Schwanger trotz Verödung der Gebärmutterschleimhaut???

    Guten Abend, eigentlich bin ich nur eine stille mitleserin aber heute hätte ich auch mal eine Frage.


    Ich hatte im september eine endometriumablation d.h keine Mens mehr und auch keine ss mehr möglich. Zuerst schien es als wäre die op erfolgreich verlaufen, denn ich hatte 3 Monate lang keine Blutung. Deshalb haben wir auch nicht mehr verhütet.


    Dann hatte ich plötzlich doch vom 17.12 bis 22.12 meine Tage. Am 7.01 hatte ich den sogenannten mittelschmerz. Am 12.01 hatte ich rosa Ausfluss. AB 22.01 hatte ich ein flauen Magen und Unterleib schmerzen aber jetzt ist alles weg aber immernoch keine Blutung in sicht. Der ss test war 1 tag vor nmt negativ und 2 tage danach auch negativ.


    Ist es mögLicht das ich trotz der endometriumablation schwanger bin


    Vielleicht ist hier jemand der den selben Eingriff hinter sich hat

  • 9 Antworten

    Hallo, Dein Thread ist zwar schon ein Jahr her. Dennoch interessiert mich Deine Erfahrung.

    Warst Du dann schwanger?


    Ich hatte im Herbst 2015 eine Endometrium Ablation. Mir wurde gesagt, dass ich danach nicht mehr schwanger werden könne.
    Also war ich überrascht aber freudig ,als ich im Februar 2017 positiv getestet habe. Hatte die OP völlig vergessen. Zwei Wochen später, einen Tag vor dem ersten Arzttermin, fiel es mir ein. Habe also gegoogelt, ob die OP ein Risiko für die Schwangerschaft wäre. Habe lediglich eine (!) Frau im Netz gefunden, die trotz dieser OP schwanger wurde und das Baby auch austragen konnte.

    Mein Mann versuchte mich zu beruhigen. Bin doch schon schwanger, wird schon alles. Leider endete diese Schwangerschaft in einer Eileiter Schwangerschaft. Geplatzt, Not OP....


    Mittlerweile verhüten wir panisch, da ich begriffen habe, dass jede Schwangerschaft für mich den Tod bedeuten könnte. Aber mein Körper wohl nach wie vor fähig ist, schwanger zu werden (alleine das ist schon ein Wunder!). Mein Körper ist nach der OP nicht mehr dafür gemacht, Kinder auszutragen.... Die Frau in den USA, mit der ich dann schrieb, erzählte mir, was für eine Tortur ihre Schwangerschaft war und sie quasi 8 Monate bettlägerig war. Sie hatte einfach "Glück". Eine (gesunde) Schwangerschaft nach Endometrium Ablation halte ich mittlerweile für beinahe ausgeschlossen.

    Liebe Grüße

    Avocado

    Achja: ich habe die OP machen lassen wegen extremen Zyklus Beschwerden. 4 Wochen danach hatte ich wieder einen normalen Zyklus, mit Periode lalala. Alles normal heute bei mir. Regelmäßig alle 4 Wochen. So, als wäre ich super gesund!

    Eine Freundin von mir hat es machen lassen und ihr wurde trotz eines Alters knapp vor der 50 ausdrücklich gesagt dass das keine Verhütung ist und sie unbedingt weiter vergüten soll da eine Schwangerschaft sehr früh abgeht oder im schlimmsten Fall missgebildet würde.

    Wurdest du nicht dazu aufgeklärt?

    Na ja, man kann doch aber eine Eileiterschwangerschaft hier nicht als Beispiel geben.


    Das ist eine Laune der Natur, kommt eh selten vor. Normal ist bei einer Schwangerschaft, dass eben genau die befruchtete Zelle n i c h t im Eileiter wächst - sondern sich eben in der Gebärmutter einnistet.


    Und da dort die richtigen Zellen durch die Ablation fehlen, ist das wahrscheinlich in 99,9 Fällen nicht möglich.


    Es ist aber unmöglich, dass nun eine befruchtete Zelle in die Gebärmutter flutscht und dann zurück in den Eileiter...



    Von daher ist es völlig unsinnig, hier von einem Versagen der Ablation zu sprechen. Da die Eileiterschwangerschaft ja bereits vor der Gebärmutter entstanden ist.


    Physiologischer Mumpitz, hier nun die Ablation dafür verantwortlich zu machen.


    Vermieden worden wäre eine Schwangerschaft einzig durch eine Sterilisation.

    Avocado0000 schrieb:

    Ich hatte im Herbst 2015 eine Endometrium Ablation. Mir wurde gesagt, dass ich danach nicht mehr schwanger werden könne.

    Das ist eine Fehlinformation, oder Du hast es falsch verstanden. Korrekt ist: Es ist nach wie vor möglich, dass es zu einer Schwangerschaft kommt - entweder einer Eileiterschwangerschaft, oder aber es ist ein bisschen Gewebe in der Gebärmutter verblieben, in dem sich das Ei einnisten konnte. Die Gebärmutter ist ja nicht rund wie ein Ball, sondern, je nach Frau, unterschiedlich "verwinkelt", deshalb wird nicht immer sämtliches Gewebe erwischt. Wenn die Ablation bei jemandem vorgenommen wird, der noch nicht oder gar noch lange nicht in den Wechseljahren ist, kann sich das Gewebe auch teilweise wieder regenerieren. Das heißt auch, dass nach einigen Jahren die Blutungen wieder stärker werden können, wenn man Pech hat.

    Dass eine solche, öh, ich nenns mal "Restschleimhautschwangerschaft" intakt ist und bleibt und am Ende ein gesundes Baby geboren wird, ist aber extrem unwahrscheinlich. Früher wurde immer gleich zusätzlich sterilisiert, und das ist auch durchaus sehr sinnvoll. Das übernehmen die Kassen aber nicht mehr.


    Avocado0000 schrieb:

    So, als wäre ich super gesund!

    Starke Blutungen sind ja auch keine Krankheit, sondern nur bescheuerte Gebärmutterschleimhaut, die zu begeistert auf Östrogen reagiert und sich zu hoch aufbaut. Das ist ziemlich häufig, weil der ganze weibliche Fortpflanzungskram sehr komplex und damit auch leider recht anfällig für solche Irrwege ist.


    Avocado0000 schrieb:

    Aber mein Körper wohl nach wie vor fähig ist, schwanger zu werden (alleine das ist schon ein Wunder!).

    Nein, das ist es nicht, siehe oben.

    Eine Eileiterschwangerschaft ist die häufigste Form einer falsch lokalisierten Schwangerschaft. Und selbstverständlich kannst Du noch eine Eileiterschwangerschaft haben. Das ist nicht mal ansatzweise ein medizinisches Wunder, sondern einfach nur logisch, denn bei der Ablation wurde das Gewebe innerhalb der Gebärmutter verödet. Weshalb sollte davon Deine "Fähigkeit" zu einer Eileiterschwangerschaft "beeinträchtigt" sein? Wäre super, ist aber leider nicht so.


    Avocado0000 schrieb:

    Mittlerweile verhüten wir panisch, da ich begriffen habe, dass jede Schwangerschaft für mich den Tod bedeuten könnte.

    Nimm mal ein bisschen Drama raus. Eine Eileiterschwangerschaft ist grundsätzlich bei jeder Frau möglich, die einen Eisprung hat, und sie geht entweder früh (und meist unbemerkt) von selbst ab, oder sie wird lebensgefährlich. Ist so, war schon immer so. Dass die Wahrscheinlichkeit für eine Eileiterschwangerschaft nach einer Endometriumsablation steigt, wäre mir neu, ich lasse mir aber gern was Neues erzählen, wenn ich mich irre.

    Das erhöhte Risiko nach einer Endometriumsablation ist darin begründet, dass 1) offenbar viele Frauen aus mir völlig schleierhaften Gründen glauben, eine Ablation sei quasi zugleich eine Sterilisation, was nicht so ist, und dass 2) aufgrund der oft ausbleibenden oder zumindest sehr schwachen Blutung eine Eileiterschwangerschaft tendenziell später bemerkt wird, und je später man sie bemerkt, desto gefährlicher ist es, denn umso höher die Gefahr, dass der für eine Schwangerschaft denkbar ungeeignete Eileiter "platzt". Das ist alles.


    Ich bestaune übrigens, wie wenig sich offenbar manche Frauen über einen Eingriff am eigenen Körper informieren. Wie läuft denn das? Geht man da zum Frauenarzt, und der sagt, ach, da machen wir eine Ablation, aber da müssen Sie wissen, dass Sie dann wohl keine Kinder mehr bekommen können, und man hört nur: "Ah, dann ist alles fein, und verhüten muss ich auch nicht mehr", geht hin, lässt sich operieren und hüpft von dannen? Ich meine ... lassen sich echt Leute operieren, ohne Fragen zu stellen, ohne sich zu informieren über den eigenen Körper und das, was die OP dann konkret bedeutet? Um ehrlich zu sein, bin ich einigermaßen fassungslos wenn ich das so lese. Ich finde es schon bei erwachsenen, heterosexuellen Männern echt strange, wenn sie so gar nichts über den Reproduktionsapparat der Leute wissen, mit denen sie potenziell reproduktionstaugliche Akrobatik performen - aber dass man über den eigenen Körper so wenig weiß, verstehe ich erst recht nicht.

    Eieiei. Ich hatte ein sehr langes Gespräch vor meiner Ablation mit dem operierenden Arzt und nach der ELS mit meiner Gynäkologin. Internet ist wirklich der Teufel. Was hier an "Ärzten" und Besserwissern rumhausen.


    Dieses in sich zerpflücken müssen, bis man den Gesprächspartner ins letzte Loch gedrückt hat. Mach das mal ohne mich.


    Laut meiner Gyn habe ich nur knapp überlebt nach meiner Not-OP. Ich hatte einen Liter Blut im Bauchraum. Also bitte, sag mir doch nochmals, wo ich mein "Drama" hinstecken soll.

    Ansonsten lass ich alle so stehen.

    Avocado0000 schrieb:

    Laut meiner Gyn habe ich nur knapp überlebt nach meiner Not-OP. Ich hatte einen Liter Blut im Bauchraum. Also bitte, sag mir doch nochmals, wo ich mein "Drama" hinstecken soll.

    Klar war das lebensgefährlich und sehr dramatisch. Aber das ist bei spät entdeckten Eileiterschwangerschaften so, und das ist ein Problem, das jede Frau mit befruchtungsfähigen Eizellen betreffen kann. Auch nach einer Sterilisation, wenn man Pech hat. Klar kann bei Dir jetzt "jede Schwangerschaft den Tod bedeuten", aber erstens ist das bei jeder Frau so, weil Schwangerschaften nun mal gefährliche Komplikationen mit sich bringen können, und zweitens ist Dein Risiko für eine Eileiterschwangerschaft durch die Ablation nicht erhöht.

    Avocado0000 schrieb:

    Eieiei. Ich hatte ein sehr langes Gespräch vor meiner Ablation mit dem operierenden Arzt und nach der ELS mit meiner Gynäkologin.

    Dann ist für mich unbegreiflich, weshalb Du nicht wusstest, dass eine Ablation keine sichere Verhütungsmethode ist.