Wann wusstest ihr wann ihr Kinder wollt?

    Hallo, mich beschäftigt zurzeit die Frage wann ich mit meinem Partner Kinder möchte.

    Habt ihr vernunftsmäßig aus Altersgründen etwas früher mit der Kinderplanung gestartet obwohl ihr noch nicht ganz bereit wart? Ist das ok weil man eh reinwächst oder doch riskant?

    Oder habt ihr gewartet und es ggf. bereut?

    Ich vermeide gerne Risiko, mir ist aber klar, dass ich nicht jedes Risiko vermeiden kann. ;-D



    Unsere Eckdaten:

    Wir sind uns einig, dass wir 2 Kinder wollen. Hab ihn mal in einer Hau-ruck-Aktion gefragt, wann er bisher grob angedacht hat Kinder zu kriegen, seine Aussage war so zwischen 32 und 35, aktuell ist er 31. Meine jugendliche Planung von bis 30 verheiratet mit 2 Kindern hatte ich da schon über Bord geworfen. Hab ihm aber trotzdem erklärt, dass ich nicht alt Mutter werden möchte aufgrund von meinem Diabetes Typ 1 und somit eh schon Risikoschwangerschaft. War soweit für ihn in Ordnung.


    Inzwischen bin ich 27, wir sind 1 Jahr zusammen und wohnen ein paar Monate zusammen. Den Corona-Crashtest nach dem Zusammenziehen und mit beidseitig Home-Office haben wir super gemeistert und es hat uns zusammengeschweißt.


    Ich bin kürzlich Tante geworden, dann ist eine erste enge Freundin schwanger und im Bekanntenkreis gibt es ein weiteres Baby. Diese Baby-News haben meine tickende Uhr angestoßen, meinen Kinderwunsch vergrößert. Ich denk viel nach über den Kinderwunsch.

    Babys finde ich schon immer süß und umsorge sie gern. Die Uhr tickt lauter und der Kinderwunsch wächst.

    Gleichzeitig denke ich, ich bin doch noch gar nicht bereit. Möchte noch unser sorgloses Leben genießen, spontan in den Tag reinleben ohne volle Babywechselmontur etc. Treffe gerne Freunde, trinke gern Alkohol und tanze. Vor allem seh ich mich aber noch nicht in dieser 24/7 „Aufopferung“. Davon abgesehen seh ich mich bisher halbwegs mit Baby und Kleinkind. Aber vor einem Kind hab ich schon Respekt und kann bisher nicht so viel mit Kindern anfangen.


    Mal denk ich, ok in 1 2 Jahren starten. Dann denk ich besser in einem Jahr, dann bin ich auch schon 29 bei Geburt, beim nächsten dann grob 31. Vorausgesetzt alles klappt. Dann denk ich in einem Jahr ist ja fast wie jetzt starten und habe Angst dann noch nicht so weit zu sein. Denke ich an in 2 Jahren oder später bekomme ich Angst bezüglich zusätzlichem Altersrisiko, auch falls wir es länger versuchen etc.


    Es ist ein Luxus-Problem. Ich habe einen tollen Partner und sehe mit ihm definitiv eine Familie. Dennoch belastet mich mein - tickende Uhr gegen jung gebliebenes Ich - Ping Pong.

    Mein Wunsch wäre jetzt schon zu wissen, dass ich in einem Jahr bereit bin. Meine Realität ist, dass ich grübel und ein Ergebnis suche mit dem ich ins Gespräch mit meinem Partner gehen kann zur Zeitpunktfindung.


    Beim Gedanken ohne „Ergebnis“ mit meinem Partner das Gespräch zu suchen, hab ich Angst eine konkrete Antwort zu erhalten, die ich selbst noch nicht erwidern kann.

    Auch er ist selbst zunehmend angefixt von Babies und Kleinkindern und wir zeigen uns diese gerne, weil wir sie süß finden. Teils sprechen wir auch schon darüber wie wir das Elternsein mal handhaben wollen. Noch sehe ich bei ihm aktuell kein Schritt in Richtung Antrag / konkreter Kinderwunsch. Andererseits kann ich mir ein bisschen vorstellen, dass ein Mann erst realisiert, dass er bereit ist, wenn quasi schon das Baby dasein dürfte. Dass das Ganze 9 Monate Vorarbeit plus ggf. Hochzeitsplanung erfordert, fällt da vielleicht schnell mal hinten über..? Ich werde bald mit ihm sprechen, möchte aber erst ein wenig meine Gedanken sortieren. Ich weiß, dass mich die Aussprache entspannen wird. Aber ich will ihm auch nkcht alles ungefiltert mitteilen.


    Was denkt ihr dazu?:-)

  • 46 Antworten
    Silak schrieb:

    Mal denkich, ok in 1 2 Jahren starten. Dann denk ich besser in einem Jahr, dann bin ichauch schon 29 bei Geburt, beim nächsten dann grob 31. Vorausgesetzt allesklappt. Dann denk ich in einem Jahr ist ja fast wie jetzt starten und habeAngst dann noch nicht so weit zu sein. Denke ich an in 2 Jahren oder späterbekomme ich Angst bezüglich zusätzlichem Altersrisiko, auch falls wir es längerversuchen etc.


    Ich persönlich würde mehrere Jahre Beziehungsbelastprobe bevorzugen.

    Ob nun 29 und 31 bei Geburt (wenn die Planung so aufgeht) oder 31 und 33 - das ist jetzt auch nicht der Riesenunterschied. Was den Diabetes angeht, ist das sicherlich ein Punkt, aber Ende 20 oder Anfang 30 ist dem Diabetes dann doch auch egal. Die kleine Verzögerung wäre mir jedenfalls lieber zu verknuspern, als ggf. zu früh mit dem doch nicht perfekten Partner.

    Silak schrieb:

    BeimGedanken ohne „Ergebnis“ mit meinem Partner das Gespräch zu suchen, hab ich Angsteine konkrete Antwort zu erhalten, die ich selbst noch nicht erwidern kann.

    Die hast du doch schon. Er ist 31 und will mit 32-35 ein Kind bekommen. Von seiner Seite also alles offen, ob jetzt bald loslegen oder noch einige Jahre warten.

    Silak schrieb:

    Andererseits kann ich mir einbisschen vorstellen, dass ein Mann erst realisiert, dass er bereit ist, wennquasi schon das Baby dasein dürfte.

    Wenn du Antrag an gemeinsames Kind knüpft, könnte die Kalkulation nach hinten los gehen. Mir persönlich wäre auch ein Mann lieber, der ihn macht, wenn das Kind längst da ist, als einer, der ihn schnell macht, nur weil die Schwangerschaft eingetreten ist.

    Ich vermisse bei den Eckdaten die wichtigen Sachen: Arbeit, Finanzen, Wohnung.


    Gerade bei so einer jungen Beziehung, wirst du kaum Risikos ausschließen können.


    Ein Tipp noch: Falls hormonell verhütet wird, diese schon mal absetzen und mit Barrieremethoden verhüten.

    Tick Tack Tick Tack ....


    Mir geht's wie dir, ich höre die Uhr ticken. Ich wollte eigentlich immer jung Mutter werden, unter 30 am liebsten die Familienplanung abschließen (1-2 Kinder) aber joah hat nicht geklappt, weil der richtige Partner dazu gefehlt hat.


    Inzwischen bin ich 30, den richtigen Partner hab ich gefunden, wir sind inzwischen 3,5 Jahre zusammen, haben einen Baugrund gekauft und nächstes Jahr beginnt der Bau. Wenn alles läuft wie geplant wird dann in 2 Jahren die Spirale gezogen und keine neue eingesetzt.


    WENN... natürlich macht es Sinn, ich verdiene nicht schlecht, mein Gehalt können wir definitiv fürs Haus gut gebrauchen. Meine Arbeitskraft auch...


    Andererseits ist meine größte Sorge, dass ich den Punkt überschreite und es dann nicht mehr klappt.


    Aber meine Vernunft sagt mir, dass 30 oder 33 jetzt auch keinen großen Unterschied macht und wenn's nicht klappt dann soll es vielleicht auch einfach nicht so sein....

    Verhueter schrieb:

    Ich vermisse bei den Eckdaten die wichtigen Sachen: Arbeit, Finanzen, Wohnung.


    Gerade bei so einer jungen Beziehung, wirst du kaum Risikos ausschließen können.


    Ein Tipp noch: Falls hormonell verhütet wird, diese schon mal absetzen und mit Barrieremethoden verhüten.

    Wir haben beide eher gut bezahlte,unbefristete Verträge und das schon länger. Beruflich haben wir keine Steps, die wir noch vorher erreichen wollen. Auch da merke ich, dass mein Kinderwunsch in den Vordergrund rückt, während mein Ehrgeiz bei der Arbeit weiterzukommen sehr nachgelassen hat. Famlie hat für mich aber auch höhere Priorität. Eine Führungsposition möchte ich vermeiden, da ich das mittelfristig in Teilzeit schwer realisierbar finde. Genauso schließe ich aktuell einen Unternehmenswechsel aus.


    Die Finanzen würden schon funktionieren. Noch leben wir städtisch teuer mit 3,5 Zimmer. Das würde mit erstem Baby noch funktionieren, wobei vermutlich teils Ersparnisse herhalten müssten. Spätestens mit Kind 2 sollten wir wohl mehr auserhalb ziehen. Worauf ich noch keine Lust hätte. Lese mich auf jeden Fall aktuell ein was für eine Gehaltseinbuße und Kosten Kinder bedeuten.


    Verhüten tun wir mit Kondom. Sind in dem Sinne wohl jeder Zeit startklar.

    Silak schrieb:

    Lese mich auf jeden Fall aktuell ein was für eine Gehaltseinbuße und Kosten Kinder bedeuten.

    Oha! Nicht, dass du am Ende gar keine Kinder mehr willst. :D

    Willkommen im Club, das ticken nervt;-D Da bist du solider eingestellt als ich. Von Haus / Eigentum oder Dorfleben möchte ich noch nichts wissen. Hoffe, dass man in den Wunsch dann auch reinwächst. Noch genießen wir das Stadtleben sehr.


    In deiner Konstellation würde ich jetzt direkt starten. Allerdings mit dem Unterschied, dass es für mich ganz schrecklich wäre keine Kinder zu bekommen. Wenn ich wüsste jetzt oder nie, würde ich direkt loslegen (vorausgesetzt mein Partner wäre einverstanden).:-)

    Ich bin mit 33 und 36 Mutter geworden. Würde heute jeden empfehlen, es früher zu tun, nicht weil ich schlechte Erfahrungen hätte, sondern weil man jünger noch mehr Optionen hat (ein Drittes kann ich mir aufgrund meines Alters - werde bald 38 - nicht mehr vorstellen, auch nach hinten raus hat man weniger Zeit, wenn die Kinder groß sind etc.). Andererseits war es bei mir vorher halt nicht so weit und ich habe definitiv mein Leben gelebt. Großstadt, viel ausgehen, feiern, reisen usw. Deswegen waren die Einbußen finanzieller Natur mit den Kindern auch zu vernachlässigen. Wir sind aus der Innenstadt rausgezogen, als die Große 9 Monate alt war und wohnen seit dem zweiten Kind jetzt in einem Haus, immer. noch in der Stadt, aber halt mit Garten etc. Hätte vor ein paar Jahren auch nicht gedacht, dass ich auf die Annehmlichkeiten meines Kiezes verzichten will, aber die Perspektive wechselt eben völlig.

    Der Kinderwunsch war bei mir nie so überbordend, dass ich bspw. ne Kinderwunschbehandlung gemacht hätte, falls es nicht klappt, aber mit so 31, 32 halt eben doch da und dann hab ich es irgendwann thematisiert. Zu dem Zeitpunkt hätte ich auch mit Genuss noch ein wenig mein Leben genießen können, aber ich wusste, dass das immer so sein wird, daher haben wir es dann auch direkt umgesetzt.

    Verhueter schrieb:
    Silak schrieb:

    Lese mich auf jeden Fall aktuell ein was für eine Gehaltseinbuße und Kosten Kinder bedeuten.

    Oha! Nicht, dass du am Ende gar keine Kinder mehr willst. :D

    Nö nö, ich bin nur ein arger Planer;-DWar schon erstmal happig, das auszurechnen. Aber was nicht passt, wird passend gemacht;-D ich hab bwl studiert, mein Partner ist IT'ler. Wenn wirs nicht gebacken kriegen, weiß ich auch nicht ;-D Ist halt happig der Schritt von wir sind jung und können uns sorglos viel gönnen hin zu wir haben große finanzielle Einbußen und dazu die Sicherheit, dass wir aus der Nummer in jeder Hinsicht nicht mehr rauskommen;-D Du siehst, heute wäre ich noch nicht wirklich bereit. Muss das nur noch die innere Uhr verstehen;-D

    Naja was heißt "jetzt oder nie" das ist ja keine rationale Angst, das sind irrationale Gedanken. In meinem Fall kenne ich halt Menschen Mitte 30 bei denen es nicht klappt. Genauso könnte es natürlich jetzt schon nicht (mehr) klappen...


    Ansonsten ist jetzt gerade im Moment unpassend. Mein Partner macht seinen Doktor nächstes Jahr Februar und hat diesbezüglich eine stressige Phase vor sich, dann noch der Hausbau.


    Aber klar, würde die Verhütung versagen und ich jetzt schwanger, ich würde mich freuen X-\

    Ich habe auch mal so stark geplant. Wenn man es mit sich vereinbaren kann, dann ist es gut.

    Wir wollten warten bis ich ca. 29 Jahre bin. Bis dahin wollten wir ne größere Wohnung finden, da das schon nicht leicht ist und eventuell Haustiere zu uns holen, damit das Kind mit Tieren aufwächst, was mir sehr wichtig ist.


    Dann kam im Oktober die Aussage der Ärzte, dass es schwer werden wird auf natürliche Weg schwanger zu werden. Puh, dachten wir uns. Ich wusste was für Erkrankungen ich habe, aber das man mir das dann so sagt, da ich dachte für jede einzelne Erkrankung gibt es eine Lösung. Wir haben viel geredet und überlegt und sagten uns, man kann das Leben nicht planen. Am Ende ärgern wir uns, denn umso älter desto schwieriger wird es.


    Am November hatten wir die Verhütung aufgegeben und wurden relativ schnell schwanger. Schon im April diesen Jahres hielt ich einen Test in der Hand. Leider endetete es in einer FG. Bei meinen Erkrankungen sei es laut Ärzten wohl normal...


    Nun bin ich 27 Jahre und durfte am Sonntag wieder positiv testen. Wir hoffen uns vertrauen unserem Schicksal, dass es diesmal bleibt. Wir haben inzwischen den Mietvertrag für eine größere Wohnung unterschrieben und mein Mann hat den Job gewechselt und fühlt sich super wohl im neuen Betrieb. Tiere warten wir nun auf jeden Fall noch. Denn Säugling und Teenagerhund bzw Katze gleichzeitig wollen wir uns nicht aufbürden.


    Was ich dir mit meiner Geschichte sagen will, man kann vieles planen, aber vieles liegt nicht in unserer Hand. Wenn ihr jetzt den Wunsch verspürt, was spricht dagegen?

    Ob es mit deinem Partner gut klappt oder nicht, weiß man jetzt nicht. Aber auch nicht in 1-2 Jahren. Es kann immer in die Brüche gehen. Davon würde ich es persönlich nicht abhängig machen.

    Ich hoffe, ich konnte dir etwas helfen. @:)

    Hallo,


    warum stresst du dich so? Du bist jung und eure Beziehung frisch. Ich kann mich auf jeden Fall dem Tipp anschließen erst mehrere Jahre zusammen zu leben bevor man an heiraten und Kinder denkt.

    Wir waren grade mal 4 Monate zusammen als ich schwanger wurde mit Sohn Nummer 1 und es war naja...

    Mittlerweile haben wir 2 Kinder, sind 9 Jahre zusammen und ich hätte gerne ein drittes, er will aber nicht.

    Ich bin 34 und er 40, unsere Kids sind 5 und bald 8.

    Ich würde auf jeden Fall noch warten an deine Stelle, 1 Jahr Beziehung ist gar nichts und Kinder sind eine große Belastungsprobe. Außerdem schreibst du selbst du bist noch nicht bereit, grade ein Baby braucht dich 24/7. Da ist nichts mehr mit weggehen und tanzen, zumindest mal die erste Zeit ist man sowieso zu müde für alles.


    Natürlich weiß man nie ob eine Beziehung hält, weder nach 1 Jahr noch nach 20 Jahren. Im Endeffekt müsst eh ihr entscheiden, aber wenn er sagt er möchte mit 32-35 hast du eh eine Antwort.

    Vielleicht möchte er sich einfach noch nicht mehr konkretisieren als diesen Zeitraum anzugeben.

    Wenn ihr erst 1 Jahr zusammen seid und erst vor kurzem zusammen gezogen seid, würde ich mir mit dem Kinderkriegen noch Zeit lassen. Ich bin der Meinung, dass es sich nämlich erst nach 2-3 Jahren zusammen wohnen zeigt, ob wirklich alles so harmonisch bleibt.

    Wir haben die Verhütung weggelassen, als ich endlich meine Masterthesis nebenberuflich fertig gestellt hatte und unsere temporäre Fernbeziehung (berufsbedingt) auch beendet war, da mein Partner wieder eine Stelle am heimischen Standort bekam. Das war für uns der perfekte Zeitpunkt. Da waren wir Anfang 30 und schon über 10 Jahre ein Paar.

    Hallo Platypus!


    Warum fängst Du einen neuen Thread an? Hier ist doch bereits einer und die neuesten Beiträge erst ein paar Tage alt. Das ist doch Murks! Keiner weiß, wo er zu dem Thema schreiben soll. :-(


    LG Svenja

    Svenja 87 schrieb:

    Hallo Platypus!


    Warum fängst Du einen neuen Thread an? Hier ist doch bereits einer und die neuesten Beiträge erst ein paar Tage alt. Das ist doch Murks! Keiner weiß, wo er zu dem Thema schreiben soll. :-(


    LG Svenja

    Der Pfad ist nicht von Platypus ;-).