• Oh nein, ich höre was, wo kommt das denn her?

    Die biologische Uhr. Sie tickt. Ganz plötzlich. Und ich höre es! Hilfe!!!! :-o :-o :-o Ich habe über die Frauen immer geschmunzelt, die, mit ihrem ausgeprägtem Kinderwunsch. Konnte das nie nachvollziehen. Fand das "Babygetue" lächerlich. Ok, eigentlich finde ich das jetzt teils auch noch immer. Es hat sich ganz heimlich, still und leise angebahnt: Ein Kind.…
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    Nur weil man etwas (in einem bestimmten Moment) will, muss es noch lange nicht schlau sein. Etwas was man will, kann viele negative Folgen haben. Wenn man ein bisschen nachdenkt, lässt man es dann vielleicht doch lieber.

    Am Ende ist das nicht unbedingt eine Frage von Schlauheit, sondern davon, wie die eigenen Prioritäten liegen und wie die Umstände jeweils sind. Finanziell abhängig sein hat negative Seiten, aber Dreifachbelastung und die ersten Jahre des Kindes nicht bewusst erleben können bzw die Erziehung des eigenen Kindes in fremde Hände geben, hat auch negative Seiten. Dann muss man eben entscheiden, was einem weniger weh tut.

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    Finanziell abhängig sein hat negative Seiten,

    Das ist mir noch viel zu schwach formuliert! Ich werde mich keinesfalls freiwillig (!) in finanzielle Abhängigkeit von einem Partner begeben, "nur" weil man ein gemeinsames Kind bekommt. :|N

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    aber Dreifachbelastung und die ersten Jahre des Kindes nicht bewusst erleben können bzw die Erziehung des eigenen Kindes in fremde Hände geben, hat auch negative Seiten.

    Eine Dreifachbelastung hat man nur, wenn man Hausfrau spielt, statt sich den Haushalt 50:50 mit dem Partner zu teilen (was ich ebenfalls keinesfalls machen würde!). Und wenn sich der Vater mit um das gemeinsame Kind kümmert, sind das keine fremden Hände! Und außerdem bin ich davon überzeugt, dass die einen oder anderen "fremden Hände" besser sind als die einen oder anderen eigenen Hände. ;-D Nicht jede Mutter ist automtisch eine gute Mutter, nur weil sie Mutter ist. Und ich würde z.B. sicher nicht davon ausgehen, dass 24/7 Betreuung durch mich das Beste für mein potentielles Kind wäre. Ganz im Gegenteil. Ich finde es wichtig, dass der Vater für das Kind genauso präsent ist wie die Mutter und ich finde es auch wichtig, dass ein Kind auch die Chance hat, andere Erwachsene zu erleben.

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    Das ist mir noch viel zu schwach formuliert! Ich werde mich keinesfalls freiwillig (!) in finanzielle Abhängigkeit von einem Partner begeben, "nur" weil man ein gemeinsames Kind bekommt. :|N

    Das ist ja auch Dein gutes Recht - wünsche Dir, dass es für Dich dann auch so funktioniert.

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    Eine Dreifachbelastung hat man nur, wenn man Hausfrau spielt, statt sich den Haushalt 50:50 mit dem Partner zu teilen

    Den Haushalt 50-50 aufteilen würde aber in meinen Augen bedeuten, dass auch der Mann nur noch Teilzeit arbeitet (den Hinweis darauf, dass die problemlose Machbarkeit dessen heutzutage leider immer noch die große Ausnahme ist, spare ich mir mal). Alles andere würde ich dann wieder unfair finden (also, der Mann arbeitet Vollzeit und soll dann trotzdem die Hälfte des Haushalts machen). Und dann haben eben beide eine Dreifachbelastung, statt nur die Mutter. Weiß nicht, ob das so viel besser ist.


    Im Grunde hat das klassische Modell neben den nicht von der Hand zu weisenden Nachteilen einen ganz entscheidenden Vorteil: jeder kümmert sich um seinen Aufgabenbereich und gemeinsam haben beide dann am Ende weniger Stress und Arbeit. Funktioniert aber sicher nicht für jedes Paar, klar. Das ist Typsache. So ganz grundsätzlich hätte ich da nichts gegen. Und das klassische Modell heißt für mich eben noch lange nicht, dass der Vater sich gar nicht oder kaum um das Kind kümmert. Ok, das war früher eben leider oft so, aber wenn das dann so ist, dass der Vater sich abends und am Wochenende wirklich intensiv mit dem Nachwuchs beschäftigt und die Mutter dann eben mal "frei" (zumindest kinderfrei) hat, finde ich das gar nicht so verkehrt.

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    Nicht jede Mutter ist automtisch eine gute Mutter, nur weil sie Mutter ist. Und ich würde z.B. sicher nicht davon ausgehen, dass 24/7 Betreuung durch mich das Beste für mein potentielles Kind wäre.

    Davon würde ich auch nicht ausgehen ;-). Also weder davon, dass ich automatisch eine gute Mutter bin, noch, dass das Kind am besten die ersten Jahre niemanden sonst zu Gesicht bekommt. Absolut nicht. Aber es gibt eben eine breite Spannweite zwischen diesem Extrem und das Kind ein paar Wochen nach der Geburt schon in die KiTa zu geben. Vielleicht klingt das altmodisch und verstaubt, mir egal, aber ich glaube, dass ich gerne die erste Zeit des Kindes voll und ganz miterleben wollen würde und in der ersten und wichtigsten Phase da und auch "prägend" sein möchte. Ich glaube, jeder möchte auch etwas an seine Kinder weitergeben und ihnen bei der Entwicklung helfen und zusehen....wozu sonst bekommt man sonst Kinder? Wenn das von Säuglingsalter andere anstelle der Eltern machen würden, ist das sicher auch nicht das Gelbe vom Ei.

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    Den Haushalt 50-50 aufteilen würde aber in meinen Augen bedeuten, dass auch der Mann nur noch Teilzeit arbeitet

    Ja, genau. :)z

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    (den Hinweis darauf, dass die problemlose Machbarkeit dessen heutzutage leider immer noch die große Ausnahme ist, spare ich mir mal).

    Welche wichtigen Dinge im Leben bekommt man denn auf dem Silbertablett serviert? Wenige bis keine, würde ich sagen. Wenn einem etwas wichtig ist, dann muss es nicht "problemlos machbar" sein. Es darf durchaus auch schwer sein. So sehe ich das jedenfalls. :-)

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    Und dann haben eben beide eine Dreifachbelastung, statt nur die Mutter. Weiß nicht, ob das so viel besser ist.

    Da mir Fairness wichtig ist, finde ich das durchaus besser. :)z Außerdem hat es den vorteil, dass beide volles Verständnis für die Lebenslage des anderen haben (weil sie in der gleichen Lage sind). Bei der klassischen Rollenaufteilung kommt es häufig dazu, dass die Partner glauben, dass es der jeweils andere leichter hat. Und selbst wenn das nicht der Fall ist, driften die Alltage einfach verdamt weit auseinander.

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    Vielleicht klingt das altmodisch und verstaubt, mir egal, aber ich glaube, dass ich gerne die erste Zeit des Kindes voll und ganz miterleben wollen würde

    Vorhin hast du nicht nur von der ersten Zeit gesprochen sondern von den ersten Jahre. Bei zwei Kindern wären das also schonmal locker 5-6 Jahre. Das holt man nicht mehr auf, wenn man im Job so lange ausfällt.

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    und in der ersten und wichtigsten Phase da und auch "prägend" sein möchte.

    Ich sehe ein Kind nicht als beliebig formbare Knete, die man einfach so "prägen" kann und soll. Ganz im Gegenteil, im glaube Kinder kommen schon mit einer eigenen Persönlichkeit auf die Welt. Es geht daher in meinen Augen viel mehr um Unterstützung und Hilfe bei der Entfaltung, nicht um Prägung. :-)

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    Ich glaube, jeder möchte auch etwas an seine Kinder weitergeben und ihnen bei der Entwicklung helfen und zusehen....wozu sonst bekommt man sonst Kinder?

    Ich würde Werte z.B. durchaus auch weitergeben wollen. Aber dafür hat man viele Jahre lang Zeit und das ergibt sich m.E. ohnehin.

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    Wenn das von Säuglingsalter andere anstelle der Eltern machen würden, ist das sicher auch nicht das Gelbe vom Ei.

    Es gibt viele Kinder, die nicht bei ihren leiblichen Eltern aufwachsen. Und das kann sehr wohl besser für die Kinder sein als es die leiblichen Eltern gewesen wären. Wichtig ist, dass man sich gut um die Kinder kümmert und sie verlässliche Bindungspersonen haben. Wer das ist, ist m.E. weniger wichtig.

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    Da mir Fairness wichtig ist, finde ich das durchaus besser. :)z

    Wobei Fairness ja nicht notwendigerweise bedeuten muss, dass man alle Lebensbereiche 50:50 aufteilt. Es kann auch bedeuten, dass man die Aufgaben so aufteilt, dass jeder in Summe die Hälfte macht, aber nicht von allem die Hälfte.


    Ich koche zB sehr gerne und ich behaupte mal auch gut. Mein Partner kann zwei bis drei Gerichte zubereiten, aber mit Liebe macht er das nur selten. Dafür schraubt er gerne an Autos herum und sorgt dafür, dass der fahrbare Untersatz auch fahrbar bleibt. Ich hingegen finde Autos voll okej, damit beschäftigen will ich mich aber nicht. Solange ich nicht muss ;-D


    Wenn andere Leute das Verteilen von Aufgaben nach Neigungen auch bei der Erwerbsarbeit, dem Haushalt und der Kinderbetreuung praktizieren, ist das für mich überhaupt kein Ding. Wir haben ja das große Glück in einer Zeit zu leben in der man (einigermaßen frei) aus verschiedenen Lebensmodellen das für einen individuell als Paar passende Zusammenbasteln kann :-)

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    Außerdem hat es den vorteil, dass beide volles Verständnis für die Lebenslage des anderen haben (weil sie in der gleichen Lage sind). Bei der klassischen Rollenaufteilung kommt es häufig dazu, dass die Partner glauben, dass es der jeweils andere leichter hat. Und selbst wenn das nicht der Fall ist, driften die Alltage einfach verdamt weit auseinander.

    Ja, das ist sicher ein möglicher Punkt.


    Ein anderer ist für mich, dass zum Beispiel mein Partner auch nicht wahnsinnig scharf darauf ist für immer und immer Vollzeit zu arbeiten. Und dass er sich auch freuen würde seinen Teil der Betreuung potentieller Kinder übernehmen zu dürfen.

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    Das fände ich überhaupt nicht "voll in Ordnung", finanziell abhängig zu werden, nur weil sich das momentan vielleicht bequemer/besser anfühlt!

    Du nicht, andere schon. Und es ist eben auch manchmal nicht nur nicht "problemlos" anders zu haben, manchmal geht es auch einfach gar nicht, weil die Alternative Arbeitslosigkeit ist oder das Geld null reichen würde.


    Und doch ja, wenn ich mir meine Ma ansehe, die gezwungenermaßen immer gearbeitet hat, würde ich sagen das finanzielle Sicherheit nicht alles ist und sie würde auch lieber auf dies und das und auch noch jenes verzichten, wenn sie dafür ein wenig Zeit mit uns zurück bekäme. Die Frage ist mit was man für sich, auch auf die lange Sicht gesehen, besser leben kann. Irgendwo muss man immer Abstriche machen und die einen machen sie lieber da und die anderen lieber dort. Und die einen für 1 Jahr und die anderen für 2 und wieder andere für 5. Find ich auch in Ordnung.


    Ich glaub du hast ein falsches Bild von "zu Hause bleiben". Bequemer ist das nämlich nicht zwangsläufig. Ich für meinen Teil finde arbeiten weit bequemer und weniger belastend. Gerade deshalb fand ich es überaus nervtötend nach der Großen schnell wieder in den Unibetrieb zu müssen. Ich war in meiner Rolle als Mutter noch gar nicht angekommen, dass war alles schon so unsagbar viel, dass jedes bisschen mehr mich ziemlich platt gemacht hat. Denn die Bindung zu dem Kind ist bei etwa !/3 aller Frauen nach der Entbindung nicht sofort da. Das teilt sich, laut Hebamme, so etwa in drei Teile. Ein Drittel ist gleich total verschoßen, ein Drittel fremdelt ein wenig und läuft sich langsam warm und ein Drittel muss um die Bindung massiv kämpfen. Ich gehörte bei Nummer 1 zum letzeren Drittel und die Doppelbelastung hätte mich um ein Haar dazu gebracht das Kind zur Adoption frei zugeben.


    Es kann also auch eine Entscheidung sein, die auf der Erkenntnis fusst, dass man mehr als das gerade nicht vernünftig schafft, weil man beispielsweise keine Nacht durchschläft. Auch Begeisterung kommt vor. Die Freude daran den Kindern beim Aufwachsen zuzusehen kann weit mehr bringen, so rein emotional, als finanzielle Sicherheit. Was also für wen klug oder schlau oder richtig ist, dass kann man gar nicht universell beantworten. Und statisch ist die Antwort auch nicht. Vielleicht kann er besser mit Babies und sie besser mit Kindern in der Trotzphase, wieso dann nicht entsprechend teilen und tauschen?


    Nur um eines Prinzips willens, würde ich niemals unglücklich zu Hause sitzen oder zur Arbeit gehen.

    Ich kann euch beide verstehen... Ich weiß, was mir heute wichtig ist. Ich weiß aber auch, dass sich Prioritäten verschieben können.


    Momentan denke ich mir: einem Kind Fürsorge geben, Geborgenheit und Vertrauen. Mich kümmern und hoffentlich das Kind soweit unterstützten, seinen eigenen Weg zu finden.


    Aber wenn ich eins aus der Vergangenheit gelernt habe: Ich möchte mich nicht abhängig machen. DAfür tut das Leben manchmal die komischsten Dinge. Außerdem habe ich mir über Jahre mühsam etwas aufgebaut, Kämpfe mich durch eine männerdominierte Branche und bin einigermaßen erfolgreich in dem, was ich tue. Das mag ich nicht aufgeben.


    Wie der Spagat zu realisieren ist, weiß ich nicht. Aber vielleicht muss die Lösung auch jetzt noch gar nicht greifbar sein.

    Genau, Priritäten könnens ich verschieben und alles was ich sagen will ist: ist im Zweifelsfalle auch in Ordnung.


    Und das mit der Abhängigkeit... puhh. Bin ich ja immer. Von der funktionierenden Kinderbetreuung, vom Arbeitgeber, vom Staat... Unabhängigkeit ist doch eine Illusion. Ich zieh es auch vor mein eigenes Geld zu verdienen, aber halt nicht um jeden Preis.

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    Und das mit der Abhängigkeit... puhh. Bin ich ja immer. Von der funktionierenden Kinderbetreuung, vom Arbeitgeber, vom Staat... Unabhängigkeit ist doch eine Illusion.

    Stimmt. Aber die Ahängigkeit von Arbeitgeber und gesellschaftlichen Institutionen hat keinerlei Einfluss auf das Gleichgewicht in meiner Beziehung. Und das ist für mich ein gewaltiger Unterschied. Ich will eine Beziehung mit Augenhöhe und ich will nicht, dass finanzielle Abhängigkeit entsteht. :|N

    Mit finanzieller Abhängigkeit hab ich auch ein Problem. Ich weiß, dass ich wohl anfangs daheim bleiben würde. Wünsche mir aber vom Partner schließlich die Unterstützung, dass auch ich wieder im Job durchstarten kann - alles natürlich unter der Prämisse, dass es dem Kind gut geht! Aber das sollte bestenfalls durch beide irgendwie sichergestellt werden, ohne dass einer enorme Einbußen hinnehmen muss.

    Ich kann dir auch nur raten, bleib so flexibel wie möglich.


    Ich hab auch immer gesagt, pah, ich geh so schnell wie es geht arbeiten. In den ersten (nicht besonders rosaroten) Wochen hab ich mich um zig Ganztagesplätze in Kitas beworben. Die Aussicht auf mein altes Leben hat mich im ersten Jahr oft gerettet.


    Und je näher der Einstieg bevorstand, umso mehr wuchs der Kloß in meinem Hals. Schlussendlich bin ich tatsächlich beruflich kürzer getreten, bin selbstständig, deswegen ging das recht "einfach", und mein Mann zahlt mehr in die Haushaltskasse ein. Wollte ich so auch niemals. Aber ich mache hier auch einen Job, kümmere mich fast 24/7 um ein Kind, ich hab da deutlich weniger Probleme damit, als ich dachte, dass mein Mann mehr zahlt.


    Das soll keine Verurteilung sein, aber ich persönlich hätte es nie und nimmer geschafft, mein Kind den ganzen Tag in die Kita zu stecken. Mir hätte es das Herz zerbrochen, weil ich die Kleine so vermisst hätte und überhaupt. Wenn ihr wüsstet, wie COOL ich noch vor der Geburt war. ;-)

    Zitat

    Ich will eine Beziehung mit Augenhöhe und ich will nicht, dass finanzielle Abhängigkeit entsteht. :|N

    Die ist hier nicht gefährdet, egal wer gerade mehr Geld ranschafft. Die Arbeit mit den Kindern hat das gleiche Gewicht wie die Erwerbsarbeit. Liegt beides im familiären To-do Pool und wer da was rausnimmt und erledigt liegt an den Möglichkeiten und Gegebenheiten und eben auch daran, was wem leichter fällt, sofern das Berücksichtigung finden kann. Hauptsache alles ist gemacht denn das sind alles nicht-optionale Dinge.


    Denn mal im Ernst, er ist während der Phasen in denen er Hauptverdiener war auch von mir abhängig. Hätte ich den Job mit den Kindern nicht gemacht, hätte er nämlich seinen nicht machen können. Man kann nämlich nicht Vollzeit in Schicht arbeiten, wenn man feste Kiga-Zeiten einhalten muss, Kinderkranktage nehmen müssen sahen die in den Betrieb auch nicht gerne und die Sommerferien hätten sein Jahresbudget an freien Tagen alleine schon mehr als gefressen. Meiner Meinung nach entsteht mangelnde Augenhöhe nur, wenn man die Arbeit mit den Kindern als geringer einschätzt als die Erwerbsarbeit, was in meinen Augen eine fatale Fehleinschätzung ist.

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    Die ist hier nicht gefährdet, egal wer gerade mehr Geld ranschafft.

    Das empfinde ich völlig anders. Mal ganz zu schweigen von den Langzeitfolgen wie fehlende Entwicklung im Job und beim Gehalt sowie der Auswirkung auf die Rentenansprüche!

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    Denn mal im Ernst, er ist während der Phasen in denen er Hauptverdiener war auch von mir abhängig.

    Das würde ich genausowenig wollen, dass mein Partner in Sachen Kinderversorgung und -erziehung von mir abhängig ist! Das sollte er für meinen Geschmack genauso können und machen. Wenn ich sterben würde müsste er schließlich auch alleinerziehend zurecht kommen.

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    Das würde ich genausowenig wollen, dass mein Partner in Sachen Kinderversorgung und -erziehung von mir abhängig ist! Das sollte er für meinen Geschmack genauso können und machen. Wenn ich sterben würde müsste er schließlich auch alleinerziehend zurecht kommen.

    Natürlich, aber er wäre zeitlich eingeschrenkt. Wenn man nämlich jeden Tag um Punkt 17 Uhr allerspätestens sein Kind in der Kita abholen muss, dann sind ungeplante Überstunden so nicht mehr drinne, Sitzungen am Abend zumindest problematisch und Wochenenden bei den Betreuungszeiten dann halt auch mal reserviert. Dazu müsste er bei Krankheiten zu Hause bleiben und die Krankheitstage reichen da bei weitem nicht immer und auch die Kita- bzw. Schulferien müsste er ja zeitlich abdecken und dafür faktisch unbezahlten Urlaub nehmen oder noch jemanden engagieren. Streik und Kita wegen übermäßigem Krankenstand zu, sind da noch gar nicht eingerechnet.


    Es geht nicht darum das er nicht erziehen kann, sondern darum, dass er einfach nicht vollzeit so arbeiten könnte. Bei unserer Großen schon gar nicht, die verträgt nämlich schlicht keine Vollzeitbetreuung. Mehr als Vormittags und ein Nachmittag ist da nicht drinne und selbst das nur, wenn sie hier und da einen Urlaubstag einschieben kann. Wenn er aber so nicht arbeiten könnte, dann könnte er so nicht verdienen. Sein Verdienst ist also auch ganz unmittelbar meiner Arbeit zu verdanken und damit ist es unser Verdienst.


    Es sei dir ganz unbenommen es so zumachen wie du magst und du die Prioritäten setzt, aber ein Ungleichgewicht in der Beziehung ist nicht zwangsläufig die Folge und nicht für jeden Menschen ist ein verpasster Anschluß im Arbeitsleben negativer als verpasste Zeit mit den Kindern.