lieber Meister Glant


    ich hab mal in der Pflege gelernt, wenn auch nicht bis zu Ende.


    ich finde es riskant, die Qualität der Ausbildung vor allem auf die Praxis abzuwälzen


    bei uns fand dort oft keine richtige Ausbildung statt, sondern man war nur als Arbeitskraft eingeplant


    die Qualität der Ausbildung ist dadurch gemindert, dass alles von der Fachkraft in der Praxis abhängt – d.h. aber auch, dass sie eventuell Fehler weitervermittelt – ich muss mich dann immer auf die Examinierte verlassen und ihren Ausbildungsstand – was ist, wenn sie selbst aber auch vorher was falsch vermittelt bekam??


    die Tutorin kam fast nie auf Station


    ich seh das so, dass das ne Einladung zu Pflegefehlern ist


    beim ersten Einsatz wurde vieles wichtiges nicht erklärt – die dachten wohl, man kennt sich da schon aus auf Station


    so sind mir viele Fehler unterlaufen, die man durch eine bessere theoretische Vorbereitung hätte vermeiden können!!


    mit 17 und 18 ist man zu jung für diesen Beruf!!! Er ist geeignet ab 21 – ab diesem Alter seh ich persönlich erst ECHTE VOLLJÄHrigkeit und REIFE dafür!!!


    lange Vorbildung ist IMMER Gut!!! Schließlich bildet man seine Bürger aus und es wäre gut, wenn Pflegekräfte gleichberechtigt neben Ärzten agieren könnten


    anderswo ist es weniger hierarchisch mittlerweile denn letztlich suchen die sich da ihre Studienfächer freiwillig aus!!!


    In Australien und Neuseeland gibts keinen NC – ich entscheide mich doch freiwillig, ob ich Medizin studiere oder Nurse


    zwingt einen keiner zu das zu wählen – die Interessierten nehmen es


    und in DE hat man die theoretischen Anteile wohl vor einigen Jahren etwas erhöht weil man merkte, dass es zu wenig war


    ich bin der Meinung zu viel Praxis kann zu Lasten des Hintergrundwissens gehen.


    wie gesagt: bei 38 Patienten, 2 Examinierten und ich als Schülerin am Wochenende in der Ausbildung ist wohl klar, das man nichts lernt sondern nur abarbeitet!!


    und dann war auch oft die wissensvermittlung mangelhaft


    das ist meine persönliche Auffassung


    diese neue Lernfelddidaktik sieht so aus, als ob man noch mehr Hintergrundwissen herausnimmt


    da sind ja oft nicht mal mehr eigenständige Fächer wie Krankheitslehre merh drin – das sieht nach weniger Theorie aus


    die australische Nurse hat immer Fächer wie Psychologie, Anatomie, Krankheitslehre, Hygiene und Praxiseinsätze – aber halt mehr Theorie und Hintergrundwissen


    sie studiert gleichberechtigt neben den Medizin und Biochemie und Paramedicstudenten an der gleichen Uni --- jeder sein Fach, das ihm gefällt.

    Zitat

    mit 17 und 18 ist man zu jung für diesen Beruf!!! Er ist geeignet ab 21 – ab diesem Alter seh ich persönlich erst ECHTE VOLLJÄHrigkeit und REIFE dafür!!!

    Meine Schwägerin ist in dem Alter Krankenschwester geworden und war so gut, dass sie es innerhalb von wenigen Jahren zur Oberschwester geschafft hat. Persönliche Reife hat wenig mit dem Alter zu tun.

    Zitat

    Schließlich bildet man seine Bürger aus und es wäre gut, wenn Pflegekräfte gleichberechtigt neben Ärzten agieren könnten

    Äh ":/ Und dann verdient jede Krankenschwester so viel wie ein Arzt oder wie? Wer bezahlt diese lange (und vorallem unnötige) Vorbildung und deren Folgekosten?


    Es ist vollkommender Schwachsinn zu sagen, dass Ärzte und Krankenschwestern bei der Behandlung eines Patienten gleichgestellt sein sollten. Um medizinische Entscheidungen zu treffen braucht es ein jahrelanges Studium und um fachspezifische Entscheidungen zu treffen noch mal ein paar Jahre Facharztausbildung.


    Sorry, aber Krankenschwester=Krankenschwester.


    Wer Arzt spielen will, der kann das studieren.

    Es ist auch eine duale Ausbildung mit Theorie UND Praxis. Das ist meiner Meinung nach das Essentielle. Meine Schwester hat eine ähnliche Ausbildung (Betreuung statt Krankenpflege) gemacht, ausserdem kenn ich einige, die in der Krankenpflege arbeiten. Die haben das entsprechende Rüstzeug, das es braucht, um im Krankenhaus die ihnen übertragenen Aufgaben zu lösen. Es mag sein, dass es in Deutschland nicht so ist (wobei ich mich dann frag, warum so viele "Krankenschwestern" aus Deutschland bei uns arbeiten dürfen), das Beispiel beweist aber, dass kompetente Krankenpflege nichts mit einem Studium zu tun hat.


    Ärzte sind Ärzte, Pflegepersonal ist Pflegepersonal. Wenn nun nur noch Ärzte Blut abnehmen, Katheter legen und ähnliche Alltagsarbeiten auf einer Pflegestation übernehmen dürfen, dann gut Nacht. Ist ja ein verbreitetes Problem, dass die Gesundheitskosten explodieren. Noch mehr Akademiker verteuern zusätzlich und ohne Grund.


    Eine solide Ausbildung braucht keine Uni.

    @ Gibt nicht auf

    es geht nicht nur um die USA, sondern darum was generell Standard ist in den meisten anderen ländern und das ist nunmal eine längere Schulbildung, in der die Sekundarstufe 2 schulisch VOR dem Beruf erfolgt


    ich wollte diesen Unterschied nur klarstellen – HIGHER Education ist immer alles nach langer Schulbildung – akademisch aus deutscher Perspektive ist was vollkommen anderes als international – das haben anscheinend viele nicht bemerkt


    in vielen Ausbildungen zur Pflege sitzen doch schon 80% Abiturienten drin – viele weil sie keinen Medizinstudiumplatz bekommen haben.


    für Medizin braucht man derzeit den Schnitt von 1,2 möglichst , sonst wird es schwer


    auch können nicht alle Ärzte werden


    die Bildungsexpansion wird weitergehen


    und nochmal "akademisch" heißt nichts anderes, als das man nach LANGER Schulbildung erst seinen Beruf erlernt!!! Nichts anderes!! Vollkommen wertneutral!


    und es machen auch in De immer mehr lange Schulbildung – danach muss die Ausbildung tertiär werden – nicht mehr!


    Tertiär und mehr Qualität – das ist alles – hat nichts mit ner Wertung zu tun, ob das anspruchsvoller ist oder weniger anspruchsvoll


    und es geht nicht allein um die USA, sondern das ist weltweit nunmal weiter verbreitet – deshalb will die EU-Kommisiion das Eingangsniveau der Pflege in Europa grundsätzlich auf Abitur anheben – langes Lernen bis klasse 12-13


    das ist nunmal weiter verbreitet!

    Ich verstehe aber nicht, warum Menschen künstlich länger zur Schule gehen nur damit die Krankenschwester dann zu ihrem 13jährigen Schulverlauf noch 5 Jahre studiert.


    Was soll das?


    Das kann niemand bezahlen und es ist einfach unnötig. Ich bin bisher (ehrlich gesagt) weniger inkompetenten Krankenschwestern, als inkompetenten Ärzten begegnet.

    wie so längere ?? Ausbildung???


    Ein Bachelor dauert 3 JAHRE – genausoviel wie die Ausbildung – was soll daran länger sein???


    und was dann der Master ist entspricht im Grunde den jetzt bereits bestehenden Systemen wie Fachweiterbildung Psychiatrie etc.... das gibts doch schon sowas – das ist jetzt nur ein abgeschottet paralleles System mit anderem Namen und würde nur namentlich und qualitativ integriert werden –


    eine Krankenschwester verdient in vielen ländern tatsächlich viel mehr als hier


    je nach Ebene halt – der Bachelor ist ja die Eingangsebene – bekommt dort aber auch mehr


    eine Krankenschwester verdient auch dort nicht so viel wie ein Arzt, aber mehr als hier – eine Krankenschwester verdient in Neuseeland z.b. laut der Statistikbehörde dort genauso viel wie ein Akademiker wie z.B. Biologe


    der Arzt liegt aber weltweit mit großem Abstand vor allen anderen Akademikern – aber im Vergleich mit anderen akademischenBerufen gibts dort keinen Unterschied


    aber das hast du auch in DE :


    ein Historiker und Architekt verdient in DE oft WENIGER als ne Krankenschwester – oft unter 2000 EUR Brutto


    es ist ein Irrlgaube zu meinen, jeder Akademiker verdient immer mehr als die anderen


    von daher spielt dieser Faktor weniger eine Rolle


    es geht nur um die Vorbildung und darum, dass es dann halt "Höhere Bildung" ist – höher ist vollkommen wertneutral!

    Ich verstehe vielleicht einfach nicht was du meinst. @:)


    Aber: Was genau ist der Vorteil einer viel teureren und überqualifizierten Krankenschwester?


    Soll sie keine Bettpfannen mehr auswechseln und Patienten waschen und nur noch medizinisch anspruchsvolle Sachen machen?


    Dann brauchen wir noch mehr anderes Pflegepersonal.


    Das Gesunsheitssystem in Deutschland ist ausgereizt. Es gibt keine Gelder für einen Berufszweig (der "neuen" Krankenschwester), der unnötig ist.


    Es funktioniert doch auch so. Ich habe wirklich selten unqualifizierte Krankenschwestern gesehen, die meisten waren sogar sehr nett und eine größere Hilfe als mancher Arzt.

    warum sie länger zur Schul gehen sollen?


    Diese Frage stellt sich doch gar nicht mehr! Es sind bereits 80% in der Pflegeausbildung, die eh schon Abitur haben – ich finde, man könnte diesen Beruf nun auch netter gestalten und qualitativ erweitern --- die Bildungsexpansion kann man nicht aufhalten! Immer mehr "Kinder" wollen lange lernen und danach einen anerkannten Beruf ergreifen.


    jetzt muss man es auch netter machen – ich behaupte, die Lernfelddidaktik mittlerweile verschlechtert es, weil man noch mehr Hintergrundwissen herausnimmt, weiß es aber nicht genau – zu meiner Zeit gabs noch Fächer!


    jetzt fehlen die Fächer!


    in Australien hat die Nurse auch spannende Fächer wie Psychologie , Anatomie etc.


    in vielen Ausbildungen gibts nicht mal mehr Fächer!


    wenn eh so viele Abiturienten drin sitzen kann man es auch qualitativ besser machen- Es geht sowieso immer um steigende Standards und Verbesserungen! Und wenn ich Interessenten haben möchte, dann muss ich denen auch was bieten!


    das ist nich viel teurer – wir hatten früher auch noch Fächer und ich studier an der Uni ebenfalls Fächer!


    wir könnten ja auch hingehen und einige Studienfächer von der Uni wegholen ! BWL muss man nicht an der Uni studieren z.B. und Soziale Arbeit find ich nicht schwerer als Krankenschwester ehrlich gesagt!


    das ist doch das gleiche in grün – es ist vollkommen willkürlich welches eine Ausbildung ist und welches ein Studium


    Studium heißt anderswo nur, dass es nach langer Schulbildung gelernt wird – mehr nicht! Das sagt nichts darüber aus, ob der Beruf schwer ist oder nicht.

    nein – der Bachelor anderswo leert auch noch Bettpfannen aus. Das gehört alles immer zusammen – da weiß ich doch vorher bevor ich nen Beruf wähl. Oder soll ein Chirurg auch nicht mehr in ner blutigen Wunde rumpicksen, da nicht zumutbar? Ist doch dasselbe – oder der Veterinär nicht mehr im Anus der Kuh mit nem langen Gummihandschuh?? Das weiß ich doch vorher, dass das zu manchen Berufen gehört – wo ist da der Unterschied?


    außerdem sagte ich schon "Studium dauert genauso lange – 3 Jahre --- und außerdem heißt Studium nur nach langer Schulbildung – mehr nicht!


    "es funktioniert auch so" --- ja, aber es machen eh immer mehr ein Abitur – also kann man auch alles integrieren in ein gemeinsames System. Dann muss es nicht parallel laufen

    In Deutschland muss man ja fast Abtiur machen, damit man irgendwelche Chancen im Berufsleben hat. Daraus zu folgern, dass man dementsprechend auch für "jeden" Beruf studieren müsse, find ich nicht richtig. Es kann auch nicht für die Qualität einer schulischen Ausbildung sprechen, wenn so viele sie machen und bestehen. Zu meiner Zeit haben wir in Französisch gelernt, dass an die 80-90% der Schüler in Frankreich ihr Baccalauréat machen. Also eine Art Jekami.

    Zitat

    Studium heißt anderswo nur, dass es nach langer Schulbildung gelernt wird – mehr nicht! Das sagt nichts darüber aus, ob der Beruf schwer ist oder nicht.

    Und das soll erstrebenswert sein? Studium bedeutet, dass man sich mit einem Fach wissenschaftlich auseinandersetzt. Das kann und braucht aber nicht jeder. Deshalb ist sowas:

    Zitat

    in den USA sind alle Berufe am College – auch der LKW-Fahrer studiert dort bis zum Diplom

    lächerlich. Das ist für mich Aufhübschen der Akademikerquote. :=o


    Ja, in anderen Ländern machen alle "Abitur" und "studieren", aber ein höheres Niveau als eine Ausbildung in D bedeutet das nicht. In den USA können Krankenschwestern sogar einen Doktortitel erwerben (was auch dort nicht ununmstritten ist).


    Deine Text wären übrigens angenehmer zu lesen, wenn nicht jeder Satz mit einem Ausrufezeichen endet...

    Zitat

    nein – der Bachelor anderswo leert auch noch Bettpfannen aus. Das gehört alles immer zusammen – da weiß ich doch vorher bevor ich nen Beruf wähl

    In den USA ist das nicht so. Bettpfannen ausleeren, Bettwäsche wechseln, Waschen und solche Sachen werden dort von nurse aides gemacht. Die "Ausbildung" dafür dauert ein paar Wochen, teilweise braucht man nicht mal einen High School-Abschluß.


    Im Prinzip ist es eine Zweiteilung des Berufsbildes. Die einen machen eine an Medizinstudium angelehnte, akademische Ausbildung und werden gut bezahlt. Für die anderen bleiben die Hilfsarbeiten, die natürlich entsprechend schlecht bezahlt sind.

    Also mal generell... ob nun drei Jahre ausbildung oder dreijahre BA Studium, das Wissen kann danach nicht mehr sein.


    Ich hab echt viel gelernt auch in meiner theoretischen Zeit, in der Praxis mangelt es vor allem an Zeit, man sollte abstellen, dass die Schüler dort voll eingeplant werden, lernen kann man nur, wenn man zusätzlich da ist. Den Ansatz finde ich 100 mal sinnvoller... meine Ausbildung ist auch erst seit 2 jahren vorbei, ich weiß also wie es da abgeht.


    Sicher hat keine KS was dagegen ne Bettpfanne zu leeren, hallo? Aber wenn mich ein Patient nach ner Aspirin fragt und ich erst den Doc anpieipen und um erlaubnis fragen muss, da frag ich mich schon ob man mir nicht mehr Kompetenz als ner 10 jährigen zutraut.... denn wenn alles nach den Regeln läuft (und das tuts ja nirgendwo weil die eben so abstrakt und komisch sind) dann müsste ich erst den Doc herzitieren (der aber anderes zu tun hat) der muss mir das ansetzen und unterschreiben und dann darf ich dem Pat. auch die Aspirin geben


    Ich arbeite darum intensiv in der ambulanten Pflege, ich hab auch mal Entscheidungsgewalt... immer nur die zu sein die rennt und den Arzt fragt, das ist nicht meine Welt gewesen... und das hat nix damit zu tun, dass ich Arzt spielen will... Medizin wollte ich gar nicht studieren, sondern damit, dass ich denke in D werden KS oft "künstlich" klein gehalten und dürfen nicht mehr tun als jeder Azubi... da sind die 3 jahre nämlich auch für den A****..


    Und btw das man Waschen jetzt auf ungelernte abwälzen will find ich persönlich echt erschreckend, denn auch da kann man ne menge falsch machen und von Kinästhetik, basaler Stimulation oder sonst was für handling haben die sicher noch nie gehört... Waschen und Waschen ist weder bei Alten, noch bei behinderten oder bei kleinkindern das gleiche....

    Ist das so, dass soviele Abiturienten heute in der Pflegeausbildung sind? Unsere Schüler nicht, und ich behaupte ganz gemein, da sind Leute bei, die hätten vor 20 Jahren nie einen Ausbildungsplatz bekommen als die Schulen noch Auswahl hatten und nicht Mühe ihre Stellen zu besetzen. So ist es hier in der Gegend

    Zitat

    Aber wenn mich ein Patient nach ner Aspirin fragt und ich erst den Doc anpieipen und um erlaubnis fragen muss, da frag ich mich schon ob man mir nicht mehr Kompetenz als ner 10 jährigen zutraut....

    Naja, Aspirin kann doch bestimmt Überreaktionen im Gemisch mit anderen Stoffen auslösen oder kann sich gefährlich auf die Blutgerinnung auswirken. Ich darf zum Beispiel nie Aspirin nehmen und wusste das viele Jahre nicht.


    Ich finde es gut, dass in solchen Fällen ein Arzt konsultiert wird.


    Woher soll eine Krankenschwester abschätzen können, ob ein Medikament bei Patientin x mit Krankheit y und den Medikamenten z das Beste ist.

    @ clairet :

    ihr habt auch ein mehrteiliges System – ihr habt KPH und Vollexamen – das ist nichts anderes – in vielen Ländern baut das System genauso aufeinander auf, so dass man nach dem Zertifikat (in Australien z.B. ca. 1,5 Jahre bis 2 Jahre Dauer immer weiter studieren kann) Ja, auch das ist ein Studium – das sind immer Studenten dort.


    das ist auch oft an den gleichen Universitäten und baut immer aufeinander auf – niemanden ist der Weg versperrt und man kann es sich immer anrechnen lassen.


    und meine Mutter arbeitet im Altenheim hobbymäßig auf 400 EuroBasis mit, Helfer gibts immer.


    Dennoch hat man den Berufe halt weiterentwickelt und die dürfen halt mehr.


    und Bettpfannen wechselt man auch in Skandinavien und sonstwo mit – das lernen die auch dort im Studium. Zu vielen Berufen gehören solche Dinge dazu. Auch in der Ausbildung in Skandinavien jongliert man mit Bettpfannen.


    Das hat NIX mit aufhübschen der Akademikerquote zu tun! Das ist eine andere Kultur! Höhere Bildung heißt nur, dass man das nach langer Schulbildung macht – wenn ich also viele habe die Highschool/Gemeinschaftsschule gemacht haben dann haben die bereits die Sekundarstufe vollendet. Dann macht man die nicht nochmal sondern tertiäre Bildung! Und tertiär ist international! die Höhere Bildung – das gilt auch für die – das ist ne andere Kultur! Die kennen nichts anderes als ihre Colleges – das sind immer Students – das ist nicht reserviert für bestimmte leute.


    das System verläuft dort in vielen Feldern nach dem Schema Certificate/Diplom – Bachelor – Master – PhD – das Berufsbild selbst gilt aber nicht als mittlere Bildung und ein anderes als höhere Bildung. Das ist unabhängig und für fast jeden Beruf gibts ne aufbauende weitere Ebene – mehr nicht.


    Podiatry z.B. die Fußpflege ist dort auch ein Bachelor – die machen nicht so nen Popanz um "Akademiker" – das ist alles "academic" kulturell ne andere Bedeutung. Deshalb hat DE in Wirklichkeit auch keinen Akademikermangel in den dort als akademisch benannten Fächern – das war ein Missverständnis – jetzt bilden sie bald zu viele Historiker aus, zu viele BWler etc.

    @ beetlejuice

    ""Ich hab echt viel gelernt auch in meiner theoretischen Zeit, in der Praxis mangelt es vor allem an Zeit, man sollte abstellen, dass die Schüler dort voll eingeplant werden..."


    Das ist genau das was ich meine – der Schwerpunkt liegt zu stark auf der Praxis und da kontrolliert oft keiner, ob man überhaupt was Neues vermittelt bekommt. Man ist doch viel zu stark abhängig von den Leuten dort und das Risiko das auch mal etwas nicht vollständig vermittelt wird ist doch sehr groß. Etwas mehr Theorie und Qualitätssteigerung wär richtig. Eigentlich arbeitet man dort an manchen Tagen nur alles mit ab und hat doch manchmal kaum was gelernt denk ich – keine Zeit.

    @ Süntje

    in einem anderen Blog hat jemand aus seiner Ausbildung berichtet und bei ihm waren 80% der Krankenpflegeschüler schon in seiner Ausbildung Abiturienten – darunter viele, die auch gern Medizin studiert hätten.


    ja, früher war bestimmt alles besser – jetzt ist aber heute und viele Jugendliche wollen nunmal lange zur Schule gehen – wem wäre auch damit geholfen, wenn 90% Hauptschule machen und nur 9 Jahre Schule haben statt immer mehr 12 bis 13 Jahre Schule mit entsprechender Vorbildung.


    es gibt nur wenige Länder in denen man davon ausgeht das eine längere Schulbildung bei vielen das Niveau absenkt – die meisten Länder sehen das als Bildungsexpansion. Ich hab in den 3 Jahren mehr Schule unheimlich viel noch gelernt, was ich sonst nie kennengelernt hätte – ich bin nicht dümmer geworden davon – Statistik gelernt, Genetik, Entstehung der Demokratie – mein persönliches Bildungsniveau wurde durch längeres Lernen gesteigert – nur in De denkt man immer, dass Niveau sinkt, wenn zu viele länger zur Schule gehen.


    aber das ist halt die Kultur hier

    ich wusste das das beispiel Aspirin falsch war weil jetzt jeder mit der unverträglichkeit ankommt ;-) aber ja gibnichtauf, auch als KS lernt man in welchen Fällen es kein Aspirin zu geben gibt, da lernt man nicht nur betten machen. Das kann ich also auch beurteilen... tatsache. Ungewusste Allergien, dagegen kann auch kein Arzt was tun, ne Kristallkugel hat der auch nicht.


    Aber gerne auch Aspirin zu ersetzen mit Paracetamol, mit Hustensaft, mit Magenschutz oder eben mit Hustensaft. Alles was man freiverkäuflich kriegt würde ich sogar behaupten. Die Leute nehmen es daheim doch auch, aber wenn sie zu mir kommen muss ich wie ein kleines Kind erstmal "papa" fragen... lach


    Leute die oft im KH liegen wissen das und bringen es von daheim mit.


    Und ja wir waren 90% abiturienten in der klasse..einfacher grund, wenn du dich mit 16 bewirbst nimmt dich keiner... also machen die was anderes, oder KPH zuvor oder FSJ.. aber die meisten sind mit Abi gewesen, oder sogar als 2. ausbildung.


    Also ich möchte definitiv keine Akademisierung, das geht nämlich noch weiter von der praktischen Lernerfahrung weg, sondern ich fordere pro station die ausbildet, mind 1 mentor der immer da ist, ohne eingeplant zu sien und für die Schüler eben Lehraufträge und nicht vollzeitarbeiten wie ne geexte.