Unerf. Kinderwunsch, neue Krise: Sollten wir kein Kind bekommen? :-( Wer soll helfen?

    Hallo liebe Med-1-User...


    Ich stehe seit Monaten, beinahe schon seit drei Jahren vor einem Problem.

    Mein Mann und ich wollten ein Kind bekommen, leider klappt es bei mir nicht, wir versuchten es über anderthalb Jahre normal (klar, mit Monitoring, Essen umstellen usw usf.), nichts klappte, seine Jungs sind allerdings super. Dann ins KiWuZ, mehrere IUI, dann wurde herausgefunden, dass ich einen verschlossenen und einen vernarbten Eileiter habe und Endometriose. DIe 1. IVF ist erfolglos und wir sind zudem Selbstzahler, demnach ging ein fünfstelliger Beitrag den Bach hinunter.

    Seit einem Monat lebt nun ein Pflegekind bei uns, ein Baby und alles ist für uns.... unglaublich kräfteraubend?

    Die ganze Idylle, die romantische Vorstellung, die Freude usw., die fehlt. Wir sind nicht nur wie ernüchtert, unser Paarleben ist - wie sicher bei vielen Familien beim 1. Kind - zum Erliegen gekommen. Unser Pflegesohn wird "nur" acht Monate bei uns bleiben, das war von Anfang an klar und dennoch fällt es uns so schwer daran zu glauben, dass wir das durchstehen. Der Kleine ist ein "Schreikind" und hat wohl einiges erlebt, ja, wie jedes PK, auch das weiß man. Es geht mir auch gar nicht um das Kind, sondern darum, dass ich von uns so erschüttert bin. Wir haben drei Jahre "gebastelt", uns für Adoption beworben, uns das "tolle" Familienleben ausgemalt und stehen nun vor den Scherben unseres Wunsches!

    Es ist nicht so, dass wir näher zusammen gerückt wären, vielmehr sind wir uns ungewollt so fern wie nie zuvor, obwohl wir Sehnsucht nacheinander haben. Es ist kein Platz, kein Raum und keine Zeit, allen voran keine Energie (kein Schlaf) für uns übrig und wir sind einfach nur traurig. Nun weiß ich nicht und wusste es in den drei JAhren schon nicht, wer mich denn zu diesem Thema wirklich fachkundig beraten kann. Meine Therapeutin war immer so: Versuchen Sie ALLES (und werfen Sie sich nie etwas vor), damit sie schwnager werden und Ihren Wunsch leben!

    Und nun frage ich mich: Ist das mein Wunsch? Dass wir nur noch einmal im Monat Sex haben? Dass wir um acht Uhr vor Erschöpfung einschlafen - zumindest die ersten zwei Jahre des Kindes? Dass wir uns mehr und mehr voneinander entfernen? (Und wir waren uns sehr nah und haben viel unternommen) Unser Problem ist: Uns "rennt" die Zeit weg. Ich bin nun 33, mein Mann 35. Selbst, wenn wir (Wenn unser PS wieder zurück kann) unseren Wunsch auf die "lange Bank" schieben und uns nochmal genau fragen, was wir wollen... Mehr als 1-2 Jahre haben wir dazu ja auch nicht... :-(

    Das erhoffte Familienglück ist gerade eine heftige Belastungsprobe für unsere Ehe und jeder strukturiert sich neu und stellt alles in Frage... Doch wer sollte einem da schon helfen Licht am Ende des Tunnels zu erblicken? Nach einer Fehlgeburt und den ganzen Terminen im KiWuZ, den Medikamten usw. hätte ich schon längst sagen müssen: Das Schicksal will dir etwas sagen. Oder doch nicht? Ich dachte immer: Ich will das, mein Mann will das, wir stehen das durch. Wir waren immer bei allem d'accord, wir entschieden alles zusammen, wir sprachen über alles. Doch bei unserer endgültigen Entscheidung kommen wir zu keinem Ergebnis.

    Achja: Unserem PS geht es natürlich super bei uns, wir haben keine Auseinandersetzungen oder Streit, es zehrt uns eher von innen auf und wir vermissen uns. Der Kleine wächst und gedeiht und schreit halt auch bisweilen mehrere Stunden.. ;-) Aber ich habe im Moment zwei Monate eine betriebliche Freistellung für ihn.


    Ich weiß einfach nicht, wie ich für mich Klarheit erlangen soll, denn ich hätte die Klarheit innerhalb der drei Jahre schon erlangen können, doch wir *wollten* ein Kind, zur Komplettierung unserer tollen Ehe, wir haben beide große, innige Familien und wir wollten ein Kind die gleiche Liebe und Geborgenheit weiter "vererben".


    Nun war aber alles wie "ein Schuss vor den Bug" und in unserem Alter können wir nicht sagen, dass es an der mangelnden Reife liegt. Wir lieben uns einfach sehr und ein Kind verändert das - unbewusst und gewollt dafür entschieden - aber das Paarleben wird auf den Kopf gestellt. Irgendetwas in mir sträubt sich aber immer und immer noch den Wunsch auf ein eigenes Kind "endlich" ad acta zu legen.... :-((( Trotz meiner Vorgeschichte. (Die Ärzte meinen übrigens, dass es mit der künstl. Befruchtung schon noch klappt... Aber ja. Auch Zerreißprobe.)

    Sicherlich ist das für einige nur Jammern auf hohem Niveau, aber dieses Unwissen, wohin die Zukunft gehen soll, die ist belastend. Unser Leben ist auch ohne Kind(er) erfüllt udn glücklich gewesen, es sollte nur noch schöner werden und wir wollten im Alter nichts verpasst haben. Und den oben genannten Grund eben: Wir wollten uns vervollständigen und unsere Liebe, den Platz (wir haben 130qm^2 Haus mit Garten) usw. mit einem Kind teilen.... :-(

    Vielleicht weiß jemand von euch weiter ... oder vielleicht weiß jemand von euch wenigsten, wo wir uns dahingehend mal "richtig" beraten lassen können.. Meine Therapeutin sehe ich nächste Woche, aber sie wird sicher weiterhin am Kinderthema mit mir arbeiten wollen... Das ist seit einem halben Jahr unser Thema...


    Danke euch im Voraus.. :°(

  • 26 Antworten
    Apfelkeks schrieb:

    Seit einem Monat lebt nun ein Pflegekind bei uns, ein Baby und alles ist für uns.... unglaublich kräfteraubend?

    Apfelkeks schrieb:

    Die ganze Idylle, die romantische Vorstellung, die Freude usw., die fehlt. Wir sind nicht nur wie ernüchtert, unser Paarleben ist - wie sicher bei vielen Familien beim 1. Kind - zum Erliegen gekommen. Unser Pflegesohn wird "nur" acht Monate bei uns bleiben, das war von Anfang an klar und dennoch fällt es uns so schwer daran zu glauben, dass wir das durchstehen. Der Kleine ist ein "Schreikind" und hat wohl einiges erlebt, ja, wie jedes PK, auch das weiß man. Es geht mir auch gar nicht um das Kind, sondern darum, dass ich von uns so erschüttert bin


    Es braucht seine Zeit bis sich alles einspielt, man wächst in die Mutterrolle rein, Tag für Tag aufs neue. Der Alltag spielt sich ein, die Liebe zum Kind hilft durch schwierige Phasen.

    Und da möchte ich auch anknöpfen bzw. drängt sich mir der Gedanke auf, dass dir die absehbare Trennung von dem Kleinen derart zusetzen könnte, das du deshalb nun alles in Frage stellst? Selbstschutz?

    Wieso gehst Du denn zu einer Therapeutin, ist das langfristig gedacht oder kommt das von einer Lebenskrise?

    Also ich finde das liest sich so als hättet ihr eine verklärte Vorstellung von der ersten Zeit mit einem Baby.

    Das es mit einem Pflegekind nochmal schwieriger ist als mit einem leiblichen Baby kann ich mir vorstellen, aber ganz ehrlich, selbst mit einem leiblichen Baby: Wer hat denn da bitte ein "Paarleben" im ersten Monat mit einem Schreibaby? Mehr als einmal pro Monat Sex? Ich glaube die meisten Paare wären froh wenn sie im ersten Jahr nach dem Baby mehr als eine handvoll mal Sex unterbringen.


    Ich bin schwanger mit dem ersten Kind und neige wie du dazu, romantische Vorstellungen vom Leben mit einem Baby zu haben und es hilft sehr sich mit Freundinnen zu unterhalten die bereits kleine Kinder haben um mal einen Reality Check zu machen. Oder sie zu besuchen.

    Hast du keine Freundinnen mit Babys mit denen du dich austauschen kannst? Vielleicht fehlen dir da aufgrund euere speziellen Situation die Kontakte aus Geburtsvorbereitungskurs und Schwangerenrtreffs, kannst du dir nicht eine Baby Krabbelgruppe oder Schwimmgruppe oder sowas suchen? Damit du dich mit anderen Müttern austauschen kannst?


    Und was da Paarleben betrifft: Nicht umsonst bekommt man oft den gut gemeinten Rat, am besten bereits verheiratet und seit einigen Jahren zusammen zu sein bevor man Kinder bekommt. Der Stress der ersten Monate und Jahre mit kleinen Kindern belastet fast jede Beziehung enorm und zieht den Fokus vom Leben als Paar zum Kind ab. Da ist es sehr wichtig in dieser Phase von der unbelasteten Zeit als Paar, die man vorher hatte, zehren zu können. Man braucht ein Polster, damit man nicht ins Minus gerät. Vielleicht seid ihr durch eure kräftezehrende Phase mit der Kinderwunsch Klinik und dem unerfüllten Wunsch bereits vorher im Minus gewesen und habt jetzt nicht so viele Reserven wie gedacht?


    Ich würde an deiner Stelle den Kinderwunsch noch nicht aufgeben, aber diese schwierige Phase mit dem Pflegekind als einen realistischen Ausblick auf die erste Zeit mit einem kleinen Kind sehen. Als Reality Check. Für die allermeisten Paare, die ich kenne, geht es in den Monaten oder sogar Jahren nach dem ersten Baby beziehungstechnisch ums überleben. Habe Geduld mit euch, das wird bestimmt wieder besser. @:)

    Vielleicht zeigt euch dieses Pflegekind, dass es Sinn machen könnte, euren Kinderwunsch nochmal zu überdenken?


    Es ist sicher schwierig, von einem Wunsch Abstand zu nehmen, wenn man schon so viel Zeit und Energie in seine Realisierung investiert hat, aber vielleicht ist das doch noch einfacher als dann mit der Realität - die ihr euch offenbar vollkommen anders vorgestellt habt - klarzukommen?


    Stell dir mal vor du bringst ein schwerbehindertes Kind zur Welt oder Zwillinge - da braucht ihr dann noch viel mehr Energie als für ein Schreikind, v.a. weil das dann so bleibt. Meinst du nach dieser Erfahrung mit dem Pflegekind immer noch, dass ihr unbedingt ein Kind braucht um eure schöne Ehe zu "krönen"?

    also ich glaube bei einem Pflegekind hätte ich die ersten Monate auch nicht durch gestanden und ich bin ehrlich-vermutlich auch nicht durchstehen wollen, aber so schlimm ist es mit kleinem Kind jetzt auch nicht und schon garnicht die ersten 2 Jahre.


    Bei uns waren 4 Monate echt knackig mit wenig Schlaf aber dann wurde es immer besser mit 8 Monaten, kam er dann nur noch einmal die Nacht, davor halt 2x aber des ist alles überschaubar. Sex hatten wir übrigens mehr als 5x im ersten Jahr. 1 bis 2x die Woche war nach den ersten 4 Monaten immer locker drin und das hat sich auch nicht geändert.


    Klar wenn man seine Kinder dazu zieht, dass sie erst um 23 Uhr mit einem selbst ins Bett gehen, wird es mit dem paarleben schwierig, aber des ist dann eben ein hausgemachtes Problem. Unser Sohn geht von Anfang an um 19 Uhr ins Bett und wir haben jeden Abend noch für uns.

    Zitat

    Klar wenn man seine Kinder dazu zieht, dass sie erst um 23 Uhr mit einem selbst ins Bett gehen, wird es mit dem paarleben schwierig, aber des ist dann eben ein hausgemachtes Problem. Unser Sohn geht von Anfang an um 19 Uhr ins Bett und wir haben jeden Abend noch für uns.

    %-| Solche „Tipps“ finde so Banane.

    des war kein Tipp. Sondern lediglich eine Feststellung, dass es eben dann schwierig wird Zeit für sich zu finden.

    Und ja, die Bett geh Zeit ist immer selbst antrainiert, aber darum geht's hier nicht und darüber diskutier ich hier deshalb auch nicht

    Dann lass es doch ;-). Und sei dankbar, dass es bei euch funktioniert hat und bei vielen anderen unfahigen Eltern halt nicht. Es ist nämlich kein wissenschaftlicher Fakt, was du da von dir gibst.

    sag mal geht's? Ich hab doch nicht gesagt, dass jemand unfähig ist. Meist ist es doch von den Eltern einige Zeit so gewollt dass die Babys mit im Wohnzimmer sind und dann mit 2 sollen se plötzlich um 19 Uhr ins Bett, aber gut lassen wir das.

    Ich hab dazu eben meine Meinung und du deine.


    Liebe TE, eigentlich wollte ich dir nur sagen, dass es eben nicht ewig so schlimm ist, aber ich weiß selbst noch, dass ich die ersten Wochen auch das Gefühl hatte, dass es nieeeee besser wird und jetzt wünsch ich dir noch alles gute und gute Nerven

    Mir sind folgende Punkte aufgefallen, liebe TE:


    1) Pflegekind vs. eigenes Kind: Gerade zu Beginn, so mein Bauchgefühl, macht es schon einen Unterschied, ob du neun Monate schwanger warst oder von "heute auf morgen" Mutter wirst. In den neun Monaten lernst du ja auch das Kind bereits etwas kennen, spürst ist, kommunizierst mit diesem und - nicht ganz unwichtig - wirst von Hormonen überschüttet. All das fehlt dir ja in eurer Situation. Ich persönlich würde mich da auch schwer tun. Bei uns kam das Kind drei Monate zu früh und ich habe sehr gespürt, wie mir diese Zeit fehlte. Sowohl körperlich als auch mental.


    2) Eure Erwartungen: Ich bin immer etwas skeptisch, wenn die Messlatte so hoch gesetzt wird. Sei es beim Thema Ehe, erstes Mal, aber eben auch Kinder. Und mein Eindruck ist, dass ihr tatsächlich das Thema Kind als sehr romantisch verklärt gesehen habt.

    Zitat

    es sollte nur noch schöner werden und wir wollten im Alter nichts verpasst haben


    zur Komplettierung unserer tollen Ehe, wir haben beide große, innige Familien und wir wollten ein Kind die gleiche Liebe und Geborgenheit weiter "vererben"

    All das können Kinder nicht garantieren. Andere haben ja bereits in dasselbe Horn gestoßen. Es fängt ja bereits mit der Schwangerschaft an. Diese kann schön sein, neutral oder einfach nur ätzend sein, das weiß man Gott sei Dank nicht vorher. Dazu können Fehlgeburten kommen. Und so geht es weiter mit der Geburt, den ersten Stillversuchen, die erste gemeinsame Zeit etc. Und je nachdem, wie es verläuft, kann man da ziemlich tief fallen, wenn man sich vorher nur die schönsten Szenarien ausgemalt hat. Dann ist da natürlich noch die Beziehungsdynamik, die sich zumindest temporär ändert. Und das Umfeld, das in der Regel nicht mit Tipps oder "Feststellungen" geizt. Auch da kann sich Druck oder Unzufriedenheit aufbauen.


    Mir ist nicht ganz klar, welche Form von Beratung du wünschst. Warum andere Kinder haben? Ob für euch ein Kind die richtige Entscheidung ist?


    Ich kann nur so viel sagen: Wir haben eine Frühgeburt und sind insgesamt Monate in Krankenhäusern gewesen, haben zig Termine bei Ärzten oder für Therapien gehabt. Auch jetzt, nach 15 Monaten, hat sich daran nichts geändert. So kann es auch gehen. Ist glücklicherweise eine Ausnahme, aber es zeigt, dass es eben auch anders kommen kann. Ich denke, dass man zwar nicht mit derartigen Szenarien fest rechnen sollte, doch dennoch nie vergessen sollte, dass so etwas passieren kann. Wenn ihr tatsächlich nur ein Kind haben möchtet bzw. glücklich seid, wenn alles "glatt läuft", dann wäre ich wahrscheinlich vorsichtig mit weiteren Versuchen.

    Trotz perfektem timing und Autofahren oder viel draußen, passendes Stilen etc.. waren unsere kids (mehr als 2) nach 19 Uhr immer noch putzmunter. Sie alleine im Zimmer dann wach liegen, stehen, sitzen..... je nach Alter...

    haben wir ehrlich als Kinderquälerei empfunden. Haben das bei Freunden gesehen, da mussten die 3 - 5 jährigen um 19 Uhr in´s Bett und waren aber noch glockenwach bis circa 22 Uhr. rotz Sport und Kiga am Tag etc.. War halt nicht ihre Zeit. Alle halbe Stunde haben sie durch´s Haus nach unten gerufen und alle halbe Stunde haben die Eltern Morddrohungen nach oben geschickt, dass sie das Bett nicht verlassen dürfen, sonst... . Ich wette, allein Beteiligten wäre es lieber gewesen, die kids hätten um 19 Uhr schlafen können.

    Zitat

    Für die allermeisten Paare, die ich kenne, geht es in den Monaten oder sogar Jahren nach dem ersten Baby beziehungstechnisch ums überleben.

    ":/


    Echt?

    Wir haben da gerade darüber gesprochen, bei uns war das nicht so. Und echt auch bei keinem, den ich kenne / kannte, bis auf die oben geschilderte Familie, die haben sich scheiden lassen, als die kids dann Teenies waren.

    Klar ist man müde und fertig und der Tag mit so einem Zwerg ist lang (unser erste Kind war ein Schreibaby und ich konnte erst nach knapp 4 Monaten das erste Mal sitzen, also war z.B. auch an Autofahrten oder normale Besuche außerhalb nicht zu denken), aber wir haben uns den Ball hin und her geworfen und für mich war, dass wenn ihc nach Hause komme und er hat den Nachmittag alleine mit dem Zwerg verbracht, ich mir diesen schnappe und Mann dann erst einmal Ruhe für sich selbst hat. Umgekehrt genauso. Egal, ob wir alleine mal einkaufen (Luxus!) oder von der Arbeit bzw. bei mir noch Uni kamen. Auch bzgl. Paaraktivitäten haben wir uns z.B. am Sonntag nach dem ersten füttern, spielen etc. zu zweit in´s Bett verzogen, bis es halt wieder los ging in der Wiege. Klar hatten wir auch mal Zeiten, da lagen die Nerven blank, sind uns aber nie gegenseitig angegangen, sondern haben uns dann gegenseitig oder zu zweit kleinere oder größere Auszeiten verpasst. Die Zeit ist anders als ohne Kind, klar, aber dass es uns essentiell als Paar gepackt hat?":/Wenn das so ist, da stimmt m.A. nach was nicht in der "Partnerschaft". Was hat das Baby mit der Ehe zu tun? Das zeigt doch nur, dass die Ehe / Liebe doch nicht so belastungsfähig ist. Aber soweit ich das verstanden haben,

    geht es bei der TE auch nicht darum. Die Ehe ist okay, sie ist nur ernüchtert -

    ich denke, das geht jedem so, das kommt von den verklärten Botschaften durch Medien und Freunde, die den heute leider Luxusartikel Baby / eigenes Kind so hypen. Ich würde das eher so sehen, dass die Gedanken die gleichen sind, die sich wohl jedes Paar in den ersten Monaten nach einer Geburt stellt, leicht abgewandelt:

    will ich noch ein weiteres Kind? Ich wollte doch immer mind 2.....

    Zitat

    Pflegekind vs. eigenes Kind: Gerade zu Beginn, so mein Bauchgefühl, macht es schon einen Unterschied, ob du neun Monate schwanger warst oder von "heute auf morgen"

    Ich glabue, wenn jemand drei Jahre so darauf hin arbeitet wie die TE, kommt das emotional und kognitiv nicht von heute auf morgen.

    Hormonell jedoch schon, das stimmt, das darf man nicht unterschätzen. Allerdings kann man ein kleines Baby auch passend versorgen, ohne, dass man es lieben muss. Einfach, weil es sonst keiner macht und das Kind sonst sterben würde. Dafür muss man es nicht lieben, da genügt Pflichtbewusstsein. Und egal, ob es Liebe oder Pflichbewusstsein ist, was einen treibt: die Anstrengung bleibt dieselbe.