Jeder Mensch macht Fehler!

    Ich arbeite auch jetzt fast seit 2 Jahren im Pflegeheim! Mir ist auch schon passiert, das ich einige Bewohner geduzt habe. Da hat keiner was gesagt! Wir handhaben es eigentlich auch so, das die dementen Bewohner mit ihrem Vornamen angesprochen werden. Oder wenn wir eine Feier haben oder mit den Bewohnern ein bisschen Blödsinn machen, reden wir sie auch mit dem Vornamen an! Da sagt keiner was. Nur aufpassen müssen wir, wenn der Chef kommt. Der ist nämlich total arrogant. Der verteilt nämlich Anschisse bei jedem kleinen Furz! Die Putzfrau bei uns auf der Station hat schon eine Abmahnung bekommen weil sie einmal vergessen hat Klopapier in den Zimmern aufzufüllen! Neja ich finde persönlich wenn die Bewohner dir das DU anbieten, da ist doch nichts dabei. Man sollte dann aber auch den Angehörigen/ Betreuer bescheid sagen.


    Liebe Grüße

    vorname

    man kann die bewohner doch sicher beim vornamen nennen und sietzen....


    ich dutze grundsätzlich nicht wenn es nicht angeboten wurde.was die verrückten chefs betrifft, steht man ja sicher nicht im flur und brüllt "mensch herbert zieh dir die windel wieder an".wenn man schon dutzt, dann eben unter 4 augen oder mit kollegen die es ähnlich sehen.und solang "mäusschen und schätzchen" nicht als standardanrede,sondern als absolut situationsbedingte ausnahme gilt.

    SPART EURE ENERGIE FÜR WAHRE PROBLEME!!!

    Oh Mann, wenn ich diese Diskussion hier lese, wünsche ich mir dazu passend einen blauen Smiley, der sich mit der Hand vor die Stirn haut oder so! >:(


    Anscheinend gibt es in der Altenpflege keine anderen Probleme als solche Belanglosigkeiten....mann, mann, mann!!!


    Wenn hier Leute behaupten die "Würde des Menschen" würde "aufs Höchste verletzt", wenn dieser geduzt wird, dann rollen sich meine Zehennägel auf!!!


    Schaut mal lieber, was mit der schönen "Würde" passiert, wenn Menschen sich nicht mehr selbständig waschen können, inkontinent werden, usw....


    DAS sind Dinge, die Menschen entwürdigen und über deren Umgang man sich Gedanken machen sollte!!!


    MEINE FRESSE!

    Doctor

    Hallo??? Wer sagt denn hier das das DAS Problem von uns ist? Warum können wir hier nicht einfach über dieses Thema diskutieren?


    Na klar gibt es schlimmere Probleme, aber wir möchten uns halt austauschen und dafür ist so ein Forum schließlich da.

    Na, doctor, wenn du dich nicht mehr allein waschen kannst, hilfe beim Toilettengang brauchst, möchtest du dann von der/dem Pflegenden auf Teufel komm raus geduzt werden, auch wenn du diese person nicht leiden kannst? - Es gibt Menschen, die sich gerade dadurch noch ausgelieferter fühlen als sie es ohnehin schon tun. Deshalb ist diese Frage durchaus berechtigt. M. E. gibt es keine allgemein gültige Antwort hierauf. Die Pflegekraft muss ein Gespür dafür haben, wann das "du" angebracht ist, und wann nicht. Grundsätzliche Regelungen kann es nicht geben.

    Also, orchidee, das ist ja wohl das allerletzte: Frau Schmidt und Du! lol!


    Spätestens seit Hella's Kondom-Frage in der Werbung sollte mit diesem Unsinn Schluss sein.


    Grundsätzlich gilt, dass Bewohner gesiezt werden - von diesem Grundsatz kann in Ausnahmefällen abgewichen werden. Bei Dementen nutzt man evt. den Vornamen, sollte i. d. R. aber keinesfalls zum Du übergehen. Schließlich haben wir es mit Erwachsenen zu tun, die z. T. auch doppelt so alt sind wie wir selbst. Da ist ungefragtes Du m. E. einfach frech und ungehörig. Im Übrigen: s. o.

    Meine Mutti wird im Pflegeheim betreut

    Auf der Suche nach dem Thema "Altenpflege" landete ich in diesem Forum.


    Ich finde es gut, dass sich das Pflegepersonal - ob nun aus dem Krankenhaus oder dem Pflegeheim - über die alltäglichen Probleme im Umgang mit den ihm anvertrauten Personen austauschen kann.


    Dabei empfinde ich große Hochachtung für alle, die sich für einen solchen Beruf entscheiden und die - trotz allem Stress und vieler unangenehmer Tätigkeiten - immer den M E N S C H E N sehen und seine Würde nicht verletzen @:) .


    Gemeinsam mit meinem Bruder musste ich meine Mutti ( 84 J. ) vor ca 4 Wochen nach ihrem Krankenhausaufenthalt in ein Pflegeheim meines Heimatortes bringen - mit allen damit verbundenen Sorgen. Nun könnten Aussenstehende sagen: "Sollen sie doch ihre Mutter selbst pflegen."


    Aber das können wir eben nicht und sind sehr froh, dass es entsprechende andere Möglichkeiten gibt. Manchmal muss man ganz einfach - auch wenn das Herz zu zerreißen droht :°( - mit dem Verstand entscheiden......


    Ich wohne 400 km von meiner Mutti weg und kann sie auf Grund meiner eigenen Krankheit nur selten besuchen. Mein Bruder wohnt in dem Ort und wechselt sich mit seiner Familie ab, so dass jeden Tag mindestens eine vertraute Person zu Besuch kommt. Ich darf öfters im Heim anrufen. Und wenn es der Zustand meiner Mutti erlaubt, kann ich aiuch ein paar Worte mit ihr reden - bis sie mich plötzlich nicht mehr als ihre Tochter wahrnimmt :°( .


    Bei meinen vorherigen Besuchen im Krankenhaus hatte ich viele negative Erlebnisse bezüglich des Umgangs der Krankenschwestern mit meiner Mutti. Deshalb war ich in größter Sorge, wie das wohl im Heim sein wird.


    Ich bin bisher positiv überrascht worden. Meine Mutti wird mit "Sie" angesprochen und t r o t z d e m ist dabei keine Kälte oder Distanz zu spüren. Auch ich werde respektvoll behandelt - da ist kein Vorwurf zu spüren, der mein immer noch vorhandenes Schuldgefühl nähren könnte. Meine Mutti wird dort gut versorgt.


    Und was besonders angenehm ist: Wie die Schwestern mit uns Angehörigen über unsere Mutti sprechen, zeigt uns, dass sie sich auch um ihre Gefühlswelt bemühen.


    Ich wünsche allen Töchtern und Söhnen - und deren Eltern - in einer solchen Situation einen so w ü r d e v o l l e n Umgang.:)*:)*:)*


    Liebe Grüße

    Hallo, Tochter-in-Sorge.


    Ich glaube, du hast vielen vielen Angehörigen aus der Seele gesprochen, und ich merke mal wieder, dass wir als Pflegende nicht nur für die uns Anvertrauten "zuständig" sind, sondern obendrein auch noch für deren Angehörige.


    Lass mal Deine Schuldgefühle an der Seite: würdest Du Deine Ma selbst pflegen (und viele andere auch), dann wären unsere Arbeitsplätze in Gefahr! Also nutze das Angebot, und mach Dir keine Sorgen mehr - Altenpfleger sind keine Ungeheuer, auch wenn's die Medien gern so darstellen. Und natürlich sehen wir den Menschen. Wir werden ja schließlich auch nicht jünger und wollen eines Tages auch mit Respekt behandelt werden. Und hierzu kann ich nur sagen, dass ich gerade diesen Respekt vor meiner Person, meiner Tätigkeit gerade bei den "besorgten" Angehörigen oft vermisse, denn gerade diese "Besorgten" wollen Vater, Mutter oder Tante nicht gehen (sterben) lassen und liegen uns mit den aberwitzigsten Ansprüchen in den Ohren. Ich kann ja verstehen, der Abschied für immer tut weh, aber haben alte Leute nicht ein Recht auf ein würdiges Ende? - Meine Mutter (gottseidank noch immer rüstig und allein lebend; 85 J) liegt uns Kindern seit fünfzehn Jahren in den Ohren, dass sie sich auf's Sterben vorbereitet. Sie hat sich zwischenzeitlich von allerlei Ballast, wie sie es nennt, getrennt, hat ihren Friedhofsplatz ausgesucht, ihren Sarg, ihre Beerdigung vorbereitet. Wir Kinder werden quasi nur noch das Bestattungsinstitut informieren müssen, wenn Muttern tot ist. Alles andere wird erledigt. - Trotzdem ist die alte Dame noch lebenslustig und nimmt mit, was sie kriegen kann, nach dem Motto "Keine Feier ohne Meier". - Ich hoffe, so werde ich auch einmal mein Ende vorbereiten können, denn Muttern zeigt mir täglich, dass der Tod zum Leben dazu gehört, dass er kein Tabu ist und das Leben eines jeden endlich.


    Würde sie nun also aus irgendeinem Grunde ins Heim ziehen müssen oder wollen, dann wäre für mich das wichtigste, also die einzige Sorge, dass sie nicht ihrem Wunsche entsprechend sterben darf. Zum Glück hat sie sich um Patientenverfügung und Testament und was es alles gibt, beizeiten gekümmert, so dass ihr Arzt und auch ihr Rechtsanwalt bescheid wissen. Sie wird also nicht an irgendwelche Schläuche gehängt werden oder sonstige sog. lebensverlängernde Maßnahmen erleiden müssen. - Aber genau das können viele der "sorgenvollen" Angehörigen überhaupt nicht verstehen, denn sie lieben ja ihre Eltern und wollen nicht, dass sie den Kreis der Lebenden verlassen um auf dem Friedhof zu liegen, in der kalten Erde... und was es sonst noch für Fantasien gibt.


    Das sind Angehörige, die uns Pflegenden das Leben schwer machen, denn sie neigen leider allzu oft dazu, uns die Schuld am verschlechterten Zustand von Vatern oder Muttern zu geben. Dass sich deren Leben aber dem Ende zu neigt wird leider übersehen oder auch ganz gezielt nicht wahrgenommen. - Wenn ich mir das so betrachte, dann ist es wahrlich ein geringes Vergehen, einen alten Menschen gegen seinen Willen zu duzen...

    Hallo, Bruder Jo,

    bin ich froh, dass Du als "einer vom Fach" meine Ansicht teilst!

    Zitat

    aber haben alte Leute nicht ein Recht auf ein würdiges Ende?

    Zitat

    dann wäre für mich das wichtigste, also die einzige Sorge, dass sie nicht ihrem Wunsche entsprechend sterben darf.

    Genau das ist auch meine größte Sorge.


    Als meine Mutti im Krankenhaus noch relativ klar denken konnte, hat sie sich von uns allen immer wieder für immer verabschiedet. Das war sehr hart für uns, aber wir haben ihren Wunsch, zu sterben, akzeptiert. Ich konnte ihr noch sagen, wie es sein wird, wenn sie nicht mehr da ist - dass ich sie sehr vermissen werde, sie mich in meinem Herzen und meinen Gedanken aber immer und ewig begleiten wird.


    Ich war so froh, über diese Gelegenheit, richtig Abschied nehmen zu können. Dieser Tag war ausgerechnet der Todestag meines Vaters. Ihn habe ich bis zum Ende begleitet. Ich war damals - vor 4 Jahren - mit meinem Vater ganz allein in einem Zimmer im Krankenhaus. Ich dacht erst, dass man als "Kind" so etwas nicht aushalten kann. Aber man kann! Was habe ich meinem Vater nicht alles gesagt in diesen, seinen letzten Minuten! Es war so unsäglich schwer, weil mein Herz ihn so sehr behalten wollte. Und mein Verstand hat mich sagen lassen, dass er nun gehen und sich ausruhen darf.....


    So schwer das alles für mich war - so beruhigt denke ich jetzt daran. Es klingt vielleicht makaber: Irgendwie war es wie ein Geschenk, die Hand meines Vaters bei seinem letzten Atemzug halten zu dürfen....


    Meine Mutti wollte im Krankenhaus nur noch schlafen, nicht mehr essen - einfach nur ihre Ruhe. Aber die hat man ihr nicht gelassen - sie solllte wieder "mobilisiert" werden! Das heißt, sie musste essen bis zum Erbrechen und Magenbluten. Sie musste "Gangschulung" über sich ergehen lassen trotz Übelkeit und Schwäche.


    Ich bin so froh, dass sie jetzt im Heim schlafen darf, wenn sie nicht aufstehen kann und nicht möchte. Sie muss dort nicht unbedingt im Kreis sitzen und singen, obwohl ihr dazu gar nicht zumute ist.


    Eine künstliche Ernährung wurde in Erwägung gezogen, wenn meine Mutti weiter kaum ißt. Die haben wir abgelehnt, wie auch alle lebensverlängernden Maßnahmen - genau im Sinne unserer Mutter.


    Meine Mutti braucht keine Therapie - sie braucht die Respektierung ihrer Bedürfnisse!


    Mein Sohn hat letzte Woche seine Oma besucht und kam erschüttert zurück: "Nicht, weil meine Oma sterben wird, muss ich weinen, sondern weil sie so ´leben´ muss", sagte er.


    So schwer es ist - ich bin auf den Tod meiner Mutti vorbereitet. Meine größte Sorge aber bleibt: Wird eine der Pflegerinnen bei Ihr sein, wenn es "soweit" ist, wenn wir nicht dort sein können???

    Zitat

    Wenn ich mir das so betrachte, dann ist es wahrlich ein geringes Vergehen, einen alten Menschen gegen seinen Willen zu duzen...

    Ganz genau, Bruder Jo!


    Ich wünsche Dir viel Kraft und vor allem gute Nerven bei Deiner schwierigen Arbeit. Das richtige Gespür für einen würdevollen Umgang hast Du sowieso!


    Dafür mein D A N K E @:) - stellvertretend für alle Angehörigen Deiner zu betreuenden alten Menschen.


    Beste Grüße

    Tochter-in-Sorge

    Hast Du den Schwestern Bescheid gesagt das sie Dich Tag und Nacht anrufen sollen wenn es so aussieht als gehe es dem Ende zu? Das machen die dann auch.


    Wenn wir merken das jemand stirbt versuchen wir uns schon die Zeit zu nehmen und uns dabei zu setzen, damit der Bewohner nicht alleine ist. Es gibt ja auch viele Angehörige die vorher sagen das sie nicht gestört werden möchten und/oder es einfach nicht können. Aber ich finde dann sollten wir Pfleger es möglich machen den Bewohner auf seinem letzten Weg zu begleiten und nicht alleine zu lassen. Schließlich bauen wir im Laufe der Zeit auch einen Bezug zu dem Menschen auf.

    Hallo, Eiche,


    du arbeitest also auch im Pflegebereich! Ich danke dir für deinen Hinweis - meine Tel.Nr. ist dem Pflegeheim bekannt. Aber ich werde noch einmal direkt darum bitten, dass man mich zu jeder Zeit verständigen soll.


    Dass ihr eure Heimbewohner auch in ihren letzten Stunden nicht alleine lasst, verdient meine Hochachtung.


    Sicher ist das gar nicht so einfach, immer die nötige Distanz aufzubringen, so dass ein solches Begleiten mit Sicherheit nicht immer spurlos an Euch vorbei geht.


    Auch dir wünsche ich viel Kraft und vor allem Nervenstärke, um in diesem schweren Beruf bestehen zu können.


    Gut, dass es euch gibt! D A N K E @:)


    Liebe Grüße

    Hi,


    ich hab mir das jetzt hier nicht alles durchgelesen.


    Ich kann nur sagen, dass meine Oma es sehr mag, wenn ihre Lieblingspfleger/innen sie duzen.


    Sie fühlt sich dann als etwas Besonderes und ich finde, das sei ihr doch gegönnt.


    Auch ihren Spitznamen "Ludi" abgeleitet von ihrem Nachnamen mag sie gerne hören.


    Viele nennen sie auch Ludi, siezen sie aber.


    Ich finde, man muss die Bewohner doch kennenlernen und sehen, wer es wie gerne hat.


    Ich mein, wenn ein Heimbewohner sich unwohl fühlt, wenn er von einer Pflegekraft geduscht wird und diese ihn dann duzt, sieht jeder das ein.


    Aber es kann doch auch umgekehrt sein, dass ein Bewohner sich unwohl fühlt, wenn er gesiezt wird.


    Verstehe nicht, dass Chefs da Theater machen.


    Wenn sie ihren Pflegekräften nicht zutrauen und vertrauen, dass sie nur Bewohner duzen, die es wünschen oder die eben auf nichts Anderes mehr reagieren, warum hat er die Kraft dann eingestellt???


    Ich glaube, da wird das DU überbewertet.


    PRALLine

    Ist bei uns auch so.

    Manche Demente reagieren halt wirklich nur noch auf "du" und den Vornamen, manche Kollegen allerdings tadeln mich (Azubi) ich solle das "du" unterlassen und alle siezen. Wenn die Lehrer zur Anleitung ins Heim kommen, ist klar, dass man die Bewohner duzt, da das so Vorschrift ist, aber wenn ich alleine mit den Bewohnern bin, also auch keine Examinierte da ist etc, duze ich die Bew weiterhin. Wenn sie nur noch darauf reagieren, ist es halt auch für die Bew das Beste, wenn du sie duzt! Sie nehmen ja keinen Schaden davon, solange es halt keiner mitbekommt, tu ich das, was für die Bewohner das Beste is, so einfach is das.

    das "du" im Altenheim

    hallo bin seit 10 jahren in einem gut gefühtren altenheim tätig.unser leitbild lautet"menschenwürdig pflegen", bei uns ist es üblich das die bewohner niemals mit "du "angesprochen werden,demenz hin oder her,ich finde soviel respekt sollte den alten menschen noch gezollt werden,das sie mit "sie" angesprochen werden.vor allem die jungen pflegekräfte sollten sich das immer vor augen halten,das die ältere generation dies verdient hat.

    hi ihr.


    ich bin altenpflergerin mit herz, und ich denke das man alte menschen sie zen soll, außer sie bieten es an . ich habe viel pos . erfahrung erfahren, und ich leibe meinen job. viele alte menschen erzählen von vergnangenheit und bieten irgentwann selbst das du an. lass es darauf ankommen, oder frag einfach ob man sie oder du sagen soll, liebe grüße pia

    hi, hab das ganze hiermal grob überflogen, hab bei mir im Heim das gleiche Prob, leider ist es doch meist so das die HB bei dehnen die Demenz weit fortgeschritten ist nur noch auf Du oder Kosenamen reagieren


    z. B. HB X reagiert nicht mehr wenn wir sie mit vollem Namen ansprechen, sondern nur wenn wir sie duzen oder Omini zu Ihr sagen ( Wie Ihr kranker Enkel), dies wird uns auch von der Heimleitung angekreitet. wir haben dieses Problem mit den Angehörigen besprochen und das glück gehabt das diese sehr verständnisvoll waren. sie haben uns am nächsten tag ein schriftstück gebracht wo sie vermerkt haben das sie mit dem duzen bzw. das verwenden des Kosenamen einverstanden sind.


    dies haben wir jetzt auch noch bei 2 weiteren HB gemacht,


    probiert doch mal bei euch mit den angehörigen zu sprechen, drück euch die Daumen das ihr auch so verständnisvolle angehörige habt.


    l.G.

    Ich denke das es auch wichtig ist das alles zu dokumentieren. Ich habe zur Zeit auch eine Bewohnerin die geduzt werden möchte, die beleidigt ist wenn man sie siezt und die uns auch alle duzt. Ich habe das also in ihrer Doku unter Erfahrungen eingetragen. Denn sonst zählt ja auch: "Das was nicht dokumentiert wurde, wurde nicht gemacht!". Und wenn das nirgendswo festgehalten wird, kann man Euch auch nachsagen das das nicht stimmt.

    Guten Tag,


    ich arbeite jetzt seit 23 Jahren im Pflegeheim. Also könnte man sagen, dass ich mit vielen Menschen schon zusammen gekommen bin. Die einen Mögen es, wenn Sie geduzt werden, die anderen nicht. Ich bin der Meinung, dass es eine Gradwanderung ist, ab wann der Respekt verloren geht und ab wann es einen therapeutischen Vorteil inne hat.


    Validation wir nun in sehr vielen Häuern praktiziert und es wird mehr und mehr in Demenzgruppen gefordert den Bew. dort ab zu holen, wo er sich gerade befindet. Also ist doch das wohl auch das momentane "Du" indem Moment einen nutzen als Respektlos zu erscheinen. Vor allem stell ich mir die Frage, wenn der Bewohner voll orientiert ist, ob hier nicht seine Grundrechte als Individuum beschnitten werden. Denn Frei zu entscheiden, mit Dir möchte ich ein Du eingehen und mit Dir nicht, liegt doch völlig bei Ihm. Machen wir das nicht jeden Tag, wenn wir neue Bekanntschaften eingehen. Wenn ein Bewohner sich hierrüber nicht mehr adäquat äußern kann, so kann doch dann die Familie hinzugezogen werden. Die kann hierrüber entscheiden, was das Wohl des Bewohners am besten ist. Die kann dann auch im Cartex aufgeführt werden. So bleibt der Respekt gegenüber dem Bewohner bewahrt. Ich kann auch Respektvoll mit einem Mitmenschen im " DU" umgehen, ohne seine Würde dabei zu verletzen.


    herzlichen Dank fürs Lesen!


    Gruß Olaf