtig übel %:| Ich frage mal nach: hast du Stress? Auch psychisch? Denn bei mir kam das nie vom stillen selbst, sondern immer wenn ich Stress hatte oder mich aufgeregt habe. Nie weil ich falsch angelegt habe. Daher bin ich sicher, dass du nicht zu blöd zum stillen bist, wie du es selbst schreibst!! Und ja, ich denke, man ist emotionaler. Schmerzen, Fieber, Schlafmangel, Hormone - alles zusammen machen einen empfindlich! Mach dich da bitte nicht fertig und fühl dich schuldig!


    Ich habe wie man es tun soll, immer schön angelegt, wo der Stau war - egal wie schmerzhaft. Sogar auf allen vieren und Baby unter mir, damit ich richtig an die Stelle komme. Und ich habe immer einen Quarkwickel danach gemacht - zum Glück hat es mich immer am WE getroffen, sodass mein Freund da war und die KLeine währenddessen nehmen konnte, ist ja eine ganz schöen Sauererei. Und auch beim stillen selbst hadere ich immer wieder mal. Die Kleine und ich hatten noch den Pilz Soor - sie im Mund, ich an der Brust und alles war mega empfindlich. Ich habe dann Stillhütchen verwendet - die BW wurden besser, dadurch hat sie aber nicht so gut getrunken und es verblieb Milch in der Brust, die zum Stau führte und schmerzenden Brüsten. Nun ist das wieder besser, jetzt sind die BW wieder in Mitleidenschaft gezogen, weil sie oft "presst" beim saugen und dann meine BW mitreißt. Zum heulen! Insgesamt ging es aber in den letzten zwei Wochen aufwärts! Und ich saß ewig heulend beim Stillen und konnte meine Nachbarin verstehen, die von Anfang an bewusst die Flasche gegeben hat. Wie gesagt, in den letzten zwei Wochen ist es besser geworden. Die BW sind nur noch leicht empfindlich und die Milch hat sich reguliert (habe aber immer noch so viel, dass es manchmal raus spritzt :(v :-X und die Kleine sich verschluckt und so viel Luft hat, was wieder zu Geschrei und Bauchweh führt :°( ).


    Warum pumpst du denn eigentlich ab? Kannst du den KLeinen nicht so anlegen, dass er an die Stelle kommt? Ich habe vorher mit warmen Waschlappen die Stelle massiert um die Produktion anzuregen und immer richtig massiert, damit die Stelle weicher wird.


    Meine Hebamme und eine Freundin haben mir "Mambiotic" empfohlen. Und Globuli "Phytolacca D6", die ich 5x täglich genommen habe. Seit ich beides mache, habe ich es in den Griff bekommen. Auch hier aber dazu gesagt: ob es sich einfach eingespielt hat, oder durch die Mittel kam, weiß ich nicht.


    Bitte nicht verzagen - es kann nur noch aufwärts gehen!! :)_

    Quarkwickel ist eine gute Sache, undzwar schon wenn die Brust warm und hart wird. Wenig Stress ist auch wichtig, bei mir ging das am Anfang los sobald ich mehr als nur ein Minimum an Haushalt gemacht habe. Heißt eben doch nicht umsonst WochenBETT.


    Und ja, man ist emotionaler, so die ersten drei Monate nach Entbindung, nicht wegen der Stillerei, sondern wegen der erneuten HOrmonumstellung. Durchhalten, wird besser. :)_ :)_

    Danke euch beiden!! Ich liege heute fast nur im Bett, zum Glück hat mein Freund schon Urlaub. Ich nehme nun auch Phytolacca (allerdings D12) und ein anderes homöopathisches Mittel, das ich ins Wasser gebe.


    Ich pumpe deshalb ab, weil der Kleine abends ständig an die Brust will, da aber schon gar nichts mehr kommt. Er bekommt dann immer noch etwas abgepumpte Milch. Und dann pumpe ich deshalb noch ab, weil er nachts so selten kommt, so dass ich die Brüste zwischendurch mal entlasten muss. Will aber auch langfristig vom Abpumpen weg.


    Ansonsten wärme ich die Brust und mach auch Quarkwickel, entleere die Brust und massiere sie.


    Ich muss ihn aber auch gezielt an der roten Stelle anlegen. Das habe ich mich bisher nicht getraut.


    Amenta, was hast du gemacht, als du 40 Grad Fieber hattest? Meine Hebamme hat heute was von Krankenhaus gesagt. Da wird mir gleich ganz anders. Und ist ja verrückt, dass wir die gleichen Dinge grad durchmachen...


    Mmh, gestern war ich tatsächlich sehr gestresst. Vielleicht kommt es tatsächlich davon. Meine Hebamme meinte auch, in der Stillzeit ist die Brust das Stressorgan.


    Ich könnte wegen jeder Kleinigkeit losheulen. Achtung, kitschig: Manchmal guck ich den Kleinen an und bin so verliebt, dass ich weine. Und wenn ich nur einen Hauch von Kritik ernte, fließen auch die Tränen.

    Reinschleich: Darfst du gegen das Fieber was nehmen? Ich weiß nicht genau, was man in der Schwangerschaft nehmen darf, aber da gibts doch diesen Embryotox?


    So ganz allgemein medizinisch musst du eben aufpassen, dass das Fieber nicht weiter ansteigt, weil es dann, über 41 Grad, manche sagen auch 42 Grad, einfach gefährlich wird. So in Bezug auf Denaturierung halt.


    Gute Besserung :)*

    Oh ja, das Geheule auch vor Glück kenne ich ;-D ich schaue die Maus auch an und kann flennen. Wenn ich aber nur mit meinem Freund diskutiere (kein Streit) heulenich ebenfalls. Verrückte Zeit - es wird aber langsam besser o:)


    Beim Fieber hat meine Hebamme bis 40 nix von Krankenhaus gesagt (aber das sieht sicher jeder anders, zumal es bei mir am Tag danach immer wieder runter ging). Ich habe auf Ihre Anraten ein paracetamol genommen und sollte sofort ins Bett und komplette Ruhe. Zum Glück war bei dieser Ermahnung mein Freund dabei ]:D mit sofortiger Ruhe und schlafen hab ich das Fieber relativ schnell weg bekommen. Bei mir war es immer durch Stress der Fall: zu aktiv und vor allem zu viel Druck, falschen Erwartungen und sonstiger (psychischer) Stress durch die Kinder meines Freundes oder Schwiegereltern. :-( sollte ich jemals noch ein Kind bekommen, würde ich das Wochenbett viel ernster nehmen und mehr auf mich schauen (weniger Besuch, weniger Erwartungen erfüllen, mehr zeit für mich und Ruhe).


    Das letzte mal hab ich gemerkt, dsss wieder was im Anmarsch ist und leichtes Fieber und Gliederschmerzen kam und ich gefroren hab. Hab sofort eine paracetamol genommen, hab alles stehen und liegen lassen und bin gleich ins bett und hab geschlafen. Damit kam Zum Glück nix an der brust. Denn es ist wirklich ein stressorgan.


    Die harte und rote Stelle hab ich tatsächlich am meisten durch gezieltes stillen weg bekommen. Bei mir wird es immer im oberen Bereich Richtung Achsel hart. Im Vierfüßler stand war es echt gut - wenn auch andererseits furchtbar. Ging meist am besten mit Hilfe von meinem Freund und ich kam mir so doof dabei vor. :(v da ich ja viel Milch habe und die Brust vorgewärmt habe, ist es durch die Schwerkraft noch mehr geflossen. :°( aber durch die saugkraft der Kleinen ging es dann. Danach hab ich sie normal angelegt und fleißig massiert. Schmerzhaft aber hat mir am meisten geholfen. Und wenn der Quarkwickel zu viel Aufwand war, zumindest mit Kühlpacks gekühlt.


    Will dein kleiner denn abends immer was trinken oder geht’s auch um Nähe? Oft kommen die zwerge abends ja öfter (Cluster feeding), aber brauchen gar nicht so viel. Da geht’s auch im nähe und Stressabbau (nuckeln). Durch dass pumpen kann sich deine Milchmenge ja nicht regulieren. Das abends aber gar nix mehr kommt, ist das normal? Ich dachte, richtig leer kann man nicht sein? Was sagt deine Hebamme dazu? Sonst hattest du doch gesagt, dass du viel Milch hast?


    Ich hab grad auch eine platzende Brust weil ich eine Mahlzeit mit Flasche gefüttert habe. Am liebsten würde ich das auch weg Pumpen, ist schon wieder so hart. Bisher hab ich aber wiederstanden, ich warte mal die nacht ab. Hoffe sie trinkt das nachher weg. So richtig gut ist es wohl doch noch nicht- als hätte ich es verschrien. :-/ ob mal alles dauerhaft passt?


    Stillst du denn beide Brüste? Oder nur eine Seite?

    Zitat

    Ich könnte wegen jeder Kleinigkeit losheulen. Achtung, kitschig: Manchmal guck ich den Kleinen an und bin so verliebt, dass ich weine. Und wenn ich nur einen Hauch von Kritik ernte, fließen auch die Tränen.

    Mich hat damals sogar die dämliche Pampers Werbung zum Heulen gebracht. Man war ich froh, als sich das wieder gegeben hat. hat aber bis zur zweiten Schwangerschaft gehalten. %-| %-|


    Ich hab die harte rote Stelle unter der lauwarmen Dusche ausgetrichen und nach einem Stich war das die Erlösung pur.


    und ja, Wochenbett sollte man ernst nehmen. Hab ich beim zweiten gemacht und das hat es SOviel leichter gemacht!

    Haaallo!! :-)


    So, jetzt aber schnell. Solange der Kleine schläft... also in meiner Fantasie habe ich mich hier schon 10x gemeldet. Aber im Alltag hat med1 im Moment irgendwie keinen Platz. Ich würde so gern öfter hier vorbeischauen und schreiben, aber gerade ist die Zeit dafür oft nicht vorhanden und mit dem Handy ist mir das einfach zu mühsam. Mal davon abgesehen, dass sich das alles immer nach 3 geschriebenen Sätzen wieder aufhängt.


    Jetzt weiß ich gar nicht, wo ich anfangen soll. Vielleicht zuerst: Es geht mir gut. Wirklich. Es ist alles nur halb so dramatisch, wie ich es mir ausgemalt hatte. Zu meinem größten Erstaunen finde ich diese Anfangszeit nicht furchtbar - sie ist sogar schön. Ich genieße sie. Ich liege oft mit dem Kleinen einfach nur im Bett, schaue ihn an und genieße den Moment. Dann blende ich das Chaos um mich herum aus. Das ist definitiv etwas, was ich vorher nicht konnte. Der Kleine ist einfach ein ganz arg Lieber und ich habe das Gefühl, dass er es uns bisher sehr leicht macht. Er schläft nach wie vor nachts gut. Das tut er ja schon seit ca. der zweiten Lebenswoche und ist bisher auch so geblieben. Ich lege ihn, wenn wir ins Bett gehen, in sein Bettchen, ich beobachte ich ihn dann im Dunklen noch etwas, er liegt da, fuchtelt mit den Armen und schläft ein. Dann wird er nach 6-7 Stunden wieder wach, trinkt und schläft dann noch mal 1-2 Stunden. Auch hier lege ich ihn wach in sein Bett und er schläft noch mal ein. Manchmal denke ich mir, ob ich vielleicht etwas zu sehr Rabenmutter bin. Andere Mütter (ja, tatsächlich.. andere Mütter... ich habe in den sauren Apfel gebissen und habe mich einem Kurs angeschlossen. Zähneknirschend. Ist gaaaaanz ok, das Babygeschwätz zwar auch etwas nervig, aber da es nur 1x in der Woche ist, komme ich damit klar) berichten, dass sie ihre Babys viel tragen und die dann auf ihrem Bauch schlafen oder in ihrem Arm. Unserer schläft nie auf meinem Bauch - genaugenommen mag er das auch gar nicht - und auf meinem Arm, ich gestehe, das habe ich ihm abgewöhnt, weil ich dann zu gar nichts mehr gekommen bin und mir regelmäßig alles eingeschlafen ist. Stillen klappt mittlerweile prima (hat aber tatsächlich etwa 6 Wochen gedauert, bis es wirklich gar nicht mehr weh getan hat - ich hätte nie gedacht, dass man dafür so einen langen Atem braucht und ich war öfters wirklich verzweifelt. Zum Glück hatte ich eine sehr kompetente Hebamme, die mir immer wieder Mut gemacht hat - auch zum Abpumpen und zur Flaschennahrung, wenn es gar nicht mehr geht.) Wir sind dann aber irgendwann auch die Strategie gefahren, dass ich tagsüber immer ein bisschen nebenbei abgepumpt habe und abends, wen die Stillabstände kürzer wurden, haben wir abgepumpte Milch zwischendurch auch mal gefüttert. Dann hatten meine Brüste und ich mal eine Pause und ich konnte den Kleinen meinem Freund in die Arme drücken. Vielleicht etwas egoistisch, aber die Brustwarzen haben gestreikt und ich wollte ich mehr. Aber wie geschrieben - mittlerweile klappt es gut und ich schaffe es auch, unterwegs zu stillen.


    Insgesamt hat sich tatsächlich gar nicht so viel verändert, wie ich dachte. Zum Glück ist die Heulerei mittlerweile besser. Ich fühle mich zwar noch immer nicht "normal", aber ich vermute, dass wird auch noch bis zum Abstillen so weitergehen. Auch körperlich habe ich die Strapazen der Geburt leider noch immer nicht alle überwunden. Das ist enorm nervig und ich hätte nie gedacht, dass das einen so lange noch begleiten kann. Also das muss ich wirklich sagen: von Schwangerschaft und Geburt habe ich definitiv die Nase voll.


    Mit meinem Freund klappt es auch sehr gut - er liebt den Kleinen, kümmert sich viel. Und macht seit der Kleine da ist wesentlich mehr im Haushalt und auch freiwillig, ohne, dass ich etwas sagen muss. Hätte das nur vorher mal so funktioniert... Alles in allem ist es gut und richtig, dass der Kleine da ist. Ich fühle mich gut, so wie es ist. Es macht sicherlich auch viel aus, dass ich ausgeruht bin und immer gut schlafe. Das erleichtert so vieles. Dann ertrage ich auch die Powernappingzeiten des Kleinen tagsüber. Wo ich es gerade schreibe... da wird jemand wach...

    Liebe Smilli,


    das hört sich doch alles in allem recht gut an. Dein Kleiner scheint ein sehr entspanntes Baby zu sein. x:)


    Wg. der Anderen in dem Kurs würde ich mir keinen Kopf machen. Dann war ich auch eine Rabenmutter. Meine Tochter hat auch nie auf meinem Bauch geschlafen und auch nicht in unserem Bett. Rumgetragen habe ich sie schon viel, aber sie war auch ein Schreibaby, bzw., hatte ja die 3-Monats-Koliken. Deinem Kleinen geht es gut, so, wie es ist und das ist das Wichtigste! Lass dich da nicht beirren und mache es so, womit du dich gut fühlst. :)_ :)_ :)_ Eine entspannte Mutter tut auch dem Kleinen gut. Du machst alles richtig. :)z

    Danke Fix und Foxie!


    Ich versuche mich durch die anderen Mütter nicht beeinflussen zu lassen bzw. grenze mich auch etwas ab und mach so, wie ich denke bzw. zu uns passt.


    Der Kleine ist ein sehr sensibles Baby. Manche Geräusche erschrecken ihn und er liebt seine Routinen. Wenn andere Kinder weinen, kullern bei ihm auch direkt die Tränen.

    Hallo!! *:)


    Die Wochen fliegen und ich komme kaum dazu, mich mal an den PC zu setzen und hier ein paar Sätze zu schreiben... Jetzt nehme ich mir aber mal die Zeit.


    Mir geht es gut. Wir sind - glaube ich - alle 3 "angekommen" und genießen die Zeit. Es ist alles nicht so anstrengend, wie ich dachte. Ich hatte es mir in meiner Panik um einiges kräftezehrender vorgestellt. Ich bin also wirklich positiv überrascht, dass das Leben mit Säugling doch nicht so einschränkend ist, wie ich immer dachte. Seit diesem Jahr schaffe ich es, viel zu unternehmen und bin eigentlich täglich unterwegs. Seit sich das mit dem Stillen eingependelt hat, ist das auch kein Problem mehr und ich stille quasi überall. ??kürzlich in einer Umkleidekabine?? Ich bin tatsächlich auch sehr entspannt, auch wenn der Kleine brüllt, dass einem die Ohren klingeln. Dann säusel ich noch immer und singe in Endlosschleife sein Lieblingslied.


    Die Babykurse sind so naja. Das ist noch immer nicht meine Welt. Einen besuche ich aber, weil man da ganz nette Anregungen bekommt. Wenn die Pädagogin da so ihr Programm abspult, entscheide ich aber schon im Kurs, ob wir vor Ort mitmachen oder nicht. Einiges ist nicht für mein Kind geeignet, da pausiere ich dann. Ich werde dann zwar leider immer schräg angeschaut - immerhin machen ja alle anderen Mamis auch brav alles mit ihren Kindern mit, nur wir stellen uns quer. ":/ Aber wenn ich schon vorab weiß, dass ihm das nicht gefällt, probiere ich es gar nicht erst. Sonst ist die schlechte Laune vorprogrammiert. Die Pädagogin setzt dann jedes Mal ihr gekünsteltes "Ah der X macht gerade eine Pause... ja... dafür ist der Kurs gedacht, es sind nur Impulse, die wir hier geben, man muss nichts und kann alles Blabla", aber letztlich sieht man, dass es ihr nicht passt, dass ich nicht stur ihrem Programm folge. Oder wenn er gerade mit etwas beschäftigt ist und sie will irgendein neues Spielzeug in den Kurs integrieren, dann lass ich ihn noch in Ruhe und zu Ende spielen. Die Verpflichtungen kommen noch früh genug...


    Ansonsten haben wir mittlerweile einen Rhythmus. Der Kleine kommt abends zu einer gewissen Zeit ins Bett und schläft da auch alleine ein und wir haben seit einigen Wochen abends wieder so 2 Stunden für uns. Neugewonnene Freiheit. Die Nächte sind auch noch immer prima, mittlerweile sind wir bei etwa 7-9 Stunden am Stück angekommen. Einzig tagsüber ist es schwierig - da schläft er nur mit Brust ein oder im Kinderwagen. Ich weiß nicht, ab wann ich ihm das "abtrainieren" muss, aber im Moment gebe ich da einfach nach.


    Ein paar Dinge bzw. Befürchtungen haben sich aber leider doch bewahrheitet... The ugly truth.


    Mein Körper. Eine Baustelle. Furchtbar. Ich weiß, dass die Geburt noch nicht sooo lange her ist. Der Körper verändert sich erst 9 Monate in die eine und dann 9 Monate wieder in die andere Richtung, habe Geduld... blablabla, ich weiß und es nervt mich trotzdem. Mein Bauch sieht einfach nicht so aus wie zuvor. Vom Gewicht ist kein großer Unterschied mehr vorhanden, aber der Bauch ist irgendwie anders. Als wäre überschüssige Haut? Es ist auf jeden Fall leider ätzend und ich passe einfach nicht in meine alten Hosen. Und ich mag mir nichts Neues kaufen. %:| Ich hoffe, dass die Zeit hier noch Besserung bringt... Außerdem musste ich leider die Zeit, die ich sonst in meinen Körper und Aussehen investiert habe, reduzieren. Und ich war nie eine, die immer geschminkt und in den tollsten Klamotten rumgerannt ist. Aber jetzt ist der Zustand schon so, dass ich ihn nervig finde. Teilweise das gleiche vollgesabberte Oberteil den 3. Tag an oder die Haare wieder nicht geföhnt und verknotet am Hinterkopf zusammengewuselt. Meine Schilddrüse befindet sich im Dauerstreik, der Eisenwert wird und wird einfach nicht besser. Mir gehen die Haare aus - ich greife mir in die Haare und haben teilweise einzelne Strähnen in der Hand.


    Sex. Eine Katastrophe. Ich frage mich, wie das jemals wieder gehen soll. Es fühlt sich nichts so an wie zuvor und ehrlich gesagt ist es wirklich grauenhaft. So sehr, dass ich kürzlich heulend und total frustriert da saß. Ich vermisse die Zweisamkeit und egal was wir tun, es ist einfach noch nicht möglich. Da hilft auch der Rat des Gyn nicht, so bald wie möglich nach der Geburt wieder loszulegen. Wie denn, wenn man Höllenschmerzen durchlebt? Hier komme ich tatsächlich nicht weiter und habe keine Ahnung, ob das auch von allein besser wird, ob wirklich nur regelmäßiger Sex was bringt (oje....) oder ob das jetzt unter shit happens läuft? Zum ersten Mal verstehe ich den Hype um den Wunschkaiserschnitt und den Slogan "Save your love Zone". Nie hätte ich mich für einen Wunschkaiserschnitt entschieden, nicht deswegen (!!!), aber ich kann in Ansätzen verstehen, warum es diesen Trend gibt.


    Partnerschaft. Der Spagat ist schwieriger als gedacht. Ich will mir abends noch Zeit für meinen Freund nehmen. Ihm aufmerksam zuhören und für ihn da sein. Und bin aber meist müde und fertig und merke, wie ich die 2 Stunden eigentlich brauche, um einfach nur mal nach mir zu schauen. Da noch eine wortgewandte und aufmerksame Gesprächspartnerin zu sein, ist kaum möglich. Wenn wir an den Wochenenden gemeinsam unterwegs sind, das Kind schlafend im Kinderwagen liegt, dann sind wieder tolle Gespräche möglich und ich merke, wie sehr ich die vermisse. Also eigentlich zeigt sich, dass es wirklich sinnvoll ist, den Partner gut zu kennen und eine gefestigte Beziehung zu haben. Die "verzeiht" auch mal ein paar Wochen Durststrecke. Mein Freund hat vor einigen Wochen auch gesagt, dass er sich "vernachlässigt" fühlt, dabei aber gezwinkert und gemeint, dass das jetzt ganz klar sei und der Zwerg eben ständige Betreuung braucht. Es hat mir dennoch im Herzen weh getan, dass er so fühlt.


    Alles in allem bin ich schon etwas - wie soll ich sagen? - überrascht, was diese Schwangerschaft und Geburt alles bedeutet. Wenn ich überlege, dass ich vor über einem Jahr den positiven Test in der Hand gehalten habe und selbst heute, so viel Zeit später, ist der Körper noch immer nicht wieder "normal" bzw. meiner. Die Einschränkungen und Probleme ziehen sich länger, als gedacht. Und irgendwie finde ich es fies, dass einem das niemand sagt. Keiner bereitet einen darauf vor, wie es sein kann. Alle sprechen nur bis zur Geburt, vielleicht geht es noch ums Wochenbett. Aber vieles wird verschwiegen.

    Amenta,


    vielleicht schaust du hier ja noch ab und zu rein - wie geht es dir denn? Ich schaffe es so selten an den Laptop und wollte doch schon X Mal nachfragen...

    Ach so, ganz vergessen:


    Nach 4 Monaten hatte ich übrigens den Eindruck, dass es mit dem Steiß langsam besser wird. Es schmerzt jetzt nicht mehr täglich und nur noch, wenn ich unvorteilhaft sitze. Also habe ich mich im Moment gegen eine Therapie entschieden - davon abgesehen glaube ich eh nicht, dass man irgendetwas machen kann.


    Die Heulerei ist auch besser geworden. Ich fühle mich dahingehend wieder normal. :-) Wenn jetzt auch mal endlich wieder der Zyklus in Gang kommt, wäre ich richtig zufrieden. Das finde ich sehr komisch, dass der Körper noch im Ausnahmezustand ist und da in der Hinsicht einfach nichts geschieht (toller Vorgeschmack auf die Wechseljahre - na das kann ja heiter werden).

    Smilli,


    vielleicht bist du einfach noch nicht so weit? Weißt du, woher die Schmerzen kommen? Zu trocken oder zu empfindlich oder zu wenig Lust oder nicht abschalten können?


    Wenn man übermüdet ist und vielleicht doch nicht so Lust hat und es nur macht, weil man ja mal wieder "müsste" spielt der Körper oft nicht mit. Irgendwo muss es hacken. ":/

    Eigentlich wollte ich noch fragen, ob ihr es mal mit Vagisan Feuchtcreme probiert habt. Wenn du noch Stillst/Abpumpst haben viele Probleme mit Scheidentrockenheit. Bei uns im Freundeskreis hat es damit gut geklappt.

    Hey Smilli, bei mir wurde es mit dem Sex erst besser, als ich nicht mehr so oft gestillt habe. Hab Geduld! Und wie gut ich das mit den zwei Stündchen am Abend verstehen kann, die du eigentlich für dich brauchst hat. Ist hier exakt dasselbe. Auch, dass der Mann sich vernachlässigt fühlt. Ich frage mich manchmal, wieviel Zeit ich bräuchte, um mal wieder richtig bei mir anzukommen...